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Der Preisträger des "Karl Peter Grotemeyer-Preises 2000"

Dr. Peter Eichelsbacher
geb. 1964
Fakultät für Mathematik

"...gelingt es, selbst in Vorlesungen die Studierenden zu aktiver Mitarbeit zu bewegen, auch neueste Forschungsergebnisse verständlich zu vermitteln ... und immer wieder Bezüge zu anderen Wissenschaften herzustellen ... " 

Der Preisträger des "Karl Peter Grotemeyer-Preises" 2000, Dr. Peter Eichelsbacher (m.), Fakultät für Mathematik, zusammen mit dem scheidenden Vorsitzenden der Universitätsgesellschaft, Gerd Seidensticker (l.), und dem Geschäftsführer der Gesellschaft, Prof. Helmut Steiner (r.), bei der Übergabe des Preises am 31. März 2000.

Während eines Festaktes im Rahmen der Mitgliederversammlung am 31. März 2000 im Zentrum für interdisziplinäre Forschung überreichte Gerd Seidensticker, der scheidende Vorsitzende der Universitätsgesellschaft, den "Karl Peter Grotemeyer-Preis 2000" an den Bielefelder Mathematiker Dr. Peter Eichelsbacher.

Eichelsbacher, in Rotenburg an der Wümme geboren, verbrachte seine Schulzeit in Bonn, wo er auch sein Abitur ablegte. Anschließend studierte er Mathematik an der Universität Bielefeld, u. a. auch bei Prof. Grotemeyer, dem Namensgeber des nun an ihn überreichten Preises für hervorragende Leistungen und persönliches Engagement in der Lehre. Grotemeyer, bei dem er etliche Vorlesungen gehört und auch Prüfungen gemacht habe, sei mit seiner ganzen Art prägend für ihn gewesen. Eichelsbacher schätzt am ehemaligen Rektor der Universität, dass er seine Studenten begeistern konnte und es sich auch während seiner langen Amtszeit als Rektor nicht nehmen ließ, Vorlesungen zu halten, Skripte zu schreiben und Prüfungen abzunehmen. Eine weitere Eigenschaft habe Grotemeyer bis in die Gegenwart: die erfolgreiche Kontaktsuche mit den Studierenden, wie jüngst bei der Preisverleihung des Grotemeyer-Preises.

Nach Diplom und Promotion sowie einem zweijährigen Gastaufenthalt in Zürich arbeitet Eichelsbacher, seit 1996 wissenschaftlicher Assistent an der Fakultät für Mathematik, momentan an der Beendigung seiner Habilitation.

Der Preisträger betonte, dass er den Preis nicht nur seinem Engagement verdanke, sondern auch dem Engagement seiner Studierenden - in diesem Fall Studierende einer mehrsemestrigen Vorlesung und eine Gruppe der Fachschaft der Fakultät - , die ihn für den Preis vorgeschlagen hätten. Er habe sich darüber besonders gefreut, zumal er neben den Forschungsaufgaben mit großer Begeisterung lehrt. Aus Freude an der Lehre erstellt Eichelsbacher eigene Skripte, arbeitet an der Fakultät mit den Didaktikern zusammen, schreibt hin und wieder didaktische Artikel ("Stochastik in der Schule") und engagiert sich im Bereich der Förderung der Lehrerausbildung. Eichelsbacher hat - u. a. als Mitglied einer Kommission im Projekt "Berufsbildorientierung" - auch stets den Kontakt zu den Schulen gesucht, um bereits Schüler zu informieren, was die Fakultät für Mathematik macht und warum ein Studium der Mathematik für Abiturienten durchaus in Erwägung zu ziehen ist.

Im Anschluss an die Preisübergabe sprach Dr. Eichelsbacher zum Thema "Die Lehre des Zufalls", charakterisierte die eigene Lehre als "aus dem Bauch, und doch Methode" und gab den Zuhörern mit Oskar Wilde den Trost mit auf den Weg "Experience is the name everybody gives to his mistakes".