Universität Bielefeld

Die deutsch-französischen Studienprogramme der Fakultät für Chemie

Aktuelle Informationen

1) Da die Université Paris Diderot aktuell mit der Université Paris Descartes und dem Institut de Physique du Globe de Paris zur Université de Paris fusioniert, kommt es zu unterschiedlichen Bezeichnungen auf dieser Website.
Mehr Infos zum Zusammenschluss: u-paris.fr/

2) Seite ist aktuell im Aufbau.

Kurzvorstellung

Europa – ein immer stärker zusammenwachsender Kontinent! Grenzen verschwimmen und Menschen kommen sich näher. Hier spielen Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenzen gerade für junge Leute eine immer wichtigere Rolle. Vor allem Frankreich und Deutschland rücken immer weiter zusammen. Diese Länder verbindet nicht nur eine gemeinsame Geschichte sowie eine jahrzehntelange Freundschaft, sondern auch enge wirtschaftliche Kooperationen. Längst gibt es einen deutsch-französischen Arbeitsmarkt in unterschiedlichsten Branchen.

Im akademischen Bereich besteht seit langem ein intensiver und für beide Seiten äußerst profitabler Austausch. Aus dieser Verbindung ist die Idee gemeinsamer binationaler Studienprogramme zwischen den Universitäten Bielefeld und Paris Diderot – Paris 7 entstanden. Seit dem Wintersemester 2007/2008 bieten beide Universitäten gemeinsam diese zukunftsorientierte Studienmöglichkeit in den Naturwissenschaften an: das deutsch-französische Studienprogramm Chemie im Bachelor. Ein deutsch-französischer Master Phyikochemie ist in Vorbereitung.

Beide Studienprogramme laufen unter dem Dach der deutsch-französischen Hochschule (DFH), deren Ziel die Förderung von deutsch-französischen Studiengängen ist. Im Netzwerk der DFH befinden sich ca. 190 Universitäten, welche ca. 180 Studienprogramme in allen Fachrichtungen mit insgesamt über 6000 Studierenden anbieten. Die Qualität der von den Hochschulen angebotenen Programme wird durch Evaluationsverfahren seitens der DFH regelmäßig sichergestellt.

Eine Besonderheit des deutsch-französischen Chemie-Studienprogramms ist, dass die Studierenden alle in einer Gruppe zur selben Zeit am selben Ort studieren. Die Studiensprache entspricht der jeweiligen Landessprache. So lernen die Studierenden beide Lehr- und Forschungsweisen kennen, kommunizieren in der jeweiligen Fremdsprache und haben die Möglichkeit, in die andere Kultur einzutauchen. In sogenannten Double Degree Programmen ist dies viel intensiver möglich als beispielsweise während eines kurzen Auslandsaufenthaltes im Rahmen von ERASMUS+. Des Weiteren ist durch ein gemeinsames Curriculum zwischen den Hochschulen sichergestellt, dass alle erbrachten Leistungen vollständig anerkannt werden und somit nach erfolgreichem Absolvieren des Studiums zwei Abschlüsse - ein deutscher und ein französischer - erhalten werden (Double Degree).

Wieso zu uns?

Sprach- und Vorkurse
individuelle Betreuung
Hilfe bei der Wohnungssuche im Partnerland
finanzielle Unterstützung während der Auslandsphase
Studium wird gemeinsam in einer Kleingruppe absolviert
Anerkennung aller Leistungen aus dem Partnerland
zwei Universitätsabschlüsse + DFH-Zertifikat

Erläuterung

Sprach- und Vorkurse

in Bielefeld:

Noch vor Studienbeginn (im August/September jeden Jahres) finden Deutsch-Intensivsprachkurse auf verschiedenen Sprachniveaus statt, die die internationalen Studierenden auf ihren Studienalltag vorbereiten sollen. Meist zeitgleich bietet die Fakultät für Chemie Vorkurse in Mathematik und Chemie an, um alle StudienanfängerInnen der Chemie auf einen gemeinsamen Stand zu bringen. Je nach eigenem Defizit sollte hier individuell entschieden werden, was besucht wird.

Weitere Infos (Anmeldung, Zeiträume):
Vorkurse: Link
Intensivsprachkurse: Link zum PunktUm Projekt

Es besteht auch die Möglichkeit, Deutsch- oder Französischkurse während der ersten Semester zu besuchen, was individuell zu regeln ist, und aufgrund des vollen Stundenplans herausfordernd werden kann. Ansprechpartner ist hierbei das Fachsprachenzentrum (FSZ).

in Paris:

Im vierten Bachelorsemester, also im ersten Semester in Paris, ist laut Studienordnung ein UE-Libre (Wahlpflichtfach) vorgesehen. Das bedeutet, dass eine beliebige Veranstaltung aus dem gesamten Veranstaltungspool der Université Paris Diderot auszuwählen ist. Für die deutschen Studierenden empfiehlt sich hier ein Französischkurs.

Weitere Infos (Anmeldung, Zeiträume):
UFR Eila: Link
angebotene Kurse: Link

Betreuung

Während des gesamten Studiums erfolgt eine sorgfältige und umfangreiche Betreuung der ProgrammteilnehmerInnen. Diese wird neben der üblichen Studienberatung durch Lehrende der Fakultät v. a. durch ein regelmäßig stattfindendes Beratungsangebot und einen engen Kontakt zu den Programmverantwortlichen gewährleistet. Auch eine entsprechende Betreuungsperson ist während des Aufenthaltes an der Université Paris Diderot - Paris 7 ansprechbar.

Wohnung

Während der Auslandsphase werden die Studierenden bei der Wohnungssuche durch das jeweilige International Office unterstützt. In der Regel kann eine Wohnung vermittelt werden.

in Bielefeld:

Für Erasmus+ Studierende, die nach Bielefeld kommen, werden einige Wohnungen vom Studierendenwerk vorgehalten. Diese können allerdings nur maximal zwei Semester bewohnt werden (ergibt sich aus der ERASMUS-Maximaldauer). Die französischen TeilnehmerInnen am Studienprogramm können je nach freiem Kontingent diese Wohnungen beziehen. Nach einer Eingewöhnungsphase müssen sich die Studierenden also spätestens für das dritte Semester selbstständig eine Wohnung organisieren.

Weitere Infos:
Studierendenwerk-Wohnen: Link
International Office-Wohnen: Link

in Paris:

Die 70 Wohnheime des CROUS Paris (Studierendenwerk) sind in ganz Paris verteilt. Bei der Einschreibung in Paris kann ein Antrag auf einen Platz im Studierendenwohnheim gestellt werden. Die deutschen Studierenden könnten während der gesamten Dauer ihres Auslandsaufenthaltes im zugeteilten Wohnheimsplatz wohnen. Der Vertrag muss allerdings halbjährlich/jährlich verlängert werden. Eine Zusage zum Wohnheimsplatz kommt erfahrungsgemäß erst wenige Wochen vor dem Standortwechsel nach Paris.

Weitere Infos:  Link CROUS

Finanzielle Unterstützung

Leider ergeben sich für deutsche und französische Studierende unterschiedliche Möglichkeiten der Förderung. Bitte beachten Sie dazu die Hinweise.

DFH Mobilitätsbeihilfe:

alle Studierende

Die DFH unterstützt jede/n TeilnehmerIn des deutsch-französischen Studienprogramms mit 300€ Mobilitätsbeihilfe pro Monat (maximal 10 Monate pro akademisches Jahr) während der Auslandsphase.

Weitere Infos:  FAQ der DFH

ERASMUS+ Stipendium:

deutsche Studierende + französische Studierende (eingeschränkt)

Das Erasmus+ Stipendium wird von der Heimatuniversität ausgezahlt. Leider sind nur die Studierenden Erasmus+ berechtigt, welche schon mindestens zwei Semester erfolgreich studiert haben. Das trifft für die deutschen Studierenden, die im vierten Semester ins Partnerland wechseln, zu. Für französische Studierende ist diese Option im dritten Bachelorsemester verfügbar.

Anders als bei der DFH Mobilitätsbeihilfe muss sich um das Erasmus+ Stipendium aktiv beworben werden. Das Erasmus+ Stipendium wird pro Studienabschluss maximal für ein akademisches Jahr bewilligt und enthält 360€ pro Monat.

Weitere Infos (Voraussetzungen, Bewerbungsablauf):
Uni Bielefeld: Link zum International Office
Uni Paris: Link zum BRI

Wohngeld der CAF:

(deutsche) Studierende (eingeschränkt)

Auf das Wohngeld der CAF (caisse allocation familiale) des französischen Staates haben unter anderem auch Studierende (französische und internationale Studierende aus der EU) Anrecht. Voraussetzung dafür ist eine spezielle Wohnungsgeberbescheinigung und kein bzw. ein geringes regelmäßiges Einkommen der Studierenden. Alle Wohnheime des Pariser Studierendenwerks (CROUS) erfüllen die Voraussetzungen dafür und verteilen diese Wohnungsgeberbescheinigung. Da die deutschen Studierenden in den meisten Fällen ein Wohnheimzimmer in Paris bekommen (siehe Punkt Wohnung), können sie einen Antrag auf das Wohngeld stellen.

Der Antrag lässt sich online unter caf.fr erstellen. Die Bearbeitungszeit kann mitunter lange sein, jedoch wird der individuelle monatliche Satz auch rückwirkend an den jeweiligen Wohnungsgeber gezahlt. Der individuelle Satz kann vor Antragsstellung online berechnet werden und liegt aus Erfahrung zwischen 150-250€.

Weitere Infos:  Link CAF

Abschlüsse

Nach erfolgreichem Absolvieren der Programme werden zwei Universitätsabschlüsse erlangt. Dazu kommt ein Zertifikat der DFH, welches das Konzept der Studienprogramme, deren Vorteile und die DFH kurz vorstellt. Die einzelnen Abschlüsse sind gleichwertig mit denen der "normalen" Studierenden der jeweiligen Universität.

Bachelorprogramm:

Bachelor of Science
Licence Sciences, Technologies, Santé, Mention
Chimie
DFH-Zertifikat

Der hier vorgestellte Bachelor ermöglicht das Weiterstudieren in einem Masterstudiengang der Chemie oder einem angrenzenden Fachgebiet (Umweltwissenschaften, Nanowissenschaften, Biochemie, Materialwissenschaften). Er ist besonders auf die Masterstudiengänge der beiden Fakultäten ausgerichtet. Zur Fortführung des deutsch-französischen Profils kann im angebotenen deutsch-französischen Master Physikochemie ohne Unterbrechung oder Standortwechsel weiterstudiert werden.

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Dein Profil:

  • Du beabsichtigst Chemie zu studieren.
  • Du hast Spaß daran, dich in vertiefender Weise mit den deutschen und französischen Studienkulturen zu beschäftigen.
  • Du freust dich darauf, interkulturelle Kompetenzen zu erwerben.
  • Du verfügst bereits über gute Sprachkenntnisse in der Sprache des Partnerlandes und willst diese noch weiter vertiefen.
  • Dein Studium soll dich für eine zukünftige Tätigkeit im europäischen Umfeld qualifizieren.

Dokumente:

  • Flyer Univ. Paris 7
    Broschüre des deutsch-französischen Studienprogramms Chemie (Bachelor) der Pariser Partneruni
    PDF-Dokument
    Stand: 2017
  • Flyer deutsch-französische Studiengänge in OWL
    Eine Auflistung der deutsch-französischen Studienmöglichkeiten in Ostwestfalen-Lippe
    PDF-Dokument
    Stand: in Bearbeitung
  • Notenumrechnungstabelle
    Die offizielle Umrechnungstabelle, nach der alle Noten umgerechnet werden.
    PDF-Dokument
    Stand: 16.06.2011