Zentrum für interdisziplinäre Forschung
 
 

ZiF-Arbeitsgemeinschaft

Medienästhetik der Komik

Termin: 6. - 8. Juli 2017

Leitung: Susanne Kaul (Münster, GER), Tom Kindt (Fribourg, SUI)

In der Geschichte der Komiktheorie ist die Medienspezifik der Komik bislang noch kaum erforscht worden. Bisher konzentrierten sich die literatur- und kulturwissenschaftlichen Untersuchungen zumeist auf die Gattungsspezifik der Komik, hier vor allem auf literarische Komik, oder auf kulturelle Abhängigkeiten, wenn sie nicht spezielle Gebiete der Komik wie den Schwarzen Humor oder Komik und Holocaust zum Gegenstand hatten. Zwar ist auch das an verschiedenen Medien untersucht worden, aber nicht unter der Leitfrage, was das Komikspezifische der jeweiligen Medien ist. Die traditionellen Komiktheorien (Inkongruenztheorie, Überlegenheitstheorie, Entlastungstheorie etc.) sind vor allem am Text oder an sozial-psychologischen Implikationen der Komik ausgerichtet. Es gibt aber Verfahrensweisen der Komik, die beispielsweise spezifisch visuell oder spezifisch auditiv oder spezifisch performativ sind. In dieser Arbeitsgemeinschaft soll im interdisziplinären Dialog zwischen Philosophie, Literatur-, Sprach-, Musik-, Theater und Medienwissenschaft die spezifische Komik audiovisueller Medien im Vergleich zu rein sprachlichen systematisch erfasst werden.



Drucken
ZiF - Zentrum für interdisziplinäre Forschung - Startseite > ZiF-Arbeitsgemeinschaften-Liste > ZiF-Arbeitsgemeinschaften 2017 >