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AG 10: Migrations­pädagogik und Rassismus­kritik

Veranstaltungen 2020/2021

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Gastvorträge im Rahmen des Seminars "Politische Bildung in transnationalen Verhältnissen" (Prof. Dr. Paul Mecheril)

Gastvortrag von Tobias Linnemann und Adama Ouattara (Universität Oldenburg und freiberufliche politische Bildungsreferenten) am 02.02.2021 (16:15 Uhr, Zoom)

Im Beitrag werden Fragen politischer Bildungsarbeit in der Migrationsgesellschaft mit den Teilnehmer*innen in einem gemeinsamen Gespräch erörtern. Der thematische Schwerpunkt wird auf der Auseinandersetzung mit privilegierter und nicht-privilegierter Positioniertheit in rassistisch strukturierten Räumen liegen.

Die Zugangsdaten erhalten Sie nach einer Mail an sekretariat-ag10.ew(at)uni-bielefeld.de

"Pädagogische Professionalität und Professionalisierung in der Migrationsgesellschaft" eine Gastvortragsreihe (digital)

Mit der Gegenwartsdiagnose „Wir leben im Zeitalter der Migration“ rückt der Umstand in den Mittelpunkt, dass nicht nur die gesellschaftlichen, sondern auch pädagogische Verhältnisse (Organisationen, Inhalte, Formen der Vermittlung)grundlegend durch Migrationsphänomene konstituiert werden. Welche Folgen hat dieser Umstand für pädagogische Professionalität sowie die erziehungswissenschaftliche Professionalitäts- und Professionalisierungsforschung? Oder andersrum gefragt: Was kann unter pädagogischer Professionalität in der Migrationsgesellschaft verstanden werden? Welche zentralen Themen und inhaltlichen Aspekte sind kennzeichnend für diesen Bereich und wie können diese in der erziehungswissenschaftlichen und/oder pädagogischen Praxis thematisch werden? Mit der Veranstaltungsreihe gehen wir Fragen dieser Art nach und interessieren uns für die Impulse, die von der Professionalitäts- und Professionalisierungsforschung für die erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung ausgehen und umgekehrt.

Die Gastvortragsreihe im Wintersemester eröffnet eine längerfristig angelegte Auseinandersetzung mit dem Themenfeld pädagogische Profession in der Migrationsgesellschaft.

Die Vorträge werden über Zoom als Live-Stream mit Diskussion übertragen und sind öffentlich zugänglich. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach einer Mail an sekretariat-ag10.ew(at)uni-bielefeld.de. Vortrag und Kommentar werden zudem aufgenommen, die Diskussion nicht.

Termine

03.02.2021 von 16-18 Uhr (c.t.): Prof. Dr. Karim Fereidooni (Ruhr-Universität Bochum) mit einem Kommentar von Beate Wischer (Universität Bielefeld)

In seinem Vortrag mit dem Titel „Die Erweiterung des Notwendigen. Rassismuskritik als Professionskompetenz (angehender) Lehrer*innen.“ geht Prof. Dr. Karim Fereidooni sowohl auf ausgewählte Ergebnisse seiner Dissertation mit dem Titel „Rassismuserfahrungen im Lehrer*innenzimmer“ als auch auf Studien zum Thema „Rassismus im Klassenzimmer“ ein. Im Fokus des Vortrags steht die folgende Frage: „Warum ist es nach wie vor schwierig über Rassismus(erfahrungen) in Gesellschaft und Schule zu sprechen?“

Vergangene Termine

Prof. Dr. Julia Kosinár (Fachhochschule Nordwestschweiz) mit einem Kommentar von Dr. Aysun Doğmuş (Helmut Schmidt Universität Hamburg) am 14.01. 2021

Pädagogische Professionalität und Professionalisierung in der Migrationsgesellschaft. Ansätze aus Professionalisierungs- und Migrationsforschung im Gespräch.

Prof. Dr. em. Werner Helsper (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) mit einem Kommentar von Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu (Universität Bremen) am 03.12.2020

Antinomien pädagogischen Handelns in der Migrationsgesellschaft — Überlegungen zur pädagogischen Professionalität von Lehrer*innen.

"Schule und Unterricht in der Migrationsgesellschaft. Allgemeindidaktische und fachdidaktische Perspektiven" Tagung am 16./17.07.2021 (Universität Regensburg)

Zugehörigkeiten, Lebensformen, kollektive Geschichten haben sich aufgrund transnationaler Migrationen vervielfältigt. Dadurch stellt sich in besonderer Intensität die Frage nach der Angemessenheit und Gültigkeit der Inhalte, die in Schule und Unterricht vermittelt werden, ebenso wie die Frage nach der Angemessenheit und Wirksamkeit der Vermittlungsformen. Unter Stichworten wie Heterogenität, Vielfalt, Diversität und Inklusion wird dies in den (schul-) pädagogischen und (fach-)didaktischen Diskursen der letzten Zeit intensiv diskutiert: Wie kann Schule und Unterricht unter migrationsgesellschaftlichen Bedingungen den Bedürfnissen und Voraussetzungen der Schüler*innen gerecht werden? Wie können Schüler*innen aus der Perspektive verschiedener Fächer auf die Anforderungen der Zukunft in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft und einer globalisierten Welt angemessen vorbereitet werden?

Die Tagung schafft einen Raum für Austausch und Diskussionen zur interdisziplinären Auseinandersetzung mit diesen Fragen. Die Tagung gibt Impulse zu einer Didaktik der Migrationsgesellschaft mit Bezug auf relevante Inhalte und Themen sowie auf Fragen der Vermittlung, der Lernarrangements und Methoden. Dabei werden allgemeindidaktische Perspektiven wie auch unterschiedliche fachdidaktische Perspektiven zu Wort kommen.

Beiträge haben unter anderem zugesagt: Prof. Dr. Yaliz Akbaba, Prof. Dr. Karim Fereidooni , Prof. Dr. Alfred Holzbrecher, Prof. Dr. Gregor Lang-Wojtasik, Dr. Nicole Leufer, Prof. Dr. Gordon Mitchell, Prof. Dr. Carmen Mörsch, Prof. Dr. Elke Montanari, Prof. Dr. Galina Putjata, Dr. Nina Simon

Eine genauere Tagungsbeschreibung sowie weitere Informationen folgen.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht absehbar, ob die Tagung als Präsenzveranstaltung an der Universität Regensburg, in einem hybriden Format oder als digitale Tagung stattfinden wird.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter zentrum.migration-bildung(at)ur.de zur Verfügung.

Initiator*innen:

Prof. Dr. Meike Munser-Kiefer (Universität Regensburg)
Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu (Universität Bremen)
Prof. Dr. Paul Mecheril (Universität Bielefeld)

Save the Date
Rasse und das Imaginäre von Gesellschaft im Zeitalter der Migration (ZiF Arbeitsgemeinschaft)

In Kürze erscheinen hier die Mitschnitte der Vorträge

17.-18. Dezember 2020

Tagung am Zentrum für interdisziplinäre Forschung, Universität Bielefeld

Nicht zuletzt nationalstaatlich verfasste Gesellschaften beruhen auf Selbstvorstellungen und Imaginationen, um Kontinuität und Kohärenz, Identität und Einheit gegenüber Differenz und Widersprüchen zu betonen. Im Rahmen der Tagung wird dieser Zusammenhang aus rassismustheoretischer Perspektive zum Thema. Im Mittelpunkt steht die Frage, wann, wie und mit welchen Konsequenzen Konstruktionen und Konzepte von ‚Rasse‘ im Zeitalter des programmatischen Post- Rassismus zu der Imagination von Gesellschaft beitragen.

Die Beiträge der Tagung gehen dieser Leitfrage sowohl mit Bezug auf begrifflich-theoretische und method(olog)ische Aspekte als auch hinsichtlich unterschiedlicher empirischer Zusammenhange nach. Zugleich wird kritisch danach gefragt, welches gesellschaftsanalytische Potenzial rassismustheoretischen Perspektiven für die Analyse gegenwärtiger migrationsgesellschaftlicher Verhältnisse zukommt.

Referent*innen: Heike Delitz, Manuela Bojadžijev, Heidrun Friese, Naika Foroutan, Vassilis Tsianos, Sabine Hess, Andreas Pott, Angelika Epple, Julia Roth, John Kannankulam, Astrid Messerschmidt, María do Mar Castro Varela, Juliane Karakayalı, Joanna Pfaff-Czarnecka, Andreas Zick

Forum Lehre

Das Forum Lehre findet derzeit aufgrund der aktuellen Vorsorgemaßnahmen per Videokonferenz statt.

Im Unialltag gibt es nur selten ausreichend Gelegenheit, Inhalte und Themen der Lehrveranstaltungen, aber auch die Art und Weise, wie Inhalte behandelt werden, zum Thema zu machen. Uns ist daran gelegen, dies mit Blick auf das Lehrangebot im Bereich Migration und Bildung zu ermöglichen – entkoppelt von konkreten Lehrveranstaltungen und dem Druck von Prüfungsleistungen.

Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Perspektiven, die Kritik, die Anregungen und Einschätzungen Aller, die an universitären Lehr- und Lernverhältnissen beteiligt sind, in Erfahrung zu bringen. Mit dem Forum Lehre möchten wir einen gemeinsamen Diskussions- und Reflexionsraum von Studierenden und Lehrenden schaffen.

Beim nächsten Treffen möchten wir uns mit den Herausforderungen und Besonderheiten digitaler Kommunikation und Lehre in Zeiten von COVID-19 beschäftigen. „Alles bleibt anders“: Wie können wir das Wintersemester gemeinsam gut gestalten?

Wir laden hierzu alle Studierenden und Lehrenden der Bachelor- und Masterstudiengänge an der Fakultät für Erziehungswissenschaft zum gemeinsamen Austausch herzlich ein. Wir freuen uns auf Eure und Ihre digitale Teilnahme!

Nächster Termin: 04.02.2021 18.00-20.00 Uhr

Herbstwerkstatt Interpretative Forschung(fällt aus)

  • Die Herbstwerkstatt Interpretative Forschungsmethoden ist ein Ort der Qualifizierung und Reflexion für Promovierende und andere interessierte Forschende, die mit interpretativen Forschungsansätzen arbeiten.

  • Die Herbstwerkstatt 2020 fällt auf Grund der aktuellen Situation leider aus. Im kommenden Jahr wird die Herbstwerkstatt im September an der Universität Bielefeld stattfinden.

Weitere Infos unter:

Universität, Suppe, Verantwortung

Aufgrund der aktuellen Vorsorgemaßnahmen muss die Veranstal­tung in diesem Semester leider abgesagt werden. Das Format wird im Wintersemester wieder aufgenommen.

Die AG 10 lädt unter dem Titel „Universität, Suppe, Verantwor­tung“ einmal im Monat alle Interessierten (Student*innen, Dozent*innen wie Mitarbeiter*innen in Technik und Verwaltung) zu einem Mittagessen ein [(vegane) Suppe, Brot, Salami und Oliven, Wasser und Wein]. Jedes Mal wird es einen bis zwei etwa 15 Minuten umfassende Kurzbeiträge zum Thema „Wissenschaft/Universität und gesellschaftliche Verantwortung“ geben, die das gemeinsame Gespräch, die mittägliche Diskussion bei Suppe und Brot eröffnen und ermöglichen.

Die monatliche Veranstaltung schafft einen Ort für eine Verständigung über eigene und vorfindliche Konzepte von und Ansprüche an Universität, aber auch eine Verständigung über Erfahrungen an und mit der Universität, welche auf das Thema der Verantwortung bezogen sind. Was hat die Universität zu verantworten? Die Wahrheitssuche? Den Bedarf an Wissen zur Perfektionierung des gesellschaftlich Gegebenen? Wenn Verantwortung etwas damit zu tun hat, in ein (epistemisches) Antwortverhältnis zu den relevanten Fragen zu treten, was sind die relevanten Fragen? Geschieht dies an der Universität in Forschung und Lehre? Was sind Ihre Erfahrungen? Was sind Ihre Auffassungen?

Da die AG 10 einlädt, wird bei den Gesprächen bei Suppe, Wasser und Wein die migrationsgesellschaftliche Verfasstheit der Gegenwart und Zukunft durchaus nicht keine Rolle spielen.

Nächste Termine: folgen