• Distance Teaching and Learning

    Didaktische Unterstützung und Hinweise für (digitale) Lehre

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Distance Teaching and Learning

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Angesichts der veränderten Rahmenbedingungen gilt es nun, die vorhandenen digitalen Möglichkeiten zu nutzen und darüber nachzudenken, wie sich Studierende Wissen und Methoden erarbeiten können, ohne vor Ort an Lehrveranstaltungen teilzunehmen. Dies wird für die meisten von uns bedeuten zu improvisieren. Wie können Sie Ihre (digitale) Lehre in dieser Situation didaktisch sinnvoll und pragmatisch planen? Das ZLL unterstützt Sie nach Kräften in dieser Experimentierphase und stellt Hinweise auf dieser Seite bereit.

Allgemeines

Didaktische Hinweise

Unabhängig von spezifischen Lehrformaten können sich Lehrende bei der Umstellung auf Distance Teaching and Learning an folgenden allgemeinen Hinweisen orientieren:

  • Kein vollständiger Ersatz: Gehen Sie nicht davon aus, dass alles, was im Hörsaal, Seminarraum oder Labor passiert, in Distanz- oder Online-Formate transformiert werden kann.
  • Priorisieren: Welche Ihrer Veranstaltungen sollten/müssen auf Distanz stattfinden? Was lässt sich verschieben? Auf welche Lehrinhalte kommt es in Ihren Veranstaltungen wirklich an?
  • Weniger ist oft mehr: Konzentrieren Sie sich auf Lehrformate, Medien und Tools, mit denen Sie sich selbst möglichst wohl fühlen und die allen Studierenden der Universität Bielefeld zugänglich sind. 
  • Funktionalität statt Hochglanzproduktion: Seien Sie pragmatisch bei der Erstellung von Lehrmaterial. Aufgezeichnete Lehrinputs müssen nicht aufwendig nachbearbeitet werden und Handymikrofone und Laptopwebcams reichen dafür qualitativ vollkommen aus.
  • Austausch mit Kolleg*innen: Was funktioniert in Ihrem Fach? Was gibt es schon? Welche Ideen können oder möchten Sie adaptieren?
  • Studierende miteinbeziehen: Bei der Umstellung auf Online-Formate stellt sich grundsätzlich die Frage, wie Studierende im Studienalltag zurechtkommen. Beziehen Sie die Perspektive Ihrer Studierenden in der Planung Ihrer Lehrveranstaltung und im Laufe des Semesters mit ein. Verfügen alle Teilnehmer*innen über die notwendige Technik? Sind Arbeitsprozesse unklar? Gibt es organisatorische Schwierigkeiten?
  • Fragen und Ideen teilen: Tauschen Sie sich gerne mit uns aus! Wir haben für den Austausch mit uns und allen Lehrenden der Universität Bielefeld einen LernraumPlus angelegt, um Fragen, Ideen und Lehrmaterialien zu teilen.
Aktuelle Webinare und Lehrimpulse zu Online-Lehre

Im Fortbildungsprogramm für Forschende und Lehrende finden Sie Online-Veranstaltungen, die Sie bei der Entwicklung eigener Konzepte für die Online-Lehre unterstützen. Zudem finden Sie hier eine Übersicht über aktuelle LehrBar-Veranstaltungen.

Hinweise zu synchronen und asynchronen Lehrformaten

Distance Teaching and Learning kann asynchron (ungleichzeitig) und synchron (gleichzeitig) angelegt sein. Beide Formate haben Vor- und Nachteile, die Lehrende bei der Lehrplanung berücksichtigen sollten:

Asynchrone Formate sind weniger störanfällig im Hinblick auf die technische Infrastruktur, da im Voraus erstellte Lehrinhalte von Studierenden zeitlich und örtlich flexibel aufgerufen und bearbeitet werden. Für Lehrende hat dies zudem den Vorteil, von der Moderation gleichzeitig online anwesender Studierendengruppen entlastet zu sein und Lehrinhalte mehrere Überarbeitungsschritte durchlaufen können, bevor Sie den Studierenden zugänglich gemacht werden. Allerdings gehen bei asynchronen Formaten die direkten Interaktionen mit Studierenden verloren und müssen um andere Rückfrage- und Diskussionsformen ergänzt werden (siehe unten, „Interaktion ermöglichen“).

Synchrone Formate sind den üblichen Präsenzformaten am ähnlichsten und ermöglichen die direkte Interaktion mit Studierenden zu einem bestimmten Zeitpunkt. Synchrone Formate sind gegenüber asynchronen technisch aufwendiger und stellen größere Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit von Studierenden und die Moderationsfähigkeiten von Lehrenden. Zudem setzen synchrone Formate voraus, dass alle Beteiligten über ausreichende technische Möglichkeiten zur Teilnahme verfügen (z. B. eine gute Internetverbindung und leistungsfähige Endgeräte). 

Die Wahl zwischen asynchronen und synchronen Formaten bildet keine ausschließliche Entscheidung für das eine oder andere. Vielmehr können einzelne Elemente in der Lehre von der einen oder anderen Form profitieren. Nicht zuletzt sollten Lehrende mit den Formaten arbeiten, die ihren Lehrinhalten am ehesten entgegenkommen.

Studierende miteinbeziehen

Bei der Umstellung auf Online-​Formate stellt sich grundsätzlich die Frage, wie Studierende im Studienalltag zurechtkommen und wie geplante Lehr- und Lernformate in der Praxis tatsächlich funktionieren. Die Online-Lehre ist sowohl für Lehrende als auch Studierende ein Experimentier- und Lernprozess. Deswegen sind regelmäßige und transparente Austausch- und Feedbackwege besonders produktiv, um Lehrveranstaltungen sinnvoll und ressourcenschonend an die Bedarfe aller Beteiligten anpassen zu können.

Rückmeldungen zur Veranstaltung und verschiedenen Arbeitsprozessen können gleichermaßen synchron und asynchron eingeholt werden: Im Forum des LernraumPlus kann dafür ein gesondertes Thema eingerichtet werden. Studierende haben hier bspw. die Gelegenheit, eine Rückmeldung zur Bearbeitung von Arbeitsaufträgen zu geben und auf Klärungswünsche oder Schwierigkeiten hinzuweisen, ohne dass dafür Zeit der synchronen Sitzungen beansprucht werden muss. Am Anfang oder Ende einer Sitzung bzw. Lerneinheit können Studierende über kollaborative Schreibpads (bspw. CodiMD oder Etherpad) gezielte Rückfragen anonym beantworten. Allgemein ist es unter Bedingungen von Distance Teaching and Learning wichtig, nicht nur die Lehrinhalte, sondern auch die organisatorische Dimension der Lehrveranstaltung zu berücksichtigen: Verfügen alle Teilnehmer*innen über die notwendige Technik? Sind Arbeitsprozesse, Aufträge und Fristen unklar? Gibt es organisatorische Schwierigkeiten?

Evaluation des Online-Semesters

Zwischenevaluation

Für punktuelle Zwischenevaluationen haben wir für Sie einen Fragenbogen (PDF-Muster herunterladen) entwickelt mit dem Sie herausfinden können, wie die Studierenden mit dem Onlineformat Ihrer Veranstaltung und den damit verbundenen Anforderungen an die Selbstorganisation und Motivation zurechtkommen. Um die Umfrage selber durchzuführen, können Sie den Fragebogen hier als Vorlage für den Import in EvaSys herunterladen. Auf Wunsch können wir die Umfrage auch für Sie durchführen.
Für eine individuelle Erstellung oder Anpassung eines Fragebogens haben wir eine Sammlung mit möglichen Fragen erstellt, die Sie hier als PDF-Dokument herunterladen können. Gerne unterstützen wir Sie bei der Erstellung Ihres individuellen Fragebogens.

Evaluation begleitet durch das ZLL

Weiterhin bieten wir die Evaluationsformate BiLOE und TAP an, die an Online-Lehrveranstaltungen angepasst wurden. Diese Instrumente zielen insbesondere auf die Reflexion der Lernsituation der Studierenden und den Lernerfolg ab. Gerne passen wir die Evaluationen gemeinsam mit Ihnen individuell an Ihre Lehrveranstaltung an.

Weitere Informationen zu den Evaluationsformaten und wie Sie diese durchführen können, erhalten Sie auf den folgenden Websites:

Kurzbeschreibung zu den hier vorgestellten Tools für Distance Teaching and Learning

Lernraum und LernraumPlus

Im Lernraum stehen Basisfunktionen wie eine Dokumentenablage, ein Forum und eine Möglichkeit für das Abgeben von Dokumenten zur Verfügung.

Beim LernraumPlus handelt sich um die Lernplattform Moodle. Mit den verfügbaren Aktivitäten und Materialien können Lehrende auch komplexere Szenarien des Distance Teaching and Learning in ihren Lehrveranstaltungen umsetzen.

Da der LernraumPlus zahlreiche Aktivitäten für die Vermittlung von Lehrinhalten, Interaktionen und Selbststudium der Studierenden bietet, ist die Verwendung des LernraumPlus zu empfehlen. Zudem kann der LernraumPlus für dieselben Funktionen wie der Lernraum verwendet werden, wenn vorerst kein Bedarf für weitere Aktivitäten besteht. So können im laufenden Vorlesungsbetrieb noch Erweiterungen oder neue Formate des Zusammenarbeitens hinzugefügt werden, ohne die Lernplattform wechseln und neu einrichten zu müssen.

Panopto

Panopto ist eine Videoplattform zur Aufnahme, Bearbeitung und Verteilung von Videoinhalten. Sie ermöglicht eine synchrone Lehre in Form von Live-Streams und auch asynchrone Interaktion mit Studierenden in Form von Kommentaren & Diskussionen zu Videos.

Kollaborative Schreibpads

Kollaborative Schreibpads erlauben es, gemeinsam synchron (oder auch asynchron) an einem Text zu arbeiten. Wir empfehlen CodiMD von der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen und das Etherpad von der Technischen Universität Hamburg-Harbug.

Student Response Systems

Student-(oder Audience-)Response-Systeme sind Tools, um direktes Live-Feedback oder Antworten auf Fragen von Studierenden zu erhalten. Dazu gehören kurze Quizzes, Meinungsbilder, Abstimmungen, die Erstellung von Word-Clouds und mehr. Viele Student-Response-Systeme sind cloud-basiert. Dadurch brauchen Lehrende nur einen Computer und Studierende nur ein Smartphone.

Beliebte Beispiele sind Mentimeter und Kahoot!

Einen Überblick über verschiedene Student-Response-Systeme finden sich auf der Homepage des eLearning.

Zoom

Zoom ist ein plattformübergreifendes (Windows, macOS, Linux, iOS und Android) Videokonferenzprogramm mit vielen für die Lehre nützlichen Funktionen, wie Bildschirmübertragung (von PC und iPad), Whiteboard, Aufzeichnung von Konferenzen und eingebautem Audience Response System.

Adobe Connect (über DFN)

Adobe Connect ist ein Videokonferenzprogramm für Windows und macOS (als Webapp auch für Linux) mit vielen für die Lehre nützlichen Funktionen, wie Bildschirmübertragung (nicht über Linux), Whiteboard, Aufzeichnungen von Konferenzen und einem Abstimmungstool. Die Server werden vom Deutschen Forschungsnetz (DFN) gestellt.

 

Vorlesung

Fachliches Wissen und Methoden vermitteln

Livestreams

Livestreams von Vorlesungen oder Vorträgen sind Echtzeitübertragungen von Bild und Ton über das Internet, mittels Panopto, DFN Adobe Connect oder Zoom. Livestreams sind technisch und organisatorisch anspruchsvoll, ermöglichen aber den direkten Kontakt mit Studierenden in Echtzeit. Werden Vorlesungen durch PowerPoint-Folien unterstützt, sollten diese möglichst einfach gehalten werden. So sollten beispielsweise keine ungewöhnlichen Schrifttypen verwendet werden und die Folien möglichst übersichtlich gestaltet sein. Ideal sind Stichpunkte, die durch das gesprochene Wort in einen Sinnzusammenhang gestellt werden.

Bei diesen Livestreams ist das Ablenkungspotenzial bei den Studierenden höher als in Präsenzvorlesungen. Deshalb bietet es sich an, nach je 15 Minuten kurze Aufgaben für die Studierenden einzubauen, um die Konzentration der Studierenden aufrechtzuerhalten.

Livestreams können während der Liveschaltung zusätzlich aufgezeichnet werden. Die Mitschnitte können in Panopto hochgeladen und im LernraumPlus verlinkt werden. So können Studierende jederzeit an beliebigen Orten auf die Informationen zugreifen. Siehe dazu auch „Aufzeichnungen“.

Aufzeichnungen

Aufnahmen ähneln einer Vorlesung oder einem Vortrag in Präsenz und können in verschiedenen Formen realisiert werden, z.B. als Video mit oder ohne PowerPoint (Panopto) oder als Audioaufnahme. Generell gilt für Aufzeichnungen, dass es um Inhalte und nicht um professionelle Aufnahmequalität geht.

Es bietet sich an, Vorlesungsaufzeichnungen in Sinnabschnitte von maximal 15 Minuten zu unterteilen und nach jedem Sinnabschnitt Aufgaben für die Studierenden einzubauen. Das könnten Fragen, die die wichtigsten Inhalte noch einmal aufgreifen, gemeinsame Textarbeit über einen kollaborativen Echtzeiteditor (Etherpad, CodiMD) oder diverse Aktivitäten im LernraumPlus (z.B. Quiz) sein.

Anspruchsvolle Textstellen, Rechenwege usw. können vorgelesen und als Podcast zur Verfügung gestellt werden. Durch die Betonung durch Sprecher*innen können sich die Studierenden den Text auf eine andere Weise als durch eigenes Lesen erschließen.

Hilfreiche Tipps zum einfachen Erstellen von Lehrvideos finden Sie unter den folgenden Links:

Skript

Studierenden vorab Skripte zur Verfügung zu stellen, erleichtert ihnen die Vorbereitung und entlastet Lehrende davon, Vorlesungen komplett aufzuzeichnen (s. Aufzeichnungen) oder den gesamten Inhalt in Videokonferenzen transportieren zu müssen.

Skripte können um Aufgaben ergänzt werden, damit Studierende sich aktiv mit den Inhalten auseinandersetzen und selbst prüfen können, ob die Inhalte verstanden wurden. Folien können das Skript ergänzen oder mit hinreichender Ausführlichkeit ersetzen. Skripte werden in der Regel als PDF zur Verfügung gestellt, was außerdem den Vorteil von Barrierefreiheit mit sich bringt.

Interaktion ermöglichen

Fragen synchron stellen und beantworten

Synchron durchgeführte Vorlesungen bieten auch unter Bedingungen des Distance Teaching and Learnings die Möglichkeit, die Fragen von Studierenden spontan aufzugreifen und Studierende damit aktiv in das Veranstaltungsgeschehen miteinzubeziehen: Alle an der Universität Bielefeld verwendeten Livestreaming-Tools (Panopto, Zoom und Adobe Connect) bieten eine Funktion für virtuelle Wortmeldungen der Studierenden an. Da in der Online-Lehre eine klare Vorabstrukturierung der Interaktion sehr wichtig ist, sollten Lehrende vorab kommunizieren, ob sie spontan oder zu bestimmten Zeitpunkten während der Vorlesung auf Fragen bzw. Wortmeldungen der Studierenden reagieren.

Über die Chatfunktion der Livestreaming-Tools können ebenfalls Fragen gestellt werden. Bei größeren Veranstaltungen ist es hilfreich, Tutor*innen oder Studierende zur Unterstützung einzubeziehen: So können Fragen aus dem Chat gesammelt und sortiert werden. Die Lehrenden können sich dadurch primär auf die Vorlesung konzentrieren und zu passenden Zeiten auf die Fragen eingehen, während ähnliche Fragen zusammengefasst beantwortet werden können.

Fragen asynchron stellen und beantworten

Asynchrone Interaktion kann dazu genutzt werden, die Fragen von Studierenden aufzugreifen, die sich bei der Vor- und Nachbereitung von Vorlesungssitzungen (Livestream oder Aufzeichnung) ergaben. Da in asynchronen Vorlesungsformaten die Möglichkeit zur spontanen Wortmeldung fehlt, sollte gegenüber den Studierenden klar kommuniziert werden, auf welchen Wegen Fragen gestellt werden sollen und in welcher Form diese regelmäßig beantwortet werden:

Wenn Fragen individuell per Mail an Lehrende gestellt werden sollen, bietet es sich an, die Fragen bis zum nächsten Abschnitt der Lehrveranstaltung zu sammeln und gebündelt für alle Studierenden zu beantworten (bspw. im nächsten Lehrvideo oder zu Beginn der neuen Woche als Sammelmail). Über das Forum im LernraumPlus können Fragen für alle Studierenden sichtbar schriftlich gestellt und beantwortet werden. Dies hat mehrere Vorteile gegenüber dem Fragenstellen per Mail: Die Postfächer von Lehrenden und Studierenden werden nicht überfüllt und die Studierenden können selbst bei der Beantwortung der Fragen Ihrer Kommiliton*innen helfen.

Interaktion und Austausch zwischen Studierenden fördern

Auch in synchronen oder asynchronen Vorlesungsformaten besteht die Möglichkeit, dass Studierende phasenweise miteinander ins Gespräch über die Lerninhalte gebracht werden und aktiv in das Veranstaltungsgeschehen miteinbezogen werden: Über das Forum im LernraumPlus können nicht nur Fragen gestellt werden, sondern entlang von Diskussionsfragen können Studierende die Lerninhalte einzelner Sitzungen besprechen. In oder zwischen einzelnen Sitzungen bzw. Lehreinheiten können Studierende mittels Schreibpads (bspw. CodiMD oder Etherpad) unkompliziert miteinander schriftlich interagieren. Hier bieten sich niedrigschwellige Schreibanlässe an, die Studierende bspw. zu einer kurzen schriftlichen Stellungnahme auffordern. Ebenso können Stimmungsbilder oder spontane Reaktionen der Studierenden durch Umfrage-Tools (Mentimeter oder Kahoot!) eingeholt und für alle sichtbar gemacht werden.

Selbststudium unterstützen

Studierende beim Bearbeiten von Literatur unterstützen

Primär- und Sekundärliteratur können Lehrende ihren Studierenden über den Lernraum zur Verfügung stellen. Sie können Studierende in der Vor- und Nachbereitung einzelner Sitzungen unterstützen, indem Lehrende bereits im Vorfeld transparent machen, zu welchem Thema bestimmte Texte relevant sind und gelesen werden sollten (z.B. in Form eines ausführlichen Veranstaltungsplans). Je nachdem, wie detailliert Lehrende in Vorlesungseinheiten auf die Literatur eingehen, bietet es sich an, Studierenden Hintergrund- und Kontextinformationen zu Ihrer Literaturauswahl zur Verfügung zu stellen und wichtige Texte einzuordnen.

Aufgaben online stellen

Über den LernraumPlus können verschiedenste Aufgaben digital gestellt werden, die asynchron, aber mit festgelegter Frist von den Studierenden in Einzel- oder Gruppenarbeit bearbeitet werden. Siehe auch „Schreibaufträge“.

Feedback geben

Textfeedback

Bei asynchronen Lehrstrategien liegt es nahe, viel mit Arbeitsaufträgen zu arbeiten, in denen Studierende längere und kürzere Texte verfassen. Wichtig: Sie müssen nicht jeden studentischen Text kommentieren und schon gar nicht korrigieren! Entscheidend ist, was mit den Texten erreicht werden soll. Für Texte, die der gemeinsamen Erarbeitung von Wissen dienen, ist sinnvoll:

  • Minimales Kommentieren, z.B. in einem PDF interessante Sätze und Formulierungen unterstreichen
  • Weiterführende Fragen formulieren
  • Die Texte als Gesamtheit zur Kenntnis nehmen und dazu Hinweise formulieren

Für Texte, die als Studienleistung gelesen oder benotet werden sollen, finden Sie hier weiterführende Hinweise

Für die Integration von Peer Feedback in Online-Veranstaltungen stellen wir gerade noch tragfähige Konzepte zusammen. Hier finden Sie erste Hinweise.

Seminar

Fachliches Wissen und Methoden vermitteln

Texte bereitstellen und Lesehinweise geben

Primär- und Sekundärliteratur können Lehrende ihren Studierenden über den Lernraum zur Verfügung stellen. Wie in Präsenzveranstaltungen auch, sind genaue Angaben dazu für Studierende hilfreich, bis wann welche Texte in welchem Umfang gelesen werden sollen (z.B. in Form eines Seminarplans oder Syllabus). Es ist didaktisch sinnvoll, dass Lehrende die Textauswahl und den roten Faden zwischen den Texten den Studierenden gegenüber zu Beginn der Veranstaltung und dann nochmal für jede Sitzung transparent machen. Hier finden Sie dazu praktische Hinweise.

Mündliche Beiträge aufnehmen

Aufnahmen ähneln einem mündlichen Beitrag in Präsenz und können in verschiedenen Formen realisiert werden, z.B. als Video mit oder ohne PowerPoint (Panopto) oder als Audioaufnahme. Lehrende können einzelne Lehrinhalte der Sitzung in separaten Aufnahmen behandeln. Aber auch Studierende können bspw. Ihr Referat in Form eines mündlichen Beitrages aufnehmen. Generell gilt für Aufzeichnungen, dass es um Inhalte und nicht um professionelle Aufnahmequalität geht.

Es bietet sich an, mündliche Beiträge eher kurz zu gestalten und auf einen inhaltlichen Punkt zu konzentrieren. Sollten mehrere inhaltliche Punkte relevant sein, empfiehlt es sich, mehrere Beiträge aufzuzeichnen.

Auch anspruchsvolle Textstellen können vorgelesen und aufgezeichnet werden. Durch die Betonung der Sprecher*innen können sich die Studierenden den Text auf eine andere Weise als durch eigenes Lesen erschließen.

Hilfreiche Tipps zum einfachen Erstellen von Lehrvideos finden Sie unter den folgenden Links:

Interaktion ermöglichen

Diskussionen führen

Diskussionen sind immer dann sinnvoll, wenn Lehrinhalte besprochen oder Methoden benutzt werden sollen, bei denen ein gemeinsames Bearbeiten von Lehrinhalten gleichzeitig geschieht. Synchrone mündliche Interaktion kann mit Videokonferenztools wie Adobe Connect oder Zoom auch präsenzfrei ermöglicht werden. Es bietet sich an, Diskussionen in Kleingruppen zu führen, bevor die Ergebnisse im Plenum besprochen werden. Zoom ermöglicht dies über Breakout Sessions, mit der sich alle Teilnehmer*innen für einen bestimmten Zeitraum in separate Gesprächsräume aufteilen können. Wichtig ist dabei, dass den Teilnehmer*innen die Regeln der Gruppenarbeit klar sind (z.B. unter welchen Bedingungen Lehrende in die separaten Breakout Sessions eintreten, wie lange die Gruppenarbeit dauert oder wie die Ergebnisse der Gruppenarbeit gesichert werden sollen).

Beispiele für solche Gruppenarbeitsszenarien sind Textbesprechungen oder Übungen, die Studierende untereinander in Interaktion bringen, wie Think-Pair-Share. Es bietet sich dabei an, die Moderation bei Onlineseminaren mit größeren Gruppen von Tutor*innen unterstützen zu lassen (s. Tutor*innen).

Bei Onlinediskussionen sollten immer zunächst die Erwartungen klar kommuniziert werden, wie sich in dem virtuellen Raum verhalten wird („Netiquette“, z.B. mit der Uni-E-Mailadresse in den Lernraum begeben, sich mit einem Klarnamen anmelden, im Videokonferenztool die Handzeichenfunktion nutzen).

Asynchrone Interaktionen

Eine asynchrone Interaktion bietet sich an, um Lehrenden und Studierenden maximale Flexibilität bei der Bearbeitung von gemeinsamen Aufgaben und Feedback zu ermöglichen. Besonders das Forum des Lernraums und LernraumPlus’ eignet sich zum asynchronen Diskutieren, Besprechen von Texten, Teilen von Lösungen und für den Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden.

Je nach Lernziel kann das Forum dafür genutzt werden, Inhalte vorzubereiten, gemeinsam zu erarbeiten oder auf entstandene Arbeitsergebnisse Feedback zu geben. Für gelungene Forumsdiskussionen sind klare Aufträge und von Lehrenden oder Moderator*innen vorbereitete Diskussionsimpulse wichtig. Die Form der Forumsbeiträge beschränkt sich dabei nicht auf Fragen und Antworten, sondern kann auch für das Abfragen von Meinungsbildern, dem Nachzeichnen und Diskutieren von Rechenwegen oder dem Rekonstruieren von Argumentationen genutzt werden.

Dabei ist es nicht für alle Interaktionen sinnvoll, sie schriftlich durchzuführen. Durch mündliche Übungen werden so auch in präsenzfreier Lehre die mündlichen Kompetenzen (wie beispielsweise die Diskussionskompetenz) der Studierenden gefördert. Beispiele für mündliche asynchrone Interaktionen wären:

  • Leseeindrücke (als Feedback) in Form von Sprachnachrichten, die während dem Lesen von Texten aufgenommen werden. Sprachnachrichten können mit jedem Smartphone aufgenommen werden und per Mail oder im Lernraum geteilt werden.
  • Die Erstellung von Lernvideos durch Lehrende oder Studierende. Dafür bietet sich die Plattform Panopto an, die dann auch als weitere Kommunikations- und Kommentarplattform genutzt werden kann.
  • Ein Streitgespräch (analog zu einem Schreibgespräch) zwischen zwei Positionen in Form von Videos und Videoantworten. Dies ermöglicht eine klares Gespräch zwischen zwei oder mehr Gesprächspartnern und erfordert im Vergleich zu einem schriftlichen Austausch einen geringen Arbeitsaufwand. Auch dies lässt sich mit Panopto gut gestalten.
Selbststudium unterstützen

Arbeits- und Schreibaufträge

Noch mehr als für Präsenzveranstaltungen gilt: Arbeits- und Schreibaufträge für Studierende müssen klar verständlich formuliert sein und Anforderungen explizieren, damit sie im Selbststudium ohne ständige Rückfragen per E-Mail bearbeitet werden können. Orientierung beim Verfassen bieten eine Reihe von Fragen:

Wer soll was warum mit welchem Ziel machen? Welches Format soll das Produkt (Präsentation, Text etc.) haben? Was soll nach der Bearbeitung damit passieren?

Lehrende können mit kleinen Verbesserungen Ihrer bereits existierenden Aufträge anfangen. Die Präsentation „One Small Thing“ führt vor, wie kleine Veränderungen studentisches Lernen nachhaltig unterstützen.

Folgende Handouts geben ausführlichere Hinweise zu den Themen:

Schreibaktivitäten online

Gerade online kann man Studierende mit vielen informellen Schreibanlässen zur vertieften inhaltlichen Auseinandersetzung anregen. Eine Liste mit möglichen Schreibaktivitäten finden Sie hier.

Feedback geben

Textfeedback

Bei asynchronen Lehrstrategien liegt es nahe, viel mit Arbeitsaufträgen zu arbeiten, in denen Studierende längere und kürzere Texte verfassen. Wichtig: Sie müssen nicht jeden studentischen Text kommentieren und schon gar nicht korrigieren! Entscheidend ist, was mit den Texten erreicht werden soll. Für Texte, die der gemeinsamen Erarbeitung von Wissen dienen, ist sinnvoll:

  • Minimales Kommentieren, z.B. in einem PDF interessante Sätze und Formulierungen unterstreichen
  • Weiterführende Fragen formulieren
  • Die Texte als Gesamtheit zur Kenntnis nehmen und dazu Hinweise formulieren

Für Texte, die als Studienleistung gelesen oder benotet werden sollen, finden Sie hier weiterführende Hinweise

Für die Integration von Peer Feedback in Online-Veranstaltungen stellen wird gerade noch tragfähige Konzepte zusammen. Hier finden Sie erste Hinweise.

Tutorium

Unterstützung durch Hilfskräfte oder Tutor*innen bei der Entwicklung und Durchführung von Lehrveranstaltungen

Für Lehrende, die den Einsatz studentischer Hilfskräfte oder Tutor*innen zur Entwicklung und Durchführung von „Distance Teaching and Learning“ planen, haben wir einen Leitfaden zusammengestellt. Besonderes Potential von Tutor*innen liegt in der Lernprozessbegleitung der Studierenden, die bei der Entwicklung digitaler Lehr-Lern-Settings von Beginn an mitgedacht werden sollte.

Mögliche Aufgaben für Tutor*innen

Die Lehre und Lehrende unterstützen

Tutor*innen können auch außerhalb der Tutorien eine wertvolle Ressource für Lehrende sein, indem sie beispielsweise

  • die Erstellung digitaler Lehr-/Lernmaterialien unterstützen oder bereits bestehende Angebote recherchieren
  • die Moderation von Foren/Chats übernehmen und studentische Rückmeldungen bündeln (z.B. können sie klären, wo es bei den Studierenden die größten Verständnisschwierigkeiten oder Missverständnisse gibt) 
  • Fragen der Studierenden soweit möglich oder in Rücksprache mit den Lehrenden beantworten (per E-Mail oder im LernraumPlus) 
  • Hinweise auf zusätzliche Lernmaterialien geben
  • studentische Abgaben im LernraumPlus verwalten
  • Übungen oder Aufgaben korrigieren und Lösungswege vorstellen
  • Textfeedback und Überarbeitungshinweise für Texte geben

Das Lernen der Studierenden unterstützen

Tutor*innen leisten einen wertvollen Beitrag bei der Unterstützung von Studierenden, indem sie

  • Studienräume im Lernraum einrichten, um Arbeiten in kleineren Gruppen zu ermöglichen
  • Kennenlernen (über Videos oder Zoom) und Austausch (in Chats oder Foren im LernraumPlus) unter Studierenden anregen und so eine offene Atmosphäre für das Teilen von Fragen und Lernschwierigkeiten schaffen  
  • Zusammenarbeit unter den Studierenden fördern
  • den Einsatz von geeigneten Lern- und Schreibstrategien anregen
  • Hinweise zu besonders geeigneten Lernprogrammen, Apps, Tutorials oder Lernvideos geben und Austausch hierzu anregen

Prüfungen und Studienleistungen

Rechtliche Rahmenbedingungen

Hier finden Sie Informationen der Universität Bielefeld zu Studien-​ und Prüfungsleistungen während der Corona-​Maßnahmen.

Didaktische Hinweise

Wir beginnen gerade damit, Hinweise zu erstellen und zu sammeln, welche Prüfungsformen sich für Online-Learning besonders anbieten. Diese Liste wird beständig erweitert.

Sprechstunden und Beratung

Grundsätzliches

Der Wechsel zur Online-Kommunikation führt dazu, dass vieles explizit gemacht werden muss, was im persönlichen Umgang nicht oder nur in Grenzfällen zur Sprache kommt. Damit Online-Kommunikation funktioniert, müssen sehr viel mehr Dinge geklärt und ausgesprochen werden.

Einzelsprechstunden

Die Notwendigkeit, individuelle Sprechstunden, z.B. zu Haus- oder Abschlussarbeiten, auf Distanz abzuhalten, erfordert, dass Bedingungen und Möglichkeiten des Kommunizierens verdeutlicht werden. Informieren Sie auf Ihrer Webseite, wann und auf welche Weise Sie zu erreichen sind und innerhalb welchen Zeitraums die Studierenden Antworten auf Mailanfragen erwarten können.

Die Abteilung Philosophie hat Regeln für die Kommunikation in Videokonferenzen konzipiert, die Sie vielleicht nutzen können. Es verfügen jedoch nicht alle Studierenden zuhause über die technischen Voraussetzungen für Online-Videokonferenzen. Deshalb ist es sinnvoll, Sprechstunden auch per Mail oder Telefon anzubieten.

Um die Sprechstunden besser planen zu können, können Sie Studierende bitten, ihre Anliegen vorab per E-Mail mitzuteilen.

Gruppensprechstunden in großen Lehrveranstaltungen

In großen Lehrveranstaltungen ist es möglich, regelmäßig Online-Sprechstunden für alle Teilnehmer*innen abzuhalten, um Fragen zu Lektüre, Schreibaufgaben, hochgeladenen Folien oder Lehrvideo-Inputs zu besprechen:

Die Studierenden posten ihre Fragen zu einer festgesetzten Zeit oder bis zu einer definierten Deadline im Forum oder Chat des Lernraums oder einfach in einem per Link bereitgestellten Etherpad (z.B. Zumpad). Der/die Lehrende sichtet und gruppiert die Fragen (ggf. mit Hilfe von Hilfskräften) und kommentiert oder beantwortet sie. Das kann synchron und mündlich geschehen, z.B. in einer Videokonferenz-Sitzung, in der die Studierenden Gelegenheit haben, noch einmal ‚live‘ nachzufragen, oder asynchron in schriftlicher Form, falls die Studierenden nicht über die Möglichkeit verfügen, an Videokonferenzen teilzunehmen. (Zwei Beispiele für Gruppensprechstunden: FU-Berlin Erziehungswissenschaft und TU Darmstadt „Aus der Lehrpraxis“).

Sprechstunden und Beratung als Lehrformat

Einzelne Fächer, z.B. das Fach Philosophie, haben den Wechsel von der Stoffvermittlung zur Beratung zum Ausgangspunkt für die Planung neuer Studien- und Lehrformate gemacht, in denen Einzel- und Gruppensprechstunden eine systematische Rolle spielen: Auf der Abteilungswebsite werden die Studierenden direkt adressiert und eingeladen, sich – z.B. mit Hausarbeitsprojekten – zu Online-Sprechstunden anzumelden oder sich an einer „digital study group“ zu beteiligen.

Unsere Angebote

Beratung

Wir unterstützen Sie gerne individuell, als Arbeitsgruppe oder Fakultät. Bitte melden Sie sich dafür am besten unter zll@uni-bielefeld.de

Kontaktieren Sie uns gerne auch direkt unter Individuelle Lehrberatung.

LernraumPlus „Überall Lehren“ für universitätsweiten Austausch mit anderen Lehrenden

Im LernraumPlus „Überall Lehren“ laden wir alle Lehrenden der Universität Bielefeld ein, sich über „Distance Teaching and Learning“ auszutauschen. Er befindet sich in dynamischer Entwicklung und wird ständig angepasst und erweitert.

Link zum LernraumPlus „Überall Lehren“

Linksammlung