MA 'History, Philosophy and Sociology of Science' (HPSS)
 
 
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Ziele des Studienprogramms

Dieser Masterstudiengang wurde eingestellt. Einschreibungen in das erste Fachsemester sind nicht mehr möglich. In veränderter Form wird das Angebot als "History, Economics and Philosophy of Science" (HEPS)  weitergeführt. Endgültig wird der Studiengang zum 30. September 2017 auslaufen. Mit dem Ablauf des Sommersemesters 2017 (30. September 2017) werden die Studierenden exmatrikuliert.

Die entsprechende Ordnung dazu findet sich hier: Einstellungsordnung HPSS

 

Wissenschaft als organisierte und systematische Form der Gewinnung von Erkenntnis gehört zu den Grundpfeilern unserer Kultur. Darüber hinaus ist sie seit der ersten wissenschaftlichen Revolution bis in die gegenwärtige Formierung der Wissensgesellschaft ein ständiger Motor der gesellschaftlichen Modernisierung. Seit ebenso langer Zeit wird dieser Prozess von zustimmenden wie kritischen Bewertungen begleitet. Wissenschaft wird als weltbildprägend, als Muster für Rationalität und Fortschritt und als Grundlage der Wohlstandsmehrung geschätzt. Andererseits wird sie als Werkzeug der Unterdrückung, als Ursache sozialen Rückschritts, wirtschaftlicher Ungleichheit und der Unterwerfung und Ausbeutung der Natur kritisiert.

 

Beide Bewertungen stimmen darin überein, dass die Wissenschaft einer der mächtigsten Einflussfaktoren der Gegenwart ist und das menschliche Leben in vielfacher Weise bestimmt. Wissenschaftsreflexive Studien, die im Masterstudiengang "History, Philosophy and Sociology of Science (HPSS)" an der Universität Bielefeld in dieser Breite für die Lehre verfügbar gemacht werden, sind darauf gerichtet, die wesentlichen Kennzeichen von Wissenschaft herauszuarbeiten und explizit zu machen. Ziel ist die Analyse der Beschaffenheit der Wissenschaft in ihrer Erkenntnisweise, ihrer institutionellen Organisation und ihrer Einbindung in den gesellschaftlichen Zusammenhang in Geschichte und Gegenwart.

 

Diese Analyse setzt die Verknüpfung von drei disziplinären Perspektiven voraus, die in der Forschung und Lehre am IWT bereits viele Jahre erfolgreich kombiniert werden. Die Wissenschaftssoziologie fasst die Wissenschaft als eine durch spezifische soziale Regeln konstituierte gesellschaftliche Institution auf. Die Wissenschaftsphilosophie rückt die epistemischen Gesichtspunkte der Geltungsgründe und der kognitiven Rationalität in den Mittelpunkt und schenkt dem ethischen Aspekt der Verantwortung besondere Beachtung. Die Wissenschaftsgeschichte verfolgt die historische Entwicklung der Wissenschaft in ihren Kontinuitäten und Brüchen und analysiert ihre jeweilige Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft. Diese disziplinär akzentuierten Ansätze ergänzen einander und tragen gemeinsam zum besseren Verständnis der Wissenschaft bei.

 

Das Programm ist interdisziplinär angelegt, international anschlussfähig und soll zusammengefasst folgenden Zielen dienen:

 

Das Ausbildungsprogramm führt die Studierenden in das wissenschaftliche Arbeiten hinein. Neben der Fähigkeit zur Forschung durch Anwendung der Methoden vermitteln die Veranstaltungen den Studierenden auch die Fähigkeit, selbstständig relevante Innovationspotentiale, Problemkonstellationen und Lösungsstrategien im Spannungsfeld von Wissenschaft und Gesellschaft zu identifizieren. Unabhängige Urteilsbildung, reflektierter Sprachgebrauch und sichere Präsentation von Wissen in Wort, Text und Bild gehören zu den mit diesem Studium erworbenen Schlüsselqualifikationen, die zur professionellen Arbeit befähigen.

 

Die gegenwärtigen Veränderungen zur Wissens- und Informationsgesellschaft sind erheblich von Wissenschaft und Technik geprägt und führen zugleich zu neuen Beziehungen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Dies führt zu einer verstärkten Nachfrage nach fachkundigen, reflexiven Kompetenzen. Die Berufsperspektiven für die Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs sind deshalb als gut zu bewerten. Die bisherigen Erfahrungen weisen darauf hin, dass ein zunehmender beruflicher Bedarf an Akademikern existiert, die auf den Gebieten der Organisation und des Managements von Forschung und Lehre, der Vermittlung und Akzeptanz von Wissen in Medien und Öffentlichkeit, der Qualitätsstandards von Erkenntnis und Expertise sowie der Beteiligung von Wissenschaft in Innovationsnetzwerken sachkundig, kritisch und historisch geschult sind.

 

Die Ausbildung im Bielefelder Master ist darauf gerichtet, wichtige Kompetenzen für Wissenschaftsverwaltung und -politik zu schaffen. Als Hauptarbeitsbereiche sind folgende Wirkungsfelder zu nennen: