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Hausarbeiten schreiben

Hausarbeiten orientieren sich am Modell des Artikels in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift. Man findet Vorbilder in soziologischen Fachzeitschriften wie die Zeitschrift für Soziologie, das Berliner Journal für Soziologie oder die Soziale Welt. Beiträge in wissenschaftlichen Sammelbänden haben ein vergleichbares Format.

Hausarbeiten schreiben ist ein Handwerk. Es ist nicht nötig, ein Genie zu sein. Die Kunst dieses Handwerks besteht allerdings darin, sich immer wieder selbst daran zu erinnern, was man da eigentlich gerade tut, wenn man eine Hausarbeit schreibt, und welche Richtung das eigene Schreiben gerade nimmt. Unter dem Punkt „Sechszeiler und Exposés entwickeln“ haben wir acht Fragen formuliert, die Ihnen bis zur Abgabe helfen, sich beim Schreiben zu reflektieren.

  1. Was möchte ich herausfinden?
  2. Welche empirische Beobachtung und/oder welches theoretische Problem und/oder welches methodische Problem bildet den Ausgangspunkt meiner Studie?
  3. Wer hat dazu bereits etwas herausgefunden?
  4. Wie schließt meine Studie an das an, was andere herausgefunden haben?
  5. Welche Vorannahmen habe ich über das, was ich herausfinden möchte?
  6. Wie gehe ich vor, um das herauszufinden, was ich herausfinden möchte?
  7. Welche Materialien habe oder benötige ich?
  8. Welche „sensibilisierenden Konzepte“ nutze ich?

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Wie schreibt man eine Hausarbeit? PDF

Ein wegen seiner empirischen Analyse beeindruckendes Beispiel für einen Fachartikel, der als Vorbild gelten kann: Hirschauer, S., 1999: Die Praxis der Fremdheit und die Minimierung der Anwesenheit. Eine Fahrstuhlfahrt. Soziale Welt 50: 221-246. Externer Link

Ein wegen seiner vorbildlichen Theoriediskussion empfehlenswertes Beispiel ist: Tyrell, H., 1978: Anfragen an die Theorie der gesellschaftlichen Differenzierung. Zeitschrift für Soziologie 7: 175-193. Externer Link

Zwei sehr gelungene studentische Beispiele sind:

  • Skripchenko, A., 2010: Wachstum durch Zweckkonflikt: City University of New York (CUNY) und "offene Zulassung". Unveröffentlichte Hausarbeit, überarbeitete Fassung. PDF (alle Rechte bei der Verfasserin)
  • Willjes, K., 2011: Der Wahlkampf als temporäres System. Eine Hinführung zur organisationssoziologischen Betrachtung der Ad-hoc-Mobilisierung von Parteimitgliedern im Wahlkampf. Unveröffentlichte Hausarbeit. PDF (alle Rechte bei der Verfasserin)