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Gleichstellung als Ziel

Männer und Gleichstellung

Die Entwicklung von Frauenförderung hin zu Gleichstellung zielt nicht mehr allein auf Frauen, sondern auch auf die Verantwortung von Männern. Aufgrund dieser historischen Entwicklung und dem weiterhin notwendigerweise bestehenden Schwerpunkt auf Frauen ist nicht immer deutlich, wie auch Männer von Gleichstellungsmaßnahmen profitieren können.

Ein prominentes Beispiel ist die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ursprünglich als Frauenfördermaßnahme gedacht, nutzen zunehmend auch Männer, die aktive Väter sein und eine gleichberechtigte Berufsbiographie von Partner*innen unterstützen wollen, die Möglichkeiten zu Eltern- und Teilzeit. Zwar sind die Anteile der Männer, die diese Angebote nutzen, immer noch deutlich geringer als die von Frauen, dennoch ist die Wahlfreiheit heute auch für Männer deutlicher gegeben als dies früher der Fall war. Gerade bei formal höher Qualifizierten wird eine nicht-traditionelle Rollenaufteilung in der Familie häufig von den Beteiligten gewünscht - wenn dies auch nicht immer umgesetzt wird oder werden kann. Bei der Förderung von Doppelkarrierepaaren können von vornherein beide Partner*innen in den Blick genommen werden und direkt profitieren.

Eine besondere Rolle spielen nicht zuletzt die Väter berufstätiger Töchter: Hier scheint sich die Erkenntnis durchzusetzen, dass Gleichstellungsmaßnahmen tatsächlich notwendig und begrüßenswert sind. Dies ist umso wichtiger, als diese Väter häufig zur Generation derjenigen gehören, die aktuell Führungsverantwortung tragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelles

Die neue Festschrift "Aufbruch und Begrenzung - 50 Jahre Universität Bielefeld als sich öffnender Raum für Frauen" zeigt exemplarisch eindrucksvoll, wie über 50 Frauen an der Entwicklung der Reformuniversität beteiligt waren und sich konkret bis in die Jetztzeit hinein einen eigenen Platz eroberten.

Gender-Gastprofessorin Dr. Karolin Heckemeyer in der Abteilung Sportwissenschaft

Weitere Informationen zu Terminen und Inhalten rund um die Gender-Gastprofessur an der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft, Abteilung Sportwissenschaft im Sommersemester 2019.

Universität Bielefeld bundesweit eine von zehn Hochschulen mit Spitzenbewertung im Professorinnenprogramm III von Bund und Ländern

Die Universität Bielefeld hat für ihr Gleichstellungszukunftskonzept im Professorinnenprogramm III des Bundes und der Länder das Prädikat „Gleichstellung: ausgezeichnet!“ erhalten. Sie ist damit bundesweit zum wiederholten Mal eine von zehn Hochschulen mit der Spitzenbewertung. Das Professorinnenprogramm zielt darauf ab, die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen zu fördern.