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Psychotherapie-Ambulanz
der Universität Bielefeld
(PAdUB)

Aktuelles

Misophonie

-Die Aufnahme neuer Probanden ist vorläufig abgeschlossen-

Leiden Sie darunter, dass Sie das Kauen Ihres Tischnachbarn in den Wahnsinn treibt? Oder werden Sie wütend oder aggressiv, wenn jemand ständig mit dem Kuli klickt oder mit dem Fuß wippt?

Wenn derartige Geräusche oder Bewegungen zu dauerhaften Belastungen führen, bezeichnen einige Wissenschaftler das als "Misophonie". Misophonie bedeutet wörtlich "Hass auf Geräusche" und beschreibt das Phänomen, auf bestimmte Geräusche mit starkem körperlichen Unbehagen und unangenehmen Emotionen zu reagieren. Bei Betroffenen führen vermeintlich normale Geräusche (wie z. B. Kaugeräusche, Schmatzen oder Tippgeräusche auf einer Tastatur) zu Ekel, Wut oder aggressiven Ausbrüchen. In der Folge kann es zu starken Beeinträchtigungen und sozialer Isolation im Alltag kommen.

Leiden Sie unter solchen Symptomen oder kennen Sie jemanden, der darunter leidet?

Aktuell wird in der Psychotherapie-Ambulanz der Universität Bielefeld eine Studie zum Thema "Misophonie" durchgeführt, um mehr über die Symptome und Belastungen von Menschen zu erfahren, die sich selbst als Betroffene von einer Misophonie erleben.

Wie läuft die Studie ab?

Zunächst wird in einem kurzen Telefoninterview geprüft, ob eine Studienteilnahme für Sie in Frage kommt und es werden Ihnen ausführliche Informationen über den Ablauf mitgeteilt. In einem zweiten Schritt erhalten Sie Fragebögen, mit denen Sie zu Ihren Reaktionen und Belastungen bezüglich der Misophonie befragt werden.

Der Hauptteil der Studie ist ein ausführliches Interview, das in der Psychotherapie-Ambulanz durchgeführt wird. Das Interview enthält zum einen Fragen zu Ihren Reaktionen auf verschiedene Geräusche und den daraus entstehenden Belastungen. Um zu erfahren, ob Sie neben der Geräuschempfindlichkeit unter weiteren Belastungen leiden, werden Sie im Rahmen des Interviews zudem nach verschiedenen psychischen/seelischen Symptomen befragt, wie z. B. Schlafschwierigkeiten, Stimmung, Ängsten, körperlichen Beschwerden.

Wenn Sie grundsätzlich an solchen Studien teilnehmen möchten oder Personen kennen, die Studien über Misophonie interessieren könnten, melden Sie sich gerne unter der Telefonnummer 0521-10 62 46 6 oder schreiben Sie eine E-Mail an misophonie@uni-bielefeld.de.