Universität Bielefeld

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Universitätsgesellschaft
Bielefeld

40 Jahre Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft

Ins neue Jahrtausend: Neue Herausforderungen

Festveranstaltung zum 30jährigen Jubiläum der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft im Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) der Universität im Mai 1996. Gleichzeitig wurden die von der Universitätsgesellschaft mitfinanzierten Gästewohnungen im IBZ der Universität übergeben.

 

Mit Beendigung der Aufbauphase der Universität trat die Universitätsgesellschaft. In die laufende Förderung des Universitätsbetriebes ein, um die unverändert gültigen Ziele der Universitätsgesellschaft aus der Gründungszeit zu erreichen. Die Mitgliederwerbung wurde intensiviert und im Jahr 1988 ein notwendiger Generationswechsel vollzogen. Die "Gründergeneration” trat aus der ersten Reihe zurück und überließ jüngeren das Feld. Gerd Seidensticker und Walter Stich lösten Ernst Graumann und Klaus Schwickert als Vorsitzende des Vorstandes bzw. des Kuratoriums ab und prägten – zusammen mit dem seit 1991 amtierenden Geschäftsführer und Schatzmeister Helmut Steiner – die Geschicke der Universitätsgesellschaft bis ins neue Jahrtausend hinein.
Am 30. Oktober 1985 wurden die beiden ehemaligen Vorsitzenden der Universitätsgesellschaft Regierungspräsident i. R. Ernst Graumann (links) und Oberbürgermeister a. D. Herbert Hinnendahl (rechts) zu Ehrenbürgern der Universität Bielefeld ernannt
Mittlerweile hat mit Ortwin Goldbeck und Werner Efing ein neues Führungstandem Verantwortung übernommen. Schließlich wurde die Universitätsgesellschaft selbst Geschichte. Die Gesellschaft ernannte ihre ersten Ehrenmitglieder und wurde selbst Ziel von Ehrungen. Die Universität Bielefeld würdigte den unermüdlichen Einsatz der Universitätsgesellschaft dadurch, dass sie fünf ihrer Prominenten Mitglieder zu Ehrenbürgern ernannte – zu den ersten Ehrenbürgern gehörten 1985 Herbert Hinnendahl und Ernst Graumann. Im neuen Jahrtausend wurde die Zusammenarbeit mit der Stadt Bielefeld, wie zum Beispiel bei den Großprojekten "Hochschulstadt Bielefeld“ oder "Campus City“ intensiviert, um die Bindegliedfunktion zwischen Stadt und Universität wieder stärker wahrzunehmen.
Gerd Seidensticker, ebenfalls ehemaliger Vorsitzender der Gesellschaft, wurde am 3. Juli 1996 ernannt (links, mit Rektor Gert Rickheit, dem Leitenden Bibliotheksdirektor a. D. Dr. Harro Heim, der ebenfalls Ehrenbürger wurde, und Prof. Dr. Niklas Luhmann, der die Ehrensenatorwürde der Universität erhielt.  Am 2. Februar 2000 erhielt der ehemalige Vorsitzende des Kuratoriums Regierungspräsident i. R. Walter Stich die Ehrenbürgerwürde (rechts).
Ehrenmitglieder der Universitätsgesellschaft

Rudolf-August Oetker
Vorstandsvorsitzender von 1966 bis 1975
Regierungspräsident i. R. Ernst Graumann +
Vorstandsvorsitzender von 1978 bis 1988
Prof. Dr. Karl Peter Grotemeyer +
Rektor der Universität Bielefeld von 1970 bis 1992
Oberbürgermeister a. D. Dr. Kurt Schober +
langjähriges Vorstandsmitglied
Gerd Seidensticker
Vorstandsvorsitzender von 1988 bis 2000
Regierungspräsident i. R. Walter Stich
Vorsitzender des Kuratoriums 1988 bis 2000
Schließlich wurde der noch amtierende Schatzmeister und Geschäftsführer der Gesellschaft Prof. Dr. Helmut Steiner am 21. Dezember 2005 zum Ehrenbürger ernannt (oben). Bericht des Westfalen-Blatts vom 22. Januar 1986 über das 20jährige Jubiläum der Universitätsgesellschaft (links).
Jubiläum 1986

Zitate aus dem Grußwort Rektor Grotemeyers zum 20jährigen Bestehen der Universitätsgesellschaft am 22. Januar 1986.

Das Spektrum der finanziellen Förderungen ist breit gefächert. Die Universitätsgesellschaft fängt dabei auf, was an Wichtigem, Nützlichem, Anregendem durch das Netz des öffentlichen Haushalts fällt. ... Obgleich die Universität den Namen der Stadt Bielefeld trägt, ist sie doch eine Ausbildungs- und Forschungsstätte, deren regionale Bezüge weit in das gesamte ostwestfälisch-lippische Hinterland hineinreichen. Den Weg dazu gebahnt hat lange vor dem ersten Spatenstich für die neue Universität, lange bevor der erste Student sein Studium hier aufnahm, die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft.
Jubiläum 1996

Zitate aus dem Grußwort Rektor Skowroneks zum 30jährigen Bestehen der Universitätsgesellschaft am 10. Mai 1996.

Mit 30 Jahren sollte man normalerweise endgültig aus den Flegeljahren sein, und dies gilt auch für 27 Jahre, jedenfalls wenn man es auf Universitäten bezieht. Die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft aber war niemals ein Flegel, sondern von Anfang an von Vernunft und Weitblick gesteuert. Als Anfang der sechziger Jahre das Schlagwort von der “Bildungskatastrophe” kursierte, ... fanden sich tatkräftige Bürger zusammen, um dafür zu streiten, daß die geplante ostwestfälische Universität in Bielefeld stehen sollte – wie man weiß – sehr erfolgreich. ...
Heute ist die Universität Bielefeld eine feste Größe in Stadt und Region, die von hier nicht mehr wegzudenken ist. Die grundlegenden Ziele der Universitätsgesellschaft sind damit erreicht, damit ist das Programm aber noch nicht abgeschlossen. Der Prozeß der Sicherung und Unterstützung der Universität läuft dauernd weiter. Die Universitätsgesellschaft ist in Zeiten einer allgemeinen Krise des Bildungssystems daher weiter eine wichtige Größe ...
Diese Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft ist ganz gewiß ein Glücksfall für uns!


Unten rechts: Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis, zwischen Stadt und Universität. Die Aktionen "Hochschulstadt Bielefeld" und "Campus City" wurde wesentlich von der Universitätsgesellschaft mitgefördert.
Völlig neue Wege geht die Universitätsgesellschaft durch die Anfang 2006 erfolgte Übernahme der Mehrheitsanteile am "Institut für Innovationstransfer an der Universität Bielefeld GmbH“ (IIT). Mit dem neuen Gesellschafter können und sollen die an der Universität erbrachten Forschungsleistungen für die Wirtschaft der Region Ostwestfalen-Lippe zeitnah und effektiv nutzbar gemacht werden. Im Jubiläumsjahr 2006 ist die Universitätsgesellschaft gut aufgestellt. Mit annähernd 600 Mitgliedern erfüllt sie erfolgreich, anpassungsfähig und konsequent ihre Ziele. Die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft bleibt eine wichtige Größe und ein Glücksfall für die Universität.