

Im Forschungs- und Entwicklungsprojekt MINTeinander wird ein international erprobtes Format zur MINT-bezogenen Elternarbeit an Grundschulen für Deutschland adaptiert und um die Berücksichtigung soziokultureller Unterschiede erweitert. Als Material werden zu diesem Zweck aus familialen MINT-Stories lehrplankonforme MINT-Impulse entwickelt und an insgesamt 18 MINT-Nachmittagen in 6 soziokulturell diversen Grundschulen erprobt. Die gemeinsame Arbeit von Grundschulkindern, Eltern und Lehrpersonen an den MINT-Impulsen wird gefilmt, sodass auf dieser Grundlage Kernpraktiken der MINT-Sinnbildung rekonstruiert werden können, die für die Lernorte Familie und Unterricht gleichermaßen anschlussfähig sind.
So entstehen im Projekt 1) Materialien, die die soziokulturelle Vielfalt von Familien als Ressource für MINT-Bildungsprozesse aufgreifen und in Familie und Unterricht genutzt werden können, und 2) wissenschaftliche Einsichten darüber, welchen Gesprächspraktiken in MINT-bezogenen Gesprächen mit Grundschulkindern genutzt werden können, um die Passung zwischen Familie und Schule als eine wichtige Gelingensbedingung MINT-bezogener Bildungsprozesse zu fördern.