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Die Preisträgerin des "Karl Peter Grotemeyer-Preises 2007"

 

PD Dr. Susanne Kaul
geb. 1974
Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft

 

"... motiviert die Studierenden zur Mitgestaltung von Seminaren ... z. B. schlug er die Gestaltung einer Unterrichtsreihe 'Faust I in der Sekundarstufe II' vor, die die Option einer ersten eigenen Publikation aller am Seminar beteiligten Studierenden beinhaltete."
 


Die Preisträgerin des Karl Peter Grotemeyer-Preises 2007,
PD Dr. Susanne Kaul.

Den Karl Peter Grotemeyer-Preis für hervorragende Leistungen und persönliches Engagement in der Lehre der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft erhielt im Rahmen des 6. Jahresempfangs der Universität Bielefeld am 17. Juni 2005 im Audimax der Germanist Dr. Georg Mein aus den Händen des Vorsitzenden der Universitätsgesellschaft, Ortwin Goldbeck. Mein wurde aus insgesamt elf gut begründeten Vorschlägen ausgewählt und ist der mittlerweile neunte Grotemeyer-Preisträger.

Georg Mein wurde 1970 in Hamburg geboren und studierte Germanistik, Philosophie und Erziehungswissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, wo er 1997 das erste Staatsexamen für das Lehramt ablegte. Nach seiner Promotion 1999 zum Thema "Die Konzeption des Schönen. Der Ästhetische Diskurs zwischen Aufklärung und Romantik", war er Referendar an einem Gymnasium in Meinerzhagen, gleichzeitig Lehrbeauftragter für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bonn, bevor er im Jahr 2001 das zweite Staatsexamen ablegte. Nach einer einjährigen Tätigkeit als Studienrat ist er seit Juni 2002 Wissenschaftlicher Assistent für germanistische Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik am Lehrstuhl von Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal in der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld.

Mein, der jüngst seine Interpretationen zu "Erzählungen der Gegenwart: von Judith Herrmann bis Bernhard Schlink" publiziert hat, beschäftigt sich in seinen Lehrveranstaltungen sowohl mit Schiller, Kleist, Kafka oder Erzählungen der Gegenwart, als auch mit didaktischen Aspekten, wie dem Einsatz von Lyrik im Deutschunterricht oder der Literaturvermittlung.

Der Preisträger sieht bei schwierigen Rahmenbedingungen in Seminaren mit über 200 Studierenden ein Problem, aber auch eine Herausforderung, da man völlig neue, mitunter unkonventionelle Methoden der Vermittlung entwickeln müsse. Zur Not setzt sich der Preisträger auch mal als Quiz-Kandidat im Stile von "Wer wird Millionär?" vor die Studierenden, um Fragen zur Literatur des 19. Jahrhunderts zu beantworten. Als BA-Beauftragter Germanistik weiß er zudem um die Probleme der Studierenden mit teilweise engen Zeitfenstern für die Absolvierung bestimmter Teile des Studiums. Die besondere Bedeutung der Verleihung des Grotemeyer-Preises sieht er in dem direktem Feedback seiner Lehre und seiner Vermittlungsformen.

In ihrer Laudatio auf den Preisträger lobten die Studierenden Ilka Bude und Marie Beschorner seine innovativen Ideen, die positive Atmosphäre des Lernens, das hohe wissenschaftliche Niveau, das verbunden sei mit Verständlichkeit, und seine humorvolle, aber immer angemessene Art des Umgangs mit den Studierenden. Georg Mein sei "Motivator und Moderator", der Leistung und Vorbereitung verlange und den Blick für Bereiche jenseits des Tellerrandes öffne sowie dazu verleite, sich zu Hause weiter mit den im Seminar behandelten Aspekten auseinander zu setzen. Schließlich sei er einer der wenigen, der in den Wirren der Bachelor-Administration den Überblick behalte und präzise Auskunft gebe.

Mein dankte den Studierenden für die Laudatio und der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft für die Preisvergabe und bemerkte abschließend: "Gute Lehre entsteht immer da, wo Dozenten sich bemühen, die Studenten für ihr Fach zu begeistern."