Berichte/News

16.09.2019
Woche der Wiederbelebung 2019 Etwa 100 Lehrkräfte und Schüler/innen besuchen Veranstaltung in der Stadthalle

Einige Übungspuppen sind vorbereitet, langsam füllt sich der Saal der Stadthalle Bielefeld mit Lehrer/innen, welche teilweise auch Schülergruppen mitgebracht haben. Das Thema: Anlässlich der Woche der Wiederbelebung geht es um das Thema Herz-Kreislaufstillstand, die Herzdruckmassage und darum, wie ein mögliches Fortbildungsseminar für Lehrkräfte aussehen kann, die sich Unterstützung für ihren Reanimationsunterricht wünschen.



Foto 1: An den Übungspuppen können die Teilnehmer/innen in der Stadthalle üben. Vorher erläutert Prof. Dr. Dr. Rahe-Meyer den Anwesenden wichtige Details zum Herz-Kreislaufsystem.

Seit 2018 etwa fördert die AOK Nordwest das Kooperationsprojekt "Das Herz in der Schule - gesund leben und für Notfallmaßnahmen vorbeugen" der Universität Bielefeld (OZHB) und des Franziskus Hospitals (Klinik für Anästhesie), welches sich dem Thema Herz-Kreislauf-Gesundheit, Prävention, Erste-Hilfe und Laienreanimation widmet.

Zum Start der Woche der Wiederbelebung richtete sich die 2-stündige Fortbildungs- und Informationsveranstaltung an Lehrkräfte und interessierte Schüler/innen. Prof. Rahe-Meyer führte durch das Programm und erläuterte die Wichtigkeit einer schnellen Ersthelfer-Reanimation, um die Laienreanimationsquote weiter zu verbessern und jedes Jahr mehr Menschen zu retten, die einen Herzstillstand erleiden. Es sollte deutlich werden, dass die drei Schritte Prüfen - Rufen - Drücken so einfach sind, sodass Schüler/innen sie nach ein paar Wiederholungen und erlerntem Hintergrundwissen sicher beherrschen können. Daher wurde natürlich die Herzdruckmassage und das Abwechseln im Zweierteam mit rhythmusbegleitender Musik auch praktisch geübt: Denn in den ersten Minuten ist die Beatmung gar nicht mehr so wichtig: Wer sich unsicher ist, lässt diese Weg.

Das Thema Laienreanimation soll Teil der Schulbildung werden, wie es Fachgesellschaften und die KMK empfehlen. Fächerübergreifende Ideen, erprobte Materialien und Konzepte sowie Tipps für die Rolle als Moderator einer solchen Wiederbelebungsübung sollen demnächst an Lehrkräfte der Region in einem zweitägigen Seminar weitergegeben werden. Rico Dumcke hat es zum Abschluss der Veranstaltung vorgestellt. Aktuell arbeitet das Team an der Organisation der Fortbildung. Neben einer Erste-Hilfe-Fortbildung (vgl. DGUV) können Lehrkräfte sich vor allem austauschen, Materialien anschauen, ausprobieren oder Fehlerquellen bei Übungsphasen analysieren. So sollen Sie u.a. mehr Sicherheit gewinnen. Nach der Teilnahme am Seminar sind die Lehrkräfte gebeten, die gewonnenen Erkenntnisse in einer Reihe an Ihrer Schule einzubringen und eine Evaluation für das Projekt zu ermöglichen. Informationen über einen Anmeldestart zum Projekt gibt's dann hier unter www.ozhb.de und auf www.staying-alive.de



Foto 2: Rico Dumcke stellt das Angebot vor: Das zweitägige Seminar soll Lehrkräften die Möglichkeit einer praxisorientierten Auseinandersetzung und einer weiteren Kooperation für die Umsetzung an der Schule im weiteren Verlauf bieten.

Gerne können Schulen mit einzelnen Klassen im Februar und März auch wieder an unseren Workshops in der Uni teilnehmen. Für individuelle Termine außerhalb dieses Zeitraums sind Anfragen möglich unter biokolumbus@uni-bielefeld.de.




14.09.2019
"Uni.Stadt.Fest" - Jubiläumsfeier unter Beteiligung des OZHB Die Universität Bielefeld feierte am Sonntag, den 15.9.2019, ihr 50jähriges Jubiläum unter dem Motto "Uni.Stadt.Fest - Drei Orte, eine Linie". Entlang der Stadtbahnlinie 4 ermöglichte das Fest Einblicke in das universitäre Leben: Forschung und Lehre, sowie kulturelle, politische und sportliche Angebote waren vertreten. Am Standort Campus präsentierte sich das OZHB zum Mitmachen und Anfassen. An den Ständen "Leben retten macht Schule", "Sportbiologie" und "Robotik" wurden interessierte Besucherinnen und Besucher zum aktiven Ausprobieren animiert.

Passend zum Start der Woche der Wiederbelebung (16-22.9.2019) am Montag konnten Interessierte am Stand "Leben retten macht Schule" ihre Herzdruckmassagefähigkeiten an einer Simulationspuppe unter Beweis stellen oder neu erlernen. Anhand von Modellen konnten die Besucherinnen und Besucher den Blutfluss des Menschen, wie auch Herzerkrankungen selbstständig anpassen und nachvollziehen.

Am zweiten Stand des OZHB lag der Fokus stärker auf den sportbiologischen Parametern des Menschen. Hier konnten die Besucherinnen und Besucher verschiedene Messgeräte aus dem Bereich der Sportbiologie testen und etwas über die Bedeutung der Zahlen in Bezug auf die tatsächlichen Körperfunktionen erfahren. Unter anderem konnten Parameter, wie Lungenfunktion, Puls oder Muskelaktivität gemessen werden.

Am Robotikstand hatten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit mit dem Dino-Roboter Pleo, sowie mit dem humanoiden Roboter NAO zu interagieren. Interessierte konnten Pleo anfassen und auf den Arm nehmen, um sich die Sensoren des Roboters, mit denen er mit seiner Umwelt interagiert, genauer anzuschauen. Anschließend war es ihnen auch möglich den Roboter mithilfe der Programmieroberfläche MySkit zu programmieren. Nebenan beim humanoiden Roboter NAO wurde spezifischer auf die verbauten Sensoren eingegangen und diese durch Interaktion mit dem Roboter von den Besucherinnen und Besuchern erfahren. Diese konnten mit NAO in Interaktion treten und mit ihm kommunizieren. Darüber hinaus war es Interessierten möglich NAO mithilfe von QR-Codes Befehle zu geben. Um zu verstehen wie Geräte oder Roboter QR-Codes lesen können wurde der Aufbau eines QR-Codes kurz erläutert und anschließend am NAO erprobt.


13.09.2019
Uni.Stadt.Fest - Drei Orte, eine Linie, das OZHB ist dabei "Wie funktioniert nochmal eine Herzdruckmassage? Was passiert mit unserem Puls, wenn wir Sport treiben?" Diese Fragen beantworten wir bei unserem 50-jährigen Unifestival.

An unserem ersten Stand "Leben retten macht Schule" - einem Projekt zu Reanimation und Gesundheit im Schulunterricht - können die Besucherinnen und Besucher an Simulationspuppen üben, Modelle zum Blutfluss oder zu Herzerkrankungen studieren.

Bei unserem zweiten Projekt aus der Sportbiologie schauen wir, was hinter der Fassade des Körpers abläuft. Dafür stellen wir unterschiedliche Messgeräte bereit, mit denen Parameter wie Lungenfunktion, Puls oder Muskelaktivität gemessen werden. Die Besucherinnen und Besucher lernen bei uns, was die gemessenen Zahlen auf den Geräten mit den tatsächlichen Körperfunktionen zu tun haben.

An unseren Ständen steht das Ausprobieren im Mittelpunkt - sei es an Übungspuppen oder an Messgeräten. Wir betreuen mit unseren Teams die Stationen, assistieren und beantworten Fragen der Besucherinnen und Besucher. Für jedes Alter gibt es dabei die passenden Aufgaben und Übungen.

Niklas Kramer und Rico Dumcke sind Doktoranden am Osthushenrich-Zentrum für Hochbegabungsforschung an der Fakultät für Biologie (OZHB) und mit den Projekten "Leben retten macht Schule" und "Robotik und Sportbiologie" am 15. September beim Uni.Stadt.Fest auf dem Campus dabei.





11.09.2019
OZHB goes FDdB-Tagung in Wien Die Internationale Jahrestagung von GDCP und FDdB fand dieses Jahr unter dem Titel "Naturwissenschaftliche Kompetenzen in der Gesellschaft von morgen" in der Landeshauptstadt Österreichs, in Wien, statt. Im Rahmen des Kongresses wurde ein interdisziplinärer Austausch zwischen den Fachdidaktiken Biologie, Chemie und Physik angeregt. Das OZHB wurde vor Ort von Alena Schulte und Maria Sophie Schäfers vertreten. Die vorgestellten Beiträge trugen den Titel:
  • Gelingensbedingungen für Science-Klassen aus der Perspektive der Lehrenden
  • Entwicklung eines naturwissenschaftlichen Neigungstests für Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter
Die Tagung gestaltete sich für die noch jungen und in der Entwicklung steckenden Projekte als sehr ertragreich und anregend für weitere Forschungs- und Konzeptionsmöglichkeiten.

Weitere Informationen finden Sie unter den Rubriken "Forschung" oder "Projekte".






30.08.2019
Erfolgreiche Tagungsbeiträge während der ESERA 2019 In diesem Jahr fand die ESERA in Bologna statt. Unter dem Tiel "The Beauty and pleasure of understanding: engaging with contemporary challenges through science education" nahmen ca. 1600 TeilnehmerInnen aus über 50 Ländern an der Tagung Ende August teil. Das OZHB konnte sich mit 6 Beiträgen an der Tagung beteiligen.



Vorgestellt wurden insgesamt 5 Vorträge zu folgenden Themen:
  • Bilingual modules in biology: comparison of motivational effects in different school years
  • The effects of an interdisciplinary week-long workshop about "the cardiovascular system"
  • Science education for refugee students - implementation, perception and implications
  • A study on the biographies of former participants of a scientific enrichment programme for gifted pupils
  • Resuscitation as a health issue: biology teachers competency and its association with the subject
Darüber hinaus wurde ein Poster zum Thema "Science classes - a Model for interdisciplinary science education" präsentiert.

Detaillierte Informationen zu den Projekten findet man direkt auf der Seite des OZHB unter den Rubriken "Forschung" oder "Projekte".

Ein herzliches Dankeschön geht an Rico Dumcke, Niklas Kramer, Stephanie Ohlberger, Maria Sophie Schäfers und Mario Schmiedebach, die den langen Weg aus Bielefeld zur Tagung angetreten waren und das OZHB repräsentiert haben.




23.08.2019
Science-Klassen für Gymnasien Zwei Das Osthushenrich-Zentrum für Hochbegabungsforschung (OZHB) der Universität Bielefeld führt im kommenden Schuljahr ein neues Unterrichtsmodell in den Naturwissenschaften ein.
Science-Klassen und eine Science-AG: Das Osthushenrich-Zentrum für Hochbegabungsforschung an der Fakultät für Biologie (OZHB) etabliert an drei Gymnasien in Ostwestfalen-Lippe ein neues Unterrichtsmodell, das naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler fördert. Das Ravensberger Gymnasium in Herford sowie das Gymnasium am Waldhof und das Brackweder Gymnasium in Bielefeld bieten im kommenden Schuljahr zusätzliche Science-Klassen und eine Science-AG an. Die Science-Klassen bestehen neben den Regelklassen und können von der fünften bis zur siebten/achten Jahrgangsstufe besucht werden. Forschende des OZHB haben das Konzept am vergangenen Mittwoch (21.08.) vorgestellt.

Abbildung 1: Die Arbeitsgruppe am OZHB. Von links nach rechts: Tobias Welz, Christine Werner, Thomas Werneke, Prof. Dr. Claas Wegner, Alena Schulte


Neben zwei Stunden Regelunterricht in den Naturwissenschaften - Biologie, Chemie und Physik - haben die Schülerinnen und Schüler der Science-Klassen eine zusätzliche naturwissenschaftliche Stunde. Hinzu kommt ein breites außerunterrichtliches Angebot wie Arbeitsgemeinschaften, außerschulische Lernorte, Wettbewerbe oder Exkursionen.
In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe haben Forschende der Universität Bielefeld zusammen mit Lehrerinnen und Lehrern aus Ostwestfalen-Lippe einen neuen Lehrplan und dazugehörige Unterrichtsmaterialien erarbeitet. Diese werden in den Science-Klassen nun eingesetzt und erprobt. Die Evaluation und wissenschaftliche Begleitung des Projektes erfolgt durch Alena Schulte von der Fakultät für Biologie, die am OZHB für das Projekt verantwortlich ist. Ziel der Erprobungsphase ist, das Konzept der Science-Klassen an weiteren Schulen zu etablieren.



22.08.2019
TABULA Ferienschule

Im Rahmen der Sommerferienschulen 2019 des Vereins TABULA durfte das teutolab-robotik zehn interessierte Schülerinnen und Schüler in der Universität Bielefeld für eine Woche willkommen heißen. Während ihrer Zeit erhielten sie spannende Einblicke in die Welt der Robotik und lernten unter anderem den Dinosaurierroboter Pleo und den humanoiden Roboter NAO kennen. Sie beschäftigten sich mit unterschiedlichen Programmieroberflächen und stellten sich beispielsweise der Herausforderung Pleo das Laufen beizubringen, nachdem unterschiedliche Fortbewegungsmechanismen zwischen Robotern und Tieren verglichen wurden.




15.07.2019
Kolumbus-Kids: Sommersemester 2019 Ein weiteres Semester Kolumbus-Kids, in dem wir mit den teilnehmenden Schüler*innen erneut spannende Experimente und Themen erleben durften, liegt hinter uns.
Doch was genau haben wir eigentlich das halbe Jahr lang gemacht?
Zu Beginn des Kurses haben wir uns damit beschäftigt, wie verschiedene Tierarten ihre Beute orten können. Dabei haben wir unter anderem gelernt, wie die Schleiereule Mäuse auch unter einer dicken Schneedecke, ohne sie zu sehen, lokalisieren kann oder wie der Elefantenrüs-selfisch selbst im trübsten Gewässer Insektenlarven findet.
Auf den Spuren von National Geographic & Co.: Die Schüler*innen drehen ihre eigenen Lehrvideos über Chamäleons.

Anschließend haben wir die erstaunlichen Fähigkeiten der Chamäleons genauer unter die Lupe genommen. Dafür haben wir selbstständig aufregende Lehrvideos gedreht, um Phäno-mene wie den Farbwechsel oder den Zungenschuss der Chamäleons besser verstehen zu können. Diese Erkenntnisse haben wir in den darauffolgenden Kurstagen genutzt, um das Geheimnis des Kubanischen Chamäleons zu entlarven. Hierbei handelt es sich nämlich gar nicht um ein echtes Chamäleon, auch wenn sich die beiden Arten auf den ersten Blick recht ähnlich sehen.
Das Kolumbus-Kids-Highlight des Sommersemesters 2019 bildete wohl zweifelsfrei der Stra-tosphärenflug. Im Rahmen eines Großevents haben alle Kolumbus-Kids gemeinsam zwei große, mit verschiedenen Experimenten bestückte Wetterballons in fast 40.000 Meter Höhe geschickt. Dabei wurden interessante Fragen untersucht wie, "Was passiert mit einem Scho-kokuss in so großer Höhe?" oder "Wie reagieren verschiedene Flüssigkeiten auf die Höhe?". Durch den Einsatz von Kameras an den Wetterballons konnten diese Fragen dann umfassend geklärt werden.
Nachdem wir nun alle noch einmal in tollen und lehrreichen Erinnerungen schwelgen durften, wünschen wir, das Team des OZHB, allen eine schöne und erholsame Ferienzeit! Wir würden uns freuen, wenn wir so viele wie möglich von euch auch im nächsten Semester wieder bei uns begrüßen dürfen, um den Phänomenen der Natur weiter auf den Grund zu gehen.
Kolumbus-Kids fliegt hoch hinaus!: Schnappschuss der montierten Kamera am Wetterballon kurz nach dem Start.

Die Kurse im Wintersemester 2019/2020 beginnen in der 41. Kalenderwoche. Für weitere Informationen zu Anmeldung, Weitermeldung oder genauen Terminen besucht die Homepa-ge des Projekts unter: www.kolumbus-kids.de.


11.07.2019
Stephanie Ohlberger promovierte erfolgreich zum Doktor phil.nat.
Am 11. Juli war es soweit und Stephanie Ohlberger promovierte erfolgreich zum Doktor phil.nat. Das OZHB mit Mitarbeitern gratuliert Frau Ohlberger zu dieser Leistung. Die Disputation trug den Titel "Profitieren Schüler von bi(o)lingual? - Konzeption, Durchführung und Evaluation der Wirksamkeit bilingualer Module".



04.07.2019
Mario Schmiedebach promovierte erfolgreich zum Doktor phil.nat.
Am vierten Juli war es soweit und Mario Schmiedebach promovierte erfolgreich zum Doktor phil.nat. Das OZHB mit Mitarbeitern gratuliert Herrn Schmiedebach zu dieser Leistung. Die Disputation trug den Titel "Das Potential des Naturwissenschaftsunterrichts für neuzugewanderte Kinder erkennen und für den Übergang ins Regelsystem nutzen"



02.07.2019
Eröffnung des Osthushenrich-Zentrums für Hochbegabungsforschung an der Fakultät für Biologie (OZHB) der Universität Bielefeld

Am 02.07.2019 trafen sich Prof. Dr. Claas Wegner, Prof. Dr. Jacob Engelmann, Prodekan der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld, die Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Detmold, Frau Marianne Thomann-Stahl und der Vorstand der Osthushenrich-Stiftung, vertreten durch Herrn Dr. Ulrich Hüttemann, Vorstandsmitglied der Stiftung, und Herrn Dr. Burghard Lehmann, Geschäftsführer der Stiftung, um das Osthushenrich-Zentrum für Hochbegabungsforschung an der Fakultät für Biologie (OZHB) der Universität Bielefeld offiziell zu eröffnen. Dafür tauschten die Anwesenden im Rahmen der Begrüßung zunächst ihre Sicht auf das OZHB untereinander aus und stellten so die verschiedenen Facetten des Zentrums vor.

OZHB offiziell eröffnet: (v.l.) Prof. Dr. Jacob Engelmann, Marianne Thomann-Stahl, Prof. Dr. Claas Wegner, Dr. Burghard Lehmann und Dr. Ulrich Hüttemann.

Nach einer einjährigen Planung wurde das OZHB am 01.06.2018 gegründet. Namensgebend war hierbei die Osthushenrich-Stiftung, welche eine fünfjährige Unterstützung von jährlich 100.000 Euro für das Zentrum zugesagt hat. Darüber hinaus ist laut Prof. Dr. Claas Wegner, Leiter des OZHB, "die Hochbegabungsforschung [...], neben der Förderung der zentrale Arbeitsschwerpunkt des Zentrums" und findet sich folgerichtig ebenfalls im Namen wieder.
Die Osthushenrich-Stiftung hat sich der Bildungsförderung von Kindern und Jugendlichen verschrieben und legt dabei besonderes Augenmerk auf die Förderung von Hochbegabten und die Unterstützung von Jugendlichen während der Ausbildung und beim Übergang von der Schule in den Beruf. Dabei fließen jährlich mehr als 1 Million Euro in entsprechende Förderprojekte.
Die Stiftung sieht im Bereich der Naturwissenschaften einen großen Bedarf an frühzeitiger Diagnose und Förderung von begabten Schüler*innen. Betrachtet man die Daten der Agentur für Arbeit, so existiert gerade im MINT Bereich eine große Lücke von ca. 500.000 offenen Stellen in Deutschland.
Nach Herrn Dr. Ulrich Hüttemann liegt das Potential des OZHB vor allem in diesem "ganzheitlichen Ansatz". Durch die Entwicklung eines naturwissenschaftlichen Neigungstests zur Diagnose bei Vorschulkindern kann Hochbegabung frühzeitig erkannt und die Kinder noch vor Beginn ihrer Schulkarriere gefördert werden. So sorgt die Arbeit des OZHB für eine lückenlose Diagnostik innerhalb der Begabungsforschung und die zentrumseigenen Projekte können reibungslos miteinander verknüpft werden. Darüber hinaus werden in Zukunft weiterbildende Studiengänge und Fortbildungen für KiTa-Kräfte angeboten, um auch Lehrkräfte und Erzieher*innen in der Förderung von naturwissenschaftlichen Interessen und in der Diagnose von naturwissenschaftlichen Begabungen zu schulen und fortzubilden. Die Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Detmold, Marianne Thomann-Stahl, betont das breitaufgestellte Angebot an Projekten, das innerhalb des Zentrums realisiert wird. Durch Projekte wie "Biologie hautnah" und "teutolab-robotik" werden ihr zufolge hervorragende außerschulische Lernorte geschaffen, in denen Schüler*innen an die universitäre Forschung herangeführt und ihnen Spaß an den Naturwissenschaften vermittelt wird. Das Projekt "Kolumbus-Kids" bietet außerdem die Möglichkeit begabte Schüler*innen aus ganz OWL über mehrere Jahre hinweg kontinuierlich zu fördern.
Auch für die Studierenden der Universität Bielefeld bietet das OZHB Chancen und Perspektiven für die Gestaltung ihres Studiums. "Die Lehramtsstudierenden der Fakultät für Biologie profitieren vom OZHB, da sie in Kursen wie etwa "Kolumbus-Kids" und "Biologie hautnah" mitarbeiten und somit praktische Unterrichtserfahrungen sammeln können. Darüber hinaus können sie im OZHB an Forschungsprojekten arbeiten und hier ihre Bachelor- oder Masterarbeiten verfassen", wie Prof. Dr. Jacob Engelmann, Prodekan der Fakultät für Biologie, feststellt.
Nach dem Austausch über die verschiedenen Schwerpunkt- und Zielsetzungen des OZHB wurden zum Abschluss der Veranstaltung verschiedene innovative Experimente der Projekte innerhalb des OZHB zur Förderung naturwissenschaftlicher Denk- und Arbeitsweisen und zur Diagnostik naturwissenschaftlicher Neigungen vorgestellt. Darunter war zum Beispiel der humanoide Roboter "NAO".

Vielfältige Möglichkeiten: Doktorandin Alena Schulte stellt verschiedene innovative Experimente aus den Projek-ten des OZHB vor.



19.06.2019
Schülerexperimente am Rande des Weltalls

Für die Kolumbus-Kids, ihre Eltern und Geschwister sollte der 19.06.2019 ein ganz besonderer Tag werden. Alle Gäste trafen sich auf der Rasenfläche der Universität, um den Start von zwei Wetterballons mitzuerleben, deren Ziel es war naturwissenschaftliche Experimente auf die Reise zu schicken.

Die Kolumbus-Kids spielten dabei eine bedeutende Rolle, da sie die Experimente und Messungen, welche mit den Ballons in die Stratosphäre geschickt wurden, eigenhändig geplant hatten. Kameras an den Ballons ermöglichten es den Kolumbus-Kids, die Versuche auszuwerten und eine außergewöhnliche Perspektive einzunehmen. Es war eine seltene Beobachtung, den Start aus der Menschenmenge und die Universität von oben zu sehen, ebenso wie einen kurzen Blick hinunter auf Bielefeld zu erhaschen bevor der Ballon in den Wolken verschwindet und es zu schneien beginnt. Anschließend erfolgt der fast unwirkliche Blick auf die mit Glycerin, Speiseöl, Ethanol, Salzwasser, Wasser und einer Chlorophylllösung gefüllten Reagenzgläser in der Stratosphäre. Auf knapp 40.000 Metern Höhe platzt der Ballon und die Messvorrichtungen und Experimente schweben auf die Erde zurück. Mithilfe der GPS-Geräte, welche mit an Bord waren, konnten die Ballons nach knapp 180 Minuten Flugzeit und 100 km zurückgelegter Strecke geborgen und die Filmaufnahmen gesichert werden. Anhand der Videoaufnahmen und den Messvorrichtungen können die Kolumbus-Kids unter anderem Rückschlüsse auf die Temperaturen in unterschiedlichen Höhen oder den Luftdruck ziehen.



19.06.2019
Schülerexperimente am Rande des Weltalls

Für die Kolumbus-Kids, ihre Eltern und Geschwister war der 19.06.2019 ein ganz besonderer Tag werden. Rund 450 Gäste trafen sich um 14:30 Uhr auf der Rasenfläche der Universität, um den Start von zwei Wetterballons mitzuerleben, deren Ziel es war naturwissenschaftliche Experimente auf die Reise zu schicken.

Die Kolumbus-Kids spielten dabei eine bedeutende Rolle, da sie die Experimente und Messungen, welche mit den Ballons in die Stratosphäre geschickt wurden, sebständig geplant hatten. So wurde unter anderem ein Schokokuss in die Stratosphäre geschickt, der sich in einer gewissen Höhe ausdehnt und somit Aufschluss über den Luftdruckt gibt. Außerdem wurden Reagenzgläser mit Wasser, Salzwasser, Glycerin, Ethanol, Chlorophylllösung und Speiseöl auf 40.000 Meter Höhe geschickt. Die Höhe, in der die jeweilige Flüssigkeit gefriert, gibt Anhaltspunkte über die Temperaturen in unterschiedlichen Höhen. Eine Frage bleibt jedoch noch offen: Wie können die Kolumbus-Kids ihre Experimente auswerten?

Die mit Helium gefüllten Ballons sind mit Kameras ausgestattet, die den Flug und die Experimente dokumentieren, wie auch mit GPS-Geräten, welche die aktuelle Position der Ballons durchgeben. Gerade diese sind am Ende des Fluges von großer Bedeutung, da der Ballon auf fast 40.000 Metern platzt und die Messvorrichtungen und Experimente auf die Erde zurückschweben. Die Sonde kann dann geortet und geborgen werden, sodass die Kolumbus-Kids die Daten in der folgenden Kurswoche auswerten können. Zusätzlich wird in ein paar Wochen aufgelöst werden können, welcher normale Luftballon dem Landepunkt der Stratoballons am nächsten gekommen ist. Dazu durfte jedes der Kolumbus-Kids eine vorfrankierte Postkarte mit seiner Adresse versehen an einem heliumgefüllten Luftballon festbinden und zusammen mit den Stratoballons steigen lassen.

Geplant und durchgeführt wurde dieses Event durch das Osthushenrich-Zentrum für Hochbega-bungsforschung an der Fakultät für Biologie, kurz OZHB, welches von der Osthushenrich-Stiftung gefördert wird.



14.06.2019
Kolumbus-Kids-Testung 14.06.2019

Am Freitag, den 14.06.2019, begrüßten Claas Wegner und die Mitarbeiter des Projekts wieder potenzielle neue "Kolumbus-Kids" an der Universität Bielefeld. Für die kommende Kolumbus-Kids-Saison 2019/2020 wurden knapp 130 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 3 getestet. Dabei wurde das kognitive Potenzial der naturwissenschaftlich begeisterten Schülerinnen und Schüler aus verschiedensten Grundschulen der Region durch Bilderrätsel, Folgenerkennen und weitere Knobelaufgaben auf die Probe gestellt. Um die große Menge an Daten reibungslos und schnell verarbeiten zu können, wird dabei auf ein modernes "Clicker-System" zurückgegriffen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen also nicht mehr zu Stift und Zettel greifen, sondern können ihre Antworten per "Click" direkt an das Auswertungssystem schicken.
Nun warten wir gespannt auf die Ergebnisse der Testung und freuen uns auf die nächste Generation der Kolumbus-Kids.



21.05.2019
Naturwissenschaftliche Projekttage in der Internationalen Klasse am KMG

Das Projekt "Biology for Everyone" war zu Besuch in der Internationalen Klasse des Königin Mathilde Gymnasiums (KMG) in Herford. An drei Projekttagen haben sich die Schülerinnen und Schüler auf "eine Reise durch das Tierreich" begeben und verschiedene Tiere des OZHB kennengelernt.

Am ersten Tag wurde die vielfältige Gruppe der Insekten von den Kindern entdeckt. Hierfür haben sie lebende Vertreter auf die Hand nehmen können, um so bei der direkten Begegnung die Merkmale der Insekten herauszuarbeiten. Ein besonderes Highlight war sicherlich auch der Perspektivwechsel zum Sehsinn der Insekten. Durch die mitgebrachten Facettenaugenbrillen konnten die Kinder das Klassenzimmer mit den Augen eines Insekts wahrnehmen; und das ganz ohne Sprachbarrieren!

Der zweite Tag beinhaltete die Gruppe der Spinnentiere und die Klasse durfte die Häutungen verschiedener Spinnentiere untersuchen und sie haben schnell gemerkt, dass Spinnen und Insekten zwar manchmal ähnlich erscheinen, aber aufgrund diverser Merkmale zwei verschiedene Gruppen darstellen.

Abgerundet wurden die Projekttage mit den Weichtieren am dritten Tag. Die Schülerinnen und Schüler haben bei der Fütterung die Raspelzunge der Schnecken am eigenen Körper gespürt und die waghalsigen Klettertouren über scharfe Messer näher untersucht.

Insgesamt waren die drei Projekttage am KMG erfolgreich und durch die lebensnahen Experimente konnten das Interesse der Schülerinnen und Schüler an der Naturwissenschaft geweckt werden. Neben den handlungsorientierten Einheiten der Projekttage haben die Klasse aber auch die Textsorte des Protokolls kennengelernt und sind so in die Rolle eines Biologen geschlüpft.

Weitere Informationen zum Projekt finden sie hier.



08.04.2019
Projekt Kolumbus-Kids will hoch hinaus!

Es ist wieder soweit! Seit der 13. Kalenderwoche erforschen an der Universität Bielefeld wieder 150 naturwissenschaftlich begabte Schülerinnen und Schüler die Wunder der Natur!

Im Jahr 2006 wurde das Projekt "Kolumbus-Kids" mit zwei primären Zielen gegründet: Zum einen soll einer möglichen Unterforderung begabter Schülerinnen und Schüler vorgebeugt und ihr entgegengewirkt werden und zum anderen eine kontinuierliche Förderung der Kinder im Sinne der Wissenschaftspropädeutik erreicht werden. Seit mittlerweile 13 Jahren werden die Schülerinnen und Schüler jedes Semester aufs Neue mit spannenden Themen aus den Naturwissenschaften konfrontiert.

Auch im kommenden Sommersemester 2019 dürfen sich, dank der Osthushenrich-Stiftung, wieder zehn Schülergruppen in wöchentlichen Kursen an interessanten Phänomenen und Besonderheiten der Natur erfreuen. Haben Sie schon einmal etwas vom Elefantenrüsselfisch oder dem Wüstensandfisch gehört? In diesem Semester werden sich die Schülerinnen und Schüler mit der Erforschung dieser und anderer ausgefallener Tierarten beschäftigen und deren einzigartige Eigenschaften und Fähigkeiten aufdecken.

Zusätzlich begibt sich das Projekt in diesem Sommer in luftige Höhen. Zum ersten Mal wird es ein großes, kursübergreifendes Event geben. Am 19.06.2019 werden alle Kolumbus-Kids gemeinsam zwei mit eigens ausgearbeiteten Experimenten bestückte Wetterballons knapp 40.000m hoch in die Stratosphäre schicken, um verschiedenste Faktoren aus so großer Höhe erlebbar zu machen.

Neben der Förderung der Schülerinnen und Schüler bildet die Evaluation des Projekts immer wieder einen Schwerpunkt für wissenschaftliche Fragestellungen und Forschung. So werden zum Beispiel die Epistemologie, also die Bedeutung und das Zustandekommen von Wissen, der Perfektionismus und das schulische Selbstkonzept hochbegabter Schülerinnen und Schüler im Projekt erforscht.



23.03.2019
Zertifikatvergabe an die Schülerdozenten des Ravensberger Gymnasiums

Am 23.03.2019 hatte das teutolab-robotik die Ehre, seine Schülerdozenten des Ravensberger Gymnasiums für ihre hervorragende Arbeit auszuzeichnen. Das Ravensberger Gymnasium ist ein Satellitenlabor des teutolab-robotik der Universität Bielefeld. Die Schülerdozenten werden zunächst an der Universität Bielefeld ausgebildet und sind dann im Einsatz des teutolab-robotik am Ravensberger Gymnasium tätig. Hier unterrichten sie junge SchülerInnen der Sekundarstufe I und der Primarstufe und zeigen diesen, wie spannend die Welt der Roboter ist. Mit der Auszeichnung möchte sich das teutolab-robotik für diese tolle ehrenamtliche Leistung bedanken.



Abschlussveranstaltung im Rahmen des Netzwerkes Begabungsförderung OWL, März 2019 07.03.2019

Gestern war es soweit und fast 200 Gäste kamen in die Universität Bielefeld um gemeinsam die Abschlussveranstaltung der Regionalakademie zu feiern. Innerhalb des Netzwerkes Begabungsförderung fanden 16 Workshops statt, wovon vier Workshops in Kooperation mit der Verbundschule Hille an der Universität Bielefeld durchgeführt werden durften.

Die Teilnehmer*innen der 7. - 9. Jahrgangsstufe hatten sich im Vorfeld schriftlich beworben und wurden aus zahlreichen Bewerbern ausgewählt. Das Besondere ist, dass die Teilnehmer*innen aus verschiedenen Gymnasien / Gesamtschulen aus dem Regierungsbezirk Detmold kommen, um zusammen mit Gleichgesinnten in ihrem Interessengebiet zu forschen und Projekte zu erstellen.

Zu den Forschungsschwerpunkten in diesem Jahr zählte ein Workshop mit meeresbiologischem Schwerpunkt, zwei Workshops beschäftigten sich mit den Themen Robotik und Bionik und in einem Workshop wurden Filme zu verschiedenen Themen in OWL gedreht.

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung wurden nun die Produkte der Schüler*innen vorgestellt, sowie die Teilnehmerzertifikate an die Schüler*innen vergeben. Ebenso wurden die Leistungen der Schüler*innen von Herrn Dr. Hüttemann, der die Osthushenrich-Stiftung an diesem Tag vertreten hat, entsprechend gewürdigt. Wir danken der Osthushenrich-Stiftung an dieser Stelle noch einmal für die Förderung der Projekte des Netzwerkes Begabungsförderung.

Die Osthushenrich-Stiftung fördert das Zentrum drei Jahre lang mit jährlich 100.000 Euro, bei positiver Evaluation für weitere zwei Jahre. Insgesamt stehen dem OZHB so bis zu 500.000 Euro zur Verfügung. Die Osthushenrich-Stiftung wurde 2006 ins Leben gerufen und begann 2008 mit ihrer Arbeit. Werner Gehring hatte vor dem Tode seiner Ehefrau, der Stifterin Margot Gehring, geb. Osthushenrich, zusammen mit ihr den Beschluss gefasst, "ihr gesamtes Vermögen in die Osthushenrich-Stiftung einzubringen und dadurch vor allem die Bildung von Kindern und Jugendlichen zu fördern". Jährlich fließen mehr als 1 Million Euro in entsprechende Förderprojekte. "Besonderes Augenmerk", so Gehring, "legt die Stiftung neben der Förderung von Hochbegabten auch auf die Unterstützung von Jugendlichen während der Ausbildung und beim Übergang von der Schule in den Beruf."



08.01.2018
Vorbesprechung zur meeresbiologischen Exkursion (Krk, Kroatien) 2019

Liebe Lehramtsstudierende für das Fach Biologie,

im SoSe 2019 wird von der Fakultät für Biologie eine meeresbiologische Exkursion nach Kroatien auf die Insel Krk angeboten.

Im Rahmen dieser 3 SWS Veranstaltung und anschließender 10-tägigen Exkursion sollen vor allem im Bereich der organismischen Biologie neue Kenntnisse erworben und bestehendes Wissen erweitert werden: u.a. zur Artenkenntnis, zur Biodiversität der Meeresflora und -fauna, zu ökologischen Wechselwirkungen und zum Einfluss des Menschen auf die Tier- und Pflanzenwelt im Mittelmeer. Mit diesen Themengebieten ist die Exkursion bewusst für Lehramtsstudierende konzipiert worden, da ökologische Inhalte in der Schule einen großen Stellenwert einnehmen.

Details zur Fahrt:
Exkursionsziel:
Zeitraum:
Unterkunft:
Vorbesprechung:

Insel Krk (Kroatien), Ort: Kornic
in der Zeit vom 02.09. bis 14.09.2019
3er-5er Apartments, Doppelzimmer
31.01.2019 um 13 Uhr in W2-107! PDF-Download
(hier erhaltet Ihr weitere Infos zu den Kosten, zur Anreise, zur Verpflegung, zum genauen Zeitraum, zu LPs, usw.)
Veranstalter:
Titel:
Prof. Dr. Claas Wegner
Planung und Durchführung einer meeresbiologischen Exkursion (S+Ü) (SoSe 2019) Belegnummer folgt!


Sollte Euer Interesse geweckt worden sein und Ihr beabsichtigt an der Exkursion teilzunehmen, kommt bitte unbedingt zu dem oben genannten Termin.

Viele Grüße,

Claas Wegner



Pressemitteilung zu erster Veranstaltung des OZHB am 23.11.2018 23.11.2018

Pressemitteilung zu erster Veranstaltung des OZHB am 23.11.2018

Die Osthushenrich-Stiftung gründet anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens
das Osthushenrich-Zentrum für Hochbegabungsforschung an der Fakultät für Biologie
(OZHB) mit einer Finanzausstattung von bis zu 500.000 Euro

An einer ersten Veranstaltung des "Osthushenrich-Zentrums für Hochbegabungsforschung an der Fakultät für Biologie" nahmen am 23.11.2018 insgesamt 60 Schulvertreter aus 45 verschiedenen regionalen Schulen im Hörsaal 7 der Universität Bielefeld teil.

Nach einer Begrüßung durch Herrn Rainer Menze (Bezirksregierung Detmold) und Herrn Dr. Ulrich Hüttemann (Vorstandsmitglied Osthushenrich-Stiftung) stellte Herr Prof. Dr. Claas Wegner das Konzept und den Aufbau vor. Danach gab es durch eine kurze Darbietung der Roboter Aibo und Nao einen Einblick in eines der zahlreichen Praxisprojekte des neuen Zentrums.

Dabei wurde unter anderem erläutert, welche speziellen Anforderungen die Programmierung solcher Roboter an Schüler*innen stellen und wie besondere Begabungen dadurch gefördert werden können.

Die Gründung des Zentrums, das im Frühjahr 2019 mit einer großen Veranstaltung eröffnet wird, liegt dem Vorstandsvorsitzenden der Osthushenrich-Stiftung, Werner Gehring, besonders am Herzen: "Erzieher*innen und Lehrer*innen lernen in ihrer Ausbildung nur selten oder gar nicht, Hochbegabung zu erkennen und angemessen zu fördern. Dadurch haben es die hochbegabten Kinder oft schwer in der Schule und es geht deren wertvolles Potential verloren." Das OZHB setzt bereits bei den Angeboten für Lehramts-Studierende an, die sich mit Fördermöglichkeiten in der Schule auseinandersetzen sollen. Dazu kommt die spezifische Aus- und Weiterbildung von Erzieher*innen und Lehrer*innen, um Hochbegabung zu erkennen und die Potenziale gerade auch solcher Schüler*innen zu fördern. Der Kontext dieses Themas liegt im OZHB speziell bei den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). Das Zentrum bietet Schüler*innen aus der Region die Möglichkeit, im Hinblick auf ihre Neigungen und Fähigkeiten in den MINT-Fächern beraten, getestet und unterstützt zu werden.

Der Nachmittag schloss damit ab, dass allen Beteiligten die Möglichkeit hatten, sich über ihre Wünsche an das Zentrum sowie über bereits bestehende Projekte auszutauschen. Dieses Angebot wurde gerne angenommen und man konnte bereits einige neue Ideen generieren, die möglichst bald umgesetzt werden sollen.

Die Osthushenrich-Stiftung fördert das Zentrum drei Jahre lang mit jährlich 100.000 Euro, bei positiver Evaluation für weitere zwei Jahre. Insgesamt stehen dem OZHB so bis zu 500.000 Euro zur Verfügung. Die Osthushenrich-Stiftung wurde 2006 ins Leben gerufen und begann 2008 mit ihrer Arbeit. Werner Gehring hatte vor dem Tode seiner Ehefrau, der Stifterin Margot Gehring, geb. Osthushenrich, zusammen mit ihr den Beschluss gefasst, "ihr gesamtes Vermögen in die Osthushenrich-Stiftung einzubringen und dadurch vor allem die Bildung von Kindern und Jugendlichen zu fördern". Jährlich fließen mehr als 1 Million Euro in entsprechende Förderprojekte. "Besonderes Augenmerk", so Gehring, "legt die Stiftung neben der Förderung von Hochbegabten auch auf die Unterstützung von Jugendlichen während der Ausbildung und beim Übergang von der Schule in den Beruf."



27.11.2018
"Besonders begabte Kinder in der Grundschule individuell fördern"

Unter diesem Titel fand am 27. November 2018 fand der zweite offene Abendvortrag des Netzwerkes Hochbegabung OWL in der Universität Bielefeld statt.

Die Schulleitern Frau Karin Finkeldei und die stellvertretende Schulleiterin Frau Anette Berndt gaben uns einen spannenden Einblick in ihre Schule und besonders die räumlichen Voraussetzungen, die an der Katholischen Grundschule Nieheim geschaffen wurden, um individuelles Fördern und Lernen möglich zu machen.

Neben Informationen über die Idee, Planung sowie die Umsetzung und Finanzierung des Umbaus der alten Hauptschule zu einer multifunktionalen Grundschule, gaben die beiden Referentinnen Einblicke in die theoretischen Ansätze, die besonders bei der Planung der baulichen Maßnahmen und Umsetzung im Gebäude zu Grunde lagen und liegen. Im Fokus standen dabei die zehn Thesen für eine zeitgemäße Schule der Montag Stiftung und das Münchner (Hoch)Begabungsmodell nach Heller et al., die der Schule als Leitmodelle besonders in Bezug auf die räumlichen Bedingungen dienen.

Durch den virtuellen Schulrundgang konnte den Zuhörer*innen sehr anschaulich gezeigt werden, inwiefern die Grundschule einen multifunktionalen Zweck erfüllt und wie und durch welche Voraussetzungen individuelles Lernen an der Katholischen Grundschule in Nieheim begünstigt ist.

Ein herzlicher Dank gilt sowohl den Referentinnen Frau Finkeldei und Frau Berndt der Katholischen Grundschule Nieheims als auch den Gästen für die anregenden Diskussionen.




Erster offener Abendvortrag des Netzwerkes Hochbegabung OWL 13.11.2018

Am 13. November 2018 fand der erste offene Abendvortrag des Netzwerkes Hochbegabung OWL in der Universität Bielefeld statt, in welchem die Zuhörer*innen unter dem Titel

"Unterstützung und Förderung für ein hochbegabtes Kind - was kann der Schul-psychologische Dienst hier tun?"

interessante Einblicke in die Arbeit der regionalen Schulberatungsstelle erhielten.

Sehr anschaulich und praxisorientiert hat Frau Stranghöner von der regionalen Schulbera-tungsstelle Bielefeld mögliche Vorgehensweisen der Psycholog*innen bei der Diagnose und Beratung von Hochbegabung aufgezeigt. Dabei erläuterte sie die Arbeit mit der Schulbera-tungsstelle auf unterschiedlichen Ebenen: mit den hochbegabten Schüler*innen selber, den Eltern und auch den unterrichtenden Lehrkräften. Hier gab sie Einblicke in den Ablauf, die Methoden und Fördermöglichkeiten und -angebote. Durch die Fallbeispiele, die bei ihrem Vortrag im Fokus standen, wurde der Vortrag sehr realitätsnah und aktivierend für die Zuhö-rer*innen.

Der nächste Termin für einen offenen Abendvortrag ist der 27. November 2018 um 18:30Uhr in H7 zum Thema "Besonders begabte Kinder in der Grundschule individuell fördern".

Ein herzlicher Dank gilt sowohl der Referentin Frau Stranghöner des schulpsychologischen Dienstes als auch den Gästen für ihr Interesse und den aufschlussreichen Austausch.


Pressebericht - Projekt "Leben retten macht Schule" stellt ersten Schülerworkshop zum Thema "Herz und Wiederbelebung" vor 15.09.2018

Bielefeld. Prüfen, Rufen, Drücken, einen AED benutzen und ein selbst entwickeltes "Blutfluss-Modell" testen konnten am jetzigen Dienstag 23 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums am Waldhof in einem Workshop der Universität Bielefeld.

Jedes Jahr erleiden mehr als 50.000 Menschen in Deutschland einen Herz-Kreislaufstillstand, von denen viele mehr überleben könnten, wenn jeder die Situation sofort erkennt, versteht und Hilfe in Form der Herzdruckmassage leistet. Daher hat Biologielehrer Dr. Philip-Sebastian Gehring mit seinen Schülerinnen und Schülern vom Gymnasium am Waldhof den Workshop "Laienreanimation" an der Universität Bielefeld besucht. Entwickelt wurde der Workshop im Rahmen des neuen Kooperationsprojekts "Leben retten macht Schule - Biologie - Medizin - Gesundheit", bei dem die Biologiedidaktik der Universität und die Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin des Franziskus Hospitals zusammenarbeiten.

In der Universität erwarten die Schülergruppe bereits drei engagierte Workshopbetreuerinnen und -betreuer. Einer von ihnen, Kai Hempel, hat den Workshop im Rahmen seines Lehramtsstudiums konzipiert und erprobt. Tatkräftige Unterstützung erhielt er dabei von Rico Dumcke, welcher das Projekt als Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Biologiedidaktik koordiniert. Dass der Workshop nun durchgeführt werden kann, freut auch Prof. Dr. Claas Wegner (Universität Bielefeld) und Prof. Dr. Dr. Niels Rahe-Meyer (Franziskus Hospital Bielefeld). Der Biologiedidaktiker und der Mediziner leiten das Projekt. Zum Auftakt am Dienstag haben sie sich den Workshop angeschaut.

Im Fokus des Workshops steht die praktische Anwendung der Herzdruckmassage, der Beatmung und eines Automatischen Externen Defibrillators (AED). Ein Highlight ist das PC-Programm, mit welchem die Schülerinnen und Schüler Live-Feedback zur Effektivität ihrer Reanimation erhalten. Darüber hinaus werden auch humanbiologische Fragestellungen aufgegriffen, etwa die Frage, wie das Herz überhaupt schlägt und weshalb es "stehen bleibt". Oder, wie sich Herzschlag und Herzdruckmassage auf den Blutfluss im Körper auswirken. Dazu haben die Biologiedidaktiker eigens ein Funktionsmodell entworfen, welches dies simulieren soll. In einem dritten Bestandteil geht es darum, mit Mythen aufzuräumen und psychologische und soziologische Phänomene solcher Stresssituationen zu thematisieren.

In Zukunft sollen neben einer Erweiterung des Workshop-Angebots auch Anregungen für den Unterricht folgen, um so Brücken zu bauen für das Ziel, die Wiederbelebung und verwandte Themen an allen Schulen zu vermitteln. Das Gesamtprojekt läuft zunächst bis Ende 2020 und wird durch die AOK Nordwest finanziell unterstützt, unter vielem anderen in Form der Materialien.

Passend zur Woche der Wiederbelebung 2018 vom 17.-24. September können sich Schulen in der Region ab jetzt zum Workshop anmelden. Am nächsten Montag, 17.9.2018, findet zudem von 13.30-15.30 Uhr in der Stadthalle Bielefeld eine Fortbildung zu dem Thema statt, zu der alle interessierten Lehrkräfte eingeladen sind.

Mehr unter: https://www.staying-alive.de/actions/.

Foto Workshop_Uni-5.jpg: Ein Schüler führt die Herzdruckmassage an der Übungspuppe aus, während zwei Mitschülerinnen den AED anwenden und die Feedbacksoftware nutzen. Rico Dumcke (Universität Bielefeld), Lehrer Dr. Philip-Sebastian Gehring und Prof. Dr. Claas Wegner (Universität Bielefeld) schauen zu (v. li. n. re.).
Foto Workshop_Uni-2.jpg: Prof. Dr. Claas Wegner (Universität Bielefeld) und Prof. Dr. Dr. Rahe Meyer (Franziskus Hospital) lassen sich von drei Schülern das selbstentwickelte Blutfluss-Modell zeigen (v. li.).Das ist mit einer Pumpe ausgestattet, mit gefärbtem Wasser gefüllt und auf einem Holzbrett wird die Herzdruckmassage simuliert.

Fotos: Fotocredit:Biologiedidaktik, Einverständnis der abgebildeten Schüler*innen und Erziehungsberechtigen liegt vor.



Jahrestagung des Rings der Vivariumschulen vom 6.9. bis 7.9.2018 in Bielefeld 07.09.2018

Am 6.9. war es endlich soweit und 30 LehrerInnen aus ganz Deutschland kamen zur Jahrestagung der Vivariumschulen nach Bielefeld.

Foto 1: Alle LehrerInnen haben sich vor der Universität für ein Gruppenbild versammelt.
Prof. Dr. Norbert Grotjohann, Jana Nolding und Prof. Dr. Claas Wegner einen Vortrag gehalten (1. Reihe v.l.).
Dr. Sebastian Gehring hat die Tagung federführend organisiert (1. Reihe, 4. v. l.)

Der Ring der Vivariumschulen ist ein loser Zusammenschluss von Schulen, die Tiere und Pflanzen für den gezielten Einsatz im Biologieunterricht halten. Der Ring gibt engagierten Lehrkräften die Möglichkeit des Austausches über biologische und organisatorisch-technische Aspekte der Tierhaltung an Schulen und deren Einsatz im Unterricht. Insgesamt gehören 48 Schulen aus ganz Deutschland dem Ring an. Das Ziel des Rings der Vivariumschulen ist es, die Tierhaltung an Schulen allgemein zu fördern und somit einen anschaulicheren Unterricht zu ermöglichen.

Foto 2: Der UniZoo. Viele Reptilien, wie das Pantherchamäleon hier, ein farbenfrohe Männchen oder die Meerwasseranlage mit kleingefleckten Katzenhaien u.v.m.

Am 6.9. lag der Schwerpunkt der Tagung neben der Registrierung und Bereitstellung der mitgebrachten Unterrichtsmaterialien auf einer 2 stündigen Führung durch den UniZoo. Hier wurden Fragen zur Haltung und Pflege der Tiere diskutiert, um hier eventuell auch Ideen für die Vivarien an den entsprechenden Schulen zu übernehmen.

Am 7.9. startete der offizielle Fortbildungsbereich der Jahrestagung mit einem Vortrag von Herrn Prof. Dr. Norbert Grotjohann Thema "Schmetterlinge im Unterricht" und Herrn Prof. Dr. Claas Wegner "Begabungsförderung durch lebende Tiere - Das Projekt Kolumbus Kids im Kontext des OZHB".

Foto 3 a und b: Prof. Dr. Norbert Grotjohann und Jana Nolding haben einige Schmetterlingsarten so gezüchtet, dass sie zum Tagungstag geschlüpft sind, Beispielsweise einen Totenkopffalter. Die lebenden Objekte und viel praktisches Anschauungsmaterial konnten anschließend an den Vortrag bestaunt werden.

Nach einer kleinen Kaffeepause ging es dann in die einzelnen Workshops, in denen die Teilnehmer Einblicke in die Arbeit der Biologiedidaktik gewinnen konnten. In drei Workshops zu den Themen "Bionik", "Robotik" und "Evolutionsbiologie" von Frau Schulte, Herrn Kramer und Frau Schäfers erhielten die Lehrerinnen Einblicke in die Workshopreihe, die für die Schulen in OWL angeboten wird, und an der jährlich um die 3000 SchülerInnen mitwirken. Die Organisation der Tagung oblag Frau Ohlberger und Herrn Dr. Gehring, der die Moderation der Tagung übernahm.

Foto 4 a und b: Während beim Evolutionsworkshops die Herkunft der Chamäleons - ein Jemenchamäleon ist als Anschauungstier im Flexarium mit dabei - im Fokus stand, konnten sich im "Robotiklab" auch Roboter wie PLEO und NAO aus technischen Bereich angeschaut werden.


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