Arbeitsbereich III 'Sport und Gesellschaft'
 
 
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Studium und Spitzensport

Eine Analyse der Kopplung von Hochschule und Spitzensport

Projektleitung:
Prof. Dr. Klaus Cachay

Mitarbeiterin:
Dr. Carmen Borggrefe

Laufzeit:
Feb. 2006 - Jan. 2008

Auftraggeber / Finanzierung:
Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp)

 

Die Notwendigkeit einer effektiven Kopplung von Studium und Spitzensport ist mittlerweile allseits unbestritten, zumal die Zahl der studierenden Spitzensportlerinnen und Spitzensportler in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist: Bei den Olympischen Spielen in Athen 2004 lag der Studierendenanteil bei immerhin 33,4 %.

Dabei scheint jedoch gerade die Verbindung von Spitzensport und Studium äußerst schwierig, was nicht selten dazu führt, dass Sportkarrieren aufgrund der Unmöglichkeit der Koordinierung mit den Anforderungen eines Studiums aufgegeben werden. Vorlesungen, Seminare und Prüfungstermine konkurrieren mit dem täglichen Training, mit Wettkampfreisen und Trainingslagern. Die Umstellung der ehemaligen Magister- und Diplomstudiengänge auf die internationalen Bachelor- und Masterstudiengänge führt durch die Modularisierung des Studiums und die hohe Zahl studienbegleitender Prüfungen zunehmend zu einer "Verschulung", die individuelles Lernen und eine flexible Studiengestaltung nahezu unmöglich machen. Hinzu kommt, dass Studienkonten die Zahl der gebührenfreien Hochschulsemester begrenzen. Viele Bundesländer planen darüber hinaus die Einführung grundständiger Studiengebühren oder haben diese bereits eingeführt. Diese Veränderungen erhöhen insbesondere den Druck auf studierende Spitzensportler, da sie die Vereinbarkeit von Studium und Spitzensport noch zusätzlich erschweren. Denn für Spitzensportler ist es angesichts der hohen zeitlichen Belastung durch Training und Wettkampf nahezu unmöglich, ein Studium in der Regelstudienzeit zu absolvieren. Gerade sie sind auf eine möglichst flexible Gestaltung des Studiums angewiesen.

Angesichts dieser Problematik setzt sich das Forschungsprojekt zum Ziel, mittels Fallstudien herauszufinden, ob und in welchem Maße die Kopplung von Universität und Spitzensport gelingt. Dabei werden folgende Analyseschritte vorgenommen:

 

  • Erstens gilt es, eine Art Bestandsaufnahme in den jeweiligen „Verbundsystemen“ zu machen und danach zu fragen, welche Organisationen an der Kopplung beteiligt sind;
  • zweitens wird vor allem bei den Universitäten, aber auch bei den beteiligten Sportorganisationen untersucht, welche Strukturen zur Vereinbarkeit von Spitzensport und Studium jeweils eingerichtet wurden;
  • drittens steht im Zentrum des Projekts die Analyse der Kooperationsbeziehungen zwischen Universität und Spitzensport, hier geht es insbesondere um Strukturen der Kooperation sowie um konkrete Austauschprozesse;
  • viertens sollen die Strukturen in den jeweiligen Organisationen sowie die der Kooperationsbeziehung auf Probleme und Hindernisse hin untersucht werden;
  • und fünftens gilt es, die Effektivität der einzelnen Strukturen und Maßnahmen sowie der Kooperationsformen insgesamt einzuschätzen, um so im Hinblick auf die Beratung bestehender und zukünftig zu etablierender Kopplungen von Universität und Spitzensport Verbesserungsmöglichkeiten entwickeln zu können.

 

 

 

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