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Diagnostik

Allen Familien, die sich an uns wenden, bieten wir zunächst eine umfassende standardisierte Diagnostik an. Diese Diagnostik entspricht dem neuesten Stand der Psychotherapieforschung und erstreckt sich über mehrere Termine. Zunächst wird eine Sprechstunde stattfinden, in welcher Sie als Erziehungsberechtigte die Möglichkeit haben, von ihrem Kind zu berichten, was uns ermöglicht, festzustellen, ob weitere Sitzungen für eine ausführliche Psychodiagnostik sinnvoll wären. Nach einer gewissen Zeit können wir Ihnen dann einen Termin für ein Erstgespräch anbieten. In diesem ausführlichen Erstgespräch widmen wir uns zunächst der individuellen Problematik des Kindes oder Jugendlichen sowie der bisherigen Biografie und Entwicklungsgeschichte. Das Erstgespräch findet sowohl mit den Erziehungsberechtigten als auch mit dem Kind statt.

In der Regel wird nach diesem Erstgespräch eine weitere Psychodiagnostik geplant. Je nach Entwicklungsstand und Problemlage des einzelnen Kindes umfasst diese Diagnostik testpsychologische Untersuchungen, den Einsatz von Fragebögen und standardisierten klinischen Interviews. Diese Diagnostikphase umfasst in den meisten Fällen zwischen drei und sieben Sitzungen. Der Umfang wird beim ersten Termin mit Ihnen besprochen und dient dazu, einen möglichst umfassenden Eindruck von den Schwierigkeiten, aber auch den Ressourcen des Kindes oder Jugendlichen zu bekommen. Dabei kann es nach Absprache wichtig sein, mit der Schule/dem Kindergarten des Kindes, dem Kinderarzt und weiteren Institutionen zusammenzuarbeiten. Sollte sich dies als notwendig erweisen, so brauchen wir dafür in jedem Fall eine Schweigepflichtsentbindung von Ihnen, da alle Mitarbeitenden der Hochschulambulanz der ärztlichen Schweigepflicht unterliegen.

In Fallsupervisionen wird dann auf der Grundlage der diagnostischen Ergebnisse sowie der Verhaltensbeobachtungen und des klinischen Urteils jeder Fall besprochen. In einem gemeinsamen Abschlussgespräch erfolgt eine ausführliche Rückmeldung der Ergebnisse und gegebenenfalls die Planung weiterer Schritte.

Nach Abschluss der Diagnostik besteht die Möglichkeit zur Übernahme in eine Therapie.