MA 'History, Philosophy and Sociology of Science' (HPSS)
 
 
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Lektüre zur Einführung in die Wissenschaftsforschung

Dieser Masterstudiengang wurde eingestellt. Einschreibungen in das erste Fachsemester sind nicht mehr möglich. In veränderter Form wird das Angebot als "History, Economics and Philosophy of Science" (HEPS)  weitergeführt. Endgültig wird der Studiengang zum 30. September 2017 auslaufen. Mit dem Ablauf des Sommersemesters 2017 (30. September 2017) werden die Studierenden exmatrikuliert.

Die entsprechende Ordnung dazu findet sich hier: Einstellungsordnung HPSS

 

Von Studierenden empfohlen:

Felt "Wenn auch schon etwas älter, bietet das leicht verständliche und gut lesbare Buch einen grundlegenden Einblick in die (sozial-) wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Wissenschaft. Der Schwerpunkt liegt im Bereich der Wissenschaftssoziologie, aber auch Themen der Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftstheorie werden mit einbezogen, ohne dabei sehr theorielastig zu werden. Darüber hinaus werden wissenschaftspolitische Fragestellungen erörtert. Abgerundet wird das Buch durch ein knappes aber informatives Glossar, weshalb es nicht nur zur ersten Einführung, sondern auch als Nachschlagewerk zur allgemeinen Information zu empfehlen ist." (Jan Lukaßen)
Ulrike Felt, Helga Nowotny und Klaus Taschwer: Wissenschaftsforschung. Eine Einführung. Frankfurt/New York: Campus Verlag 1995.

 

Carrier „Der aus Carriers Methodenvorlesungen hervorgegangene Band nimmt die Leser mit auf eine ideengeschichtliche Reise in die Wissenschaftstheorie. Neben den "großen Themen", wie der empirischen Prüfung und Bestätigung wissenschaftlicher Theorien, liegt der Schwerpunkt auf dem Zusammenspiel von Theorie und Beobachtung. Für HPSS-Studierende sind ferner die Kapitel zum wissenschaftlichen Wandel und zur wissenschaftlichen Verantwortung von Interesse. Fazit: Ein durchweg spannendes Buch, welches ohne viel Vorwissen in die Wissenschaftstheorie einführt und diese zugleich in den Kontext der anderen vom HPSS angebotenen wissenschaftsreflexiven Disziplinen einbettet.“ (Dominik Mahr)
Martin Carrier: Wissenschaftstheorie zur Einführung. Hamburg: Junius 2006.

 

Hacking "Der Autor erhebt den wissenschaftlichen Realismus zum zentralen Thema des Buches und organisiert die Bearbeitung anderer Themen um diesen Fokus herum. Wie der Originaltitel verrät, ist die Darstellung in zwei Hauptteile gegliedert. Im ersten (Representing) beschäftigt Hacking sich mit verschiedenen realistischen und antirealistischen Positionen, im zweiten (Intervening) geht er auf die Rolle des Experimentierens für die Wissensproduktion ein. Durch dieses Vorgehen arbeitet er die komplexe Beziehung zwischen Theorie und Experiment heraus und erläutert seine eigene realistische Position, die sich durch eine starke Betonung des Experimentierens auszeichnet. Das Buch ist leicht und sehr unterhaltsam zu lesen, da sich der Autor einer unkomplizierten, gewitzten Schreibweise bedient und viele anschauliche Beispiele präsentiert." (Arno Simons)
Ian Hacking: Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften. Reclam, Stuttgart 1996. (Original: Representing and Intervening. Cambridge, UK: CUP 1983)

 

Weingart
"Dieses Buch bietet sich für alle Einsteiger in die Wissenschaftsforschung an. Es ist gut strukturiert und verständlich geschrieben. Die Leser werden mit Klassikern der Wissenschaftssoziologie vertraut gemacht und auf aktuelle Fragen des Feldes vorbereitet: Wer verfügt in der Gesellschaft über wissenschaftliches Wissen? Welche Folgen hat dieses Wissen für die Mitglieder der Gesellschaft? Wie stehen andere gesellschaftliche Teilsysteme mit dem Wissenschaftssystem in Verbindung?" (Arno Simons)
Peter Weingart: Wissenschaftssoziologie. Bielefeld: Transcript 2003.

 


Weingart „Der Sammelband vereint bekannte Autoren des Fachs in einem Überblick. Dabei werden unterschiedliche Perspektiven auf die Wissenschaftsgeschichte deutlich, die u.a. zu einer Reflexion der Herkunft des Wissens in der wissenschaftlichen Revolution führen, die Kategorie „Gender“ in ihrem Verhältnis zur Wissenschaft beleuchten, sowie die Kultur und Bahnen der wissenschaftlichen Objektivität hinterfragen. Zusammen mit einem Fokus auf die neueren Entwicklungen in den sogenannten Informations- und Computertechnologien bietet Hagners Sammelband eine ausführliche und facettenreiche Einführung in die Perspektiven der Wissenschaftsgeschichte.“ (Nicole Milbrett)
Michael Hagner (Hg.): Ansichten der Wissenschaftsgeschichte. Frankfurt: Fischer 2001.

 


Kuhn „Ein Klassiker der Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte. Kuhns besondere Leistung besteht darin, das geläufige Bild eines kontinuierlichen Fortschritts der Wissenschaft aufgebrochen zu haben. Dies gelingt ihm, indem er aus einer historischen Perspektive den wissenschaftlichen Wandel nachzeichnet und dabei Phasen von Brüchen ausmacht. Das Werk besticht durch eine Fülle von Beispielen aus der Wissenschaftsgeschichte: vom geozentrischen Weltbild, der kopernikanischen Wende, über Newtons Mechanik bis zu Einsteins Relativitätstheorie. Kuhns Blick in die Vergangenheit der Wissenschaft verliert mit seinen gut strukturierten und leicht verständlichen Darstellungen den Laien nicht aus den Augen. Im Lichte seiner eigenen Theorie vom Paradigma veranschaulicht er den Lesern, wie sich die normale Wissenschaft durch ein vorgegebenes System von Problemen und Erklärungsmodellen auszeichnet. In einem Paradigmenwechsel, der eine Veränderung des Weltbildes zur Folge hat, sieht Kuhn schließlich die Wissenschaftliche Revolution.“ (David Willmes)
Thomas Kuhn: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen. Frankfurt: Suhrkamp 2002. (Original: The Structure of Scientific Revolutions. Chicago: University of Chicago Press 1962.)