Weiterbildendes Studium FrauenStudien

 
 
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Entstehung und Geschichte

Die Entstehung der FrauenStudien geht zurück auf die zweite Frauenbewegung. Diese hat das öffentliche Bewusstsein darüber geschärft, dass Frauen im mittleren Lebensalter im Vergleich zu Männern geringere Bildungschancen haben und oftmals aufgrund von familiären Verpflichtungen in ihrem beruflichen Werdegang benachteiligt werden. In den 1980er Jahren erfolgte eine zunehmende Institutionalisierung der Frauenbewegung in politischen Verbänden und Institutionen, wie zum Beispiel der Einrichtung von Frauenforschungszentren und Gleichstellungsstellen. Auch entstand eine Vielzahl an "Frauenprojekte".
Die Etstehung der FrauenStudien fiel in eben diese Zeit. Als die Frauenforscherin Ilse Brehmer auf einer Tagung von den Dortmunder Projekt Frauenstudien erfuhr, war dies zugleich die Geburtsstunde der Bielefelder Frauenstudien, die von Ilse Brehmer initiiert wurden.

 

1988: Start als Modellprojekt

Das Weiterbildende Studium FrauenStudien startete an der Universität Bielefeld im April 1988 mit den ersten 67 Teilnehmerinnen zunächst als Modellprojekt. Das Studium umfasste vier Semester und bot den TeilnehmerInnen ein fächerübergreifendes Lehrveranstaltungsangebot sowie interne Begleitseminare.
Die Federführung oblag der damaligen Fakultät für Pädagogik (heute Fakultät für Erziehungswissenschaft). Gleichzeitig bestanden Kooperationen zur Kontaktstelle wissenschaftliche Weiterbildung, die als Beratungsorgan fungierte und dem Interdisziplinären Zentrum Frauen- und Geschlechterforschung (IFF), das die Begleitforschung übernahm.

 

1995: Institutionalisierung

Nach einer erfolgreichen Modellprojektphase und mit ministerieller Förderung wurden die FrauenStudien 1995 als fester Weiterbildungsbestandteil an der Universität Bielefeld institutionalisiert. Die Federführung lag auch weiterhin bei der Fakultät für Erziehungswissenschaft. Auch die Fakultäten für Soziologie und die Gesundheitswissenschaften sowie der Fachbereich für Psychologie waren an der Ausgestaltung maßgeblich beteiligt. Darüber hinaus stellten noch weitere Fakultäten ihr Lehrveranstaltungsangebot zur Verfügung.
Das Weiterbildende Studium umfasst seit dem insgesamt 6 Semester, die sich in eine zweisemestrige Einführungs- und Orientierungspahse sowie eine viersemestrige Schwerpunktphase. Die TeilnehmerInnen konnten sich in einem der 3 Schwerpunkte qualifizieren: Beratung, Politik und Bildungsarbeit, Gesundheit und Umwelt. Die Studienstruktur war an diejenige der Diplomstudiengänge angeglichen. Für die erfolgreiche Teilnahme wurde ein Zertifikat der Universität Bielefeld verliehen.

 

 

2015: Modernisierung

Im Zuge des Bologna-Prozesses kam es zur Umstrukturierung der grundständigen Studiengänge und der Einrichtung von modularisierten Bachelor- und Masterstudiengängen. Unter der nunmehr alleinigen Trägerschaft durch die Fakultät für Erziehungswissenschaft startete das Weiterbildende Studium FrauenStudien zum Wintersemester 2015/15 ebenfalls mit einer neuen modularisiserten Studienstruktur, die an Bachelorstudiengänge angeglichen ist. Damit verfolgen die FrauenStudien das Ziel den Übergang in ein Bachlorstudium zu erleichtern und entsprechende Zugangsbarrieren für beruflich und anderweitig qualifizierte Personen weiter abzubauen. Dies wird unter anderem durch die verstärkte Möglichkeit der Anerkennung von erbrachten Leistungen ermöglicht. Diese können für ein Bachelorstudium, insbesondere für das Studium der Erziehungswissenschaft anerkannt werden.
Das neue Studienmodell qualifiziert die TeilnehmerInnen in einem der drei neuen Profile "Bildung und Bildungsarbeit", "Beratung" oder "Heterogenität und Inklusion" und weist eine stärkere Ausrichtung an pädagogischen Fragestellungen aus, die einen Quereinstieg in soziale oder pädagogische Handlungsfelder ermöglichen soll. Die Universität verleiht ein Zertifikat für die erfolgreiche Teilnahme.

 

 

 

 

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