

Aktuelle Krisen und Konflikte zwingen Menschen weltweit, ihr Zuhause zu verlassen und in andere Länder zu fliehen. Fast die Hälfte der geflüchteten Menschen sind Kinder. Sie sind durch die Erlebnisse vor und während der Flucht, schwierigen Bedingungen in Gemeinschaftsunterkünften, und den vielffältigen neuen Anforderungen einer hohen Belastung ausgesetzt. Oft fehlen bedarfsorientierte Unterstützungsangebote oder feste Kontaktmöglichkeiten, um Kindern notwendige psychosoziale Hilfe anbieten zu können. In unserem Projekt möchten wir gemeinsam mit Schulen Angebote schaffen, um die Versorgung von geflüchteten Kindern zu verbessern.
Wir möchten herausfinden, wie es geflüchteten Kindern und ihren Familien geht, welcher Bedarf an psychosozialen Hilfen existiert und welche Barrieren die Inanspruchnahme von Hilfen erschweren. Uns interessiert dabei sowohl die Perspektive der Kinder und ihrer Sorgeberechtigten als auch die Perspektive von Fachkräften.
Wir bilden Fachkräfte an Schulen aus, damit sie Belastungen von Kindern und deren Unterstützungsbedarf leichter einschätzen können (sogenannte Screenings) und diesen Kindern ein erstes niedrigschwelliges Gruppen-Unterstützungsangebot anbieten zu können. Die Etablierung der Screenings und des Unterstützungsangebots wird durch uns begleitet und evaluiert.
Um die Inanspruchnahme von Unterstützungsangeboten zu erleichtern, möchten wir die Vernetzung von Institutionen stärken. Unser Ziel ist es, Schulen direkte Ansprechmöglichkeiten für psychosoziale Hilfen und Psychotherapie für Kinder mit Unterstützungsbedarf an die Hand geben zu können und die Zusammenarbeit von Institutionen zu stärken.
Für die Versorgung von Kindern benötigt es ein ganzes Dorf – oder eben ein starkes Netzwerk.
Genau dieses Netzwerk möchten wir auf unserer Netzwerkkonferenz sichtbar und vor allem stärker machen. Wie können wir gemeinsam die Versorgung von Kindern mit Fluchtgeschichte verbessern?
Dafür laden wir alle Bielefelder Fachkräfte, die in die Versorgung von Kindern mit Fluchtgeschichte involviert sind, ein teilzunehmen. Es wird ein vielseitiges Angebot geben aus Austauschmöglichkeiten, spannenden Inputs und Raum, sich und die Bielefelder Angebote näher kennenzulernen.
Wann: Mittwoch, 18. Februar 2026, 12:30 – 18:00 Uhr
Wo: Neue Schmiede, Handwerkerstr. 7, 33617 Bielefeld
Die Teilnahme ist kostenlos.
Melden Sie sich bitte per E-Mail für die Teilnahme an der Netzwerkkonferenz an: netzwerkkonferenz@uni-bielefeld.de. Geben Sie bei der Anmeldung bitte die Namen der teilnehmenden Personen und deren Institution bzw. Funktion an (z.B. Schule XY, niedergelassene Psychotherapeutin, Beratungsstelle XY).
Um auf der Veranstaltung einen guten Rahmen für Diskussion und Austausch bieten zu können, ist die Teilnehmerzahl auf 80 Personen begrenzt.
Weitere Infos sowie das Programm finden Sie auf unserem Flyer: Flyer_Netzwerkkonferenz
Weitere Infos zu dem Gesundheitspat*innen-Projekt aus Baden-Württemberg finden Sie hier.
Hier geht's zum Flyer: Flyer_Netzwerkkonferenz
Allgemeine Projektinformation für Fachkräfte: Flyer_Fachkräfte
Informationen zu den Familien-Interviews für Fachkräfte: Flyer_WP1
Informationen zum Fortbildungsangebot für Fachkräfte in Schulen: Flyer_WP2
Bei Interesse an unserem Fortbildungsangebot für Fachkräfte in Schulen, kontaktieren Sie uns gerne per Mail (schulbasis@uni-bielefeld.de) oder wenden Sie sich direkt an Bahadir Uyanik (bahadir.uyanik@uni-bielefeld.de)
Informationen zur Fachberatungen: folgen hier in Kürze
Projektleitung: Tobias Hecker, Sarah Wilker, Katharin Hermenau, Kayvan Bozorgmehr
Wissenschaftliche Mitarbeiter*Innen: Sarah Wüllner, Mariya Krutkova, Verena Zimmermann, Bahadir Uyanik, Şeyma Parlak, Sylja Wandschneider, Dilara Alatas, Verena Kruse
Hilfskräfte: Kübra Çiçek, Vanessa Farenbruch, Naomi Slotta
Wenn Sie Kontakt zu unserem Projektteam aufnehmen möchten, melden Sie sich gerne per Mail (✉️schulbasis@uni-bielefeld.de) oder wenden Sie sich direkt an uns.