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  • Abteilung Geschichtswissenschaft

    Campus der Universität Bielefeld
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Kondolenzbuch



Professor Dr. Thomas Welskopp

* 5. September 1961

† 19. August 2021

Er liebte die Geschichte, weil er die Menschen und ihre Geschichten liebte. Thomas, Du fehlst!



Bisherige Einträge

    Von: Ernst Steinberg | 2021-09-15 15:26:23

    Lieber Thomas, du wirst mir fehlen. Seit den 1980er Jahren haben wir uns immer wieder gern gesehen. Uns verbindet die Lust an Greschichte, das Plaudern über Alltägliches und die Überzeugung, dass die Sozialgeschichte als Bielefelder Spezialität viel Gutes in die Wissenschaftswelt gebracht hat.

    Von: Thomas Mergel | 2021-09-15 09:23:14

    Seit 1986 kannten wir uns. Wir haben viel Lern- und Denkzeit miteinander verbracht, und ich wüsste kaum jemanden, dessen Art, Geschichte zu betreiben, mich so inspiriert hat wie die von Thomas. Er wird mir und uns fehlen.

    Von: Cornelis Holtkamp | 2021-09-15 08:58:47

    Lieber Thomas, aus heiterem Himmel erreichte mich die Nachricht Deines Todes. Du warst mir nicht nur ein stets solidarischer und hilfreicher Wegbegleiter vom ersten Semester an, sondern auch ein politischer wie persönlicher Weggefährte, nicht nur in der Betreuung meiner Dissertation, deren Fertiggstellung Du leider nicht mehr erleben konntest. Sei aber versichert, dass ich die Fahne der kritischen Sozialgeschichte nach bestem Wissen und Gewissen hochhalten werde, so wie ich es von Dir gelernt habe. Die anregenden Diskussionen und Deine warmherzige wie scharfsinnige Art werde ich im Herzen behalten. Möge die Erde Dir leicht sein!

    Von: Marica Tolomelli | 2021-09-14 14:22:17

    Lieber Thomas, mit bitterer Traurigkeit habe ich die Nachricht Deines Todes empfangen. Eine schreckliche Nachricht. Längerfristig wird aber die Erinnerung an Deiner Gutmütigkeit überwiegen und die zahlreichen Spuren Deiner intellektuellen Stärke werden weiterhin Deine Präsenz innerhalb der Historiker_gemeinschaft fühlen lassen. Du bist noch bei uns.

    Von: Andreas Laaser | 2021-09-12 21:30:45

    Leider könnte ich Thomas Welskopp nur in Zoom Seminaren kennenlernen und hatte mich schon gefreut, ihn auch persönlich zu treffen. Wo immer er jetzt auch ist, er wird auch dort alle in seinen Bann ziehen.

    Von: Benno Nietzel | 2021-09-08 20:24:49

    Das bahnbrechende wissenschaftliche Werk von Thomas Welskopp ist hier und andernorts vielfach gewürdigt worden. Als eine seiner größten Leistungen in Bielefeld sehe ich daneben die Gründung der BGHS, deren ursprüngliches Konzept phantastisch war: eine interdisziplinäre Graduate School mit internationalen Doktorand*innen, sozialversicherungspflichtige Promotionsstellen, deren Befristung auf vier Jahre das Qualifikationsziel auch tatsächlich erlaubte. Dazu ein vielseitiges Lehr- und Veranstaltungsprogramm. Alle Graduiertenschulen in Deutschland sollten auf diese Weise organisiert sein.

    Von: Willibald Steinmetz | 2021-09-08 14:19:49

    Lieber Thomas, heute bin ich zum ersten Mal nach der Nachricht von deinem Tod in der Uni und an Deinem Büro vorbeigegangen, in das ich sonst, wann immer Du da warst, eingetreten bin und das "Speak Easy" betätigt habe ("That was easy" - Du weißt schon). Jetzt ist es verschlossen, aber bis auf den Blumenstrauß vor der Tür ist alles so, wie Du es verlassen hast: Der VFL-Schal am Garderobenständer, daneben hängt eine Plastik-Pickelhaube (!), die Tür mit Karikaturen, Werbeanzeigen, Karl-Marx-Euros und Anderem (immer wieder Neuem dabei) beklebt, so dass man sich gleich festlesen kann und Verbindungen zu knüpfen beginnt. Historische und menschliche - am liebsten im Gespräch. So war es - und so behalte ich Dich in Erinnerung.

    Von: Christian Mielenz | 2021-09-08 13:28:24

    Ruhen Sie in Frieden, Herr Professor Welskopp, Ich habe Sie als einen ruhigen, angenehmen und geduldigen Menschen kennen und schätzen gelernt. Sie gaben mir Chancen, wo andere keine Möglichkeiten sahen. 59 Jahre sind kein Alter, in dem man sich von der Welt verabschieden sollte. Die Uni Bielefeld verliert einen großartigen Historiker. Ich kann immer noch nicht fassen, dass Sie von uns gegangen sind.

    Von: Zübeyde Ayas | 2021-09-07 18:59:22

    Ein fachlich sehr kompetenter und menschlich unheimlich freundlich und sympathischer Mensch! Sein Tod macht mich betroffen. Ich wünsche den Familienangehörigen und Freunden sowie Kollegen ganz viel Kraft.

    Von: Philip Schröder | 2021-09-07 12:08:03

    Ich hatte leider nur ein einziges Seminar bei Professor Welskopp und hatte es sofort als äußerst angenehm und fachlich bereichernd wahrgenommen. Er selbst zeigte sich als Historiker mit herausragendem Fachwissen und einem guten "didaktischen Händchen". Sein Tod macht mich betroffen, da alleine durch diese kurze Zeit schnell klar wurde, wie sehr er für seine Berufung brennt und wie sehr er dadurch ein Feuer weitergibt, das wiederum andere Begegnungen bereichert.

    Von: Lukas Ortwig | 2021-09-07 11:59:37

    Die Diskussionen mit Thomas Welskopp waren stets anregend und lehrreich. Er bleibt für mich als gewitzter, freundlicher und kompetenter Historiker in Erinnerung.

    Von: Lasse Bjoern Lassen | 2021-09-06 06:28:29

    Mein erster Kontakt zu Professor Welskopp beruhte auf unserem gemeinsamen Interesse an amerikanischer Geschichte. Sein opus magnum zur US-Prohibitionsära habe ich wissbegierig verschlungen. Fasziniert hat mich seine Gabe, Kultur- und Sozialgeschichte elegant miteinander zu verweben und so ein umfassendes Gesellschaftspanorama der USA zeichnen zu können. Gut in Erinnerung bleiben mir unsere Gespräche zu meiner Dissertation über Kubas Außenbeziehungen, denn sein Interesse an Lateinamerika war groß - wie so oft, wenn es um die Marginalisierten dieser Erde ging. Dankbar bin ich ihm für jede Hilfestellung sowie jeden Ratschlag und Hinweis, den er mir hierzu gegeben hat und bedauere zutiefst, dass er das Ergebnis nun nicht mehr beurteilen kann. Oft sind wir am Ende unserer Gespräche bei der US-Tagespolitik gelandet, die er stets pointiert kommentierte. Ich bleibe stumm zurück in Dankbarkeit, einen Teil des Weges mit ihm gegangen zu sein. Mir bleibt die Erinnerung an einen inspirierenden und feinhumorigen Doktorvater, der mir Vorbild und Lehrmeister war. Mit Thomas Welskopp verliert die Universität Bielefeld einen großen Denker und seine Doktoranden einen wichtigen Wegbereiter. Tief betroffen nehme ich Abschied.

    Von: Hans-Walter Schmuhl | 2021-09-04 08:48:27

    Lieber Thomas, viel zu früh, viel zu früh bist Du gegangen. Die Nachricht hat mich mit tiefer Traurigkeit erfüllt. Wieder ein alter Weggefährte, mit dem man nicht mehr diskutieren, plaudern und lachen kann. Du fehlst uns.

    Von: Philipp Reick | 2021-09-03 13:39:46

    Thomas war ein Betreuer, wie man ihn sich als Doktorand nicht besser wuenschen koennte: kritisch, interessiert, engagiert. Ich weiss noch gut, wie ich Dich nach meiner Verteidigung etwas nervoes gefragt habe, ob Du mich nicht an meiner neuen Stelle in Israel fuer eine gemeinsame Arbeitswoche besuchen wolltest – und Du prompt zugesagt hast. Seitdem habe ich mit grosser Vorfreude auf Deine Version einer Geschichte des Kapitalismus gewartet. Es waere sicherlich, wie vieles zuvor, eine wegweisende Arbeit geworden. Mein aufrichtiges Mitgefuehl Deiner Familie und allen, die Dich kannten und schaetzten.

    Von: Klaus-Michael/Ingrid/Joanna Bogdal/Gilcher-Holtey/Pfaff-Czarnecka | 2021-09-03 08:47:42

    Wir trauen um unseren Kollegen und Mitstreiter im "Historischen Quartett", Thomas Welskopp, der mit Engagement, Humor und Lust an der Kontroverse über Zeitdiagnosen in Literatur und Geschichtsdarstellungen an den Debatten in der Buchhandlung Eulenspiegel teilgenommen hat. Klaus-Michael Bogdal, Ingrid Gilcher-Holtey, Joanna Pfaff-Czarnecka

    Von: Olaf  Kaltmeier | 2021-09-03 06:20:20

    Thomas hat die Inter-Amerikanischen Studien von Beginn an unterstützt und mit seiner Expertise zu den USA bereichert. Ob Einrichtung des Studiengangs IAS, Gründung des CIAS (Center for InterAmerican Studies), oder BMBF-Verbundanträge - immer war Thomas tat- und gedankenkräftig mit dabei. Dabei hat er - in guter sozialgeschichtlicher Tradition - stets auch die benachteiligten Gruppen in Nordamerika im Blick gehabt - von den Stahlarbeitern bis zu den Schmuggler:innen. Doch, sein analytischer Blick war vor allem auch von Mitgefühl und Empathie geprägt. Lieber Thomas, ich werde Dich als engagierten Denker, aufgeschlossenen Kollegen und freundlichen Menschen sehr vermissen!

    Von: Lino Schneider-Bertenburg | 2021-09-02 19:20:49

    Vielen Dank für die Anregungen, für die Grundlagen in Verbindung mit den Details und für das Voranbringen der Geschichte der Arbeiterbewegung in einem für eine Einzelperson unvorstellbarem Ausmaß. Mein Dank geht an Thomas Welskopp für die Unterstützung bei meiner Dissertation und für die Möglichkeit, sich einem der Großen so nahe und dennoch dabei nie fehl am Platz fühlen zu dürfen.

    Von: Cornelia Aust | 2021-09-02 16:26:42

    Leider konnte ich Thomas Welskopp in meiner bisherigen Zeit in Bielefeld kaum kennenlernen und bedauere sehr, das nun auch nicht mehr nachholen zu können. Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, FreundInnen und KollegInnen

    Von: Paul-Matthias Tyrell | 2021-09-02 16:17:49

    Mit großer Trauer und Bestürzung habe ich vom Tod von Thomas Welskopp erfahren, der meine Beziehung zur Geschichtswissenschaft wie kein anderer Mensch geprägt hat. Zurück bleibt die Dankbarkeit für viele schöne, lehrreiche, humorvolle und inspirierende Begegnungen. Was oft gesagt wurde, kann auch ich nur wiederholen: mit ihm verliert die Welt einen Menschen, der auf unvergleichliche Art und Weise akademische Brillanz mit einer zurückhaltenden, ja geradezu sanften und zutiefst menschenfreundlichen Persönlichkeit verband. Mein Mitgefühl und meine Gedanken gelten seiner Familie und seinen Freunden.

    Von: Antje Flüchter | 2021-09-02 11:54:24

    Lieber Thomas, ich sehe Dich vor mir und werde ganz traurig! Ich vermisse Dich: Deine klugen Ausführungen, Deine elegant formulierten und humorvollen Emails, die kurzweiligen Unterhaltungen über Wissenschaft, Populärkultur oder kulinarischen Fragen, und vieles mehr Ich werde nie Deine versprochenen Königsberger Klopse probieren können und den Aufsatz zum transkulturellen Vergleich als soziale Praxis werden wir auch nicht schreiben. Du bist zu früh gegangen!

    Von: Ute Engelen | 2021-09-02 09:49:25

    Ich habe Thomas Welskopp nach der Rückkehr aus Paris 2006 kennengelernt und war von seinen pointierten Veröffentlichungen begeistert. Sein Aufsatz zur betrieblichen Sozialpolitik (1994) und seine vergleichende Dissertation haben mich inspiriert, bei ihm und Patrick Fridenson im Rahmen einer cotutelle de thèse zu promovieren. Als Betreuer ermutigte er und unterstützte im richtigen Maß, ohne zu bevormunden. Er war ein großartiger Historiker, der bei Forschungsprojekten immer wusste, wo deren Herausforderungen lagen. Dennoch waren seine Kommentare stets fair und nicht verletzend. Es ist traurig, dass er so früh gehen musste.

    Von: Monika  Dommann | 2021-09-02 06:53:36

    Thomas Welskopp war 2001/2002 als Lehrstuhlvertreter in Zürich. Er hat hier Studierende inspiriert und gefördert – und uns jungen Forschenden sein Netzwerk grosszügig geöffnet. Aus dem Aufenthalt in Zürich ist 2003 seine (zusammen mit Katja Girschik und Albrecht Ritschl herausgegebene) mit Studierenden in einem Forschungsseminar erarbeitete Publikation „Der Migros-Kosmos“ erschienen. Der Band ist bis heute ein wichtiger Beitrag zur Konsumgeschichte der Schweiz. Nie vergessen werde ich, wie er in einem Liz-Kolloquium den Abschlussstudent:innen eine frühere Version eines Textes von ihm auf Papier verteilte, und dann später die von ihm in mehreren Schritten überarbeitete Schlussfassung. Mit allen Durchstreichungen und Umformulierungen (ich glaube das war noch vor der Track Changes Funktion...). Texte werden in mehreren Durchläufen geschrieben, Schreiben ist auch Wegstreichen und Verdichten und Auslassen. Schreiben ist Arbeit, das hat der grosse Schreiber ganz uneitel an seinen Texten vorgeführt. Thomas hat auch wichtige Beiträge zur Geschichte der Arbeit vorgelegt, ein Forschungsfeld, das zwischenzeitlich etwas vergessen und nun durch den Plattformkapitalismus brutal in die Gegenwart katapultiert wurde. Und da gab es die grosszügigen Einladungen, wo er uns mit Rezepten aus seiner Heimat bekocht hat: Buletten, Kartoffelsalat und irgendeine Nachspeise mit Pumpernickel und Kirschen. Thomas hatte eine feine Seele, ein zartes Herz, und einen feinfühligen Geist. Wir sollten solchen Menschen viel mehr Sorge tragen in Academia – wie er es auch immer getan hat.

    Von: Veronique Zanetti | 2021-09-01 18:08:40

    Es war im ZiF, im Rahmen der Forschungsgruppe „Globaler Arbeitsmarkt – Mythos oder Wirklichkeit?“ (2017-2018), als ich die Gelegenheit hatte, Thomas Welskopp besser kennenzulernen. Ich habe seine freundliche, offene und stets bescheidene Art, seine reichen Kenntnisse und die anregenden Diskussionen mit ihm sehr geschätzt. Die Abteilung Geschichte verliert mit ihm einen ebenso gelehrten wie liebenswerten Kollegen und die Philosoph*innen eine Person, die durch und durch für Interdisziplinarität offen war.

    Von: Wolfgang Knöbl | 2021-09-01 16:52:34

    Bescheidenheit, unendliche Klugheit und Belesenheit, die Fähigkeit zur präzisen Argumentation - und immer alles gewürzt mit einem verschmitzten Humor, das war Thomas Welskopp, so will und werde ich mich an ihn erinnern. Wolfgang Knöbl, Hamburger Institut für Sozialforschung

    Von: Hartmut Berghoff | 2021-09-01 16:30:02

    Auch nachdem wir beide nach dem Studium in den 1980er Jahren Bielefeld verlassen hatten, ist der Kontakt nie abgerissen. Wir trafen uns regelmäßig, meist auf Tagungen, aber auch in Kneipen und auf Partys. Thomas war einer der klügsten und angenehmsten Historiker seiner Generation. Er arbeitete theoriegeleitet und interdisziplinär. Seine Schriften sind profund und umfangreich, aber stets gehaltvoll und anregend. Trotz seines beruflichen Erfolgs ist er bescheiden geblieben. Es war nicht seine Art, Effekthascherei zu betreiben und sich in den Mittelpunkt zu drängen. Er war unprätentiös und hilfsbereit, humorvoll und sensibel, extrem fleißig und gesellig. Als Kind des Ruhrgebietes kannte er die Lebenswelten der Industriearbeiterschaft und hat sie wissenschaftlich erforscht. Seine Zuneigung zum VfL Bochum war unerschütterlich. Am Ende durfte er nach elf Jahren Zweitklassigkeit seines Vereins noch den Wiederaufstieg in die Bundesliga erleben. Wir haben einen großartigen Kollegen und Freund verloren. Ich bin fassungslos und unglaublich traurig.

    Von: Matthias Müller | 2021-09-01 12:13:49

    Eine meine ersten Begegnungen mit ihm im Grundseminar war auch gleich die erste Begegnung mit seinem wundervollen Humor. „Kann nochmal jemand knapp zusammenfassen was 1848 war? Außer der Gründung des VFL Bochum natürlich.“ Ein echter Welskopp, den ich immer in Erinnerung behalten werde. Leider blieb es mein einziges Seminar bei ihm, ich erlebte ihn aber unzählige Male vor, während und nach Kolloquien und Fakultätsveranstaltungen oder einfach bei kurzen Gesprächen auf dem Flur. Klug, präzise und überlegend im Argument, immer respektvoll in der Diskussion, inspirierend, motivierend und humorvoll im persönlichen Gespräch. Mein tiefes Mitgefühl an die Angehörigen und die vielen Freundinnen und Freunde in Bielefeld.

    Von: Sabine Schäfer | 2021-09-01 11:45:15

    Mehr als sieben Jahre habe ich mit Thomas Welskopp in der BGHS zusammen gearbeitet und ihn dabei als einen freundlichen und humorvollen Menschen kennengelernt, der mir immer als Kollege und nie als Chef begegnet ist. Er hat mir das Gefühl gegeben, dass meine Ideen willkommen sind, und meine Initiativen vertrauensvoll begleitet. Die drei Grundprinzipien der BGHS Interdisziplinarität, Internationalität und die Förderung der Eigeninitiative der Promovierenden hat er gelebt und damit die BGHS ganz maßgeblich geprägt. Dadurch wurde sie zu der unverwechselbaren Einrichtung, die sie heute ist. Thomas hat die BGHS einmal als "sein Kind" bezeichnet und das ist sie wohl auch. Es ist sehr traurig, dass das Kind jetzt ohne ihn weitermachen muss.

    Von: Paolo Capuzzo | 2021-09-01 10:07:26

    Lieber Freund, ich werde dein kluges sense of humor, deine tiefe Menschlichkeit, deine scharfsinnigen Beobachtungen sehr vermissen.

    Von: Heinrich Hartmann | 2021-09-01 09:21:57

    Als ich am Ende meines Grundstudiums die Dissertation von Thomas Welskopp las, war das eine wesentliche Motivation für mich, Geschichte neu zu verstehen, mich auf andere Fragen einzulassen und dann später mein Dissertationsthema zu finden. Vielen meiner Studierenden habe ich seitdem versucht, mit seinen Texten ähnliche Perspektivwechsel zu ermöglichen. Seine Ideen und Kommentare haben unglaublich viel zu meinem Verständnis von moderner Sozialgeschichte beigetragen. Diese nun weiterzuentwickeln wird ohne seine Gedanken eine noch schwerere Aufgabe. Ich werde seine ruhige, unaufgeregte Art sehr vermissen.

    Von: Jörg Bergmann | 2021-09-01 09:08:09

    Als im Jahr 2007 die BGHS gegründet werden sollte, waren Thomas und ich diejenigen, die von ihren jeweiligen Fakultäten ausersehen waren, diese für eine deutsche Universität neue Einrichtung einer Graduiertenschule zu konstruieren, zu bauen und vom Stapel zu lassen. Für uns beide war das, wie man heute wohl sagen würde, eine Art “startup”, jedenfalls agierten wir nach dem Motto “Fake it until you make it”. Mit seiner Ruhe, seinem Optimismus, seiner gelebten Kollegialität und seiner Freude an neuen Entwicklungen hat Thomas damals wesentlich dazu beigetragen, dass aus der Idee “BGHS” Realität wurde. Er hat - freundlich argumentierend - skeptische Kollegen überzeugt, hat mit seinem Humor Spannungen entschärft und mit seiner Klugheit und seinem Wissen dazu beigetragen, dass aus der BGHS nicht nur eine leere Hülle wurde. Als wir in dieser Zeit einmal über die Außendarstellung der BGHS brüteten, hat er - Historiker und Ironiker, der er war - im Scherz vorgeschlagen, er könne ja eine Hymne komponieren. Daraus ist dann nichts geworden, aber das Logo der BGHS geht auch auf seine Ideen zurück. So ist jeder Blick auf das Logo immer auch ein Moment, der an ihn erinnert. Es ist sehr traurig und unfassbar, dass Thomas, der für mich - heute 75-Jährigen - immer der jüngere Kollege war, jetzt gestorben ist.

    Von: Alexandra  Scheele | 2021-09-01 08:10:31

    Ich habe Thomas erst vor drei Jahren kennengelernt, als wir gemeinsam ein Seminar anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx durchgeführt haben. Ich habe ihn erlebt als offenen und interessierten Kollegen, mit einer klaren Haltung, detailliertem historischen Kontextwissen und viel Spaß und Engagement an Diskussionen und Kontroversen. Es war ein besonderes Team-Teaching und ich bin traurig, dass es keine Wiederholung geben wird.

    Von: Ursula Mense-Petermann | 2021-09-01 06:58:45

    Sechs Jahre lang haben wir gemeinsam die BGHS geleitet. Ein Jahr lang haben wir am ZiF in der Forschungsgruppe "In Search of the Global Labour Market" gearbeitet, die wir gemeinsam initiiert hatten. Und wir waren mitten drin in der Vorbereitung weiterer gemeinsamer Forschung ..... In all diesen Projekten war Thomas für mich ein unschätzbarer Gesprächspartner und Kollege. Was er in unseren Diskussionen in seiner ruhigen und reflektierten Art zu bedenken gab, brachte die Sache immer voran. Bewundert habe ich immer sein Gespür für Visualisierungen und symbolische Formen und seinen unerschöpflichen Wissensfundus an Bildern, Filmen, und Texten, die er dazu heranzog. Eine meiner schönsten Erinnerungen: Unsere Präsentation im Rahmen der Begutachtung des Verlängerungsantrags für die BGHS in der Exzellenzinitiative eröffnete Thomas mit einem Monty Python - Zitat - zum Vergnügen der Begutachtungsgruppe. Sofort hatten wir deren volle Aufmerksamkeit und Wohlwollen. Thomas hinterlässt eine große Lücke und wird mir als Kollege und Freund sehr fehlen.

    Von: Franz Arlinghaus | 2021-09-01 05:53:47

    Bochum in der ersten Liga, und Du bist nicht dabei. Oft denke ich an das Seminar zurück, dass wir gemeinsam durchgeführt haben. Auch ernste Themen immer mit einer wohltuenden Prise Ironie und Selbstironie zu versehen, war bei Dir Standard und hat die oft übliche Überhöhung von Geschichte, wie sie uns oft unterläuft, wohltuend vorgebeugt. Noch beim letzten Gespräch hatten wir uns vorgenommen, wieder mal eine Veranstaltung gemeinsam zu machen. Ohne Worte.

    Von: Alisait Yilkin | 2021-08-31 20:00:43

    In memory of Prof. Dr. Thomas Welskopp, After a death, I don't know what to write or say, because in such unexpected demise, it is very difficult to both write and say something. I would like to give his family, friends, colleagues and students my condolences... Rest in peace...

    Von: Stefanie Haupt | 2021-08-31 18:22:27

    Ein freundlicher Mensch und brillianter Historiker. Seine Stimme wird mir fehlen - in der BGHS und im geschichtswissenschaftlichen Diskurs.

    Von: Meike Vogel | 2021-08-31 15:20:26

    Ich kannte Thomas aus meiner Zeit im SFB 584 und später aus der Kooperation mit der BGHS und habe die Diskussionen mit ihm immer als bereichernd empfunden, sowohl über fachliche Dinge als auch über politische Geschehnisse. Sehr lebhaft in Erinnerung geblieben ist mir eine Diskussion über den amerikanischen Wahlkampf im Univarza. Thomas brachte Aspekte ein, über die man vorher noch nicht in der Form nachgedacht hatte. Es ging dabei nie darum, sich in Position zu bringen, sondern immer um die Sache - als guter Beobachter und Impulsgeber wird er fehlen.

    Von: Alan Lessoff | 2021-08-31 14:58:52

    Thomas, soon enough we'll be sitting again in the upper deck, watching the Orioles and trading thoughts. I can't any longer hear directly what you might have said, but it will be on my mind. You've done so much for so many people over so many years.

    Von: Leonhard Horowski | 2021-08-31 14:34:15

    Die Nachricht von Thomas Welskopps Tod las ich mit großer Traurigkeit. Als ich 1996/97 an der FU Berlin ein Seminar von ihm besuchte, war ich nicht nur jedesmal neu von der analytischen Klarheit und Stringenz beeindruckt, mit der er selbst solche Materien faszinierend machte, die mich aus sich selbst heraus bis dahin gar nicht interessiert hätten. Er wurde mir auch durch sein ganzes Verhalten zu einem seltenen Vorbild darin, wie er anspruchsvolle Abstraktion mit unprätentiöser Freude am Konkreten und am sprechenden Detail vereinte. Sein gelassener, immer freundlicher und genuin neugieriger Umgang mit uns Seminarteilnehmern machte ihn in einem Umfeld, das sonst oft vom Kampf um oberflächliche Distinktionen geprägt war, auch denen außerordentlich sympathisch, die ihn wie ich nicht näher kannten. Wie traurig, daß ihm nicht mehr Zeit beschieden war.

    Von: Kaveh Yazdani | 2021-08-31 13:01:06

    Ich hatte die Ehre und das Vergnügen Thomas Welskopp in den drei Jahren, die ich in Bielefeld verbrachte, ein wenig kennenzulernen und mich mit ihm austauschen zu dürfen. Er war stets ein freundlicher, interessierter, hilfsbereiter und inspirierender Gesprächspartner. Ich kann es kaum fassen, dass er so früh von uns gegangen ist! Ein wirklich großer Verlust für die Wissenschaft und Studierenden. Seine wichtigen Beiträge werden hoffentlich nicht in Vergessenheit geraten. Ich werde ihn als Menschenfreund und kritischen Geist in Erinnerung behalten.

    Von: Paul Nolte | 2021-08-31 12:29:21

    Ich erinnere mich an das gemeinsame Studium in Bielefeld Mitte der 1980erJahre. Thomas war eine eindrucksvolle Präsenz in den Seminaren bei Jürgen Kocka, Hans-Ulrich Wehler und anderen. Er war unglaublich belesen, theorieinteressiert - und ein Arbeitstier. Eine Hauptseminararbeit bei Wehler zum Aufgeklärten Absolutismus im Umfang von 160 Seiten: das war unglaublich und spornte zugleich an. Auch sein frühes Interesse an den USA hat mich beeinflusst. 1985/86 ging er mit dem damals ganz neuen Austauschprogramm nach Johns Hopkins; die Liste der Alumni dieses Programms prägt bis heute eine ganze Generation in der transatlantischen Geschichte (Stefan Hoffmann, Till van Rahden, u.v.m.). Wenn ich an Dich denke, Thomas, höre ich sofort den besonderen Klang Deiner Stimme, präzise, sanft und freundlich, mit feinem Humor. Auch das wird fehlen.

    Von: Heinrich Wilhelm Schäfer | 2021-08-31 11:57:51

    Die Nachricht seines Todes hat mich traurig zurückgelassen. Thomas war für mich aufgrund seines einfühlsamen Blicks für die Kleinen und Benachteiligten in unserer Gesellschaft ganz spontan ein guter Gesprächpartner in der Abteilung Geschichte. Ich werde ihn vermissen.

    Von: Petra Wissbrock | 2021-08-31 10:55:46

    Thomas Welskopp hat mich während der Arbeit an meinem Dissertationsprojekt stets wertschätzend und unterstützend begleitet. Ich schätzte ihn als großartigen Historiker und äußerst warmherzigen Menschen. Ich bin dankbar, ihn kennengelernt haben zu dürfen. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Freunden.

    Von: Ruth Nattermann | 2021-08-31 10:30:13

    Mit Trauer und Erschütterung habe ich von dem viel zu frühen Tod von Thomas Welskopp erfahren, einem großartigen Historiker, überaus geschätzten Kollegen und beliebten akademischen Lehrer. Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen FreundInnen und KollegInnen Ruth Nattermann

    Von: Christopher Kopper | 2021-08-31 10:11:00

    Ich habe Dich immer als einen generösen und großherzigen Kollegen erlebt, dem es nie um sich, aber immer um die Sache und um seine Studierenden ging. Du gabst uns viele Impulse, die über Deine Forschungsfelder hinausgingen.

    Von: Umberto Mazzone | 2021-08-31 09:54:49

    Mit tieftraurigem Herzen habe ich Ihre Nachricht gelesen und bin seitdem erschüttert über Thomas Tod. Ich habe Thomas in Bielefeld kennengelernt und ich werde Ihn nie vergessen. Er war immer hilfsbereit mit den italiensichen Studenten und Kollegen. Ich erinnere jetzt mit Nostalgie an unsere Begegnungen in den vergangenen Jahren. Mein herzliches Beileid Umberto Mazzone, Bologna

    Von: Christina Morina | 2021-08-31 09:48:16

    Lieber Thomas, ich kannte dich jahrelang "nur" aus der Lektüre, aus deinen klugen, anregenden und nicht selten auch kurzweiligen Büchern, Aufsätzen, Textchen hier und da und habe so viel von dir gelernt - nicht zuletzt aus deinem großartigen "Das Banner der Brüderlichkeit". Meine "Ankunft" in Bielefeld hast du unglaublich kollegial, warmherzig und offen begleitet und ich kann es nur schwer fassen, dass die so lange erhoffte engere Zusammenarbeit und Freundschaft nun nicht mehr möglich sein wird. Du bleibst mit deinen Gedanken, Texten, Impulsen, deinem Humor und deinem vorbildhaften Hochschullehrerdasein in meiner Erinnerung lebendig.

    Von: Matthäus Wehowski | 2021-08-31 09:32:41

    Leider konnte ich Herrn Welskopp nie persönlich kennenlernen, doch seine Texte haben mich im Studium und in meiner Dissertation begleitet. Danke und mein tiefstes Mitgefühl für Angehörige und Freunde.

    Von: Jörg van Norden | 2021-08-31 09:11:56

    Bei dir konnte ich mich vergewissern, ob ich richtig verstanden hatte, was "Mehrwert" ist. Du wirst mir menschlich und fachlich fehlen.

    Von: Tommaso Gnoli | 2021-08-31 08:50:03

    Lieber Thomas, ich erinnere mich mit tiefstem Leid an deine Sympathie, die mit deinem überall anerkannten wissenschaftlichen Ruhm aus dir den perfekten Kollegen machte. Sit tibi terra levis. Mein tiefstes Mitgefühl an alle Freunde von Bielefeld.

    Von: Bettina Hitzer | 2021-08-31 08:19:25

    Lieber Thomas, es ist viele Jahre her, da warst Du noch Assistent in Berlin. Deine Seminare waren für mich das Highlight der Woche: intensive, immer anregende Diskussionen über Theorien und Methoden der Sozialgeschichte, Gespräche auf Augenhöhe, denn Du hast allein mit Deiner Person dafür gesorgt, dass es allen um die Sache ging. Später durfte ich diese Diskussionen mit Dir fortsetzen. Ich habe Dich dabei als passionierten und dennoch nie "lauten" Historiker erlebt, als Kollege, der großzügig sein Wissen teilte, als Mensch mit einem feinen Lächeln und einer großen Freundlichkeit. Ich danke Dir dafür!

    Von: Sisay Megersa Dirirsa | 2021-08-31 08:02:21

    Prof. Dr. Thomas Welskopp was my Ph.D. supervisor. He was one of the kindest persons I have worked with. He helped me a lot with my Ph.D. project. I gained some critical insights from his constructive feedback. I have wonderful memories of him, both as my supervisor and as a person. It shocked me so much to learn about his unfortunate death. It hurts so much to lose such a kind person. But that is life. I would like to express my condolences to his family and his loved ones. May his soul rest in peace.

    Von: Simon Füchtenschnieder | 2021-08-31 07:32:10

    Lieber Herr Welskopp, Sie haben mir in der Zeit meiner Dissertation stets klug, seefest und äußerst fachkundig dabei geholfen, Kurs zu halten. Dafür danke ich Ihnen von Herzen! Sie werden mir immer wieder sehr, sehr fehlen, als feiner und humorvoller Mensch sowie als großartiger Historiker.

    Von: Thomas Must | 2021-08-31 07:05:01

    Ich kam leider nur einmal wegen einer Prüfung im letzten Jahr mit ihm in Kontakt. Es war ein anregender sowie sehr angenehmer fachlicher und persönlicher Austausch. Danke für diesen Moment.

    Von: Stefan Gorißen | 2021-08-30 19:15:11

    Als Historiker wolltest Du die Menschen verstehen. Als Lehrer hast Du gezeigt, was Verstehen bedeutet. Dass dies jetzt für immer vorbei sein soll, lieber Thomas, bleibt unverständlich.


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