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Professionelle Kompetenzen angehender LehrerInnen (Sek I) im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZKom)



Leitung: Prof. Dr. Barbara Koch-Priewe
KooperationspartnerInnen: Prof. Dr. Uwe Ohm (Fakultät Linguistik/Literaturwissenschaft, Universität Bielefeld), Prof. Dr. Timo Ehmke (Universität Lüneburg), Dr. Anne Köker (Fakultät Erziehungswissenschaft, Universität Bielefeld)
Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Laufzeit: 01.03.2012 bis 28.02.2015

Zielsetzung
Ziel ist die theoretische Modellierung von Kompetenzen und Standards für den Bereich Deutsch-als-Zweitsprache in ihrer Relevanz für Mathematik-Lehramtsstudierende der Sekundarstufe I sowie Entwicklung eines Instruments zur empirischen Überprüfung des Modells.


Kurzbeschreibung des Projekts

DaZKom - Professionelle Kompetenzen angehender LehrerInnen (Sek I) im Bereich Deutsch als Zweitsprache

Timo Ehmke, Sonja Carlson, Svenja Hammer, Barbara Koch-Priewe, Anne Köker, Udo Ohm, Sonja Rosenbrock

Im Fokus des Projektes „DaZKom“ stehen die theoretische Modellierung und die empirische Überprüfung von Kompetenzen im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ), die LehrerInnen zusätzlich zu ihrer disziplinären Expertise besitzen müssen, um v.a. SchülerInnen mit nichtdeutscher Herkunftssprache im regulären Unterricht angemessen fördern zu können. Es sollen empirisch begründete Standards von DaZ-Kompetenzen beschrieben werden. Anknüpfend an Vorarbeiten zur Lehrerprofessionalisierungsforschung (v.a. MT21) wird am Beispiel des Faches Mathematik ein Testinstrument zur Erfassung fachunterrichtsrelevanter DaZ-Kompetenzen von Lehrkräften entwickelt:

Nach der empirisch begründeten Konziperung eines Modells für fachunterrichtsrelevante DaZ-Kompetenzen werden Stimulusmaterial (u.a. Fallvignetten) und Testaufgaben erstellt, in Pilotierungsstudien erprobt und überarbeitet. Das Unterrichtsfach Mathematik dient hier exemplarisch als Bezugsrahmen. Die Qualität der Testaufgaben wird durch Cognitive Labs und mehrere PreTests geprüft. Die Ergebnisse werden jeweils genutzt, um die Testaufgaben zu überarbeiten und um schließlich ein Testinstrument zusammenzustellen, das die theoretische Rahmenkonzeption adäquat abbildet. Nach Normierung der Aufgaben an einer repräsentativen Stichprobe entsteht somit ein Messinstrument, das aufgrund der Berücksichtigung eines breiten Kompetenzspektrums in der Lage ist, intraindividuelle Entwicklungen im Längsschnitt zu erfassen. Schließlich ist beabsichtigt im Rahmen eines Standardsetting-Verfahrens Niveaustufen auf einer kontinuierlichen DaZ-Kompetenzskala zu definieren, sodass Mindest-, Regel- und Optimalstandards für DaZ-Kompetenzen festgelegt werden können.

Im weiteren Verlauf des DaZKom-Projektes soll das Instrument genutzt werden, um in experimentellen Studien Niveaustufen in der Kompetenzentwicklung von (angehenden) Lehrkräften in ihrer Ausbildung abhängig von unterschiedlichen Lerngelegenheiten zu untersuchen. Aus den Ergebnissen würden sich Schlussfolgerungen für die Gestaltung der universitären Lehre im Bereich DaZ ergeben, mit der ein höheres professionelles Niveau von Lehramtsstudierenden erreicht werden könnte.

[Zur DaZKom-Projektseite der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft]