Öffentliche Veranstaltung am ZiF - Podiumdiskussion
Plakat

#MeToo und Kunstzensur



Termin: 10. Juli 2018, 18:15
Ort: Plenarsaal des ZiF

Sabine Andresen (Frankfurt am Main, GER) und Uwe Scheffler (Frankfurt (Oder), GER)

"Keinen Bock auf Cro": Sexistisch und voller Gewaltfantasien seien seine Texte, beklagen Teile der Studierendenschaft, Frauen würden darin zu konsumierbaren Objekten. Andere finden diese Kritik lächerlich, betonen, das Provokative gehöre zu dieser Art von Musik.

Im Zuge von #metoo hat sich ein wachsendes Bewusstsein für möglicherweise sexistische Darstellungen in der Kunst und sexuell übergriffiges Verhalten von Kunstschaffenden entwickelt. Dabei wächst die Unsicherheit, was gezeigt bzw. aufgeführt werden kann. "Zensur!" rufen die einen, wenn die Forderung laut wird, entsprechende Kunstwerke nicht mehr zu präsentieren; die anderen begrüßen dies als überfällige Maßnahme im Kampf gegen Sexismus und Verharmlosung von Gewalt.

Mit Prof. Dr. Sabine Andresen (Frankfurt am Main), Erziehungswissenschaftlerin sowie Vorsitzende der Kommission zur Aufklärung sexuellen Kindesmissbrauchs, und Prof. Dr. Dr. Uwe Scheffler (Frankfurt (Oder)), Strafrechtler, ist es dem ZiF gelungen, zwei herausragende Fachleute als Podiumsgäste zu gewinnen. Moderiert durch die Philosophin Prof. Dr. Michaela Rehm (Bielefeld) werden sie das schwierige Verhältnis zwischen Kunstfreiheit und moralischer wie auch rechtlicher Grenzüberschreitung beleuchten und mit den Teilnehmenden diskutieren: Ist in der Kunst alles erlaubt?

An die Podiumsdiskussion schließt ein Rundgang durch die Ausstellung Kunst und Strafrecht an.

Organisatorische Fragen beantwortet Marina Hoffmann im Tagungsbüro.


Tel: +49 521 106-2768
Fax: +49 521 106-152768
E-Mail: marina.hoffmann@uni-bielefeld.de