Universität Bielefeld

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Sommersemester 1999

Konzert des Hochschulorchesters

Programm mit Dvorak und Schumann

Hochschulorchester 1999 (BUZ) Das Semesterkonzert des Hochschulorchesters Bielefeld ist dieses Mal zwei Werken der hohen Romantik gewidmet. Zur Aufführung gelangen Schumanns bekanntes Cellokonzert a-moll op. 129 und die 5. Sinfonie F-Dur von Anton Dvorak. Das Konzert findet unter der Leitung von Michael Hoyer am Montag, den 14. Juni, um 20.15 Uhr im Auditorium maximum der Universität statt. Der Eintritt ist frei.

Solistin des Abends ist die in Bielefeld aufgewachsene Cellistin Corinna Eikmeier, die dem Hochschulorchester sowie dem Polifonia Ensemble Bielefeld lange Jahre als Stimmführerin des Celloregisters verbunden war. Sie lehrt an der Musikhochschule Hannover und widmet einen besonderen Schwerpunkt ihrer Arbeit der Celloliteratur des 20. Jahrhunderts.
Während die letzten beiden Sinfonien von Dvorák, die G-Dur-Sinfonie und jene “Aus der neuen Welt”, sich großer Popularität erfreuen, sind die sieben ihnen vorangehenden recht selten in gängigen Konzertprogrammen. Daß ihnen dieses Desinteresse zu Unrecht widerfährt, hat das Hochschulorchester vor einigen Jahren bereits mit der Aufführung der sechsten Sinfonie bewiesen. Deutlicher noch als diese zeigt die 5. Sinfonie Dvoráks kompositorische Handschrift in einem Stadium, das sich noch den ästhetischen und handwerklichen Grundsätzen des von Brahms vertretenen Stils verpflichtet fühlt. Dem originellen Einfall, dem eigenwilligen Konzept gegenüber zeigt sich Dvorák durchaus aufgeschlossen.
Schumanns Cellokonzert ist eines der frühesten Beispiele des gedrängten Konzerttypus, bei welchem Solostimme und Orchester einander nicht länger im Verhältnis von Protagonist und Kulisse gegenüberstehen, sondern zu einem gemeinsamen, eher monologischen als dialogischen Text verwoben sind. Das Orchester zimmert nicht den Rahmen, in dem der Solist sich zur Schau stellt, nicht die Bühne, auf der er sich bewegt. Vielmehr reflektiert, vertieft, vervielfältigt es seine Stimme, was dem Konzert trotz seiner großen Besetzung etwas Kammermusikalisches verleiht.