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Meier, H.
Organisation einer bewegten Kinderwelt
Strukturanalyse präventiver Bewegungserziehung im Kindergarten
Hamburg: Czwalina 1998
ISBN 3-88020-328-8
Preis: 14,50

Kurzreferat:
Der fortschreitende Bewegungsmangel bei Kindern wird in diesem Buch als bedeutendes gesellschaftliches Problem aufgegriffen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht deshalb die Frage, wie die Bedingugnen der Kindheit im Rahmen bestehender gesellschaftlicher Verhältnisse gestaltet sein müssten, um Bewegungsmangelerscheinungen zu verhindern. Hierzu werden basierend auf einer systemtheoretischen Analyse zunächst die Entstehungsursachen von Bewegungsmangel beleuchtet, um hierauf aufbauend erstens zu begründen, warum sich insbesondere Tageseinrichtugnen für Kinder als institutioneller Rahmen für Bewegungserziehung eignen. Zweitens wird die strukturelle Verträglichkeit des beobachteten Problems mit dem institutionellen Kontext vorschulischer Erziehungseinrichtungen überprüft. Ergebnis ist, dass die Bearbeitung des spezifischen Problems mit den vorhandenen systematischen Strukturen korrespondiert. Aus diesem Grund werden drittens Institutionalisierungsmöglichkeiten einer Bewegungserziehung in Tageseinrichtungen für Kinder erläutert, indem eine präventive Bewegungserziehung zur Selbsterziehung eingefordert wird, die für das gesamte Erziehungssystem wie auch andere gesellschaftliche Teilsysteme sinnstiftend sein kann. In dem empirischen Teil der Arbeit wird anhand einer Erhebung von 68 Tageseinrichtungen für Kinder überprüft, inwiefern die strukturellen Rahmenbedingungen der institutionalisierten Vorschulerziehung eine präventive Bewegungserziehung ermöglichen. Die Ergebnisse der Untersuchung verschiedener Strukturebenen sowie der Bedeutung, die einer Bewegungserziehung im Vorschulalter beigemessen wird, verweisen auf die besonderen Schwierigkeiten, präventive Bewegunsgerziehung in elementarpädagogischen Institutionen zu etablieren. Abschließend werden die Ergebnisse der theoretischen und empirischen Untersuchung zum Anlass genommen, Überlegungen zur Organisation einer bewegten Kindheit im Hinblick auf die strukturelle Einbindung in der Elementarerziehung zu erläutern. Dies geschieht im Rückgriff auf steuerungstheoretische Ansätze. Es wird also nach der Möglichkeit von Strukturveränderungen gefragt, die sich aus der Beratung und der Intervention in komplexen Sozialsystemen ergeben könnten, um präventive Bewegunsgerziehung zur Aufgabe der institutionalisierten Vorschulerziehung werden zu lassen.

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