Öffentliche Veranstaltung am ZiF - Vortrag


Gehirn und Gesellschaft – Eine Analogie


Termin: 4. Dezember 2019, 18:15
Ort: Plenarsaal des ZiF
Reimer Kühn (London, GBR)

Der kollektive Charakter von Informationsverarbeitung in neuronalen Netzen kann als Modell zur Beschreibung von Informationsverarbeitung in Gesellschaften oder Organisationen dienen. Vor allem zwei besondere Aspekte dieser Analogie standen im Fokus des Vortrags. Der erste betraf den assoziativen Charakter neuronaler Informationsverarbeitung, der zweite die Tatsache, dass neuronale Netze lernfähig sind. Von besonderem Interesse im Kontext dieses Vortrags war dabei die Existenz fundamentaler Grenzen von Lernfähigkeit. Reimer Kühn beschrieb gesellschaftliche Analogien assoziativer neuronaler Informationsverarbeitung und zeigte die fundamentalen Grenzen von Lernfähigkeit in Gesellschaften und einige der sich daraus ergebenden Konsequenzen auf.

Reimer Kühn ist Professor für Statistische Physik am Kings College in London. Zuvor hat er an den Universitäten Kiel, Heidelberg, Leuven, Bordeaux und Göttingen geforscht. Er arbeitet unter anderem zur statistischen Mechanik komplexer und ungeordneter Systeme, neuronalen Netzen und zur Risikomodellierung.

Organisatorische Fragen beantwortet Marina Hoffmann im Tagungsbüro. Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die Veranstaltungsleitung.


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