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Aktuelles und Termine

Frau PD Dr. Pamela Wicker vertritt die Professur "Organisationen des Sports" ab dem 1.9.2019

Die Abteilung Sportwissenschaft freut sich, zum 1. September 2019 Frau PD Dr. Pamela Wicker begrüßen zu dürfen. Pamela Wicker vertritt den Arbeitsbereich III "Sport und Gesellschaft" und wird im Wintersemester neben der Vorlesung "Soziologische und historische Fragen des Sports" drei Seminare in den Studiengängen "Sport und Gesellschaft" und "Organisationsentwicklung und Management? anbieten, darunter das neu konzipierte Seminar "Sport und Umwelt? im Rahmen der Sportsoziologischen Vertiefung.

Pamela Wicker arbeitete bislang als akademische Oberrätin an der Deutschen Sporthochschule Köln. Sie studierte Sportwissenschaften ebenfalls an der Deutschen Sporthochschule Köln, wo sie 2009 promoviert wurde und sich 2015 habilitierte. Als Senior Lecturer und Adjunct Associate Professor fungierte sie von 2011 bis 2015 an der Griffith University in Australien.

Pamela Wicker
PD Dr. Pamela Wicker

Der überwiegende Anteil ihrer 120 Publikationen in internationalen Fachzeitschriften sind der Sportsoziologie und dem Sportmanagement zuzuordnen. Seit 2015 ist Pamela Wicker Associate Editor bei der Zeitschrift Sport Management Review (SMR), seit 2017 zudem bei der Zeitschrift European Sport Management Quarterly (ESMQ) sowie der Zeitschrift für Studium und Lehre in der Sportwissenschaft (ZSLS). Hinzu kommen Gutachtertätigkeiten bei über 50 weiteren Journals und diversen Konferenzreihen.

Die Abteilung Sportwissenschaft freut sich sehr, mit Frau Wicker eine national wie international angesehene Person in ihren Reihen begrüßen zu dürfen.

Gender-Gastprofessur in der Abteilung Sportwissenschaft

Karolin Heckemeyer
Gender-Gastprofessorin: Dr. Karolin Heckemeyer

Die Gender-Gastprofessur der Universität Bielefeld wurde im Studienjahr 2010/2011 an der juristischen Fakultät der Universität Bielefeld eingeführt. Seitdem übernehmen verschiedene Fakultäten die Gastprofessur und stärken damit die Vermittlung und Verankerung von genderbezogenen Wissensbeständen in den einzelnen Disziplinen. Im Sommersemester 2019 setzt die Abteilung Sportwissenschaft die Gender-Gastprofessur mit Dr. Karolin Heckemeyer fort.

Veranstaltung im ekvv

Mit der Einrichtung der Gastprofessur setzt die Abteilung Sportwissenschaft der Universität Bielefeld nach innen wie nach außen ein deutliches Zeichen für die Stärkung von Gender spezifischen Inhalten in Forschung und Lehre. Die Professur soll die Präsenz von Genderfragen in der sportwissenschaftlichen Lehre und Forschung erhöhen sowie Frauen in Forschung und Lehre sichtbarer machen. Innerhalb der Universität fügt sich diese Initiative der Abteilung in die Zielsetzung des Rektorats ein, Gleichstellungsfragen sowie Gender-und Diversity-Themen zu stärken.

Karolin Heckemeyer forscht und lehrt als Dozentin an der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Nach dem Lehramtsstudium der Fächer Sport und Französisch an der Universität Bielefeld war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Sportsoziologie der Abteilung Sportwissenschaft der Universität Bielefeld und wechselte dann an das Institut für Soziologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Dort promovierte sie 2017 mit einer Arbeit zur (Re-)Produktion heteronormativer Ordnung im Sport. Die Dissertation erschien unter dem Titel «Leistungsklassen und Geschlechtertests - Die heteronormative Logik des Sports» im transcript-Verlag.

Karolin Heckemeyer war DAAD-Stipendiatin und Research Fellow am Simone de Beauvoir Institute der Concordia University in Montreal, Kanada. Darüber war sie Mitgründerin der Arbeitsgruppe Gender am Zentrum für Anthropologie und Gender Studies der Universität Freiburg und zwischen 2010-2015 Mitglied der Forschungsgruppe GeschlechterGesellschaftsTheorie (GGT). Sie ist aktuell Mitherausgeberin der Freiburger Zeitschrift für Geschlechterstudien (Verlag Barbara Budrich) und der 2017 neu gegründeten Zeitschrift für Fussball und Gesellschaft (Verlag Barbara Budrich) sowie Mitglied der Forschungsgruppe «Transnational Scholars for the Study of Sport and Gender». Ferner engagiert sie sich im Kontext der Lehrinnovation Diversität der Pädagogischen Hochschule FHNW, deren Ziel die Etablierung und Weiterentwicklung diversitätsbewusster Lehre an der Hochschule ist.

In ihrer Forschung setzt sich Karolin Heckemeyer mit Fragen zu geschlechtlicher Vielfalt, Diversität und Intersektionalität im Sport auseinander. Dabei greift sie aktuelle Debatten zu Geschlechterverifikationsverfahren, zum «Mythos der Chancengleichheit» sowie zu LGBTIQ-Themen im Sport auf. Ihr Post-Doc-Projekt mit dem Titel «Leistung im Sport - Intersektionale Analysen einer sozialen Ordnungskategorie» zielt auf die Analyse sozialer Inklusions-, Exklusions- und Hierarchisierungsprozesse in unterschiedlichen Kontexten des Sports. Macht- und Ungleichheitsverhältnisse nimmt das Projekt aus einer theoretischen Perspektive in den Blick, die heteronormativitätstheoretische, intersektionale und praxistheoretische Forschungsansätze miteinander zu verknüpfen sucht.

Für den Zeitraum der Gastprofessur sind ein Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung Gender Studies (Thema: Der Sport als heteronormativ strukturiertes Feld, 2. Juli 2019), ein Vortrag im sportpädagogischen Forschungskolloquium von Prof.'in Dr. Valerie Kastrup (5. April 2019) sowie eine im Block stattfindende Lehrveranstaltung zum Thema "Leistungsklassen und Geschlechtertests - Intersektionale Analysen sozialer Ordnungsprozesse im Sport" (15.-19. Juli 2019).

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