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Der Verein für Philosophie Bielefeld e.V.

Die Förderung sämtlicher Belange der Philosophie in Bielefeld ist der Zweck des Vereins für Philosophie Bielefeld e.V. Dazu gehören die Organisation von philosophischen Veranstaltungen für ein breites Publikum (z. B. Ringvorlesungen, UNESCO-Welttag der Philosophie) sowie die Unterstützung des Programms der Abteilung Philosophie (u. a. Gastvorträge, Pfingstkurse, Fachschaftsaktivitäten).

Anliegen des Vereins ist es außerdem, die Verbindung der Abteilung Philosophie zu ehemaligen Studierenden aufrechtzuerhalten. Insbesondere wird in Zusammenarbeit mit der Universität der Aufbau eines Absolventennetzwerks angestrebt, das auch den gegenwärtigen Studierenden zugutekommen soll.

Diese Ziele kann der Verein nur mit Hilfe der Studierenden und Lehrenden der Abteilung Philosophie, aber auch der weiteren Öffentlichkeit erreichen. Jedes neue Mitglied ist herzlich willkommen.

Wenn Sie Mitglied werden möchten oder Anregungen für die Vereinstätigkeit haben, können Sie sich gern an den Vorstand, Prof. Dr. Ralf Stoecker (ralf.stoecker@uni-bielefeld.de), wenden.

Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt und besteht seit 1999.

Der Jahresbeitrag beträgt 30 Euro, für Studierende 10 Euro.

Selbstverständlich sind auch Spenden sehr willkommen!


Philosophischer Aschermittwoch in Bielefeld

Philosophischer Aschermittwoch in Bielefeld

2020

Wieviel Wahrheit braucht die Demokratie?

Es diskutieren:

  • Prof. Dr. Martin Carrier (Philosophie, Uni Bielefeld)
  • Sven Giegold (Europäisches Parlament)
  • Bettina Schön (ARD)

Moderation: Dr. Roland Kipke (Philosophie, Uni Bielefeld)

Mittwoch, 26.02.20, X-Gebäude, X-E0-001

2019

Der Rechtsruck: Was tun?

Es diskutieren:

  • Dr. Floris Biskamp
  • Dr. Wiebke Esdar
  • PD Dr. Peter Schulte

Moderation: Anna-Bella Eschengerd

Mittwoch, 06.03.2019, ZiF

2018

Wieviel Waffen braucht der Frieden?

Es diskutieren:

  • Prof. Dr. Rüdiger Bittner
  • Brigadegeneral Heico Hübner
  • Katja Keul
  • Prof. Dr. Joachim Krause

Moderation: Dr. Manuela Lenzen

Mittwoch, 14.2.2018, ZiF

2017

Ist die Privatsphäre ein Auslaufmodell? Zur Gegenwart und Zukunft der Intimität in den Zeiten von Google, Facebook und Twitter

Unsere Aktivitäten im Internet generieren unzählige Informationen über unsere Interessen und unser Leben. Manche Informationen geben wir bewusst und absichtlich preis, etwa wenn wir unsere Meinung zum neuesten politischen Geschehen twittern oder unsere neuesten Urlaubsfotos öffentlich auf Facebook posten. Andere Informationen werden dagegen oft unwissentlich hinterlassen, zum Beispiel Informationen über eingegebene Suchbegriffe auf Google. Die Frage ist, was das für die Zukunft unserer Privatsphäre und Intimität bedeutet. Wie hat sich unser Verständnis von Privatheit durch das Internet verändert? Sind diese Veränderungen bedenklich oder bedauerlich? Oder bietet das Ende der Privatheit, wie wir sie aus dem Zeitalter vor dem Internet kennen, vielleicht auch seine Vorzüge und Chancen? Diese und ähnliche Fragen sind Gegenstand der Podiumsdiskussion am Zentrum für interdisziplinäre Forschung.

Es diskutieren:

  • Prof. Dr. Christoph Gusy (Rechtswissenschaft, Universität Bielefeld)
  • Christian Heller (Autor des Buchs "Post-Privacy")
  • Rena Tangens (Digitalcourage / BigBrotherAwards Deutschland)
  • Prof. Dr. Anne Siegetsleitner (Philosophie, Universität Innsbruck)

Moderation:
Dr. Manuela Lenzen (Zentrum für interdisziplinäre Forschung)

Mittwoch, 1. März 2017
Plenarsaal des ZiF (Zentrum für interdisziplinäre Forschung).

Veranstaltet vom Verein für Philosophie Bielefeld e. V. und der Abteilung Philosophie der Universität Bielefeld (Organisation: Prof. Dr. Ralf Stoecker und Vertr.-Prof. Dr. Fabian Wendt)

2016

Wie soll der säkulare Staat mit Religion umgehen?

Vielen geht die Trennung von religiösen Gemeinschaften und Staat, von Politik und Religion in der Bundesrepublik nicht weit genug - sie fordern strikte Laizität. Andere sehen die Verflechtungen zwischen Politik und Religion als positive Bereicherung an, auf die auch ein säkularer Staat nicht verzichten sollte. Während die einen Religion als Bedrohung für den Frieden in unserer Gesellschaft einschätzen, betonen die anderen ihr soziales Kapital.

Dieses hochaktuelle Thema ist Gegenstand des diesjährigen "Philosophischen Aschermittwochs", einer Podiumsdiskussion mit interessanten Gästen:

  • Mina Ahadi (Giordano-Bruno-Stiftung)
  • Prof. Dr. Johannes Hellermann (Öffentliches Recht, Bielefeld)
  • Prof. Dr. Wolfgang Reinbold (Rat der Religionen, Hannover)
  • Jun. Prof. Dr. Michaela Rehm (Philosophie, Bielefeld)
  • Moderation: Dr. Manuela Lenzen (ZiF)

Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, 10. Februar 2016, im Plenarsaal des ZiF (Zentrum für interdisziplinäre Forschung).

Veranstaltet vom Verein für Philosophie Bielefeld e. V. und der Abteilung Philosophie der Universität Bielefeld.

2015

Demokratie ohne Lobbyismus?

Die Veranstaltung fand statt am Mittwoch, 18. Februar 2015 im Plenarsaal des ZiF (Zentrum für interdisziplinäre Forschung), Methoden 1, 33615 Bielefeld.

Die Veranstaltung wurde durch den Verein der Freunde und Förderer des ZiFs und durch den Verein für Philosophie unterstützt. Herr Elmar Brok musste seine Teilnahme leider kurzfristig absagen

 

Beiträge:

  • Dr. Michael Koß, Politikwissenschaft (LMU München), Leiter der Arbeitsgruppe "Politik" bei Transparency International Deutschland,
  • Peter H. Meyer,  Geschäftsführender Gesellschafter der PH MEYER Wirtschaftsberatung GmbH & Co KG,
  • PD Dr. Rudolf Speth, Gesellschaftswissenschaften (Universität Kassel),
  • Prof. Dr. Véronique Zanetti,  Professorin für politische Philosophie in Bielefeld.

Moderation: PD Dr. Arnd Pollmann, (Universität Magdeburg).

Inhalt und Ziel

Interessenvermittlung gehört zu einer funktionierenden Demokratie. Man erwartet einerseits, dass Politiker das Interesse von Verbänden und Unternehmen sachkundig vertreten und sich über deren Bedarf und Probleme angemessen unterrichten. Dabei ist es natürlich, dass sie Informationen auch direkt bei solchen Interessenvertretern einholen. Unternehmen und Verbände sind ihrerseits darum besorgt, bei den Politikern Gehör für ihre Angelegenheiten finden. Auf der anderen Seite darf der Einfluss von Interessengruppen nicht so viel Gewicht bekommen, dass dadurch die Verfahren der Demokratie beeinträchtigt oder korrumpiert werden. Denn die Lobby-­‐Arbeit findet hinter verschlossenen Türen statt und erfüllt die Transparenz-­‐ und Öffentlichkeitskriterien nicht, die für eine demokratische Entscheidungsfindung erforderlich sind. Unter dem Druck der Globalisierung verändern sich die Vermittlungsstrategien der Unternehmen, die mehr Zeit, Geld und Know-­‐how in die Vermittlung ihrer Anliegen und die Einflussnahme auf die Politik investieren. Ungefähr 20’000 Lobbyisten aus allen Teilbereichen der Gesellschaft versuchen in Brüssel die Anliegen ihres jeweiligen Verbandes oder ihrer Regierung zu vertreten und in die europäische Gesetzgebung einfließen zu lassen. Daraus resultiert unvermeidlich eine wachsende Kluft zwischen den Kompetenzen und dem finanziellen Polster verschiedener Interessenvertreter, was ihre Chancen auf Einflussnahme weit auseinandergehen lässt. Das Phänomen des Lobbyismus stellt eine Herausforderung für die Demokratie und für die Gerechtigkeit dar. Wir müssen uns fragen, inwieweit das Lobbying politische Entscheidungen erleichtert, ob die Demokratie es braucht und wie viel sie davon verträgt.

Unser Anliegen ist es, uns unvoreingenommen ein Bild des Problems zu machen und Spezialisten aus unterschiedlichen Horizonten und mit unterschiedlichen Überzeugungen zu Wort kommen zu lassen.

2014

Warum kümmert sich die Politik nicht um unsere Zukunft?

Die Veranstaltung fand statt am 5. März 2014, Plenarsaal des ZiF (Zentrum für interdisziplinäre Forschung). Veranstalter ist der Verein für Philosophie, Bielefeld.

Beiträge:

  • Hans-Ulrich Baumgarten, wiss. Referent der CDU-Landtagsfraktion NRW
  • Britta Haßelmann, Mitglied des deutschen Bundestags,
  • Hans Vorländer, Professor für politische Wissenschaft an der TU Dresden,
  • Rüdiger Bittner, emeritierter Professor für Philosophie in Bielefeld.

Moderation: Arnd Pollmann, Vertretungs-Professor für Philosophie in Hamburg.

 

Inhalt und Ziel

Warum kümmert sich Politik nicht um unsere Zukunft? – diese Frage stellt sich, weil es zumindest den Anschein hat, dass bestimmte verderbliche Zustände und Entwicklungen nicht allein politisch bewältigt werden, sondern es nicht einmal mehr auf die politische Tagesordnung bringen. Der Klimawandel ist ein Beispiel, der Welt-Hunger ein weiteres, die Erosion freiheitlich-demokratischer Grundordnungen ein drittes. Gewiss, die Ursachen und die besorglichen Folgen dieser Entwicklungen sind ganz verschieden. Gemeinsam haben sie, dass sie trotz ihrer überwältigenden Bedeutung für künftiges Leben von Menschen nicht im Zentrum der politischen Aufmerksamkeit zu stehen scheinen. Etablierte Politik wirkt so selbstzufrieden und unglaubwürdig, das bloße Weitertreiben eines Geschäftszweigs, unempfindlich für begründete Sorgen von Menschen; und ein solcher Eindruck ist für das Gemeinwesen bedrohlich.

Die erste Frage hier muss sein: Ist es wirklich so, wie gerade beschrieben? also öffnet sich eine Schere zwischen politischem Betrieb und Sorge von Menschen um die Zukunft? Oder ist dies nur ein Anschein, dessen Entstehen selbst wieder durch bestimmte Entwicklungen erklärt werden kann?

Wenn es aber so ist wie gerade beschrieben, ist die zweite Frage: Warum ist es so? und diese Frage bedeutet: Was haben wir falsch gemacht? oder allgemeiner: Was läuft schief? Nicht bedeutet sie: Warum haben wir so schlechte Politiker? Politikerschelte an dieser Stelle ist oberflächlich und darum nutzlos. Wenn es so ist, dass Politik sich nicht um unsere Zukunft kümmert, dann liegt das nicht an den Unzulänglichkeiten irgendwelcher Individuen. Sondern? Genau das wird die Frage sein.

Die öffentliche Diskussion dieser Fragen hat den Sinn zum politischen Selbstverständnis von Menschen, die hier leben, beizutragen. Es geht uns nicht um ein politisches Streitgespräch (nichts gegen Streitgespräche), auch nicht um politischen Unterricht (desgleichen). Es geht uns darum, Versuche zu einer politischen Ortsbestimmung, natürlich skizzenhaft, einander gegenüberzustellen, von deren Verschiedenheit gerade wir uns eine erhellende Wirkung für die Zuhörenden versprechen.


Bielefelder Fachtage Philosophie

Bielefelder Fachtage Philosophie

2020

8. Bielefelder Fachtag Philosophie 2020

Der Sinn des Lebens

Das Rektorat der Universität Bielefeld hat beschlossen, alle Tagungen und Kongresse im SoSe 2020 ausfallen zu lassen. Das betrifft auch den 8. Bielefelder Fachtag 2020.

2019

7. Bielefelder Fachtag Philosophie 2019

Von Fledermäusen und Zombies: Probleme des phänomenalen Bewusstseins

Der 7. Bielefelder Fachtag Philosophie fand am 06. Juli 2019 statt.

Vorträge

9:00 - Begrüßung

9:15 - PD Dr. Peter Schulte (Universität Bielefeld/Philosophie): Der Farbfilm in unserem Gehirn: Probleme des phänomenalen Bewusstseins
Den Vortrag finden Sie hier.

10:30 - Prof. Dr. Achim Stephan (Universität Osnabrück/Philosophie): Emotionen: Welche Basis haben sie jenseits von Gehirn und Körper?

11:45 - Prof. Dr. Holk Cruse (Universität Bielefeld/Biologische Kybernetik): Subjektives Erleben - wozu?
Den Vortrag finden Sie hier.

12:45 Mittagspause

Workshops

Jeder Workshop wird zweimal angeboten und dauert ca. 90 Minuten. Beginn ist jeweils um 13:45h und um 15:30h. Räume laut Aushang im Hauptgebäude.

Workshop 1 - Dr. Philipp Haueis (Universität Bielefeld/Philosophie): Phänomenales Bewusstsein im Schnittfeld von Philosophie und Neurowissenschaften.

Workshop 2 - Rebecca Bachmann (Universität Kassel / Philosophie): Von Zombies, Cookies & Bewusstseinstransplantationen. Die Serie "Black Mirror" als Gedankenexperiment des phänomenalen Bewusstseins.

Workshop 3 - Michael Schöngarth (ZfsL Minden / Fachleiter): "Smartphone im Kopf". Die Grundannahmen der Theorie des 'erweiterten Geistes' mit dem Smartphone erarbeiten.

Workshop 4 - Dr. Imke von Maur (Universität Osnabrück): Fühlen(d) verstehen - Phänomenales Erleben und Erkenntnis

Workshop 5 - Annette Schröder (Universität Bielefeld): Phänomenologische Brücken zu philosophischen Texten


Eine Anfahrtsskizze finden Sie hier.

2018

6. Bielefelder Fachtag Philosophie 2018

Das Böse

Der Fachtag fand am 07. Juli 2018 statt.

Vorträge:

Prof. Dr. Michaela Rehm (Universität Bielefeld / Philosophie)
Ich bin kein Engel - aber bin ich deshalb schon eine böse Person?
Dr. Sebastian Schmideler (Universität Leipzig / Literaturdidaktik)
Dr. Carl-Ernst von Schönfeld (Oberarzt in der Psychiatrie in Bethel und Spezialist für forensische Psychiatrie)

"In der Tat böse" - Anmerkungen eines forensischen Psychiaters

Workshops:

Hans Jaekel & Studierende (Universität Bielefeld)
"Das Böse" an der Schule - eine Unterrichtsreihe
Dr. Klaus Draken (ZfsL Solingen/Fachleiter für Philosophie)
Das Böse lauert überall - Verschwörungstheorien und ihre unterrichtliche Behandlung
Dr. Stefan Barz (Ruhr-Universität Bochum / Lehrer für Philosophie und evangelische Religion)
Warum das Christentum den Teufel (nicht) braucht
Michael Girke & Dr. Matthias Althoff (ZfsL Bielefeld)
Schauplätze von Gewalt - Film, Literatur, Kunst

2017

5. Bielefelder Fachtag Philosophie 2017

SEX

Der Fachtag fand am 08. Juli 2017 statt.

Inhalt und Ziel

Sex ist etwas Schönes, das viel Spaß machen kann. Man könnte meinen, dass es dazu auch nicht viel mehr zu sagen gibt. Erlaubt ist im Bett schließlich was gefällt, jedenfalls wenn es unter verantwortungsfähigen Individuen geschieht und niemand zu etwas gezwungen wird. Ist es aber wirklich so einfach? Wann ist jemand verantwortungsfähig genug und wie erkennt man, dass niemand zu etwas gezwungen wird? Ist das in einer Welt, in der für Mädchen alles rosa und für Jungen alles blau ist, überhaupt möglich? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich die Philosophie des Sex, wobei man verschiedene Fragenkomplexe unterscheiden kann. 1. Definitorische Fragen: Was ist Sex im Unterschied zu anderen Aktivitäten? Was macht Sex zu gutem Sex? 2. Ethische Fragen: Ist beim Sex tatsächlich alles erlaubt, wenn oben genannte Bedingungen erfüllt sind? Und gehört Sex zu einem guten Leben? 3. Politische Fragen: Ist Sex auch eine Frage von Macht und Ungleichheit? Hier berührt sich das Thema Sex als Aktivität mit dem Thema Sex als biologischem Geschlecht im Unterschied zu Gender als sozialem Geschlecht. Daneben gibt es 4. angewandte Fragen, wie die nach der (moralischen) Erlaubtheit von Pornographie und Prostitution, deren Beantwortung alle bereits benannten Fragenkreise berührt. Philosophische Klärungen können dabei helfen, die oft sehr gefühlsbetonten Debatten über Sex zu erden. Besonders wichtig ist dies auch für den Schulunterricht im Fach (Praktische) Philosophie, der dazu beitragen soll, junge Menschen darin zu unterstützen, die eigene Sexualität gelingend zu entfalten.

Begrüßung und Vorstellung eines Projekts zur Erstellung eines Online-Handbuchs der Philosophie ''Philopedia'': www.philopedia.net

Vorträge:

Dr. Almut Kristine v. Wedelstaedt (wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Praktischen Philosophie an der Universität Bielefeld):
Sex macht Spaß. Und Probleme
[Präsentation]

Prof. Dr. Martin Lücke (Professor für Didaktik der Geschichte an der Freien Universität Berlin):
"Ich habe mit meiner Ehefrau wenig Geschlechtsverkehr" (Anton Sander, 1931)
- Historische Aspekte des Verhältnisses von Sexualität und Geschlecht
[Präsentation]

Workshops:

Kinga Golus und Alexander Oldenburger (Philosophiedidaktik der Universität Bielefeld; SCHLAU Bielefeld)
Alles so schön bunt hier?! - Möglichkeiten zur Förderung von Akzeptanz sexueller und gesellschaftlicher Vielfalt im Fach Praktische Philosophie
[Präsentation][PDF]

Hans Jaekel und Studierende (Philosophiedidaktik der Universität Bielefeld):
Geile Bilder? Internet-Pornographie-Konsum Jugendlicher: Suchtprävention jenseits normativer Sexualvorstellungen
[Reader]

Anna Krüger und Skalle-Per Thorkjell Schiebel (Friedrich Wilhelm Murnau-Gesamtschule Stieghorst):
Transsexualität - Akzeptanz fordern, ohne zu überwältigen - Ein Beispiel aus dem Schulalltag
[Broschüre][AB]

Kristina Weitkamp (Journalistin bei Funk und auf Youtube):
Es ist doch nur Sex! Ein Plädoyer für einen offenen und öffentlichen Dialog mit Jugendlichen
[Präsentation]

2016

4. Bielefelder Fachtag Philosophie 2016

Was wissen wir von der Wirklichkeit?

Der Fachtag fand am 25. Juni 2016 statt.

Inhalt und Ziel

Die Wirklichkeit scheint uns unmittelbar vor Augen zu liegen. Sie ist zum Greifen nahe. Aber dann kommen vielleicht Zweifel auf, ob wir wirklich so genau wissen, wie Welt und Mensch beschaffen sind. Viele Menschen trauen der Wissenschaft zu, die Grundbausteine der Realität auszumachen und das Geheimnis ihres Zusammenhalts zu entschlüsseln. Und tatsächlich gibt es gute Gründe für diese Ansicht: Die Wissenschaft untersucht viele Erfahrungsbereiche sorgfältig und hat ein System des Wissens geschaffen, in dem sich viele Phänomene auf eindrucksvolle Weise zu einem Ganzen zusammenfügen. Dieses sich immer wieder neu bestätigende System scheint den Stempel des Realen zu tragen.

Andererseits gilt aber auch, dass in der Wissenschaft schon vieles für gut fundierte Erkenntnis gehalten wurde, was dann doch wieder als irrig aufgegeben werden musste. Lässt sich genauer beurteilen, wann ein Wissensanspruch besonders gut gestützt ist, wann er also die Wirklichkeit wiedergibt? Oder kommt es umgekehrt darauf an, unserem eigenen menschlichen Anteil an der Welterkenntnis genauer nachzuspüren, und zeigt uns dann diese Analyse der Erkenntnismittel, dass das System des Wissens eher vom Menschen geprägt ist als von der Wirklichkeit? Ist die Wirklichkeit also vielleicht nur eine Konstruktion und die menschliche Erkenntnis bloß eine Widerspiegelung unserer Erkenntnisbemühungen?

Was wissen wir wirklich von der Wirklichkeit?

Vorträge: (9:00 – 12:00 Uhr)

Erfahrung, Modelle, Realität: Wissenschaft und Wirklichkeitserkenntnis

[Präsentation]

Labyrinth und Labor - Konstruktionen der Realität

[Präsentation]

Denkmodelle in der Quantenphysik

[Präsentation]

Prof. Dr. Martin Carrier (Universität Bielefeld - Philosophie)

Prof. Dr. Wolfgang Krohn (Universität Bielefeld - Soziologie)

Prof. Dr. Rainer Müller (Universität Braunschweig - Physik/Didaktik)

Workshops: (13:45 – 17:00 Uhr)

Ist die Wahrheit erkennbar? - Pyrrhonische Skepsis an der Schule

[Texte]   [Reader]

Subjektivität überwinden: Was müssen wir tun, um zu erkennen, was ist?

[Reader]

"Alles relativ?" - physikalische (Gedanken-)Experimente mit verblüffendem Ausgang: Wie unser Denken über die Welt ins Wanken gerät.

[Präsentation]   [Text]   [Hand-Out]
[Präsenation mit Animationen als zip]

Zaubertricks, Wahrnehmungsexperimente, Rätselraten: Über das eigene Erleben zu Erkenntnisreflexion und philosophischer Erkenntnistheorie

Hans Jaekel & Studierende des Seminars Philosophie für die Schule
(Universität Bielefeld, Oberstufenkolleg Bielefeld)

Helmut Engels (Willich)

Dr. Yvonne Gramzow & Dr. Matthias Althoff (ZfsL Bielefeld)

Dr. Klaus Draken (ZfsL Solingen)

2015

3. Bielefelder Fachtag Philosophie 2015

arm & reich

Der Fachtag fand am 13. Juni 2015 statt.

Inhalt und Ziel

arm & reich - dieses Begriffspaar wirft eine Reihe verschiedener Fragen auf: Wie kann es sein, dass in einem wohlhabenden Industriestaat wie Deutschland Menschen trotz Arbeit arm sein können? Warum wird die Frage nach Reichtum oftmals reduziert auf finanzielle Mittel, die Menschen zur Verfügung stehen? Wieso kann Armut vererbt werden? Warum gelingt es nicht, materiellen Reichtum umzuverteilen?

Fragen wie diese sind hoch aktuell und zentral für ein Land, das darauf pocht, Menschen auf vielerlei Ebenen ein sicheres und gerechtes Leben zu garantieren. Wenn Leistung sich für viele (finanziell) nicht mehr lohnt und einige wenige nichts leisten müssen, um finanziell mehr als gut versorgt zu sein, geraten Fundamente unserer Gesellschaft in Gefahr. Allerdings greift es zu kurz, Armut als Mangel an Geldmitteln zu definieren und Reichtum als dessen Gegenteil. Zukunftsforscher fordern bereits eine differenzierte Definition von Reichtum und Armut.

Inwiefern die Philosophie dazu beitragen kann, Definitionen zu schärfen und die Thematik zu diskutieren, ist Gegenstand des 3. Bielefelder Fachtags Philosophie. In interdisziplinären Vorträgen und Workshops werden die eingangs gestellten Fragen diskutiert und darüber hinaus erweitert um eine internationale Perspektive. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an LehrerInnen, ReferendarInnen und Studierende der Fächer Philosophie/Praktische Philosophie als auch an eine interessierte Öffentlichkeit.

Vorträge: (9:00 – 12:00 Uhr)

  • Prof. Dr. Christian Neuhäuser (TU Dortmund – Philosophie): Relative Armut als Bedrohung der Menschenwürde: Über die strukturelle Ungerechtigkeit von Wohlfahrtsstaaten [PDF]
  • Prof. Dr. Lutz Leisering (Universität Bielefeld – Soziologie): Armut - ein globales Thema? Zum Wandel globaler Armutsdiskurse [PDF]
  • Ingo Nürnberger (Sozialdezernent der Stadt Bielefeld) Armut und Reichtum – ein Thema auch in Bielefeld [PDF]

Workshops: (13:45 – 17:00 Uhr)

  • Natascha Thye (Migrationsfachdienst der Diakonie für Bielefeld): Armut und Migration
  • Dr. Klaus Draken (ZfsL Solingen/Fachleiter Philosophie): Lebenszeit als Zahlungsmittel? - Der Spielfilm IN TIME als Anlass über realeVerteilungsungerechtigkeit zu sprechen[PDF]
  • Dr. Kinga Golus (Universität Bielefeld – Philosophie): Philosophieren über Reichtum und Armut mit Pierre Bourdieu [PDF]
  • Extra-Workshop: Schülerinnen und Schüler des Ravensberger- und des Königin-Mathilde-Gymnasiums Herford: Leitung: Sonja Nerad (RGH) und Dr. Matthias Althoff (KMG): Gibt es eine Pflicht, absolut Armen zu helfen? [PDF] | Handout [PDF]

 

2014

2. Bielefelder Fachtag Philosophie 2014

Ich

Der Fachtag fand am 14. Juni 2014 statt.

Inhalt und Ziel

Wenn es in der Philosophie um das Ich geht, ist damit ein zentrales Thema der Philosophie angesprochen. Bei der philosophischen Frage, was ein Ich ist, handelt es sich um eine Variante der kantischen Frage, was der Mensch ist. Während mit dieser danach gefragt wird, was Menschen überhaupt zu Menschen macht, wird mit jener nicht auf Menschen allgemein gezielt, sondern vielmehr auf Menschen in ihrer Besonderheit. Man kann die Frage, was überhaupt ein Ich ist, reformulieren als die Frage, wer genau ich bin - eine Frage, die jeder sich stellen kann. So wird besonders deutlich, dass hiermit jemand in seiner Individualität angesprochen ist.

Für Lehrerinnen und Lehrer der Fächer Praktische Philosophie und Philosophie ist das Thema Ich in allen Jahrgangsstufen von Interesse. Dies ergibt sich schon aus der philosophischen Relevanz des Themas, die sich auch in den Curricula der Fächer in NRW zeigt. Ein Vorzug der Frage nach dem Ich als einer Frage, die jeder sich selbst stellen kann, ist dabei für alle Jahrgangsstufen, dass diese Frage besonders anschlussfähig an eigene Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler ist. Neben der philosophischen Relevanz ist das Thema für Lehrerinnen und Lehrer der Fächer Philosophie und Praktische Philosophie auch noch auf einer anderen Ebene interessant, da diesen Fächern in aller Regel eine wertevermittelnde und orientierende Funktion zugeschrieben wird. Die Annahme von Werten und Orientierung auf Normen hin sowie das Abwägen dieser spielt aber für jemandes Individualität eine wichtige Rolle. Deshalb ist das Thema "Ich" in der Philosophiedidaktik auf doppelter Ebene von Interesse. In den Vorträgen und Workshops des Fachtags können diese unterschiedlichen Aspekte aufgenommen und angesprochen werden.

Vorträge:

  • Marie-Luise Althoff, u.a. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin in Herford
  • Rüdiger Bittner, emeritierter Professor für Praktische Philosophie in Bielefeld
  • Almut Kristine v. Wedelstaedt, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Praktischen Philosophie in Bielefeld

Workshops:

  • Matthias Althoff, Lehrer in Herford und Fachleiter für Philosophie am ZfsL Bielefeld
  • Nikolai Klimmek, Lehrer in Bünde und abgeordneter Lehrer in der Philosophie in Bielefeld
  • Petra Lenz, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang LER in Potsdam
  • Michael Wittschier, Lehrer in Wipperfürth und Fachleiter für Philosophie am ZfsL Engelskirchen

 

2013

1. Bielefelder Fachtag Philosophie 2013

Ich

Der Fachtag fand am 22. Juni 2013 statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorträge:

  • Prof. Dr. Ralf Stoecker (Universität Bielefeld)
  • Prof. Dr. F. Weissinger
  • Dipl.-Psych. Dipl.-Theol. C. Klein

Workshops:

  • Dr. phil. K. Volland
  • Dr. R. Sistermann
  • D. M. Althoff