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Der Modellstudiengang Humanmedizin

Zum Wintersemester 2021/22 wird an der Universität Bielefeld ein humanmedizinisches Studium als Modellstudiengang eingerichtet. Neben der kontinuierlichen fachbezogenen Vorbereitung auf die vielfältigen Anforderungen ärztlichen Arbeitens wird die Perspektive der ambulanten Medizin im neuen Modellstudiengang in besonderem Maße Berücksichtigung finden.

Studienstruktur

Der Modellstudiengang gliedert sich in einen ersten Studienabschnitt mit sechs und einen zweiten Studienabschnitt mit vier Fachsemestern. Im Anschluss folgt das sogenannte Praktische Jahr. Geplant ist anstelle des zentralen Physikums eine physikumsäquivalente Prüfung im ersten Studienabschnitt, wodurch bereits in den ersten Studiensemestern Freiraum für Praxisorientierung und klinische Inhalte entsteht. Das Studium schließt regulär mit dem Staatsexamen nach Ärztlicher Approbationsordnung ab. Das Curriculum basiert auf einer organ- und themenzentrierten Lehre entlang von Themenblöcken und longitudinalen Kursen, die sich durch das gesamte Studium ziehen. So werden ab dem ersten Fachsemester theoretische und praxisrelevante klinische Inhalte mit den Grundlagenfächern der Medizin verknüpft und ein integratives Lernen ermöglicht. Angeboten wird zudem ein fakultativer Bachelor mit dem Abschluss "B. Sc. Interdisziplinäre medizinische Wissenschaften". Dieses Angebot ermöglicht es den Studierenden nach dem ersten Studienabschnitt und einem zusätzlichen Fachsemester einen ersten qualifizierenden Abschluss zu erwerben. Der Bachelorgrad qualifiziert jedoch ausdrücklich nicht zur Ausübung einer ärztlichen Tätigkeit, er bildet vielmehr die Basis für eine vertiefte wissenschaftliche Ausbildung. Darüber hinaus soll der Bachelorabschluss die Interdisziplinarität in der Medizin fördern.

Curriculumsentwicklung

Das Curriculum wird aktuell gemeinsam mit mehr als 250 Ärzt*innen aus der Region sowie Vertreter*innen anderer Fakultäten der Universität Bielefeld in einem gemeinsamen Prozess entwickelt und gestaltet. Hierzu wurden interdisziplinär besetzte Arbeitsgruppen gebildet, die sich jeweils einem der Themenblöcke des geplanten Curriculums widmen.