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Gleichstellung als Ziel

Kulturwandel

Als eins der wichtigsten strategischen Ziele zur Verwirklichung von Geschlechtergerechtigkeit wird  Gleichstellung an der Universität Bielefeld als Querschnittsaufgabe in einem verschränkter Top-Down-Bottom-Up-Prozess gestaltet. So werden ausgezeichnete Strukturen für die Weiterentwicklung einer geschlechtergerechten Wissenschafts- und Universitätskultur geschaffen.

Gleichstellung und Gender

Gleichstellung ist an der Universität Bielefeld umfassend in den Strukturen und Prozessen implementiert. Sie ist in die Verantwortlichkeiten der Leitungsebene integriert, wird durch ein Prorektorat vertreten und ist in allen zentralen Dokumenten verankert. Auch im finanzbezogenen Steuerungsbereich und Gender Budgeting ist Gleichstellung als eigenständiger Leistungsindikator im 2015 implementierten Mittelverteilungsmodell integriert.

Die Universität Bielefeld verfügt über ein mehrdimensionales Maßnahmenportfolio mit hohem Konsolidierungsanteil: Über 400 zentrale und dezentrale Gleichstellungsmaßnahmen setzen auf struktureller und personeller Ebene an und decken zudem alle Qualifikationsstufen der wissenschaftlichen Laufbahn ab. Die Verstetigung zahlreicher Instrumente spricht für die Nachhaltigkeit, mit der hier Gleichstellung umgesetzt und fortwährend weiterentwickelt wird.

Auch die Geschlechterforschung und Gender in der Lehre haben an der Universität Bielefeld einen hohen Stellenwert: Dafür stehen das Interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterforschung (IZG), zahlreiche Professuren an verschiedenen Fakultäten mit Voll- und Teildenominationen für Geschlechterforschung, eine Gender-Gastprofessur als „Wanderprofessur“ durch die Fakultäten sowie der Masterstudiengang „Gender Studies“.

Dokumentierte Erfolge

Die Universität Bielefeld ist mit ihrem Gleichstellungsengagement überaus erfolgreich und verfügt über ein mehrdimensionales Maßnahmenportfolio. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Universität Bielefeld bei der Umsetzung der forschungsorientierten Gleichstellungsstandards als „besonders erfolgreich“ eingestuft. Auch bekam sie im Rahmen des Professorinnenprogramms eine Spitzenbewertung und zählt zu den zehn Hochschulen, die als herausragende Vorbilder für Chancengerechtigkeit gelten. Seit 2008 erhält sie das TOTAL E-QUALITY-Prädikat für chancengerechte Personal- und Organisationspolitik, zuletzt im Jahr 2017 mit dem Zusatz „Diversity“.

Mobilisierungsschub

Diese exzellenten Bewertungen der Universität Bielefeld haben einen deutlichen Mobilisierungsschub hervorgerufen und eine nachhaltige Weiterentwicklung der Instrumente befördert. Zukunftsweisend sind die Bielefelder Berufungsoffensive „UNIplus“, deren ausdrückliches Ziel es ist, 50% der über 40 zusätzlich ausgeschriebenen Professuren mit Frauen zu besetzen und die „Fünffache Gleichstellungs- und Genderstrategie“ beim Aufbau der neuen Medizinischen Fakultät.
Die Universität Bielefeld war im Januar 2017 Austragungsort der von der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen e.V. (bukof) initiierten Konferenz „Gender 2020. Kulturwandel in der Wissenschaft steuern“, einem bisher einmaligen Format, das den Beginn einer neuen Art von Vernetzung für Gleichstellung innerhalb der deutschen Hochschul- und Wissenschaftslandschaft markiert. Zahlreiche Hochschulleitungen, Spitzen aus Wissenschaftsorganisationen und Politik, Gleichstellungsakteur*innen und Geschlechterforscher*innen kamen zusammen, um über den dringend notwendigen Kulturwandel zu diskutieren.

Aktuelles

Die neue Festschrift "Aufbruch und Begrenzung - 50 Jahre Universität Bielefeld als sich öffnender Raum für Frauen" zeigt exemplarisch eindrucksvoll, wie über 50 Frauen an der Entwicklung der Reformuniversität beteiligt waren und sich konkret bis in die Jetztzeit hinein einen eigenen Platz eroberten.

Gender-Gastprofessorin Dr. Karolin Heckemeyer in der Abteilung Sportwissenschaft

Weitere Informationen zu Terminen und Inhalten rund um die Gender-Gastprofessur an der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft, Abteilung Sportwissenschaft im Sommersemester 2019.

Universität Bielefeld bundesweit eine von zehn Hochschulen mit Spitzenbewertung im Professorinnenprogramm III von Bund und Ländern

Die Universität Bielefeld hat für ihr Gleichstellungszukunftskonzept im Professorinnenprogramm III des Bundes und der Länder das Prädikat „Gleichstellung: ausgezeichnet!“ erhalten. Sie ist damit bundesweit zum wiederholten Mal eine von zehn Hochschulen mit der Spitzenbewertung. Das Professorinnenprogramm zielt darauf ab, die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen zu fördern.