Universität Bielefeld

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Wintersemester 1999/2000

Konzert des Hochschulorchesters

Semesterabschlußkonzert mit Mozart, Reger und Pizetti

Einmal mehr erkundet das Hochschulorchester Bielefeld sinfonisches Niemandsland. Dem Besucher des Konzerts zum Abschluß des Wintersemesters, das am Montag, den 31. Januar 2000, um 20 Uhr im Auditorium maximum der Universität stattfindet, wird nur die Ouvertüre zu Mozarts Oper „Don Giovanni“ vertraut sein, mit der das Programm eröffnet wird, und möglicherweise Max Regers (1873-1916) Variationen über ein Thema von Mozart, die 1914 entstanden sind.
Ildebrando Pizetti (1880-1968) hingegen, lange Jahre Direktor des Mailänder Konservatoriums (1924-1936), ist in Deutschland selbst unter Musikern kaum dem Namen nach bekannt, obwohl er ein umfangreiches, alle musikalischen Gattungen umfassendes Oeuvre hinterlassen hat. Er gehört in die Gruppe der Komponisten, die dem italienischen Musikschaffen in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts den Anschluß an die allgemeine europäische Entwicklung wieder ermöglichte. Im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen, die eher nach stilistischer Nüchternheit und formaler Klarheit strebten, knüpft Pizetti an die illustrative Musiksprache des Impressionismus an. Allerdings lichtet er deren, gerade in Italien überbordende Fülle und versetzt sie mit folkloristischen Elementen oder mit Anklängen an Gregorianik und Vokalpolyphonie. Für die Bielefelder Erstaufführung seines 1933 entstandenen Klavierkonzertes mit dem Titel „Gesänge des Hochsommers“ konnte erneut Manuel Köhring gewonnen werden, der vor einigen Jahren mit dem Hochschulorchester Beethovens cmoll-Konzert interpretierte und mittlerweile eine CD mit solistischer Klaviermusik vorgelegt hat.