Universität Bielefeld

Universitäts-
gesellschaft
Bielefeld


Der Preisträger des "Karl Peter Grotemeyer-Preises 2004"

Dr. Matthias Brand
geb. 1975
Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft, Abt. Psychologie

"... unterstützt die von ihm betreuten Diplomanden/Diplomandinnen, die Ergebnisse der Diplomarbeit beispielsweise in Form von Kongressbeiträgen zu veröffentlichen ... er ist überdies bei der Findung und Vermittlung von Praktikumsplätzen engagiert behilflich." 

Der Preisträger des "Karl Peter Grotemeyer-Preises" 2004,
Dr. Matthias Brand.

Der mittlerweile fünfte Jahresempfang der Universität am 14. Mai 2004 war der festliche Rahmen für die Verleihung des diesjährigen Karl Peter Grotemeyer-Preises durch den Vorsitzenden der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft, Ortwin Goldbeck, an den Psychologen Dr. Matthias Brand.

Matthias Brand, 1975 in Krefeld geboren, studierte nach dem Besuch des Gymnasiums in Moers und Dortmund von 1995 bis 1999 Psychologie an der Universität Koblenz-Landau. Die anschließende Promotion in der Arbeitseinheit "Physiologische Psychologie" von Professor Dr. Hans J. Markowitsch zum Thema "Kognitives Schätzen bei Alzheimer- und Wernicke-Korsakow-Patienten" schloss Brand im März 2001 mit der Gesamtnote "magna cum laude" ab. Seitdem ist er Wissenschaftlicher Assistent in der Arbeitseinheit Prof. Markowitschs. Matthias Brand beschäftigt sich wissenschaftlich in erster Linie mit der Erforschung des menschlichen Gehirns. Seine Forschungsschwerpunkte sind unter anderem das Risiko-Entscheidungsverhalten bei Patienten mit Stirnhirnschäden oder Stirnhirndysfunktionen, Lernen und Gedächtnis im gesunden und erkrankten Gehirn, die Untersuchung psychophysiologischer Reaktionen bei emotionalen Entscheidungen, kognitive Änderungen im Alter und demenzielle Erkrankungen sowie die Untersuchung Untersuchung von Hirnfunktionen mittels funktionell bildgebender Verfahren.

Trotz seiner breit angelegten Forschungsinteressen und mittlerweile zahlreichen Veröffentlichungen und Vorträgen ist der Preisträger ein engagierter und begeisternder Lehrender. Seit 1999 bietet er Seminare und Praktika, im laufenden Semester auch erstmals eine Vorlesung im Bereich der Physiologischen Psychologie an. Ein intensiver und kritischer Austausch mit den Studierenden über Lehrinhalte, über Referate und Hausarbeiten sind selbstverständlicher Bestandteil seiner Lehrveranstaltungen, der die Studierenden offenbar in besonderer Weise anspricht. Nicht ohne Grund betreut Matthais Brand momentan eine große Anzahl von Diplomarbeiten.

Matthias Brand - bereits 1999 und 2002 mit Posterpreisen der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und der Gesellschaft für Aphasieforschung und -behandlung (GAB) ausgezeichnet - betont, dass der Karl Peter Grotemeyer-Preis ein sehr wichtiger Preis sei, mit dem die Universitätsgesellschaft und die Universität hervorheben, dass ihnen die Lehre und damit die Ausbildung ihrer Studierenden ein besonderes Anliegen ist. Die Auszeichnung mit dem Karl Peter Grotemeyer-Preis sieht Matthias Brand als Bestätigung seines Bemühens, die eigene Begeisterung für das Fach Psychologie, insbesondere für die Physiologische Psychologie und die Neurowissenschaften mit den Studierenden zu teilen. Ihm mache es Freude, in den Studierenden Interesse für die spannenden Themen der Hirnforschung zu wecken. Gerade dies ist ein Punkt, den die Studierenden, die Brand für den Preis vorschlugen, in ihrem Antrag an das Auswahlgremium hervorhoben. Ein Fach lebhaft zu vermitteln und Interesse daran zu wecken stellt für die Studierenden allerdings nur einen preiswürdigen Aspekt Brands dar. Darüber hinaus loben sie am diesjährigen Preisträger neben seiner fachlichen Kompetenz, seine gute Didaktik, die interessante Themenauswahl in der Lehre und bei Diplomarbeiten, die Praxisnähe sowie die Tatsache, dass er Wünsche und Interessen der Studierenden berücksichtigt und Raum für Diskussionen lässt.

Matthias Brand dankte der Universitätsgesellschaft, der Universität, seinen Kollegen und besonders den Studierenden, die ihn für den Preis vorgeschlagen hatten, und beendete seine kurze Ansprache mit einem Blick in die Zukunft: "Ich freue mich auf viele weitere Lehrveranstaltungen mit begeisterungsfähigen Studierenden, denn so macht mir Lehre großen Spaß."