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Die Preisträgerin des "Karl Peter Grotemeyer-Preises 2010"

Dr. Britta Hoffarth
geb. 1975
Fakultät für Erziehungwissenschaften

„ … Sie zeichnet sich für uns vor allem durch ihre einfalls- und abwechslungsreiche Gestaltung der Lernumgebungen und -möglichkeiten aus. Dadurch ermöglicht sie, auf herausragende Art und Weise, den Studierenden eine aktive und mitbestimmende Rolle in den Seminaren einzunehmen. Diese Möglichkeit wiederum weckt und fördert das Interesse am Studium allgemein, sowie an der Vertiefung spezifischer Lerninhalte. ..."

 

Dr. Britta Hoffarth,
Preisträgerin des Karl Peter Grotemeyer-Preises 2010.

 

Britta Hoffarth wurde 1975 im sauerländischen Arnsberg geboren und besuchte dort auch die Schule. Nach dem Abitur nahm sie ab 1995 ein Pädagogik-Studium an der Universität Bielefeld auf, das sie 2002 mit einem Diplom abschloss. Während ihrer anschließenden Doktorarbeit war Britta Hoffarth freie Mitarbeiterin beim Hochschulmagazin „H1“ der Universität Bielefeld, beim Campusradio „Hertz 87.9“ und bei der „Neuen Westfälischen“. 2008 schloss sie ihre Promotion zum Thema „Performativität als medienpädagogische Perspektive“ ab.

2008/09 folgte für die diesjährige Preisträgerin des Karl Peter Grotemeyer-Preises ein Ausflug als Lehrkraft für besondere Aufgaben an die Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld, wo sie ihre kommunikationswissenschaftlichen und medienpädagogischen Erfahrungen und Kenntnisse in den dortigen Lehrveranstaltungen einsetzen konnte. Anfang 2009 wechselte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin zurück an die nunmehrige Fakultät für Erziehungswissenschaft. In der AG 10 („Migrationspädagogik und Kulturarbeit“) sind ihre Forschungsschwerpunkte Kulturarbeit und kulturelle Bildung, Pop- und Alltagskulturen, Medien, Gender und Differenz, Diskurstheorie, Dekonstruktion, Cultural Studies sowie Ethnographie. Aktuell stehen die Untersuchung der Pop- und Alltagskulturen weiblicher Jugendlicher und das dort liegende Bildungspotential in Mittelpunkt ihres Forschungsinteresses.

In der Nominierung Britta Hoffarths für den Karl Peter Grotemeyer-Preis und in ihrer Laudatio anlässlich der Preisverleihung am 8. Oktober 2010 hoben die Studierenden insbesondere hervor, dass es ihr durch einfalls- und abwechslungsreich gestaltete sowie innovative Lernumgebungen, durch eine große Auswahl an Lehr- und Lernmethoden sowie ihre authentische Persönlichkeit in hervorragender Weise gelänge, die Studierenden zu motivieren und eine offene, auf Austausch ausgerichtete Atmosphäre herzustellen, die sehr zielführend sei. Gleichzeitig ermuntere sie zur Kritik, fordere zu regelmäßigem Feedback auf und stehe den Studierenden auch außerhalb der Lehrveranstaltungen zur Seite.

Britta Hoffarth wurde von der Nominierung und der Entscheidung der Jury überrascht. Zwar sei sie sich ihrer Verantwortung gegenüber den Studierenden in ihren Lehrveranstaltungen stets bewusst gewesen und habe deshalb versucht, nicht nur abstraktes Wissen zu vermitteln, sondern einen gewinnbringenden Austausch mit den Studierenden zu erreichen, doch sei sie – vielleicht auch ein Grund für ihren Erfolg – nie ganz frei von Unsicherheiten gewesen. Die Auszeichnung mit dem Karl Peter Grotemeyer-Preis, der von der Nominierung bis zur Beteiligung an der Entscheidung in der Hand der Studierenden liege, sei nun eine große Bestätigung und lasse sie ruhiger und gelassener lehren. Allerdings sei der Preis auch Verpflichtung, den eingeschlagenen, mitunter mühsamen, aber befriedigenden Weg weiterzugehen.