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Scholarship holder

Astrid Fendt M.A. (Doktorandin)

Kontakt: afendt@uni-bielefeld.de

Das Museum als Archiv. Aufbewahren, Restaurieren und Präsentieren von antiker Großplastik in europäischen Sammlungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts

Das Projekt untersucht am Beispiel der Berliner sowie weiterer europäischer Antikensammlungen Praktiken und Diskurse zum Sammeln, Archivieren, Restaurieren und Präsentieren von antiker Großplastik im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht dabei die Beziehung zwischen Restaurierungspraxis und Wissenschaftsdiskurs: welche Bilder von Antike(n) werden durch die jeweils aktuellen Praktiken zur Ergänzung, Um- und Entrestaurierung von antiker Großplastik entworfen beziehungsweise liegen diesen Praktiken zugrunde?  Dieser Frage wird unter Berücksichtigung der sich im 19. Jahrhundert als eigenständige Fachdisziplin etablierenden Klassischen Archäologie nachgegangen. Des weiteren werden die in den einzelnen Museen ausgebildeten Wissens- und Kompetenzstrukturen sowie die jeweiligen Präsentationskonzepte mit in die Analyse einbezogen.


The museum as an archive. Storing, restoring and presenting ancient sculpture in the Berlin Collection of Classical Antiquities in the 19th and early 20th century

In this project I want to study the practices and discourses of collecting, storing, restoring and presenting ancient sculpture in the Berlin Collection of Classical Antiquities in the 19th and early 20th century.
I focus particularly on the relationship between practices of restauration and scientific discourses: which pictures of ancient objects and of antiquity were created by different practices of completing, restoring and de-restoring? Respectively which pictures formed the basis of these practices?
I want to go further into this question with regard to the development of the discipline of classical antiquity in the course of the 19th century. Furthermore I will analyse the structures of knowledge and competence in the Berlin Collection of Classical Antiquities and also the concepts of presenting ancient sculpture in use there.

Auswahl der bisherigen Veröffentlichungen / Publications

Aufsätze / Essays

Das Münchner Siegestor – echt antik?, in: Ingeborg Kader (Hg.), Das Münchner Siegestor – echt antik?, Ausstellungskatalog, Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke, München 2000, S. 10-29.

Gemeinsam  mit Michael Pfanner und anderen: Das Markttor von Milet. Die Sanierung der römischen Prachtfassade im Pergamonmuseum, Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz XL, 2003, S. 183-196.

Gemeinsam mit Michael Pfanner und anderen: Das Pergamonmuseum im Wandel, Antike Welt 35, 2004, Heft 2, S. 87-92.

Gemeinsam mit Michael Pfanner und anderen: Forschungen im Sumpf. Neue Untersuchungen zum Markttor und zur Agora von Milet, Antike Welt 36, 2005, Heft 2, S. 81-85.

Gemeinsam mit Michael and Johannes Pfanner: Der Titusbogen in Rom, das Siegestor in München, das Markttor von Milet in Berlin –  wie restauriere ich einen Triumphbogen richtig?, in: Siegfried Siegesmund/Michael Auras/Rolf Snethlage (Hg.), Stein. Zerfall und Konservierung, Leipzig 2005, S. 175-181.

Schön und stark wie eine Amazone – zur Konstruktion eines antiken Identifikationsmodells. Amazonendarstellungen auf einem Achill-Penthesilea-Sarkophag als Bilder für Weiblichkeitsentwürfe und –vorstellungen im 3. Jh. n., in: Natascha Sojc (Hg.), Neue Fragen, neue Antworten. Antike Kunst als Thema der Gender Studies, Berlin 2005, S. 77-94.

Gemeinsam mit Gerhard Kunze and Sebastian Röhl: Apollstatue für Ausstellung in Brasilien restauriert. Bildhauerstil und Restaurierungsgeschichte der Skulptur von Carlo Albacini neu erforscht, Restauro 5, 2006, S. 302-309.

Restoration or de-restoration? Two different concepts of presenting the authentic condition of ancient sculptures in the Collection of Classical Antiquities in nineteenth century Berlin, in: Tina Fiske / Erma Hermes (Hg.), Art, Conservation and Authenticities. Material, Concept, Context, Proceedings of the International Conference held at the University of Glasgow, 12-14.9.2007 (in Druck).

Alte und neue "Originale". Zu den Marmorergänzungen der Rauch-Werkstatt in der Berliner Antikensammlung, in: Sammelband zum Colloquium "Das Originale der Kopie. Kopien als Produkte und Medien der Transformation von Antike" an der Humbold Universität zu Berlin, SFB 644 "Transformationen der Antike", 2.-3.11.2007 (in Druck).

Umrestaurieren, entrestaurieren, konservieren. Zur Präsentation der Großplastik in der Berliner Antikensammlung des 19. Jahrhunderts, in: Uwe Peltz / Olivia Zorn (Hg.), Katalog zur Sonderausstellung "kulturGUTerhalten" der Staatlichen Museen zu Berlin vom 27.3.-2.6.2009 (in Druck)

Gemeinsam mit Andreas Scholl, Neue Forschungen zu zwei römisch-ägyptischen Kolossalstatuen anlässlich ihrer Wiederaufstellung im Neuen Museum in Berlin (Arbeitstitel), Jahrbuch der Berliner Museen 2009 (in Vorbereitung).

Standards in der Antikenrestaurierung um 1800. Eine Vergleichsstudie zu den Werkstattpraktiken von Bildhauern in Rom und Berlin, in: Sammelband zum Kolloquium "Standards in der Restaurierungswissenschaft und Denkmalpflege" an den Staatlichen Museen zu Berlin, 23.-25.4.2009 (in Vorbereitung).

Gemeinsam mit Annika Backe-Dahmen, Neue Forschungen zu echten und vermeintlichen Statuen des Antinous in der Berliner Antikensammlung (Arbeitstitel), Jahrbuch der Berliner Museen (in Vorbereitung).

Mitglied in der Fachgruppe „Theorie und Geschichte der Konservierung und Restaurierung“ des VDR (Verband der Restauratoren) Deutschland

Member in the section „Theory and history of conservation and restoration“ of the Verband der Restauratoren (association of conservators) Germany.


Christiane Heß M.A. (Doktorandin)

Kontakt: christiane.hess@uni-bielefeld.de

Lager - Zeichnungen. Funktionen und Rezeptionen am Beispiel der Konzentrationslager Neuengamme und Ravensbrück

Im Fokus des Projekts stehen Zeichnungen von Häftlingen der KZ Ravensbrück und Neuengamme wie auch Grafiken und Bildzyklen, die in der Zeit nach der Befreiung angefertigt wurden. Neben den unterschiedlichen Funktionen (z.B. Überlebens- und Tauschmittel, Erinnerung, Andenken, Dokument) werden ihre Erzählweisen und -strategien untersucht. Was wird dargestellt, wo gibt es Leerstellen? Wie werden z.B. Mithäftlinge oder Täter repräsentiert? Anhand ausgewählter Bilder wird auch deren Rezeption in den Blick genommen.

Auswahl der bisherigen Veröffentlichungen

Aufsätze / Essays
Der Schuhberg im KZ Neuengamme, in: Beiträge zur Geschichte der Nationalsozialistischen Verfolgung in Norddeutschland, 10/2007, S. 200-2006.

Zeichnungen aus dem KZ-Neuengamme als Selbstzeugnisse: Funktion und Rezeption, in: Nationalsozialistische Zwangslager in Westdeutschland, Frankreich und den Niederlanden. Geschichte und Erinnerung, in: Janine Doerry / Alexandra Klei / Elisabeth Thalhofer / Karsten Wilke (Hg.), Nationalsozialistische Zwangslager in Westdeutschlands, Frankreich und den Niederlanden. Geschichte und Erinnerung, S. 133-145.

Christine Hikel M.A. (Doktorandin)

Kontakt: christine.hikel@uni-bielefeld.de

Inge Scholl (1917-1998) und die Rezeptionsgeschichte der „Weißen Rose“ in der Bundesrepublik

Die Auseinandersetzung um die Deutungshoheit der nationalsozialistischen Vergangenheit war ein Leitmotiv der „alten“ Bundesrepublik. Dies betraf auch die Geschichte des Widerstandes gegen das NS-Regime. Anhand des Beispiels der „Weißen Rose“ sollen diese Aushandlungsprozesse dargestellt werden. Im Zentrum steht dabei Inge Scholl, die älteste Schwester der 1943 hingerichteten Studenten Hans und Sophie Scholl, und ihre Rolle als „Nachlassverwalterin“ ihrer Geschwister.



Inge Scholl (1917-1998) and the Reception History of the German Anti-Nazi Resistance Group ”White Rose” in Post-War Western Germany

The National Socialist past and its conflicting interpretations formed a leitmotiv in West German debates after World War II. This included evaluations of the resistance against National Socialism. The research project will focus on this negotiation process using the resistance group ”White Rose” as an example. At the centre of the debates about the ”White Rose” stood Inge Scholl, the eldest sister and executor of Hans and Sophie Scholl, who were both executed for high treason in 1943.


Susann Holz M.A. (Doktorandin)

Kontakt: SusannHolz@web.de

Kunstraub in der späten Republik und frühen Kaiserzeit

Das Projekt untersucht die Bedeutung des Kunstraubs bei den Römern in der späten Republik und frühen Kaiserzeit. Dabei stehen Fragen nach den innerrömischen Voraussetzungen sowie die Modalitäten der Wiederverwednung im Vordergrund. Kunstwerke stellen eine besondere Art von Beute dar und sind so Mittel zur Selbstdarstellung der römischen Aristokratie. Ziel ist es, die Nutzung von geraubten Kunstwerken in eine allgemeine Soziologie des Sammelns einzuordnen.

Anja Horstmann, M.A. (Doktorandin)

Kontakt: ahorstma@uni-bielefeld.de

"Judenaufnahmen `fürs Archiv´" - Die Gleichzeitigkeit von Archivierung und Vernichtung in "Dokumentarfilmen" 1942-1945.

Im Zentrum des Projektes steht die Gleichzeitigkeit von Archivierung und Vernichtung in nationalsozialistischen „Dokumentarfilmen“, die zwischen 1942 und 1945 in Ghettos und Konzentrationslagern gedreht wurden. Die Produktionslogiken der Filme und die Filme selber sind Ausdruck einer nationalsozialistischen Gedächtnispolitik, die auf eine Art „Arisierung des Gedächtnisses“ abzielte. Anhand der „Dokumentarfilme“ sollen Regeln und Mechanismen dieser Gedächtnispolitik, die ein zukünftiges Wissen und Erinnern über das europäische Judentum auf visueller Ebene steuern sollten, herausgearbeitet werden.


Vanina Madeleine Kopp, M.A., Maîtrise (Doktorandin)

Kontakt: vkopp@uni-bielefeld.de

Der Herrscher und das Wissen: Karl V. von Frankreich und seine Bibliothek

Ausgangspunkt für dieses Projekt ist der Bestand der Bibliothek des französischen Königs Karl V. des Weisen (1338-1380). Einerseits soll er als eine neu entstehende Institution und als ein Abbild eines Archivs als Wissensspeicher der damaligen Zeit erforscht werden, inklusive ihrer Aquisition von Texten und ihrem Organisationsprinzip. Andererseits soll analysiert werden, nach welchen Kriterien die Zusammensetzungen von Wissensbeständen erfolgte und wer für welchen Zweck Zugang zu ihnen hatte.


Yaman Kouli, M.A. (Doktorand)

Kontakt: yaman.kouli@web.de

Der Wert des Wissens – Die wirtschaftliche Entwicklung der ostdeutschen Gebiete 1936-1956

In der Forschungsarbeit soll die Frage gestellt werden, weshalb in den 50ern in der BRD und in der DDR „Wirtschaftswunder“ gefeiert wurden, dieses in den „Wiedergewonnenen Gebieten“ Polens jedoch ausblieb. Hierfür erfolgt eine Untersuchung der „kognitiven Abbilder“ der dortigen Betriebe, also des immateriellen Kapitals dieser Gebiete. Mit der Entgermanisierung dieser Gebiete ging auch das Humankapital unwiederbringlich verloren. Es soll dargelegt werden, dass im Verlust dieser Wissensbestände die Erklärung für das Scheitern des Wiederaufbaus zu suchen ist.


The value of knowledge – the economic development of the East-German territory 1936-1956

Throughout the research to be conducted, the following question will be explored: why what one would call “economic miracles” that took place in the Federal Republic of Germany as well as in the German Democratic Republic, but conversely, not in the “Recovered Territories” of Poland. To demonstrate this, the “cognitive images” of the factories in the former East-German territories, specifically their immaterial capital will be analysed. Because of the degermanisation of the western and northern territories of Poland, the human capital of these territories was irretrievably lost. The aim is to prove that it is the loss of this reservoir of knowledge that is responsible for the failure of reconstruction efforts.


Maren Tribukait (Dokdorandin)

Kontakt: tribukait@gmx.net

Bilder von Verbrechen in deutschen und amerikanischen Massenmedien 1890-1960

Als um 1900 die Reproduktion von Fotografien in Zeitungen technisch möglich wurde, entwickelten sich illustrierte Zeitungen und Zeitschriften zu visuellen Leitmedien, die eine neue Sichtweise prägten. Das Projekt untersucht, wie Verbrechen in der illustrierten Massenpresse der Hochmoderne (1890-1960) dargestellt wurden. Im Zentrum des Interesses steht die Bildsprache und Wirkungsweise der Pressefotografie in deutsch-amerikanischen Vergleich: Mit welchen bildlichen Mitteln wurden Verbrechen als Sensationen inszeniert? Welches Maß an Gewalt zeigten die Fotografien? Wie weit drang der Blick ins Private ein? Wie unterschied sich die Visualisierung von Verbrechen in beiden Ländern? Das Ziel ist, die Darstellungsmuster und ihre Grenzen in Deutschland und den USA zu beschreiben, die unterschiedliche Entwicklung zu verstehen und dabei die Bedeutung der fotografischen Öffentlichkeit für die Hochmoderne zu erkunden.