Simo
 
 

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Fach: Deutsch als Fremdsprache - MITARBEITER/INNEN

Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft

Zur Person

Geboren in Baham, Kamerun, begleitete den renommierten Germanisten David Simo die Mehrsprachigkeit von Beginn an durch seine Muttersprache Ghomala und die französischsprachige Schulbildung, der nach dem Baccalauréat ein Germanistikstudium und der Erwerb eines englischen Sprachdiploms an der Université d' Abidjan der Elfenbeinküste folgte. Sein Masterstudium führte ihn an die Universität des Saarlandes, während er für sein Doktorat nach Frankreich an die Universitè de Metz ging und sich bis dato vornehmlich mit deutscher Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts beschäftigte. Die Schrift zur "Interkulturalität und ästhetischer Erfahrung" im Werk Hubert Fichtes, mit der er sich im Jahr 1991 an der Universität Hannover habilitierte, ist schließlich um einen kulturanalytischen Blick erweitert.

Als Professor für Germanistik leitet David Simo seit 1997 das Philologische Institut der Universität von Yaoundé als auch das dort angesiedelte, 2011 gegründete Deutsch-Afrikanische Zentrum für Wissenschaftskooperation (DAW) und setzt sich aktiv in der Hochschul- und Bildungspolitik seines Landes ein. Insbesondere die Nachwuchsförderung ist ihm ein hehres Anliegen, aus der unter anderem die Bielefelder vom DAAD geförderte Germanistische Institutspartnerschaft (GIP) im Jahr 2013 hervorgegangen ist.

Deutschland blieb Simo über die Jahre verbunden und übernahm u.a. im Sommersemester 2013 die Leibnitz-Professur an der Universität Leipzig und war im Jahr 2014 auf Einladung des Instituts für postkoloniale und transkulturelle Studien (INPUTS) am Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität Bremen zu Gast.

Als Vertreter der ,Germanistik in und zwischen den Kulturen' gilt David Simo als einer der profiliertesten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Auslandsgermanistik. 2008 erhielt er den Reimar Lüst-Preis für internationale Wissenschafts- und Kulturvermittlung der Fritz Thyssen Stiftung und der Alexander von Humboldt-Stiftung, die ihn damit für seine Verdienste um die akademischen Beziehungen zu Deutschland auszeichneten.

David Simo ist Vorsitzender des afrikanischen Germanistenverbands und Mitglied der Internationalen Vereinigung der Germanisten (IVG). Zudem verdient er sich im Wissenschaftlichen Beirat der Gesellschaft für interkulturelle Germanistik (GIG), sowie von Acta Germanica, der Fachzeitschrift südafrikanischer Germanisten und gehört dem Vorstand von INST, dem Institut zur Erforschung und Förderung regionaler und transnationaler Kulturprozesse an.

Arbeitsimpressionen


Auswahlbibliographie


Monographien

Interkulturalität und ästhetische Erfahrung. Untersuchungen zum Werk Hubert Fichtes. Stuttgart: Metzler (1993).

Herausgeberschaft

Die Erfahrungen des Imperiums kehren zurück. Inszenierungen des Fremden in der deutschen Literatur. Comparativ; 12,2. Leipzig: Leipziger Univ.-Verl. (2002).

Afrikanische Deutschland-Studien und deutsche Afrikanistik. Ein Spiegelbild. Würzburg: Königshausen & Neumann (2014).

Aufsätze

  • Germanistik und Selbstfindung. Zur Dialektik Fremdverstehen-Selbstverstehen. In: Perspektiven und Verfahren interkultureller Germanistik. Hg. v. Alois Wierlacher. München: Iudicium (1987).
  • Europa und die außereuropäischen Kulturen. Zwischen Aneignung und Abgrenzung. In: Multikulturelles Europa. Das Miteinander der Kulturen als Friedenschance. Hg. v. Stiftung Entwicklung und Frieden. Bonn (1992).
  • Kritische Reflexionen über die "eine Welt". In: Lernen in der Einen Welt. Dokumentation des Bildungskongresses in Freiburg 19.11.-21.11.1992. Hg.v. Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit. Baden-Württemberg. Stuttgart (1993).
  • Fremde und entfremdete Blicke. Anmerkungen zur interkulturellen Germanistik. In: Acta Germanica. Jahrbuch des Germanistenverbandes im Südlichen Afrika. Band 22 (1994).
  • Interkulturalität und Asymmetrie. Koloniale Situation und Kommunikationsprobleme bei Kafka. In: Jura Soyfer. Internationale Zeitschrift für Kulturwissenschaften. Wien. 5.Jg. Nr.2 (1996).
  • Formen der Intellektualität in der deutschen Gegenwartsliteratur. In: Deutschsprachige Gegenwartsliteratur. Hg.v. Hans Jörg Knobloch und Helmut Koopmann. Tübingen: Stauffenburg (1997).
  • Hartnäckiges Erbe. Wie koloniale Strukturen Kamerun bis heute prägen und Probleme bereiten, In: INKOTA-Brief 149 (September 2009).
  • Europavorstellungen in Afrika, In: Die Vielfalt Europas: Identitäten und Räume; Beiträge einer internationalen Konferenz Leipzig, 6. bis 9. Juni 2007. Hg. v. Winfried Eberhard und Christian Lübke. Leipzig: Leipziger Univ.-Verl. (2010).
  • Fremderwartung und Fremderfahrung. Zur Bedeutung des Reisens bei Adelbert von Chamisso. Internationales Archiv Für Sozialgeschichte Der Deutschen Literatur: IASL (2017).


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