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Entwicklung und Erprobung eines Qualitätsverfahrens für die stationäre pflegerische Versorgung

Laufzeit
2011-2013

Projektleitung
Dr. Klaus Wingenfeld

Projektdurchführung
Henning Cramer, Melanie Messer

Projektförderung/Kooperation
Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen

Hintergrund/Zielsetzung
Zeitgleich mit der Einführung der Pflegeversicherung begann vor rund 15 Jahren ein dynamischer Aufbau der Qualitätssicherung in der pflegerischen Versorgung. Neue Methoden der Qualitätsbeurteilung, fachliche Standards und Rahmenkonzepte wurden entwickelt, an denen sich die Langzeitversorgung ausrichten soll. In vielen Einrichtungen fehlt jedoch ein funktionales internes Informationsmanagement, das beispielsweise eine unbürokratische Risikoüberwachung und Transparenz der Ergebnisqualität gewährleisten könnte.

Das Projekt leistet einen Beitrag dazu, die heute benötigten methodischen und konzeptionellen Voraussetzungen für eine nachhaltige Qualitätssicherung zu erarbeiten. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung und Erprobung eines Verfahrens zur routinemäßigen Erfassung und Nutzung qualitätsrelevanter Informationen. Es bietet Einrichtungen der stationären Langzeitpflege die Möglichkeit, vorhandene Routinen der internen Qualitätssicherung zu optimieren und Qualität auf der Basis aktueller Konzepte und Standards weiterzuentwickeln.

Das Verfahren enthält folgende Komponenten:

  • ein Frühwarnsystem zur Erkennung und Vermeidung akuter Gefahrensituationen in der Bewohnerversorgung,
  • ein Informationsmanagement zur Erfassung und Auswertung zentraler Parameter zur Beurteilung der Prozess- und Ergebnisqualität und
  • Hilfestellungen zur Analyse des Stands der Qualitätsentwicklung anhand fachlicher Standards und Rahmenkonzepte.

Vorgehensweise
Nach Entwicklung eines ersten Konzeptentwurfs wurde mit Hilfe von Recherchen überprüft, welche Ansätze zur Unterstützung des internen Qualitätsmanagements bereits verfügbar sind und welche Stärken und Schwächen sie aufweisen. In verschiedenen Arbeitsgruppen und Workshops wurden konzeptionelle Fragen diskutiert und Anforderungen konkretisiert. Auf dieser Basis erfolgte die Ausarbeitung einer Feinkonzeption und die Entwicklung einer (prototypischen) Softwarelösung. Zur Beurteilung des Verfahrens wurde eine sechsmonatige vergleichende Studie durchgeführt.

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