Universität Bielefeld

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Institute for
Interdisciplinary Research
on Conflict and Violence

Sicherheit und Zuwanderung

Kurzbeschreibung

Gemeinsam mit den Kooperationspartner*innen des Zentrums für Rechtsextremismusforschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration (KomRex) der Universität Jena untersucht das Projekt individuelle Radikalisierungsverläufe im Kontext des Zuzugs geflüchteter Menschen und der Anti-Asyl-Debatten seit 2015. Im Fokus stehen dabei Personen, die wegen Straf- bzw. Gewalttaten gegen Unterkünfte von Geflüchteten, gegen Geflüchtete selbst oder wegen Hassrede gegen Geflüchtete im Internet verurteilt wurden, allerdings zuvor noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Mit dem gewählten Mixed-Methods-Design der Studie wird eine belastbare empirische Datengrundlage geschaffen. Diese umfasst qualitative narrativ-biografische Interviews mit Straftäter*innen und standardisierte Fragebögen, die von den Straftäter*innen selbst und dem Umfeld der Straftäter*innen beantwortet werden. Weiterhin werden sozialpädagogische und psychologische Fachkräfte (z.B. im Justizbereich) in Interviews und einem weiteren Fragebogen zu ihrer Sicht auf Radikalisierung befragt. Damit werden verschiedene Perspektiven auf die individuelle Radikalisierung berücksichtigt und ausgewertet. Die Datenerhebung erfolgt bundesweit. Das Projekt leistet so einen empirisch fundierten Beitrag zur Radikalisierungs- und Präventionsforschung.

Laufzeit
04/2018-12/2019

Projektteam

Bielefeld
Prof. Dr. Andreas Zick

Jena
Prof. Dr. Andreas Beelmann

Sylja Wandschneider
Hannah Mietke
Yann Rees

Jakob Thinius
Dr. des. Franziska Schmidtke
Dr. Michaela Börner
Matthias Koch


Förderung
Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI)