Arbeitsbereich III 'Sport und Gesellschaft'
 
 
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Aktuelle Forschungsprojekte des Arbeitsbereichs III

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Spitzensport und Beruf

Eine Analyse der Möglichkeiten zur strukturellen Kopplung von Spitzensport und Wirtschaft

Projektleitung und -durchführung:
Prof. Dr. Klaus Cachay,
Dr. Carmen Borggrefe

Laufzeit:
01.03.2009-31.02.2011

Auftraggeber / Finanzierung:
Bundesinstitut für Sportwissenschaft

Bei großen Sportereignissen wie Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften werden Siege schon längst nur noch von denjenigen errungen, die ihr Leben vorbehaltlos auf die Erfordernisse des Spitzensports abgestellt haben. In der Bundesrepublik scheint nun allerdings eine derartige Konzentration auf den Sport für das Gros der Spitzenathleten kaum möglich, sprich: der Professionalisierungsgrad des bundesdeutschen Spitzensports ist über die Masse der Sportarten betrachtet bislang gering. Entsprechend stellt sich vielen Athleten bereits während ihrer aktiven Zeit das Problem der eigenen beruflichen Zukunft, und zwar nicht allein in Gestalt einer ?passenden? Berufsausbildung, sondern durchaus schon in Gestalt eines Berufseinstiegs. Die Anforderungen in der Rolle als Spitzensportler scheinen mit den Anforderungen der Arbeitnehmerrolle kaum vereinbar zu sein.

Vor diesem Problemhorizont sind insbesondere jene wenigen Spitzensportler von Interesse, denen derzeit sowohl der Einstieg als auch der weitere Verbleib in der Arbeitnehmerrolle gelungen ist. Denn an ihrem Beispiel lassen sich vorhandene Kooperationen zwischen Spitzensport- und Arbeitsorganisationen hinsichtlich ihrer Funktionsfähigkeit analysieren, um hieraus wiederum Verbesserungsvorschläge für die Arbeitsplatz vermittelnde und Arbeitsplatz sichernde Kommunikation des Spitzensports gegenüber Arbeitsorganisationen zu erarbeiten.

Das Forschungsvorhaben zielt nun darauf ab, anhand von Fallstudien die Möglichkeiten der Kopplung von Spitzensport und Beruf zu erfassen: Konkret verfolgt wird die Fragestellung, unter welchen Umständen derzeit aktiven Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern der Einstieg und der weitere Verbleib als Arbeitnehmer in Arbeitsorganisationen gelingt.

Folgende Analyseschritte sind hierbei geplant:

  • Zunächst erfolgt eine deskriptive Bestandaufnahme, um das Ausmaß und die Gestalt des Phänomens genau zu erfassen.
  • Als zweiter Schritt ist eine Analyse des Inklusionsproblems geplant: Welche zentralen Probleme treten bei dem Versuch einer Dualen Karriere in Spitzensport und Beruf auf, und welche strukturellen Bedingungen sind hierfür verantwortlich?
  • Im Anschluss daran ist es erforderlich, die Möglichkeiten und Grenzen von Strukturanpassungen zur Lösung des Inklusionsproblems sowohl bei den beteiligten Organisationen im Spitzensport als auch in Arbeitsorganisationen zu untersuchen.
  • Als letzen Schritt gilt es, die Effektivität bestehender Inter-Organisationsbeziehungen zwischen Spitzensport- und Arbeitsorganisationen zu analysieren und das Potenzial der Optimierbarkeit abzuschätzen.

 

 

 

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