Geschlechterparitätische Gremienbesetzung

Alle Gremien und Kommissionen der Universität Bielefeld sollten zu 50 % mit Frauen besetzt sein. Dies sieht einerseits das Landesgleichstellungsgesetz vor, andererseits hat die Universität Bielefeld die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen und Gremien als Ziel in verschiedenen Konzepten formuliert, weil damit auch die allgemeine Sichtbarkeit und Präsenz von Frauen im Wissenschaftssystem steigt.

Allerdings ist bei der noch deutlich bestehenden Unterrepräsentanz von Frauen in der professoralen Statusgruppe der Gefahr einer drohenden überproportionalen Belastung entgegenzuwirken. Deshalb sollen die betreffenden Frauen keinesfalls zur Teilnahme verpflichtet werden, aber im Einzelfall Vorrang bei der Aufnahme in Gremien haben. Zusätzlich sollen, wo dies notwendig und von den beteiligten Frauen gewünscht ist, finanzielle Mittel zur Entlastung zur Verfügung gestellt werden. Trotz deutlicher Zugewinne zeigen sich bei der Beteiligung von Frauen an Entscheidungsgremien an der Universität Bielefeld noch einige Schwachstellen.

Positiv ist der 50 %ige Frauenanteil im Hochschulrat und auch die aktuellen Frauenquoten im Rektorat und bei den Dezernatsleitungen sind im landesweiten Vergleich beachtlich. Besonders auffällig ist aber neben dem geringen Frauenanteil bei den Fakultätsleitungen, laut des Genderreports 2013 mit 13,6 % niedrigste Frauenanteil eines Senates in NRW, so dass die Universität Bielefeld dort insgesamt landesweit bei der Besetzung von Leitungsgremien einen Platz im hinteren Mittelfeld einnimmt.

Damit wird ein dringender Handlungsbedarf deutlich, dessen Richtung insbesondere in Bezug auf Wahlämter und Wahldynamiken noch diskutiert werden muss. Die bereits für Frauen implementierten Entlastungsregelungen scheinen noch nicht ausreichend zu wirken bzw. müssten offensiver eingesetzt werden. Darüber hinaus sollen neue Strategien zur Gewinnung von Frauen für eine geschlechtergerechte Besetzung von Gremien entwickelt werden.

Leitungsgremien nach Geschlecht laut Genderreport 2013

 

Ausgangssituation: 30.06.2012

Daten Ende 2014

Zielzahlen des Gleichstellungsplans 31.12.2015*

Fakultäten/Abteilungen: W2 W3 W2 W3 W2** W3**
Biologie -- 15% -- -- -- 15%
Chemie 25% 30% -- -- -- --
Erziehungswiss. 60% 33% -- -- -- 50%
Geschichtswiss. 25% 20% -- -- 40% 20%
Gesundheitswiss. -- 43% -- -- -- --
Lili 50% 29% -- -- min. 50% 35%
Mathematik 12,5% 7,7% -- -- 20% 15,4
Philosophie 100% -- -- -- -- 0%
Physik 11% -- -- -- -- 11%
Psychologie 66% 22% -- -- -- --
Rechtswiss. 50% 18,8% -- -- -- 25%
Soziologie 50% 25% -- -- 55% 18%
Sportwiss. 50% 25% -- -- -- 50%
Tech. Fak. 33,3% 8,3% -- -- -- --
Theologie -- -- -- -- -- 50%
Wiwi 50% 0% -- -- -- 9%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelles

Fortbildung vom Frauennotruf Bielefeld e.V. am 25. Januar 2018

Im Januar 2018 findet eine halbtägige Fortbildung zum Thema "Professioneller Umgang mit Fällen von sexueller Belästigung" vom Frauennotruf Bielefeld e.V. in der Universität Bielefeld statt. Diese richtet sich an Führungskräfte aller Leitungsebenen, Interessen- und Gremienvertretungen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Workshop: Karrierewege nach dem Hochschulabschluss - Meet the female Professionals!

Wie können Karrierewege nach dem Hochschulabschluss aussehen? Wie verlaufen besonders weibliche Berufsbiografien? In welchen spannenden Arbeitsfeldern kann ich mit meinem Hochschulabschluss in der Wirtschaft tätig sein? Und wie kann ich Netzwerke zu berufstätigen Frauen aufbauen, die schon mitten im Berufsleben stehen?

Am 17. Januar 2018 findet eine Netzwerk-Veranstaltung für Studentinnen, Doktorandinnen und Absolventinnen der Universität Bielefeld und der FH Bielefeld in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Frau und Beruf OWL statt. Anmelden können Sie sich hier.