Universität Bielefeld

© Universität Bielefeld

Universitätsgesellschaft
Bielefeld

40 Jahre Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft

Die Dissertations- und Habilitationspreise

Ute Frevert studierte zunächst in Münster, Bielefeld und in London von 1971 bis 1977 Geschichte und Sozialwissenschaften. Der Promotion 1982 und der Habilitation 1989 folgten Tätigkeiten an der Freien Universität Berlin, der Universität Konstanz und als Gastprofessorin an der Hebrew University in Jerusalem. 1997 übernahm sie an der Universität Bielefeld den Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte als Nachfolgerin von Professor Hans-Ulrich Wehler. Die mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnete Wissenschaftlerin lehrt seit September 2003 Deutsche Geschichte an der renommierten Yale University.

Habilitationspreisträger seit 1981:

  • 1981    Reinhard Meyer-Hermann, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
  • 1982    Günter Dueck, Fakultät für Mathematik
  • 1983    ( keine Preisverleihung)
  • 1984    Ekkehard Pröve, Fakultät für Biologie u. Helmut Zacharias, Fakultät für Physik
  • 1985    Wolfgang Marotzke, Fakultät für Rechtswissenschaft
  • 1986    Peter Pfeiffer, Fakultät für Chemie
  • 1987    Josef Mooser, Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie (Geschichte)
  • 1988    Thomas Stoffer, Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft (Psychologie)
  • 1989    Michael Giesecke, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
  • 1990    Ulrich Gähde, Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie (Geschichte)
  • 1991    Horst Rottke, Fakultät für Physik
  • 1992    Ingo Althöfer, Fakultät für Mathematik
  • 1993    Michael Prinz, Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie (Geschichte)
  • 1994    Peter Lanz, Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie (Philosophie)
  • 1995    Johannes Müthing, Technische Fakultät
  • 1996    Uwe Sander, Fakultät für Pädagogik
  • 1997    Ulrich Siemeling, Fakultät für Chemie
  • 1998    Heike Wägele, Fakultät für Biologie
  • 1999    Matthias Raith, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
  • 2000    Monika Wienfort, Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie (Geschichte)
  • 2001    Ansgar Thiel, Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft (Sportwissenschaft)
  • 2002    Martina Hielscher-Fastabend, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
  • 2003    Mischa Meier, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Phil. und Theol. (Geschichte)
  • 2004    Hubert Brückl, Fakultät für Physik
  • 2005    Jörg Requate, Fakultät für Geschichtwissenschaft, Phil. und Theol. (Geschichte)
1979 beschloss die Mitgliederversammlung der Universitätsgesellschaft aus Anlass des 10-jährigen Bestehens der Universität die Stiftung eines mit 5.000 DM (3.000 Euro) dotierten "Preises der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft“ für hervorragende Habilitationsschriften. Der Preis wurde erstmals im Dezember 1981 an den Wissenschaftlichen Assistenten in der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, Dr. Reinhard Meyer-Hermann vergeben, seit 1982 Professor für Romanistik und Linguistik an der Universität Bielefeld.
Ergänzt wurde der Habilitationspreis 1983 durch die Dissertationspreise der Universitätsgesellschaft, die, mit ursprünglich 1.000 DM dotiert (heute: 600 Euro), die jeweils beste Dissertation jeder Fakultät der Universität Bielefeld auszeichnet. Zu den erstmals ausgezeichneten Preisträgern im Dezember 1983 gehörte auch die Historikerin Ute Frevert (siehe oben). Der erste Preisträger des Habilitationspreises (Bericht aus dem Westfalen-Blatt vom 5. Dezember 1979).
Am 9. Dezember 1983 wurden erstmals die Förderpreise der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft für die besten Dissertationen an v.l.: Detlef Kuhlmann, Ute Frevert, Inge Dünneweber, Rüdiger Nolte, Hans-Martin Wallmeier, Götz Huttel, Jörg Voigt, Wolfgang Dette, Jochen Meier und Jürgen Grotemeyer (nicht auf dem Foto) verliehen.
Bild rechts oben: Verleihung der Dissertationspreise 2005
Auf Vorschlag der Fakultäten der Universität Bielefeld verlieh die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft am 24. Februar 2006 im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld an 13 Preisträgerinnen und Preisträger die Dissertationspreise für 2005. Die Preise wurden durch den Vorsitzenden Ortwin Goldbeck in einer akademischen Feierstunde überreicht. Mit der Preisverleihung an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler würdigte die Universitätsgesellschaft erneut stellvertretend den hohen nationalen und internationalen Leistungsstand unserer Universität.
Das Foto zeigt v.l.: Rektor Dieter Timmermann, Bürgermeister Horst Grube, Fabian Kessl, Soumyajit Roy, Sven Kämmerer, Christian Jostmann, Vera Thümmler, Lars Riedl, Wolfgang Lemke, Kathrin Brei, Meike Schwabe, Christian Oestersandfort, Professor Dr. Helmut Steiner, Schatzmeister und Geschäftsführer der Universitätsgesellschaft, Carsten Drepper, Ortwin Goldbeck, Vorsitzender der Universitätsgesellschaft, und Universitätskanzler Hans-Jürgen Simm.
  
Habilitationspreisträger seit 1981:

1981
    Reinhard Meyer-Hermann, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
1982    Günter Dueck, Fakultät für Mathematik
1983    ( keine Preisverleihung)
1984    Ekkehard Pröve, Fakultät für Biologie u. Helmut Zacharias, Fakultät für Physik
1985    Wolfgang Marotzke, Fakultät für Rechtswissenschaft
1986    Peter Pfeiffer, Fakultät für Chemie
1987    Josef Mooser, Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie (Geschichte)
1988    Thomas Stoffer, Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft (Psychologie)
1989    Michael Giesecke, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
1990    Ulrich Gähde, Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie (Geschichte)
1991    Horst Rottke, Fakultät für Physik
1992    Ingo Althöfer, Fakultät für Mathematik
1993    Michael Prinz, Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie (Geschichte)
1994    Peter Lanz, Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie (Philosophie)
1995    Johannes Müthing, Technische Fakultät
1996    Uwe Sander, Fakultät für Pädagogik
1997    Ulrich Siemeling, Fakultät für Chemie
1998    Heike Wägele, Fakultät für Biologie
1999    Matthias Raith, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
2000    Monika Wienfort, Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie (Geschichte)
2001    Ansgar Thiel, Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft (Sportwissenschaft)
2002    Martina Hielscher-Fastabend, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft
2003    Mischa Meier, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Phil. und Theol. (Geschichte)
2004    Hubert Brückl, Fakultät für Physik
2005    Jörg Requate, Fakultät für Geschichtwissenschaft, Phil. und Theol. (Geschichte)
Bedingung für die Habilitations- und Dissertationspreise ist die Beurteilung "summa cum laude“. Wurden früher Habilitations- und Dissertationspreise gemeinsam in einer feierlichen Preisverleihung im Herbst im Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld überreicht, findet die Verleihung des Habilitationspreises seit 2005 im Rahmen der Mitgliederversammlung der Universitätsgesellschaft im Frühjahr statt. Bei der jeweiligen Preisverleihung haben die Preisträger Gelegenheit, in gedrängter und verständlicher Form ihre ausgezeichneten Arbeiten vorzustellen. Bis heute sind 25 Habilitationspreise und ca. 300 Dissertationspreise mit Preisgeldern von ca. 220.000 Euro vergeben worden.
 
Mischa Meier
Habilitationspreisträger 2003


1971 in Dortmund geboren, studierte Mischa  Meier an der Universität Bochum klassische Philologie, Geschichte und Pädagogik. 1998 promovierte er mit einer Arbeit  über das Thema »Aristokraten und Damoden. Untersuchungen zur inneren Entwicklung Spartas im 7. Jh. v. Chr. und zur politischen Funktion der Dichtung des Tyrtaios«. Im Jahr 2002 habilitierte er sich mit einer Arbeit über das Zeitalter Justinians, der als letzter „römischer“ Kaiser gilt. In dieser Arbeit untersucht Meier die Wechselwirkungen zwischen verheerenden Naturkatastrophen und ihrer Verarbeitung durch die Menschen. Für seine Habilitationsschrift wurde er mit dem Preis der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft und mit dem Historikerpreis des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands ausgezeichnet. Vor seiner Berufung nach Tübingen im Oktober 2004 war er als Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bielefeld und als Oberassistent an der Universität Bonn tätig. Seine Forschungsinteressen gelten der historischen Katastrophenforschung, der Rezeption der Antike in Musik, Literatur und Film sowie aufgrund naturräumlich ähnlicher Bedingungen dem Vergleich Griechenlands in archaischer und klassischer Zeit mit dem mittelalterlichen Island.