Naturwissenschaftliche Neigung in der KiTa

Diagnostik von naturwissenschaftlicher Begabung im Kindergarten- und Vorschulalter

Naturwissenschaftliche Neigung

Ein Video zu der Diagnostik von Begabung finden Sie über den nachfolgenden Link:

Naturwissenschaftliche Neigung

Ein Video zu der Diagnostik von Begabung finden Sie über den nachfolgenden Link:

Naturwissenschaftliche Neigung

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1. Über das Projekt

Sie möchten die Kinder in Ihrer Einrichtung auf die Testung vorbereiten und Ihnen erklären, wie diese abläuft? Folgendes Video kann Sie dabei unterstützen. In dem Video wird den Kindern durch Erklärungen und Bilder gezeigt, wer zu ihnen in die Kita kommt und wie ein Testungstag abläuft.


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Insgesamt zählen Naturwissenschaften nicht zu den beliebtesten Unterrichtsfächern in der Schule. Ganz im Gegenteil: gerade die Fächer Physik und Chemie gelten als die unbeliebtesten Fächer im Schulkanon. Das mangelnde Interesse für die Phänomene und Fragestellungen dieser Fachbereiche sind jedoch nicht von Geburt an zu verzeichnen, sondern fallen erstmals mit dem Wechsel auf die weiterführende Schule auf. Durch die immer weiter steigende Theorielastigkeit und Komplexität sinkt das Interesse immer weiter. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich lediglich 18,5% aller Schulabgänger*innen vorstellen können, einen Beruf im naturwissenschaftlichen Bereich zu ergreifen. Somit fehlt besonders in Deutschland der naturwissenschaftliche Nachwuchs und es entsteht bereits seit einigen Jahren eine große Diskrepanz zwischen freien Arbeitsstellen im MINT-Bereich und qualifizierten Arbeitskräften. Im Jahr 2019 bleiben in Deutschland ca. eine halbe Millionen Stellen unbesetzt. Studien konnten zeigen, dass die handlungsorientierte und wissenschaftspropädeutische Förderung von naturwissenschaftlich hochbegabten Schüler*innen in Enrichment-Projekten zur Folge hat, dass das naturwissenschaftliche Interesse langfristig gestärkt wird, sie ein positiveres naturwissenschaftliches Selbstkonzept aufweisen und häufiger einen Beruf im MINT-Bereich ergreifen. Je früher eine naturwissenschaftliche Begabung bei Kindern diagnostiziert wird, umso früher wird sowohl den Eltern als auch den Erzieher*innen in den Kindertagesstätten die Möglichkeit gegeben, die Kinder entlang ihrer Interessen und Begabungen zu fördern. Da kaum umfangreiche Tests zur Diagnose einer naturwissenschaftlichen Begabung im Kindergarten- und Vorschulalter bereits bestehen, hat dieses Projekt zum Ziel, einen naturwissenschaftlichen Diagnostiktest zu entwickeln. Dieser soll in Kindertagesstätten langfristig von, durch Mitarbeiter*innen geschulte Erzieher*innen eingesetzt werden, um Eltern hingehend einer Begabung zu beraten und diese Kinder in der Einrichtung speziell zu fördern. Darum gehen aus diesem Projekt drei Schwerpunkte hinaus:

  • Die Entwicklung des naturwissenschaftlichen Begabungstests, dessen Pilotierung, Validierung und Weiterentwicklung
  • Die Generierung einer Fortbildung für Erzieher*innen, um den Test fachgerecht als Diagnoseinstrument von den Fachkräften durchführen zu lassen und Anleitung für mögliche Förderung zu geben
  • Die Erstellung von Förderangeboten für den Alltag in Kindertageseinrichtungen

2. Ablauf der Testungen

Nach zeitlichen und räumlichen Absprachen werden die Testungen von der Testleitung und begleitenden Studierenden in einzelnen Kindertagesstätten durchgeführt. In Abhängigkeit von den Öffnungszeiten und den erteilten Einverständniserklärungen der Eltern kann es sich um einzelne oder mehrere Vormittage, aber auch um ganze Tage handeln. In einem Abstand von ca. ein bis zwei Wochen erfolgt eine erneute Testung mit einem weiteren Testinstrument, um einen Vergleich zwischen den Instrumenten ziehen zu können. Für die Eltern wird im Anschluss an die Testungen ein Elternabend angeboten, an welchem ihnen die Ergebnisse der Testungen ausführlicher erklärt werden. Außerdem werden den Eltern Spiele vorgestellt, die zur besonderen Förderung der Kinder beitragen.

3. Einblicke in die Förderangebote

In dem Projekt werden Förderangebote für Kindergärten entwickelt, die sich gut in den Alltag integrieren lassen. Vor allem naturwissenschaftliche Kompetenzen, wie das Langzeitgedächtnis, die Verarbeitungsgeschwindigkeit, die visuelle Verarbeitung, die fluide Intelligenz, das quantitative Wissen sowie naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen, sollen durch die Maßnahmen gefördert werden. Die Inhalte orientieren sich altersentsprechend an den Interessen und an der Neugierde der Kinder. Dabei werden unterschiedliche Themengebiete aufgegriffen, um ein breites Spektrum anbieten zu können:

  • Kleine naturwissenschaftliche Experimente
  • Arbeiten mit Robotern
  • Motorikübungen
  • Geschicklichkeitsspiele

Die Projekte können, je nach Belieben, von Mitarbeiter*innen des Projekts in den Einrichtungen durchgeführt werden.

4. Informationen für Eltern und Erzieher*innen

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Sie sind in einer Kindertagesstätte beschäftigt und könnten sich eine Kooperation gut vorstellen? Dann melden Sie sich gerne per Mail maria_sophie.schaefers@uni-bielefeld.de.

Informationen für Studierende

Sie sind Studierende/r der Biologie und stehen vor Ihrer Abschlussarbeit? Dann gibt es für Sie die Möglichkeit, in unterschiedlichen Formen in dem Projekt mitzuwirken:

Projektmodul

Es ist möglich, ein Projektmodul innerhalb dieses Projekts zu belegen, was die Weiterentwicklung, Pilotierung und Validierung des Testinstruments sowie der Erhebung von Daten in unterschiedlichen Kindertagesstätten und Kindergärten enthält. Der Umfang der Erhebungen wird individuell abgesprochen. Die Planung und Durchführung des Tests, die Auswertung der Daten und die Reflexion übt die Studierenden nicht nur im Umgang mit Kindern, sondern schult zusätzlich auch ihre diagnostischen Kompetenzen. Das Wissen über und die Sensibilität für Begabung und Diagnostikverfahren im Vorschulalter lässt sich auch auf den Bereich der Grund- und weiterführenden Schulen übertragen.

Abschlussarbeiten (BA/MA)

Studierende können außerdem im Rahmen von Abschlussarbeiten am Projekt teilnehmen. Sie sind dabei sowohl für die Pilotierung, Validierung und Auswertung als auch für die Konzeption einer Fortbildung für Erzieher*innen verantwortlich. Weitere Schwerpunkte einer Arbeit sind nach Absprache möglich. Der Planungsumfang wird individuell abgesprochen und variiert je nach Arbeitsart (Bachlelor- oder Masterarbeit).

5. Ansprechpartner und Kontakt

Wenden Sie sich bei Interesse oder Fragen zum Projekt gern an Maria Sophie Schäfers:

maria_sophie.schaefers@uni-bielefeld.de

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