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Abendveranstaltungen: Zuhören und Anschauen

Logo of the Centre for Aesthetics: Z, F and the Ä written upside down
Schweineöhrchen
© Janice Jensen

Ausstellungen

Hast Du Töne?
Illustration diverser selbstgebauter Instrumente und Klang-Apparaturen
© Janice Jensen

Hast Du Töne?

Eine klingende Mitmach-Ausstellung des Mobilen Musik Museums

Trommeln, pfeifen, vibrieren. In dieser Ausstellung könnt Ihr die unterschiedlichen Möglichkeiten der Klangerzeugung selbst ausprobieren oder Ihr versucht Euch als DJ. Seid mutig und probiert Euch aus, der Spaß ist garantiert. - Die Exponate stammen aus dem Mobilen Musik Museum in Düsseldorf, das seit 20 Jahren Klangskulpturen, Musikinstrumente, Geräuschwerkzeuge sowie klingende Fundstücke, musikalische Spielregeln und Körpermusik rund um die Welt sammelt, bewahrt oder auch entwickelt.

Weitere Informationen: https://musikaktion.de

Nischenprodukte

Mit ihren Rauminstallationen stellt die Bielefelder Künstlerin Angelika Höger stets einen Bezug zum Ort ihrer Arbeit her. Ihre plastischen Werke vereinen klingende und sich bewegende Elemente. So laden sie zum unmittelbaren Erleben, Zuschauen und Zuhören ein: Diesmal  in eine Nische der großen Halle der Wissenswerkstadt.

Angelika Höger (1966 in Freiburg im Breisgau geboren) studierte Visuelle Kommunikation am Fachbereich Gestaltung der Hochschule Bielefeld und hat dort 2004 ihren Diplom- und 2014 ihren Masterabschluss gemacht. Seit 2009 lebt und arbeitet sie im Künstlerhaus Artists Unlimited in Bielefeld. Sie arbeitet vor allem mit kinetischen Objekten und interaktiven Rauminstallationen. Materialien dazu findet sie sowohl in der Küche wie auf dem Recyclinghof oder in der Natur.

In ihren Performances geht es darum, mit Bewegung, Raum und Klang zu spielen. Das Experiment behält stets die Oberhand in einem gewagten Balanceakt zwischen Chaos und Ordnung, Zufall und Kalkül, pointierter Gestaltung und lustvollem aus der Form fallen.

Weitere Informationen: https://www.angelika-hoeger.de

Ein Raum, in dem eine Person auf einem Teppich liegt und den Klängen eines Lautsprechers in der Raumecke lauscht. Die Wände des Raumes werden indirekt beleuchtet.
© Janice Jensen

The Sound of Money

Installation im Tresorraum

Wie klingt es, wenn Dagobert Duck durch seinen Geldspeicher schwimmt? Warum fangen die Aktienkurse um mich herum an zu tanzen? Wieso hört sich mein ETF so komisch an?

Peter Schwieger verarbeitet in seiner 4-Kanal-Klanginstallation im Tresorraum der ehemaligen Kreissparkasse Bielefeld Themen aus der Welt des Geldes. Entstehung, Nutzung und Verfall sind Teile seiner Arbeit. Er nutzt zur Darstellung unter anderem die Sonifikation - das ist die Umwandlung von Daten in nicht-sprachliche Audio-Informationen, um sie akustisch darzustellen.

Springt mit uns klanglich in den Geldspeicher und zieht ein paar Bahnen!

Weitere Informationen: https://www.stanpete.de/

Abendveranstaltungen

Donnerstag, 29. Januar 2026

17:00-18:00 | Eröffnung des art/science-Festivals "hören"

Wir stimmen uns aufs Thema ein und präsentieren die besten Einsendungen unseres Literaturwettbewerbs

Raum: Oval (EG)

Illustration zweier Hände auf einer Laptop-Tastatur. Auf dem Laptopbildschirm ist ein Hörorgan zu sehen, auf dem verschiedene Stichwörter zum Thema Hören abgebildet sind.
© Janice Jensen

Diese Veranstaltung wird in DGS übersetzt. 

Bei dieser Veranstaltung ist eine Hörunterstützung über MobileConnect verfügbar

Was könnte besser auf das kommende Programm einstimmen, als einigen Kurzgeschichten zum Festival-Thema zu lauschen? Der Literaturwettbewerb "Hörlich" – eine Kooperation des Zentrums für Ästhetik und des Studienfachs Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld – lud alle Menschen ab 16 mit Wohnsitz in Ostwestfalen-Lippe ein, Geschichten über das Hören einzureichen. Es erreichten die Jury rund 100 Beiträge aus allen Ecken der Region, von Rheda-Wiedenbrück bis Barntrup, von Petershagen bis Paderborn. Zum Auftakt des Festivals werden die prämierten Texte auf der Bühne der Wissenswerkstadt vorgelesen. – Wovon da wohl zu hören sein wird? Von ohrenbetäubender Stille? Von schweigendem Lärm? Von unerhörtem Ungehorsam? Leiht uns Euer Ohr: Es wird einfach hörlich!

18:00-20:00 | Das Akustische beim Wort nehmen

Katharina Mevissen liest aus ihren Werken "Ich kann dich hören" und "Mutters Stimmbruch"

Raum: Seminarraum 2 (OG)

Illustriertes Portrait von Katharina Mevissen
© Janice Jensen

Diese Veranstaltung wird in DGS übersetzt. 

Was, wenn da zuerst die Stimme ist? Wenn alles mit einem Geräusch beginnt, einer leisen Musik, einem Kratzen im Hals, einem schiefen Ton? Die Autorin Katharina Mevissen liest aus ihrem Roman „Ich kann dich hören“ und stellt das neu erschienene Hörbuch ihrer Erzählung „Mutters Stimmbruch“ vor, das von Katharina Thalbach eingelesen wurde. Zwei Bücher, die das Akustische beim Wort nehmen und auf ganz unterschiedliche Art vom Hören, Sprechen und der Stimme erzählen. Bio: Katharina Mevissen schreibt Texte, die man hören kann – wenn sie laut gelesen werden, aber auch dann, wenn sie still auf der Buchseite stehen. Ihr Romandebüt "Ich kann dich hören" gewann den Kranichsteiner Literaturförderpreis und wurde 2021 vom Westdeutschen Rundfunk als Hörspiel adaptiert. Mevissen ist Mitherausgeberin der Publikation "Gesammeltes Schweigen" in der Edition Zweifel. Ihr zweiter Roman "Mutters Stimmbruch" wurde mit dem Bremer Literaturförderpreis sowie dem Meersburger Droste-Förderpreis 2024 ausgezeichnet und erschien im Oktober 2025 als Hörbuch, gelesen von Katharina Thalbach. Mevissen promoviert an der Freien Universität Berlin zu akustischer Literatur.

20:00-21:30 | Schall – Ton – Musik

Eine experimenteller Streifzug von der Akustik zur Ästhetik

Raum: Oval (EG)

Schreiender Mund mit Sprechblase, Kopfhörer mit Schallwellen, darunter ein Ohr, Klaviertasten, eine Skala und ein aufgeschlagenes Buch.
© Janice Jensen

Diese Veranstaltung wird in DGS übersetzt. 

Bei dieser Veranstaltung ist eine Hörunterstützung über MobileConnect verfügbar.

Schall ist zum Schwingen gebrachte Luft. Ein Ton, eingebettet in eine Melodie, ist jedoch so viel mehr: Er transportiert Emotionen, bewegt uns, bringt künstlerische Vorstellungen zum Ausdruck. Ob wir eine Luftschwingung als Ton und eine Folge von Tönen als Musik wahrnehmen, entscheidet sich allerdings letztlich in unserem Gehirn.
Doch welche Mechanismen spielen bei der Tonempfindung eine Rolle? Wie tief sind sie in der Evolution menschlicher Kommunikation verwurzelt? Wie hängt dies mit der Schallerzeugung auf Musikinstrumenten zusammen? Und was hat es mit der ästhetischen Wahrnehmung auf sich?

Dieser Vortrag geht den Geheimnissen der menschlichen Wahrnehmung auf den Grund. Das Ensemble sans sens veranschaulicht die Ausführungen und lädt die Besucher*innen ein, die Ohren zu spitzen und die eigene Wahrnehmung neu zu entdecken. 

Referenten: 

Timo Grothe ist Professor für Musikalische Akustik am Erich-Thienhaus-Institut der Hochschule für Musik Detmold

Johannes Voit ist Professor für Musikpädagogik und Musikvermittlung an der Universität Bielefeld

Freitag, 30. Januar 2026

17:00-19:00 | Was tun, wenn der Hörsinn nicht funktioniert?

Expert*innen berichten aus Forschung und Praxis

Raum: Oval (EG)

Drei Personen sitzen an einem Tisch und diskutieren. In Sprechblasen sind das Hörorgan und ein Hörgerät zu sehen.
© Janice Jensen

Diese Veranstaltung wird in DGS übersetzt. 

Bei dieser Veranstaltung ist eine Hörunterstützung über MobileConnect verfügbar.

Im Alltag bemerken wir oft gar nicht, wie zentral der Hörsinn für uns Menschen ist: Wir benötigen ihn zur Kommunikation, zur Orientierung und um Warnsignale wahrzunehmen. Was bedeutet es für den Spracherwerb, wenn ein Kind mit eingeschränktem Hörvermögen oder gehörlos zur Welt kommt? Und welchen Herausforderungen sieht man sich gegenüber, wenn man mitten im Leben plötzlich gehörlos wird oder im Alter nach und nach schlechter hört? Was wünschen sich Menschen mit Hörbeeinträchtigungen von ihren hörenden Mitmenschen? – Unsere Expert*innen gehen diesen Themen in kurzweiligen Vorträgen nach und stehen für Fragen aus dem Publikum bereit.

Vorträge

  • Esther Ruigendijk (Professorin für Niederländische Sprachwissenschaft und Wissenschaftlerin im Exzellenzcluster Hearing4all, Universität Oldenburg): Hören, Verstehen, Teilhaben: Spracherwerb bei Kindern mit Hörverlust
  • Anne Löchte (Coach, Laufbahnberaterin und Kommunikationstrainerin, Berlin): Aufge-hört: Wie ich ertaubte und jetzt mit Implantaten höre
  • Ulrich Thiem (Professor für Geriatrie an der Medizinischen Fakultät OWL, Universität Bielefeld): Stürze und Demenz? Ich glaub, ich hör‘ nicht richtig!
  • Anika Voigt (Referentin für Barrierefreiheit in Studium und Lernen, Universität Bielefeld) und Jonas Hinz (Mitarbeiter im Projekt "Bielefelder Barrierefreie Gesetzessammlung“, Universität Bielefeld): (Zu)hören - Besser miteinander kommunizieren in Privat-, Arbeits- und Lernumfeld

Moderation:Jörg Heeren

 

20:00-22:00 | Lieber Tomaten auf den Ohren als ein Brett vor dem Kopf

Comedy mit Okan Seese

Raum: Oval (EG)

Okan Seese hält sich Tomaten auf die Ohren
© Janice Jensen

Bei dieser Veranstaltung ist eine Hörunterstützung über MobileConnect verfügbar.

Okan Seese kann nicht hören. Dafür hat er umso mehr zu erzählen – oder besser: zu gebärden! Von seinem Leben zwischen zwei Kulturen als Tauber, schwuler Mann, von lustigen Dates, den Herausforderungen eines Arztbesuchs ohne Dolmetscher – und was passiert, wenn die Zeugen Jehovas vor seiner Tür stehen.
In seiner Soloshow nimmt Okan Seese das Publikum, mit viel Selbstironie, auf eine humorvolle Reise durch seinen Alltag. Hörende Zuschauer staunen, wenn sie die Welt aus der Perspektive eines Tauben kennenlernen – oder wenn sie merken, welche kuriosen Fragen sie selbst immer wieder stellen.
Okan ist Deutschlands einziger Tauber-Comedian und hat sich in den letzten Jahren beeindruckend schnell in der Stand-up-Szene etabliert. Er war bereits in fast allen bekannten Comedyshows zu sehen, ist gern gesehener Gast im Quatsch Comedy Club und tourt durch ganz Deutschland!

Okan Seese: Webseite | Instagram

Anmelden (5€/Ticket)

Samstag, 31. Januar 2026

20:00-21:30 | Das Cabinet des Dr. Caligari

Stummfilm mit Live-Musik

Raum: Oval (EG)

Eine Schlagzeugerin und eine Bassistin vor einer Kinoleinwand
© Janice Jensen

Bei dieser Veranstaltung ist eine Hörunterstützung über MobileConnect verfügbar.

Kurz vor dem 100. Geburtstag des Tonfilms möchten wir daran erinnern, dass Filme auch vorher schon nicht gänzlich stumm präsentiert wurden, sondern zum Teil mit aufwendigen Musikbegleitungen daher kamen.

Mit Das Cabinet des Dr. Caligari zeigen wir in Kooperation mit dem Offkino einen Schlüsselfilm der deutschen Filmgeschichte. Produziert wurde er 1919/20 von der Decla-Film-Gesellschaft Holz & Co., die 1922 von der damaligen Universum Film (Ufa) übernommen wurde. Er erzählt die Geschichte des unheimlichen Dr. Caligari, der einen weissagenden Schlafwandler namens Cesare auf dem Jahrmarkt von Holstenwall zur Schau stellt. Als Cesare einem wissbegierigen Besucher den Tod voraussagt und dieser kurz darauf tatsächlich stirbt, verdächtigt dessen bester Freund Caligari und Cesare und nimmt auf eigene Faust Ermittlungen auf.

Vertont wird der Film vom Duo Mellowdeath. Gegründet wurde das Zweiergespann 2017 in Berlin von der US-amerikanischen und in Berlin lebenden Schlagzeugerin Sara Neidorf und der in Bielefeld lebenden Bassistin Isabel Merten.

Informationen zum Film: Murnau-Stiftung

Mellowdeath: Instagram | Bandcamp

Offkino: Webseite

Anmelden (5€/Ticket)
 

21:00-00:00 | Resonanzen des Hörens

Live-Performance und Abschlussparty

Raum: Bunker Ulmenwall (extern)

Durch einen Spalt sind gedrängt sitzende Menschen an Musikinstrumenten und Computern zu sehen.
© Janice Jensen

Zum Abschluss des art/science-Festivals 2026 wird eine außergewöhnliche Live-Performance präsentiert, die Musik und Bildkunst miteinander verbindet. Drei Künstler*innen gestalten gemeinsam eine Reise durch das Thema „Hören“: ein Produzent elektronischer Musik, ein Jazzgitarrist und ein Visual Artist, der live Projektionen erschafft.
Die Performance zeigt, wie vielfältig „Hören“ sein kann – vom ersten Laut, den wir als Menschen wahrnehmen, über die Art, wie unser Gehirn Klänge verarbeitet, bis hin zu kulturellen und persönlichen Unterschieden im Umgang mit Geräuschen und Musik. Das Publikum erlebt Klang und Bild nicht nur passiv, sondern wird in Schwingungen, Rhythmen und visuelle Eindrücke regelrecht hineingezogen.
So entsteht ein intensives Gesamterlebnis, das Wissenschaft, Kunst und Alltagserfahrung miteinander verknüpft und verdeutlicht: Hören ist weit mehr als nur Wahrnehmen von Tönen – es verbindet Menschen und schafft Resonanz.

Bunker Ulmenwall: Webseite

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