Forschung - Bilinguale Module

Untersuchung der Effektivität von bilingualen Modulen im Biologieunterricht

Forschung
Bilinguale Module

Das zugehörige Projekt "bi(o)lingual" erreichen Sie über den nachfolgenden Link:

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Bilinguale Module

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Bilingualer Unterricht, in Europa auch verstärkt als CLIL (Content and Language Integrated Learning) bekannt (Coyle, Hood & Marsh, 2010), hat nachweislich positive Effekte auf die sprachlichen, kognitiven und motivationalen Fähigkeiten der teilnehmenden Schüler*innen (z.B. Bredenbröker, 2000; Dalton-Puffer, 2007; Osterhage, 2007; Fehling, 2005, Lasagabaster, 2009); diese Ergebnisse wurden jedoch häufig in sogenannten bilingualen Zweigen, d.h. in fest etablierten Klassen mit zwei bis drei wechselnd bilingual unterrichteten Fächern ab der siebten Jahrgangsstufe, erforscht. Aus diesem Grund stellte sich die Frage, ob die positiven Effekte auch in kurzzeitigen und einfacher zu implementierenden Modellen bilingualen Unterrichts erzielt werden können. Abgesehen von der Flexibilität bilingualer Module ist bei dieser Form ein weiterer Vorteil, dass sie der gesamten Schülerschaft zugutekommt und nicht speziell sprachmotivierte und -talentierte Schüler*innen vorsortiert. Nichtsdestotrotz ist bilingualer Unterricht auch zur sprachlichen Förderung und zusätzlichen fachlichen Herausforderung für Hochbegabte geeignet.

Bei der Untersuchung zur Effektivität von bilingualen Modulen im Biologieunterricht an der Universität Bielefeld wird die Einstellung zu den Fächern Biologie und Englisch sowie zum bilingualen Unterricht bei Schüler*innen erhoben. Ein Fragebogen wird im Pre-Post-Follow up-Design eingesetzt, sodass Veränderungen über einen längeren Zeitraum festgestellt werden können. Durch begleitende Studien in Bachelor- und Masterarbeiten werden die motivationalen Veränderungen durch die Teilnahme an einem bilingualen Modul auch auf qualitativer Basis mittels Interviews und offener Fragen evaluiert.

Im Vorfeld nehmen die Schüler*innen an einem oder zwei bilingualen Modulen im Rahmen des Projekts "bi(o)lingual" teil, die sich mit den Themen Enzymatik und Stoffwechselphysiologie (im Kontext von Sport) beschäftigen. Diese regulären Themen des Biologieunterrichts der Einführungsphase (EF) wurden bilingual aufbereitet, sodass diese Einheiten in einer Mischung aus Englisch und Deutsch an den entsprechenden Kooperationsschulen unterrichtet werden können. Besonders ist daran außerdem, dass die Schüler*innen bisher keine Erfahrungen mit bilingualem Unterricht gemacht haben und das Unterrichtskonzept auf diese Weise ausprobieren können.

Durch die Abfrage der Einstellungen vor und nach einem Modul können folgende Forschungsfragen beantwortet werden:

  • Wie verändern sich Interesse und Motivation der Schüler*innen, wenn sie an einem oder zwei bilingualen Modulen teilnehmen?
  • Lässt sich die Selbstwirksamkeit der Schüler*innen erhöhen, wenn sie an bilingualen Modulen teilnehmen? Können außerdem Sprechangst und Desinteresse an der Fremdsprache durch bilinguale Module reduziert werden?
  • Sind bilinguale Module für einen speziellen Schülertyp besonders förderlich? Kann man Schüler*innen mit verschiedenen Neigungen (sprachlich oder fachlich geneigt) für das Konzept begeistern?
  • Inwiefern spielen frühere Auslandsaufenthalte, Schulleistungen und das Geschlecht eine Rolle bei der Bewertung der bilingualen Module?

Das Forschungsprojekt widmet sich zudem dem Aspekt der Lehrerprofessionalisierung, indem Lehramtsstudierende im Unterrichten von bilingualen Modulen mit einbezogen werden und reflektieren, welche Besonderheiten im bilingualen Unterricht zu beachten sind und wie die Lehrerausbildung an dieser Stelle noch intensiver auf die spätere Tätigkeit vorbereiten könnte.


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