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Angebote für BSc- und MSc-Arbeiten

Wir bieten laufend BSc/MSc-Arbeiten an. Die Themen lehnen sich an die Forschung unserer Arbeitseinheit an:

  • (räumliche oder zeitliche) Verarbeitung von Berührung
  • Bewegungen zu Berührungsreizen
  • Entwicklung von Berührungsverarbeitung und Bewegung im Kindesalter
  • Schmerzverarbeitung
  • Motorische Planung und Kontrolle

 

Thema: Parallel oder seriell? Sensomotorische Entscheidungsfindung unter Unsicherheit
Betreuer: Seegelke
Kurzbeschreibung: Unsere Umwelt ist höchst dynamisch und geprägt von Unsicherheit. Unser sensomotorisches System muss daher in der Lage sein schnell auf Veränderungen zu reagieren. Neurophysiologische Befunde legen nahe, dass unser Gehirn, um dieser Unsicherheit und Dynamik Rechnung zu tragen, mehrere Handlungsoptionen gleichzeitig vorbereitet, um so flexibel auf Umweltänderungen reagieren zu können. In diesem Projekt wollen wir diese Theorie mit Methoden aus der Sensomotorik- und Aufmerksamkeitsforschung auf die Probe stellen.
Art/Anzahl Arbeiten: 1-2 Arbeiten möglich (BSc, MSc)
Bewerbungs-/Auswahlprozess: E-Mail an Betreuer, anschließend persönliches Gespräch; Bewerbung laufend möglich; Beginn ab Januar 2020 möglich
Besonderheiten: Eigene Datenerhebung nötig (Kinarm); Kenntnisse in R oder Bereitschaft, diese zu erwerben wird vorausgesetzt; Schreiben auf Deutsch oder Englisch möglich
Kontakt:christian.seegelke@uni-bielefeld.de

 

Thema: Planung, die Hand und Fuß hat - Effektor- oder funktionale Spezifität?
Betreuer: Seegelke
Kurzbeschreibung: Die Ausführung bestimmter Handlungen ist typischerweise an bestimmte Effektoren gebunden: So schreiben wir meistens mit unseren Händen/Armen während unsere Füße/Beine hauptsächlich der Fortbewegung dienen. Allerdings können wir in bestimmten Situationen unsere Effektorauswahl auch sehr schnell und flexibel anpassen, wenn wir beispielsweise eine Türklinke mit dem Knie betätigen, weil wir gerade schwere Einkaufstüten tragen. Experimentelle Ergebnisse legen nahe, dass unser Gehirn Bewegungen nicht per se effektor-spezifisch plant, sondern abstrakte motorische Pläne erstellt. In diesem Projekt wollen wir der Frage nachgehen, was für Informationen in solch abstrakten Pläne enthalten ist und wie und welche Informationen zwischen Effektoren (Fuß,Hand) und den Hemisphären ausgetauscht werden können.
Art/Anzahl Arbeiten: mehrere Arbeiten möglich (BSc, MSc)
Bewerbungs-/Auswahlprozess: E-Mail an Betreuer, anschließend persönliches Gespräch; Bewerbung laufend möglich; Beginn ab Oktober 2019 möglich
Besonderheiten: Eigene Datenerhebung nötig (Motion Tracking); Kenntnisse in R oder Bereitschaft, diese zu erwerben wird vorausgesetzt; Schreiben auf Deutsch oder Englisch möglich
Kontakt: christian.seegelke@uni-bielefeld.de

 

Thema: Wie Berührungen in Bewegungen umgesetzt werden
Betreuer: Seegelke
Kurzbeschreibung: Berührungen wahrzunehmen und auf sie zu reagieren erscheint uns simpel und selbstverständlich. Tatsächlich ist unser Nervensystem überaus flexibel bei der Steuerung von Bewegungen - Korrekturen auf unerwartete Änderungen während einer Bewegung finden bspw. bereits nach 60-150 ms statt. Die Verknüpfung sensorischer Informationen auf der Haut mit den Antworten des Bewegungsapparats erfordert aber komplexe räumliche Umrechnungen, die zusätzlich von unseren Absichten und Zielen abhängen. In diesem Projekt untersuchen wir, wie unser sensomotorisches System unerwartete Änderungen kompensiert und welche Faktoren diese Verarbeitung beeinflussen.
Art/Anzahl Arbeiten: 2-3 Arbeiten möglich (BSc, MSc)
Bewerbungs-/Auswahlprozess: E-Mail an Betreuer, anschließend persönliches Gespräch; Bewerbung laufend möglich; Beginn ab Oktober 2019 möglich
Besonderheiten: Eigene Datenerhebung nötig (Kinarm, EMG); Kenntnisse in R oder Bereitschaft, diese zu erwerben wird vorausgesetzt; Schreiben auf Deutsch oder Englisch möglich
Kontakt: christian.seegelke@uni-bielefeld.de

 
Thema: Wie wir Berührungen repräsentieren: Einfluss sensomotorischer Signale auf die räumliche Lokalisation
Betreuer: Seegelke, Suljic
Kurzbeschreibung: Viele experimentelle Befunde legen nahe, dass Berührungen automatisch im Raum - also in “3D” - wahrgenommen werden. Aktuellere Studien stellen diese Interpretation jedoch in Frage und postulieren hingegen, dass der Ort der Berührung nur grob und bei Bedarf berechnet wird. In dieser Studie wollen wir untersuchen welche sensorischen und/oder motorischen Signale zur Lokalisation von Berührungsreizen beitragen.
Art/Anzahl Arbeiten: 2 Arbeiten möglich (BSc, MSc)
Bewerbungs-/Auswahlprozess: E-Mail an Betreuer, anschließend persönliches Gespräch; Bewerbung laufend möglich; Beginn ab September 2019 möglich
Besonderheiten: Eigene Datenerhebung nötig (Motion Tracking, Kinarm, EMG); Kenntnisse in R oder Bereitschaft, diese zu erwerben wird vorausgesetzt; Schreiben auf Deutsch oder Englisch möglich
Kontakt: christian.seegelke@uni-bielefeld.de
 
 
Thema: Replikation von (klassischen) TMS Effekten
Betreuer: Seegelke, Fuchs
Kurzbeschreibung: Transkranielle Magnetstimulation (TMS) ist eine nicht-invasive Methode zur kurzzeitigen, vorübergehenden Veränderung neuronaler Aktivität. In jüngerer Vergangenheit gab es jedoch vermehrt Schwierigkeiten vermeintlich robuste TMS-Effekte zu bestätigen. Ziel dieser Studie ist es eine Auswahl von klassischen und zuverlässigen Effekten zu replizieren.
Art/Anzahl Arbeiten: 1 MSc Arbeit
Bewerbungs-/Auswahlprozess: E-Mail an Betreuer, anschließend persönliches Gespräch; Bewerbung laufend möglich; Beginn ab Oktober 2019 möglich
Besonderheiten: Eigene Datenerhebung nötig (TMS und EMG); Kenntnisse in R oder Bereitschaft, diese zu erwerben wird vorausgesetzt; Schreiben auf Deutsch oder Englisch möglich
Kontakt: christian.seegelke@uni-bielefeld.de
 
 
Thema: Wie wir Berührungen repräsentieren: Körper im Raum
Betreuer: Heed
Kurzbeschreibung: Viele experimentelle Befunde legen nahe, dass Berührungen automatisch im Raum - also in “3D” - wahrgenommen werden. Die Ergebnisse der experimentellen Aufgaben, die zu diesem Schluss geführt haben, können aber teilweise auch anders interpretiert werden. In diesem Experiment untersuchen wir, ob diese experimentellen Paradigmen tatsächlich das hergeben, was ihnen zugesprochen wird.
Art/Anzahl Arbeiten: 2-3 Arbeiten möglich (BSc, MSc)
Bewerbungs-/Auswahlprozess: E-Mail an Betreuer, anschließend persönliches Gespräch; Bewerbung laufend möglich; Beginn ab sofort möglich
Besonderheiten: Eigene Datenerhebung nötig; Kenntnisse in R oder Bereitschaft, diese zu erwerben wird vorausgesetzt; Schreiben auf Deutsch oder Englisch möglich
Kontakt: tobias.heed@uni-bielefeld.de
 
 
Thema: Does limb identification depend on space?
Betreuer: Habets, Heed, Seegelke
Kurzbeschreibung: Zwei Koordinaten-Systeme spielen eine Rolle bei der Lokalisierung von Berührung; ein anatomisches Koordinatensystem (wo sind meine Körperteile) und ein externales Koordinatensystem (wo befindet sich mein Körper im Raum). In dieser Studie wollen wir mittels EEG und EMG untersuchen ob unser Wissen wo sich unsere Körperteile befinden von Rauminformationen abhängt. Um das zu untersuchen werden Arme/Beine gekreuzt und Berührungsreize angeboten. 
Art/Anzahl Arbeiten: mehrere Arbeiten möglich (BSc, MSc)
Bewerbungs-/Auswahlprozess: E-Mail an Betreuer, anschließend persönliches Gespräch; Bewerbung laufend möglich; Beginn ab sofort möglich
Besonderheiten: Eigene Datenerhebung nötig; Kenntnisse in R oder Bereitschaft, diese zu erwerben wird vorausgesetzt; Schreiben auf Deutsch oder Englisch möglich
Kontakt: boukje.habets@uni-bielefeld.de
 
 
Thema: Wie Schmerzen die Bewegung beeinflussen
Betreuer: Fuchs
Kurzbeschreibung: Bei chronischen Schmerzen spielt es eine wichtige Rolle, dass bestimmte Bewegungen vermieden werden. Diese Vermeidung kann das Ergebnis eines Konditionierungsprozesses sein bei dem Bewegung mit akutem Schmerz assoziiert wurde. Aus der bisherigen Forschung zum Assoziationslernen zu Bewegung und Schmerz wird allerdings noch nicht klar, was für Informationen eigentlich miteinander konditioniert werden. In diesem Projekt kann eine Arbeit durchgeführt werden, bei der gezielt Bewegungen variiert werden, um herauszufinden, ob bei Schmerz-induzierter Bewegungsvermeidung Bewegungen, Orte oder Körperstellungen vermieden werden.
Art/Anzahl Arbeiten: 2 x MSc
Bewerbungs-/Auswahlprozess: E-Mail an Betreuer, anschließend persönliches Gespräch; Bewerbung laufend möglich; Beginn ab Oktober 2019 möglich
Besonderheiten: Eigene Datenerhebung nötig (Kinarm und EMG); Kenntnisse in R oder Bereitschaft, diese zu erwerben wird vorausgesetzt; Schreiben auf Deutsch oder Englisch möglich
Kontakt: xaver.fuchs@uni-bielefeld.de
 
 
Thema: Multisensorische Integration und Körperwahrnehmung
Betreuer: Fuchs
Kurzbeschreibung: Multisensorische Integration beschreibt den Prozess, Reize, die über unterschiedliche sensorische Systeme (z.B. Sehen und Hören) vermittelt werden, miteinander zu kombinieren und sie der gleichen Ursache zuzuschreiben. Häufig geht multisensorische Integration mit einer gegenseitigen „Anziehung“ der Reize zueinander einher, woraus sich ergibt, dass sie als räumlich-zeitlich verbunden wahrgenommen werden. Für unsere Hautsinne (z.B. das taktile oder das Schmerzsystem) gilt eine besondere Eigenschaft, da unser Nervensystem erwartet, dass Empfindungen auf dem Körper stattfinden. In diesem Themenbereich können einige Arbeiten zum Zusammenhang von Körperposition und der Integration von gesehenen und gefühlten Reizen angefertigt werden.
Art/Anzahl Arbeiten: 1x BSc, 1x MSc
Bewerbungs-/Auswahlprozess: E-Mail an Betreuer, anschließend persönliches Gespräch; Bewerbung laufend möglich; Beginn ab Oktober 2019 möglich
Besonderheiten: Eigene Datenerhebung nötig; Kenntnisse in R oder Bereitschaft, diese zu erwerben wird vorausgesetzt; Schreiben auf Deutsch oder Englisch möglich
Kontakt: xaver.fuchs@uni-bielefeld.de
 
 
Thema: Taktile Saltation (Cutaneous Rabbit Illusion)
Betreuer: Fuchs
Kurzbeschreibung: Das Gehirn integriert aufeinanderfolgende Reize in ein Gesamtperzept. Dadurch kommt es zustande, dass zeitlich spätere Reize die Wahrnehmung (zum Beispiel den wahrgenommenen Ort) von vorherigen Reizen im Nachhinein beeinflussen. Zum Beispiel werden Reize, die schnell an nur zwei weiter voneinander entfernten Orten präsentiert werden, als eine Serie von Berührung entlang der Haut zwischen den beiden Orten wahrgenommen (quasi wie ein „Häschen“, das über die Haut läuft; daher der Name der Illusion). Die in der Mitte empfunden Berührungen sind also illusionär, da dort nie ein Reiz tatsächlich stattgefunden hat. Nach wie vor sind viele Fragen an bezügliche dieses Phänomens offen. Mehrere Abschlussarbeiten sind zu diesem Thema möglich.
Art/Anzahl Arbeiten: 1x BSc, 1x MSc
Bewerbungs-/Auswahlprozess: E-Mail an Betreuer, anschließend persönliches Gespräch; Bewerbung laufend möglich; Beginn ab Oktober 2019 möglich
Besonderheiten: Eigene Datenerhebung nötig; Kenntnisse in R oder Bereitschaft, diese zu erwerben wird vorausgesetzt; Schreiben auf Deutsch oder Englisch möglich
Kontakt: xaver.fuchs@uni-bielefeld.de