• Master

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Fundamental and Applied Ecology

Das Verständnis der komplexen Zusammenhänge in Biozönosen und Ökosystemen ist von existentieller Bedeutung, wenn es um die Zukunft der Biosphäre geht. Hierfür ist neben einem breiten Wissen über wichtige abiotische Prozesse und Interaktionen innerhalb dieser Systeme auch eine solide Artenkenntnis von entscheidender Bedeutung.

Diese Kombination von Kenntnissen und praktischen Erfahrungen in den Wissensbereichen der Grundlagen- und anwendungsorientierten Ökologie wird in dem interdisziplinären und konsekutiven Masterstudiengang Fundamental and Applied Ecology an der Bielefelder Fakultät für Biologie angeboten. Pflanzenökologie, Tierökologie und chemische Ökologie sind hierbei die Eckpfeiler einer breiten praxisnahen Ausbildung, die in dieser Kombination in Deutschland einmalig ist.

Studienoption

Das Masterstudium (120 Leistungspunkte) vertieft die im Bachelor erlernten Kompetenzen und Kenntnisse und dient der inhaltlichen Schwerpunktbildung. Der Masterstudiengang Fundamental and Applied Ecology schließt mit dem Master of Science (M.Sc.) ab. Der Studiengang bedient sowohl forschungsbezogen als auch anwendungsorientiert interessierte Studierende.

Das erste Semester umfasst drei Labormodule in den Bereichen Pflanzenökologie, Tierökologie und chemische Ökologie. Hier lernen die Studierenden wichtige Labormethoden und Analysenverfahren für die ökologische Forschung und Praxis kennen (z. B. life-cycle Experimente, Biotestverfahren, Gaswechselmessungen, Chlorophyllfluoreszenzmessungen, Gaschromatographie, Massenspektroskopie, Gewässerbewertung, Verhaltensbiotests zur Isolierung aktiver Substanzen).

Im folgenden Sommer werden drei Labor-/Freilandmodule mit z. T. mehrtägigen Exkursionen belegt. Hier werden grundlegende ökologische Zusammenhänge behandelt und wichtige Freilandmethoden erlernt. Die Studierenden können sich in einem dieser Module schwerpunktmäßig mit Naturschutzfragen auseinandersetzen. Gezielte Exkursionen in ausgewählte Einrichtungen geben einen Einblick in spätere Berufsfelder.

Das dritte Semester dient dem Ausbau interdisziplinärer Kompetenzen in Form frei wählbarer Lehrveranstaltungen aus dem Gebiet der gesamten Naturwissenschaften (Erweiterungsmodul). Zum anderen bearbeiten die Studierenden in diesem Semester im Rahmen von zwei Forschungsmodulen bereits eigene forschungs- bzw. anwendungsorientierte Projekte um Erfahrungen für die im 4. Semester anstehende Masterarbeit zu sammeln.

Beste Bedingungen
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Mit modernsten Geräten ausgestattete Labors und Kursräume, zahlreiche Klimakammern, Gewächshäuser, ein Freiland- Versuchsgelände, diverse Tierzuchten und eine gut ausgebaute biologische Sammlung schaffen ideale Arbeitsbedingungen für Studierende mit den unterschiedlichsten Schwerpunktsetzungen.

Gut etablierte Kontakte zu Behörden, Industrieunternehmen, Naturschutzorganisationen und naturkundlichen Museen ermöglichen auf Wunsch auch Praktika und Examensarbeiten außerhalb der Universität, wobei das Spektrum der Möglichkeiten von Ökotoxikologie über Naturschutzfragestellungen bis hin zu umweltpädagogischen Umsetzungen ökologischer Konzepte reicht.

Über die zahlreichen Auslandskontakte der Bielefelder Ökologen (z. B. Niederlande, Portugal, Schweden, USA) sowie über das ERASMUSProgramm der Fakultät für Biologie können Auslandssemester und -praktika vermittelt werden.

Um dem Ziel einer internationalen Ausbildung im Studium Rechnung zu tragen, besteht für Studierende des Masterstudiengangs Fundamental and Applied Ecology auch die Möglichkeit, englischsprachige Studieninhalte vor Ort oder ein Auslandssemester zu absolvieren. Darüber hinaus wird die internationale Teamarbeit gefördert und unterstützt, wodurch sich die Studierenden interkulturelle Kompetenzen aneignen können.

Promotion

Insbesondere für Studierende, die nach dem Masterabschluss eine wissenschaftliche Laufbahn anstreben, ist die Promotion relevant. Diese dient der konsequenten Weiterentwicklung innovativer Forschung und setzt sich aus einer eigenständigen wissenschaftlichen Forschungsarbeit (Dissertation) und einem Kolloquium zusammen. Die Fakultät für Biologie bietet hierfür optimale Voraussetzungen.

 

Weitere Informationen unter:

Forschung im Masterstudiengang
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  • Mechanismen der Konkurrenz in aquatischen und terrestrischen Ökosystemen
  • Aquatische Diversität und deren Regulation
  • Life Cycle Experimente
  • Räuber-Beute Beziehungen
  • Nahrungsnetzanalysen
  • Biotische Interaktionen und Musterbildungsprozesse in Pflanzengemeinschaften
  • Ökologische Modellbildung
  • Stoffflüsse in Ökosystemen
  • Einfluss abiotischer und biotischer Faktoren auf Interaktionen zwischen Pflanzen, Herbivoren und Pilzen
  • Etablierungsmechanismen invasiver Pflanzen (Neobiota)
  • Beziehungen zwischen Diversität, Landnutzung und Herbivorenspektrum
  • Variabilität pflanzlicher Inhaltsstoffe
  • Entgiftungsmechanismen von Naturstoffen
  • Ökotoxikologische Fragestellungen auf allen Skalen vom Organismus bis zum Ökosystem
Berufsperspektiven

Der künftige Bedarf an ökologischen Forscherinnen und Forschern sowie an anwendungsorientierten Ökologinnen und Ökologen wird derzeit als eher hoch eingeschätzt, da diesem Bereich vor dem Hintergrund der weltweit wachsenden ökologischen Probleme auch künftig ein hoher politischer Stellenwert zukommen wird. Außerdem wird die Ökologie als Teil der Biologie durch deren Aufstieg zur Leitwissenschaft des Jahrhunderts weiter an Bedeutung gewinnen.

Forschungsorientierte Absolventinnen und Absolventen dieses Masterstudiengangs werden in der Regel die wissenschaftliche Laufbahn einschlagen und sich mit einer Promotion weiterqualifizieren, um dann im In- und Ausland Forschungspositionen an Universitäten, Großforschungseinrichtungen und in der Industrieforschung einzunehmen.

Anwendungsorientierte Absolventinnen und Absolventen finden ein breites Spektrum von Bezugsmöglichkeiten bei kommunalen, nationalen und europäischen Behörden (z. B. als Umweltreferenten) in der Wirtschaft (z. B. als Umweltbeauftragte, Ökotoxikologen etc.) sowie im Naturschutz (untere und obere Landschaftsbehörden, Gutachterbüros). Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bieten sich bei wissenschaftlichen Verlagen sowie in den Bereichen Fachjournalistik und Museumspädagogik.

Voraussetzungen und Bewerbung

Voraussetzung für das Studium ist die Teilnahme an einem Bewerbungsverfahren, in dem festgestellt wird, wer für den Studiengang geeignet ist und Zugang erhält. Im Rahmen dieses Verfahrens wird überprüft, ob ein für das Masterstudium qualifizierter erster Hochschulabschluss vorliegt. Dies ist mittels des (vorläufigen) Abschlusszeugnisses und durch die dazugehörenden Dokumente (Transcript of Records, Diploma supplement o. ä.) nachzuweisen.

Inwieweit weitere Zugangsvoraussetzungen bestehen oder das Einreichen weiterer Unterlagen vorgesehen ist (Sprachvoraussetzungen, Ausarbeitung mit Aussagen zur Qualifizierung, Exposé, Projektentwürfe o. ä.), kann den aktuellen Fächerspezifischen Bestimmungen des Studiengangs entnommen werden Dort finden sich auch Regelungen, wie die einzelnen Kriterien bewertet und gewichtet werden.

Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. Das Studium kann nur zum Wintersemester aufgenommen werden. Dieser Masterstudiengang ist zulassungsbeschränkt (Orts-NC). Für die Verteilung der Studienplätze (Zulassungsverfahren) wird in der Regel auf das Gesamtergebnis des oben genannten Zugangsfahrens zurückgegriffen und eine entsprechende Rangfolge erstellt. In Ausnahmefällen werden weitere Kriterien berücksichtigt. Informationen zur Ausgestaltung des Zulassungsverfahrens können ebenfalls den Fächerspezifischen Bestimmungen entnommen werden.

Das Bewerbungsverfahren erfolgt über das Online-Bewerbungsportal der Universität Bielefeld.
www.uni-bielefeld.de/bewerbung.

 


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