Exkursionen
 
 

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Fach: Deutsch als Fremdsprache - EXKURSIONEN & STUDIENFAHRTEN

Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft

Ein ganz kleines Stück China (Studienfahrt vom 20.05. bis 01.06.2011)

Ende Mai diesen Jahres hatten wir, vier DaF-Studentinnen in Begleitung von Herrn Dr. Köster, die Möglichkeit, für 10 Tage in die VR China und die SAR Hong Kong zu reisen. Dort haben wir uns über die Situation des Deutschen in Süd-China informiert, Einblicke in die Arbeit der DAAD-Lektoren bekommen, aber auch selbst Vorträge gehalten, Workshops durchgeführt und eine uns unvertraute, eindrucksvolle Kultur kennen gelernt.

Von Hannover aus ging es zuerst für 5 Tage in die südchinesische Stadt Guangzhou, in der wir von der dortigen DAAD-Lektorin an der Guangdong University of Foreign Studies, Antje Lober, herzlich empfangen wurden.
Dass das aus Deutschland bekannte chinesische Essen nicht viel mit der Realität gemeinsam hat, wurde uns bereits während des ersten gemeinsamen Abendessens klar. Wir waren in Windeseile von den Köstlichkeiten der unterschiedlichen lokalen Küchen überzeugt. Ohne die tatkräftige Unterstützung von Frau Lober, ihrem Mann – nochmals danke, Jörg! – und den dortigen Germanistik-Studenten wäre uns dies sicherlich verwehrt geblieben, denn ohne Kenntnisse in Chinesisch sind wir in Begegnungssituationen schnell an unsere Grenzen gestoßen. Taxifahrten führten nur mit Adresskärtchen zum gewünschten Ziel, und ohne Bilder auf der Restaurantkarte war es unmöglich zu wissen, was uns wohl gleich serviert werden würde.









Neben diesen kleinen Alltagsabenteuern, der Erkundung der Stadt und einem Ausflug zum UNESCO-Weltkulturerbe in Kaiping, lag es in unserem Hauptinteresse, die Arbeit der DAAD-Lektorin an der Fremdsprachenuniversität wie auch des IC-Lektors an der Sun Yat-Sen-Universität in Guangzhou kennen zu lernen. Es war uns möglich, in verschiedenen Germanistik-Kursen der Jahre 1-3 zu hospitieren und unsere vorbereiteten Vorträge zu den Themengebieten Wohnen, Ausländer und Integration, Umweltpolitik und Sprachpolitik in Deutschland vor Masterstudenten zu halten und auch mit ihnen zu diskutieren.


Eine zweistündige Zugfahrt führte uns dann von Guangzhou nach Hong Kong. Dort hat uns neben den unzähligen Leuchtreklamen, den vielen Menschen und dem niemals ruhenden Verkehr besonders die Skyline mit ihren bunten Lichtern beeindruckt. Auch konnten wir in Hong Kong wieder etwas selbstständiger sein, da alles - zumindest im Schriftlichen - zweisprachig Englisch und Chinesisch ist.




Unser Workshop an der Hong Kong Baptist Universität konnte auch gleich am zweiten Tag beginnen. Wir haben zusammen mit den Studenten aus dem Studienbereich European Studies, dessen „German stream“ sowohl Deutschkurse als auch ein Auslandsjahr in Deutschland beinhaltet, zu den oben genannten Themenbereichen gearbeitet. So haben wir am ersten Workshoptag unseren Input zu den Themen aus deutscher Sicht gegeben. Die Hong Konger Studenten hatten sich im Gegenzug zu den gleichen Themengebieten mit lokalem Hong Kong-Bezug vorbereitet; am zweiten Tag ist jeweils eine von uns mit einer kleinen Gruppe Studenten in verschiedene Stadtteile gefahren, um Recherchen zu den Themengebieten durchzuführen. In den Gruppen wurde, soweit möglich, Deutsch gesprochen. Am Abend waren wir alle erschöpft und von den unterschiedlichen Eindrücken begeistert.



Der Sonntag wurde für verschiedene Ausflüge zum Big Buddha, dem traditionellen Fischerdorf Tai O und dem Peak genutzt, bevor es am Montag darum ging, in den Gruppen Präsentationen zu den Ausflügen am Samstag zu erarbeiten, vorzutragen und ausführlich zu diskutieren.





Auch an der Baptist Universität hat sich die gastgebende DAAD-Lektorin, Dr. Sylvia Brandt, Zeit genommen, um von ihrem Arbeitsfeld (Lehre und IC-Lektorat) zu berichten; ein ausgearbeitetes Workshop-Konzept hatte uns hier erwartet und zu einprägsamen Eindrücken geführt.


Nach dem vollen Arbeitstag an der Universität erlaubte uns der letzte Tag unseres Aufenthaltes neben Ausflügen zu den umliegenden Inseln auch ein bisschen Shopping, bevor wir dann am Abend über die Lichter Hong Kongs hinwegfliegen sollten.



Wir hatten noch ein wenig Zeit, uns ans Ufer des Victoria Harbour zu setzen und die wundervolle Kulisse auf uns wirken zu lassen.



Uns allen hat die Studienfahrt einen kleinen, aber beeindruckenden Einblick in dieses riesige Land verschafft und geholfen, China ein Stück weit zu verstehen.  [S.W.]