

Nach notwendigen Baumfällungen auf dem gesamten Campusgelände der Universität Bielefeld wurden Anfang März zielgerichtete Ersatzpflanzungen gestartet. Mit klimaangepassten und insektenfördernden Arten schafft die Universität in Kooperation mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) so einen nachhaltigen Mehrwert für den Campus und die Stadt.
Die jüngsten Baumfällungen erfolgten aufgrund laufender Baumaßnahmen und als Ergebnis routinemäßiger Baumkontrollen, bei denen eine mangelnde Standsicherheit festgestellt wurde. Universität und BLB haben daraufhin ein gemeinsames Konzept entwickeln lassen. Ziel ist es nicht, einfach zu ersetzen, sondern die Grünstruktur zukunftsfähig zu gestalten: Die Auswahl der Arten berücksichtigt die Klimaprognosen für NRW (u. a. einen erwarteten Temperaturanstieg von etwa 2–4 °C), längere Trockenphasen sowie häufigere Extremwetterereignisse. Gleichzeitig stehen Biodiversitätsförderung und hohe Nahrungswerte für Bestäuber im Vordergrund.
Ganzjährige Nahrung für Insekten: Artenreiche Ersatzpflanzungen
In einer ersten Pflanzaktion wurden 30 neue Bäume hauptsächlich auf der Wiese oberhalb des ehemaligen Gebäude Q gesetzt. Die Ersatzpflanzungen für die gefällten Bäume sind vor eine Woche gestartet und laufen planmäßig. Bei der Artenwahl wurde besonders auf Hitze‑ und Trockenheitstoleranz, urbane Belastbarkeit sowie hohen Nektar‑ und Pollenwert geachtet. Auf der Liste stehen unter anderem Feldahorn (Acer campestre), Hainbuche (Carpinus betulus) und Baumhasel (Corylus spp.). Diese Mischung soll ganzjährig Nahrung für Insekten bieten und gleichzeitig robust gegenüber den prognostizierten Klimaprognosen sein.
Die Universität und BLB fungierten als strategische Auftraggeber und Planer, die Pflege der Bäume liegt die ersten 2 Jahre aufgrund der notwendigen Anwuchsgarantie beim ausführenden Unternehmen. Im Anschluss an diese Zeit wechselt die Zuständigkeit an die Gärtner*innen aus dem Dezernat Facility Management (FM.4). Gärtnermeister Sascha Gabbei: „Bereits kurzfristig werden wir merken: bessere Luft, mehr Schatten und ein schöneres Campusbild. Die neuen Bäume bieten Lebensraum für Vögel und Insekten, stabilisieren den Boden und dämpfen die Hitze. Mit guter Pflege entsteht so ein nachhaltiger Gewinn für Mensch und Tier.“