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Gender history 2026

Congress | Bielefeld University | 9-11.09.2026

Person with bald head, piercings and projected lines of a face on their own face.
Veit Mette

Frauen- und Geschlechtergeschichte in Zeiten der Anfechtung von Demokratie, Diversität und Verantwortung

Kongress 2026

Ort und Zeit: Universität Bielefeld, 9. bis 11. September 2026

Was geschieht in der Frauen- und Geschlechtergeschichte in diesen politisch herausfordernden Zeiten? Welche Themen und Fragen verdienen unsere Aufmerksamkeit, welche Ansätze und Perspektiven erscheinen besonders fruchtbar? Und wohin geht die Reise? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Kongresses, der im September 2026 in Bielefeld stattfinden wird. Let's talk.

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Programm

Mittwoch, 9.9.2026, 13:30-15:30 Uhr

Mittwoch, 9.9.2026, 16-18 Uhr

Mittwoch, 9.9.2026 ab 18:30 Uhr Abendveranstaltung zur Eröffnung des Kongresses

Hörsaal: H4 Universitätshauptgebäude

Begrüßung

  • Christina Benninghaus, Jana Hoffmann, Anna Horstmann

Grußworte

  • Angelika Epple, Rektorin der Universität Bielefeld

  • Michaela Vogt, Prorektorin für Internationales, Diversität und Gesellschaft der Universität Bielefeld

  • Antje Flüchter, Vorsitzende des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

  • Diana Lengersdorf, Sprecherin des Inderdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung (IZG)

Podiumsdiskussion: "Women's and gender history in times of challenges to democracy, diversity and responsibility"

Anna Dobrowolska (Basel), Kirsten Heinsohn (Hamburg), Martina Kessel (Bielefeld) und Katie Sutton (Canberra)

 

Verleihung des Dissertationspreises des Arbeitskreises historische Frauen- und Geschlechterforschung (AKHFG) an Maria Bühner

Laudatio: Claudia Kemper (Münster)

Anschließend: Empfang


Donnerstag,10.09.2026, 9-11 Uhr

Donnerstag, 10.09.2026, 11:30-13:30 Uhr

Donnerstag, 10.09.2026, 14:30-16:30 Uhr

Donnerstag, 10.09.2026, 17-18:30 Uhr: World-Café zu Begriffen, Konzepten und aktuellen Fragen der Frauen- und Geschlechtergeschichte

Moderation: Jana Hoffmann (Bielefeld) und Anna Horstmann (Bielefeld)

  • Marthe Becker (Bielefeld): Geschlecht in der Alten Geschichte
  • Christina Benninghaus (Bielefeld): Room for critical fabulation? Writing Gender History (Englisch)
  • Sebastian Bischoff (Bielefeld), Moritz Y. Meier (Bielefeld), Andreas Neumann (Jena), Lisa Oelmayer (Jena), Aurelia Rohrmann
    (Fribourg/Berlin): Die universitäre Zukunft der Geschlechtergeschichte
  • Kai* Brust (Berlin): Trans* History
  • Sonja Dolinsek (Magdeburg): Global Gender History (Englisch)
  • Jane Freeland (London): Feminism in Contemporary Gender History (Englisch)
  • Benno Gammerl (Florenz): Methoden queeren Forschens
  • Levke Harders (Innsbruck): Migration und Geschlecht
  • Anne Kwaschik (Konstanz): Wissen als Zugang der Geschlechtergeschichte
  • Kristin Skottki (Bayreuth): mediävistische Intersektionalitätsforschung
  • Katie Sutton (Canberra): History of Sexualities (Englisch) 
  • Xenia von Tippelskirch (Frankfurt a.M.): Ungleichheit in der Frühen Neuzeit
  • Johanna Wolf (Frankfurt a.M.): Arbeit, Wirtschaft, Geschlecht
  • Heidrun Zettelbauer (Graz): Frauen*geschichte als unerledigte Aufgabe? Kultur- und geschlechtertheoretische Positionen

Worldcafé

Expert*inModerationRaumAbstractBiographische Notiz
Marthe Becker (Bielefeld) Anna Kötter & Jannis Sgorzaly X-E0-230 Geschlecht ist in der Alten Geschichte längst als zentrale Analysekategorie etabliert und durch intersektionale Ansätze entscheidend ausdifferenziert worden. Antike Texte verhandeln nicht nur normative Ordnungen und sanktionieren abweichendes Verhalten, sondern in ihnen wird Geschlecht als relationale und performative Kategorie verargumentiert, die je nach Kontext stabilisiert, instrumentalisiert oder unterlaufen werden kann. Dies zeigt sich etwa an den distinktiven Körperpraktiken römischer Senatoren, die ihre Männlichkeiten in bewusster Abgrenzung voneinander inszenieren (Meister 2012), oder wie an spätantiken Asket*innen, die ihr körperlich codiertes Geschlecht zu transzendieren suchten (Taylor 2001). Vor diesem Hintergrund benennen Jan Meister und Seraina Ruprecht in „Weiblichkeit – Macht – Männlichkeit“ drei zentrale Felder geschlechtergeschichtlicher Forschung in der Alten Geschichte: 1. die Wirkmacht der Antike für moderne Geschlechterverhältnisse, 2. Intersektionalität von Geschlecht und Status in Bezug auf weibliche Agency und 3. die Konstruktion(en) von Männlichkeit(en) und ihr Verhältnis zu Macht (Meister/Ruprecht 2023, S. 26). Diese Aspekte sollen den Rahmen für die Diskussion über die produktive Verbindung von Geschlechtergeschichte und Althistorie bilden. Marthe Becker war von 2021 bis 2026 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bielefeld; im SFB 1288: Praktiken des Vergleichens entstand ihre Dissertation zu Ethnographie und Kirchengeschichte. Seit Juli 2026 arbeitet sie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und untersucht dort Verschuldung zwischen hellenistischer und römischer Welt.
Christina Benninghaus (Bielefeld) Liva Clausen & Otto Hannover X-E0-228 Archives are not neutral. They mirror the power, the economic resources and the priorities and aims of those individuals and institutions compiling and keeping them. They continue to shape the source materials and the knowledge available to historians. Digitalisation helps. It makes the creation and storage of counter archives much easier and allows searching through vernacular materials hitherto almost impossible to navigate. But whatever strategies we employ, the histories of those who were displaced, poor and powerless and those who did well to hide, are almost impossible to reconstruct. Reduced to a name or even to a number – two slave girls sold at such and such price – their experiences and emotions, their culture, their struggles, relationships and world views often escape our attempts at reconstruction, even if we try very hard to read “against the grain”. The literary scholar Saidiya Hartman experiments with what she calls “critical fabulation” to write the history of slavery and its aftermath. She endeavours to simultaneously mark the vast gaps in our historical knowledge and imaginatively fill in some of them. Historians might find such attempts at “speculative narration” not only irritating but outright dangerous. Can they ever be justified?  Christina Benninghaus ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Interdisziplinären Zentrum für Geschlechterforschung (IZG) an der Universität Bielefeld. Sie arbeitet zu Geschlechtergeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Arbeitsschwerpunkte: Geschichte der Reproduktion, Visual History, Ansätze, Begriffe und Methoden der Geschlechtergeschichte. 
Sebastian Bischoff (Bielefeld), Moritz Y. Meier (Bielefeld), Andreas Neumann (Jena), Lisa Oelmayer (Jena), Aurelia Rohrmann X-E0-226 Nach einigen Kurzinputs zum titelgebenden Thema steht der Austausch mit denen, die an den Tisch kommen, im Zentrum: Welche Lageeinschätzung wird geteilt, wo gibt es differente Entwicklungen im deutschsprachigen Raum, wo steht die universitär verankerte Geschlechtergeschichte aktuell unter besonderem Druck? Was können wir aus vergangenen Initiativen für den Erhalt von geschlechtergeschichtlichen Professurdenominationen lernen – etwa aus dem Protest und der Hörsaalbesetzung an der FSU Jena – und wie lassen sich diese Interventionen mit den aktuellen verbinden? Gemeinsam mit den Teilnehmenden wollen wir darüber ins Gespräch kommen.
Sebastian Bischoff ist Post-Doc am Arbeitsbereich Zeitgeschichte der Universität Bielefeld und leitet dort das DFG-Forschungsprojekt „Die bundesdeutsche Rechte und die 'sexuelle Revolution'“. Studium der Neueren Geschichte, der Soziologie und Philosophie in Heidelberg, an HU und FU Berlin, Promotion an der Universität Paderborn mit „Kriegsziel Belgien. Annexionsdebatten und nationale Feindbilder in der deutschen Öffentlichkeit, 1914-1918“. https://orcid.org/0000-0002-7897-8442, sebastian.bischoff@uni-bielefeld.de

Moritz Y. Meier promoviert am Arbeitsbereich Zeitgeschichte der Universität Bielefeld und ist wissenschaftlicher Koordinator des Bielefelder Kollegs für Zeitgeschichte (in Gründung). Seine Forschung konzentriert sich auf die NS-Gesellschaftsgeschichte, die Historiographiegeschichte und Geschichtstheorie, die Kritik des Antisemitismus sowie auf die Kritische Theorie. Er studierte Geschichts-, Sozial- und Bildungswissenschaften an den Universitäten in Bielefeld und Groningen. https://orcid.org/0009-0001-2857-583X, moritz.meier@uni-bielefeld.de

Andreas Neumann ist Post-Doc am Forschungszentrum für Religion und Bildung der Universität Jena und forscht dort in einem DFG-Projekt zu Konzepten einer evangelischen Pädagogik in der Weimarer Republik. Nach seiner Doktorarbeit über die Zulassung von Frauen zu höherer Bildung im Deutschen Reich („Gelehrsamkeit und Geschlecht“) untersuchte er den politischen Kontext akademischer Ehrungen an der Universität Jena im 20. Jahrhundert und erarbeitete anschließend am Lehrstuhl für Geschlechtergeschichte eine Studie zum Verhältnis von Männlichkeit und protestantischer Religiosität. https://orcid.org/0000-0002-7938-5294, andreas.neumann@uni-jena.de

Lisa Oelmayer ist Promotionsstipendiatin der Rosa-Luxemburg-Stiftung und war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Geschlechtergeschichte an der Uni Jena. Sie forscht zur Emotions- und Geschlechtergeschichte der frühen DDR. Außerdem ist sie Mitglied in der Promivierenden- und Studierendensektion des AKHFGS. Sie studierte in Tübingen, Aix-en-Provence und Jena Geschichte und Philosophie.https://orcid.org/ 0009-0008-9512-6066, lisa-marie.oelmayer@uni-jena.de

Aurelia Rohrmann ist Doktorandin in Zeitgeschichte (Universität Freiburg CH, Humboldt-Universität zu Berlin) und forscht in ihrem Projekt über Antifeminismus der radikalen Rechten, deren transnationale Netzwerke, Praktiken und Diskurse in Deutschland und der Schweiz von 1970 bis 1990. Nach einem Bachelor an der Universität Basel studierte sie im Master „Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts“ an der Universität Jena. https://orcid.org/0009-0000-8784-8650, aurelia.rohrmann@unifr.ch
Kai* Brust (Berlin) Svenja Castrup & Felix Wehebrink X-E0-220 Trans-Geschichte gewinnt in den letzten Jahren an Relevanz, sowohl im öffentlichen Diskurs als auch in der geschichtswissenschaftlichen Forschung. Beispiele hierfür sind aktuelle ZDF-Dokumentationen, Stolpersteindiskurse und der Vorstoß in geschichtswissenschaftliche Mainstream-Publikationen, wie „Geschichte und Gesellschaft“. 
Trans-Geschichte kann zur Hinterfragung gängiger geschichtswissenschaftlicher Chronologien beitragen und wirft typische Fragen der Geschichtswissenschaft auf: Welche Begriffe verwenden wir für und wie schreiben und sprechen wir über historische (geschlechtlich-nonkonforme) Subjekte? Es stellen sich ethische Fragen nach Gendering und Naming, sowie zur Dekonstruktion cis-normativer Machtstrukturen in historischen Quellen und in geschichtswissenschaftlichen Narrativen und Diskursen. Solche Fragen unterstreichen die Notwendigkeit geschlechtersensibler Methoden für die Trans-Geschichte.
Mit dem Ziel der Sichtbarmachung von geschlechtlich-nonkonformen Leben aus der Vergangenheit, beschäftigt sich Kai* Brust mit diesen Fragen. Dabei schöpft dey aus Arbeitserfahrungen mit hunderten Akten und anderen Quellen aus dem deutschsprachigen Raum des 20. Jahrhunderts.
Kai* Brust promoviert am Friedrich-Meinecke-Institut (FU Berlin) im Projekt „LGBTIQ* Movements as Agents of Democratization“ zu Trans-Aktivismus und -Bewegungen in der BRD. Dey besitzt einen Bachelor in Geschichte und Politikwissenschaft und einen Master in Interdisziplinärer Antisemitismusforschung. Zuvor arbeitete dey als freiberufliche*r Historiker*in in verschiedenen Bildungs- und Ausstellungsprojekten zu Queerer und Trans-Geschichte.
Sonja Dolinsek (Magdeburg) Lisa Hellriegel & Emma Teworte X-E0-224

Global gender history remains underdeveloped within historical scholarship in the German-speaking world. While research on colonial and imperial entanglements, the circulation of knowledge, migration, international organizations, and transnational movements has demonstrated the analytical benefits of linking gender and global history, this connection is still underdeveloped in both directions. Global history in Germany has only selectively engaged with the concepts and methods of gender history, while gender historians have only partially explored the role of global processes in producing and transforming gender relations. During the discussion, participants will reflect on the contribution of existing scholarship and pinpoint themes, actors, regions, and historical periods that have not been sufficiently explored. They will also consider how closer engagement with other subfields might advance this work. The discussion will evaluate the current state of research and identify new questions arising from the integration of gender into global history and global perspectives into gender history.

Sonja Dolinsek is a Research Associate in 20th-Century and Contemporary History at the Otto-von-Guericke University Magdeburg. Her current research focuses on the transnational politics of sexual labour and anti-trafficking in the second half of the 20th century
Jane Freeland (London) Nike Harmening & Laura Schäfer X-E0-216

Feminism has long played a central role in histories of gender. Indeed, feminist politics and methods lie at the heart of the histories of women and gender with their goal of addressing gender imbalances and hierarchies within academia and in history writing. At a time when feminisms are increasingly under attack, from without and within, this panel argues that feminist methods are more important than ever. But it also poses challenges. What is feminism(s) and what are feminist methods? And how do we employ them at a time of both backlash and mainstreaming?

And what of feminism as historical subject? An ambivalent term, feminism emerged in the late 18th century, but has evolved and pluralised since then. How can we use it as an analytical lens in the past? And how do we tell histories of feminism that are attentive to the embeddedness of some strands of feminism in hierarchies of class, race, gender and ability? This question is rendered more complex for writing contemporary histories of feminisms, when activists are still alive and often still politically active.

Lastly, this panel explores what can be gained from a deeper engagement with feminism in contemporary gender history. What can it reveal about ongoing inequalities within the discipline, and how can it illuminate ways forward for a more gender just world?

Jane Freeland is a Lecturer in Modern History at Queen Mary University of London. Her research focuses on the history of gender and feminism in modern Germany. Her book, Feminist Transformations and Domestic Violence Activism in Divided Berlin, 1968-2002, was published with OUP in 2022. She is currently developing a new project on reproductive care in Europe from the 1970s to the present.

Benno Gammerl (Florenz) Svenja Schillings & Melvin Wilde X-E0-214

My research focuses on queer history, trying to strengthen intersectional perspectives. I am particularly interested in intimate and emotional aspects. To trace these, I use oral history methods and engage in participatory research that allows activists and other stakeholders to join the knowledge production endeavour. I would very much like to discuss what methodological approaches lend themselves to explore queer topics. What are their respective potentials and challenges?

While addressing these questions participants are welcome to share insights from their own research practice. I currently explore how people in pluricultural intimate relationships dealt with the potential differences between them that resulted from their having been socialised within different sexual regimes. How were cultural differences navigated on an everyday level in 20th century Germany? How were different ‘sexual cultures’ discussed in the media and by organisations of “bicultural couples and families”? I also want to learn more about how mobilities shaped change in the spheres of sex, marriage and family.

I look forward to talk with you about these and other topics and to discuss various ideas about how one can do research on intersectional topics in a participatory manner.

Benno Gammerl is professor of history of gender and sexuality at the EUI in Florence. Intersectionality and difference, exclusion and participation are at the heart of his research into European history from the 19th to the 21st century. Queerness in Germany, mobility and intimacy, the Habsburg Empire and the British Empire, oral history and the history of emotions are among the topics Gammerl explores. Most recently, he co-co-edited the Handbuch queere Zeitgeschichten.

Levke Harders (Innsbruck) Sarah Manegold & Lola Wienberg X-E0-212

What does migration research have to do with women’s and gender history? And why? At the World Café, we will explore key concepts in migration research that draw on approaches from gender history. The starting point is gender as a category of analysis: How did gendered life courses shape mobility and (non-)belonging? The discussion will also focus on applying intersectionality—a concept of Black feminist theory—to (European) migration historiog-raphy, that is, examining the interconnections between gender, class, race, sexuality, age, and religion. Drawing on critical migration studies, the workshop will focus on the agency of migrants while also making border and migration regimes productive frameworks for histor-ical scholarship. The World Café will also address practical questions regarding sources and methods (including first-person accounts, queer and non-binary perspectives, and gaps in visibility). People at all career stages are invited—please bring your questions and a willing-ness to collaboratively refine our conceptual framework.

Was hat Migrationsforschung mit Frauen- und Geschlechtergeschichte zu tun? Und warum? Beim World Café werden zentrale Konzepte einer Migrationsforschung beleuchtet, die mit Ansätzen der Geschlechtergeschichte arbeitet. Ausgangspunkt ist Geschlecht als Analyseka-tegorie: Wie strukturier(t)en vergeschlechtlichte Lebensverläufe Mobilität und (Nicht-)Zugehörigkeit? Dabei geht es auch darum, Intersektionalität als Ansatz aus dem Black Fe-minism für die (europäische) Migrationsgeschichtsschreibung nutzbar zu machen, also die Verflechtungen von Geschlecht, Klasse, race, Sexualität, Alter und Religion zu untersuchen. Aus der kritischen Migrationsforschung werden sowohl die Agency von Migrant*innen in den Mittelpunkt gerückt als auch Grenz- und Migrationsregime als Ansätze für die Ge-schichtswissenschaften produktiv gemacht. Das World Café thematisiert auch praxisnah Quellen- und Methodenfragen (u. a. Ego-Dokumente, queere und nicht-binäre Perspekti-ven, Sichtbarkeitslücken). Eingeladen sind Menschen aller Karrierestufen – mitzubringen sind Fragen und Lust am gemeinsamen Schärfen von Begriffen.

Levke Harders is a professor of gender history at the University of Innsbruck in Austria. Her research and teaching focus on gender, migration, the history of higher edu-cation, gender theory, and the theory of biography. She studied German literature, history and gender studies. In 2011, she received the doctoral degree for her dissertation on Ameri-can Studies. Levke Harders is blogging about migration, gender history, and other fields of research in her weblog ‘Migration and Belonging’ (https://belonging.hypotheses.org). For more information and publications see: https://orcid.org/0000-0002-5004-6686.
Anne Kwaschik (Konstanz) Josephine Herrmann & Nathalie Hermelingmeier X-E0-210

From “Free Science from Ideology – End the Funding of Gender Research” to “Gender Ideology – Avert Dangers to Education, Science and Culture,” AfD motions in the Bundestag deny gender research scientific legitimacy and label it ideology. Starting from these attacks, we ask: Why is knowledge about women and gender so threatening, and what does its history reveal? Knowledge has been central to women’s and gender history from the start. From the nineteenth-century “woman question” through women’s movements to the institutionalisation of women’s and gender studies, struggles over gender have concerned who produces knowledge, what counts as evidence and who defines social reality. Gender history has thus always been a history of knowledge. A history-of-knowledge approach makes this relationship explicit and reflexive: it traces how feminist knowledge is produced, institutionalised and contested, while scrutinising its own assumptions. What does this perspective add? What can this history teach us about attacks on its scientific status? How can the field respond without retreating into a defensive narrative?

Discussion in English or/and German.

Anne Kwaschik is Professor of Modern and Contemporary History at the University of Konstanz. Her research lies at the intersection of the history of knowledge, gender history and intellectual history, with a focus on Western Europe in global perspective. She works on feminist knowledge, colonial sciences, the first socialisms from the nineteenth to the twenty-first century.

Kristin Skottki (Bayreuth) Michelle Fichtner & Anna-Lea Krampe X-E0-208

Intersektionalität hat sich in der Genderforschung längst etabliert – doch die Mediävistik bleibt in dieser Debatte randständig, obwohl gerade das Mittelalter entscheidende Einsichten bereithält. Gender, race und class sind als Differenzkategorien menschlicher Vergesellschaftung keine modernen Erfindungen, sondern prägten bereits die sozialen Verhältnisse in Antike und Mittelalter. Entscheidend ist, wie sie im jeweiligen historischen Kontext unterschiedlich gefüllt, aufgeladen und miteinander verschränkt wurden. Mein zentrales Beispiel ist die Rassifizierung jüdischer Alterität im Spätmittelalter: ein historischer Wendepunkt, an dem sich religiöse und soziale Zuschreibungen zunehmend mit einer biologistisch begründeten Differenzkategorie race verschränkten. Daran zeigt sich meines Erachtens, dass nicht die Differenzkategorien selbst variabel sind, sondern ihre historisch je spezifische Verschränkung und Bedeutungsaufladung. Diskutieren möchte ich, wie sich diese Variabilität methodisch kontrolliert rekonstruieren lässt und welche Konsequenzen dies für gegenwartsbezogene Intersektionalitätsforschung haben könnte.

Kristin Skottki ist Professorin für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Bayreuth. Ihr aktuelles Hauptforschungsprojekt untersucht die Geschichte und Erinnerung an einen angeblichen jüdischen Hostienfrevel in der mecklenburgischen Kleinstadt Sternberg im Jahre 1492. Intersektionale, globalgeschichtliche und historiographiegeschichtliche Perspektiven prägen ihre Arbeit.

Katie Sutton (Canberra) Enno Holloch & Maximilian Wulff X-E0-206

In what ways does gender history intersect with the history of sexuality, and how should we tease these categories apart? To what extent is this field still thoroughly tied up with the power dynamics of modern western institutions of law, medicine, and psychiatry, and how is new scholarship moving us beyond these frameworks? At the World Café, participants of all career stages are warmly welcome to bring topics and questions from their current research and steer our collective discussion. We will reflect on whose stories have been told and not told, and how sex and gender always intersect with experiences shaped by race, class, ability, and other factors. We will consider questions such as how to think about shifting sex-gender norms and identities at different periods; working with different source types; and how to approach histories of sexuality not just through frameworks of oppression, but in more positive ways. If there is time, we will also workshop some recent Black feminist, trans and/or neuroqueer theory for ways of approaching our sources with a gaze of ethical attention and care.

Katie Sutton (she/they) is Associate Professor of German and Gender Studies at the Australian National University, working in queer and trans German studies, the history of sexuality and medical humanities. Books include Sexuality in Modern German History (Bloomsbury, 2023) and Sex between Body and Mind: Psychoanalysis and Sexology in the German-Speaking World, 1890s–1930s (Michigan, 2019).

Xenia von Tippelskirch (Frankfurt a.M.) Carlotta Mühlhardt &Maya Reuscher X-E0-215
Johanna Wolf (Frankfurt a.M.) Sara Gojowczyk & Amelie Winter X-E0-213

Frauen und queere Menschen sind in der Arbeits- und Unternehmensgeschichte noch immer deutlich unterbelichtet. Ihre Aktivitäten in diesen männlich dominierten Feldern werden historisch wie historiografisch marginalisiert und erscheinen eher randständig oder als Ausnahmefall. Statt ihre Rolle als Gewerkschafter*innen, Unternehmer*innen und Arbeiter*innen ernst zu nehmen, dient der weiße männliche Industriearbeiter oder Unternehmer weiterhin als Maßstab, an dem andere Gruppen gemessen werden. Im Zentrum stehen Gender Gaps zu Männern oder die Frage, ob Frauen und queere Menschen „streiken wie Männer“, nicht aber ihre eigenen Konfliktformen, Themen und Strategien. Eine geschlechtergeschichtliche Forschung zu Arbeit muss diesen Maßstab kritisch hinterfragen und Frauen sowie queere Menschen als konstitutiv für Arbeits-, Gewerkschafts- und Unternehmensgeschichte begreifen. Sie sollte Bewertungsregime von Arbeit – also die Frage, was als wertvolle oder produktive Arbeit gilt – historisch und geschlechterkritisch analysieren und dies nicht nur im nationalen, sondern explizit auch im transnationalen und internationalen Rahmen. Als Anregung dient dabei Alison E. Woodwards Konzept der „velvet triangles“, das zeigt, wie Frauen Netzwerke über ihr unmittelbares Betätigungsfeld hinaus knüpfen und für politische Interventionen nutzbar machen – eine Perspektive, die die Forschung bereichern kann. Dem sowie weiteren feministischen Ansätzen wollen wir in der Diskussion im World Café nachgehen.

Dr. Johanna Wolf ist Historikerin am Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie in Frankfurt am Main mit Schwerpunkt auf Arbeits- und Geschlechtergeschichte. Sie untersucht die Rolle von Frauen in internationalen Gewerkschaften, etwa zu Equal-Pay-Debatten im Weltgewerkschaftsbund und zur Gründung des Frauenkomitees im Europäischen Gewerkschaftsbund, und ist Mitherausgeberin des Bandes Gender Pay Gap: Vom Wert und Unwert von Arbeit in Geschichte und Gegenwart (2023).

Heidrun Zettelbauer (Graz) Theo Flint & Franziska Ludewig X-E0-218

Die Hinwendung zu Geschlechtergeschichte, Queer History oder postkolonialer Theoriebildung hebt die Marginalisierung von Frauen* als Akteurinnen* der Geschichte nicht automatisch auf. Auch wenn sich der Fokus von einem Verständnis von Frauen als homogener Gruppe hin zu relationalen, diskursiven und intersektionalen Analysen verschoben hat, werden Akteurinnen* in vielen historischen (Überblicks-)Studien und Lehrbüchern weiterhin als randständig oder „Sonderkapitel“ abgehandelt. Als Kultur- und Geschlechterhistorikerin lese ich den Begriff Frau als Kategorie der Zuschreibung, Wahrnehmung und Positionalität. Ausgehend von Joan W. Scotts Kritik, wonach Geschlecht kein Ersatzbegriff für „Frau“ ist, stellt sich die Frage, warum diese Einsicht Frauen*geschichte nicht überflüssig macht, sondern gerade ihre Notwendigkeit unterstreicht. Statt einer nachträglichen Einpassung von Akteurinnen* in hegemoniale Geschichtsnarrative, steht im Fokus wie vergeschlechtlichte Ordnungen, Körperkonstruktionen, Gefühlsregime, politische Konzepte und Wissensformen Lebensweisen von Frauen* in der Geschichte strukturierten und Handlungsspielräume eröffneten. Ziel unseres Themen-Tisches ist es, Frauen*geschichte als „produktiv unerledigte“ Aufgabe auszuloten, die den malestream der Geschichtswissenschaft nach wie vor irritieren, herausfordern und verändern kann.

Heidrun Zettelbauer ist Universitätsprofessorin für Kultur- und Geschlechtergeschichte und Sprecherin des Doktoratsprogramms Interdisziplinäre Geschlechterstudien an der Universität Graz. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Kultur- und Geschlechtergeschichte der Moderne und Zeitgeschichte mit einem Fokus auf Österreich und Zentraleuropa, Auto/Biographie, Körper, Frauenbewegungen, Krieg und Nationalismus.


Freitag, 11.09.2026, 9-10:45 Uhr

Freitag, 11.09.2026,11-12:45 Uhr

Freitag, 11.09.2026,12:45 - 14 Uhr

Rahmenprogramm

Nach dem Ende der Tagung besteht am Freitag, den 11. 9. 2026, die Möglichkeit, den Nachmittag zu einem gemeinsamen Spaziergang oder zur Teilnahme an einer Führung zu nutzen. Interessenten melden sich bitte so bald wie möglich unter geschlechtergeschichte2026@uni-bielefeld.de mit dem Betreff "Führung". Die Angebote können nur stattfinden, wenn eine (ggf. kleine) Gruppe an Teilnehmer*innen zusammenkommt. 

  1. Führung "Frauenarbeit in der Bielefeld Textil- und Bekleidungsindustrie: Ravensberger Spinnerei und Weberei, Wäschefabrik" mit der Bielefelder Historikerin Dr. Charlotte Tacke; Treffpunkt Stadthistorisches Museum im Ravensberger Park, 16 Uhr 
  2. Besuch des Kunstraums Elsa, wo gerade die Ausstellung "CSD - Die Vielfalt unserer Straßen" gezeigt wird. Treffpunkt: 15 Uhr am Kunstraum Elsa, Elsa-Brandström-Straße 13. Die Ausstellung wird extra für uns geöffnet sein. Es besteht die Möglichkeit zu einem Gespräch mit der kuratorischen Assistenz Maria Lutter. Anschließend Besuch der Kunsthalle Bielefeld (oder Teilnahme an der Führung zu Frauenarbeit in der Bielefelder Textil- und Bekleidungsindustrie".  (U-Bahnhaltestelle Siegfriedplatz oder Jahnplatz)
  3. Führung "Frauenorte in Bielefeld". Ein Stadtrundgang mit Gerlinde Salzmann. (Zu den Frauenorten siehe hier) Treffpunkt 16:00 Uhr, Treppe am Alten Rathaus, Niederwall 25, 33602 Bielefeld (nahe der Ubahnhaltestelle Rathaus). 
  4. Gemeinsamer Nachmittagsspaziergang (Hinweg ca. 1 h) durch den Stadtwald und entlang der Ochsenheide vom X-Gebäude der Universität Bielefeld zum Bauernhofmuseum. Je nach Interesse Besichtigung und/oder Cafébesuch. Treffpunkt: 14.15 Uhr an der grünen Treppe im Erdgeschoss des X-Gebäudes.

Auszeiten, Verpflegung und Restauranttipps

Die Umgebung der Universität Bielefeld lädt zu Spaziergängen und Wanderungen ein. Eine Karte mit Wanderwegen finden Sie hier: 

Die Tagung findet im X-Gebäude der Universität Bielefeld statt. Während der Pausen stehen den Teilnehmenden Kaffee, Tee, Wasser, Gebäck und Obst zur Verfügung. Das Mittagessen kann in der Mensa der Universität Bielefeld (ebenfalls im X-Gebäude) eingenommen werden. Dort und in der Cafeteria ist nur Kartenzahlung möglich. 

Ein Teil der Universitätsbibliothek (Geschichte, Soziologie, Theologie, Philosophie, Kunst und Kunstwissenschaft, Gender Studies) ist ebenfalls im X-Gebäude untergebracht. Der Eingang befindet sich auf der ersten Etage. Die Bibliothek ist frei zugänglich und verfügt über bequeme Sitzmöglichkeiten und Arbeitstische. 

Für das Abendessen am Donnerstag empfehlen wir folgenden Restaurants und Kneipen: 

- hier kommt noch eine Liste - 

Anmeldung

Die Anmeldung erreichen Sie hier.

Alle Teilnehmer*innen müssen sich über diese Seite anmelden. Dies gilt auch für Vortragende etc.

Wir haben uns bemüht, die Konferenzgebühren so niedrig wie möglich zu halten. Bitte wählen Sie bei der Anmeldung den höchsten für Sie erschwinglichen Preis. Dadurch ermöglichen Sie niedrigere Gebühren für Teilnehmer*innen mit geringem Einkommen. Bitte melden Sie sich so früh wie möglich an.

 

 

Early Bird         

(Mai 2026)

Reguläre Anmeldefrist

(Juni/Juli 2026)

Späte Anmeldung

(ab 1. August 2026)

Professor*innen/Solidaritätsticket € 120 € 120 € 140
Standard € 60 € 70 € 90

Studierende (mit Nachweis)

€ 30 € 40 € 40

Studierende

Meet Up

Meet Up für Studierende und Promovierende

Ort TBA, Gebäude X, Mittwoch ab 11 Uhr

Die Fachschaft Geschichte/Bild- und Kunstgeschichte der Uni Bielefeld und die Sektion der Studierenden und Promovierenden im AKHFG laden herzlich zum Meet Up am Mittwoch vor Kongressbeginn ein. Es gibt KaMee oder Tee, Brötchen und Diskussionsfragen – wenn ihr mögt. Sonst einfach eine gute Gelegenheit, um nochmal durchzuatmen und Leute zum gemeinsamen Besuch von Panels zu finden.

Rückzugsraum für Studierende und Promovierende

Ort TBA, Gebäude X, während des gesamten Kongresses (Donnerstag und Freitag ab 8:30 Uhr)

Vernetzungsmöglichkeiten, Tipps für Bielefeld, Brett- und Kartenspiele, Bastelkram und eine Pause von der Kongress-Atmosphäre für Studierende und Promovierende (Hier können allerdings keine Wertsachen zurückgelassen bzw. gelagert werden).

Fragen zu den Angeboten für Studierende und Promovierende auf dem Kongress gerne an studis@akhfg.de.

Universität bewegen. Geschlechterhistorische Perspektiven auf studentische Proteste 
Hörsaal X-E0-234, Freitag 9–11 Uhr

Die Panelbeiträge widmen sich studentischen Protesten als Spiegel politischer und sozialer Konflikte um die Jahrhundertwende, in den 1960er-Jahren und der Gegenwart (z.B. dem Kampf um den Geschlechtergeschichte-Lehrstuhl in Jena und die
Arbeit der selbstorganisierten AG Geschlechtergeschichte an der HU Berlin) im deutschsprachigen Raum. Die historischen Perspektiven sollen als Anknüpfungspunkte für aktuelle Fragen sozialer Gerechtigkeit, kritischer Wissenschaft und Transformation in und um Unis dienen, die studentische Erfahrungen, Interessen und Partizipationsmöglichkeiten in den Fokus rücken.

Männlichkeiten zwischen Front, Heimat und Gefangenschaft: Perspektiven auf Männlichkeiten in den Weltkriegen 
Hörsaal X-E0-234, Mittwoch 13:30–15:30 Uhr

In Zeiten der multiplen Krisen blickt ein Teil der Gesellschaft zurück auf eine scheinbar „heile“ Welt, die sich vor allem in einem traditionellen Rollenbild
widerspiegelt, das eine vereinfacht binäre Welt imaginiert und rückprojiziert. Wird von Krisen, auch in Bezug auf Männlichkeiten, gesprochen, setzt dies im Grunde immer eine stabile Existenz von Männlichkeiten voraus, die es jedoch noch nie gab. Die Historiographie zeichnet ein homogenes und heteronormatives Männlichkeitsbild und kann die Erfassung aller „männlichen“ Lebensentwürfe nicht leisten. Genau dort schließen die folgenden Beiträge an: In drei ausgewählten Fallstudien mit verschiedenem
Quellenmaterial werden die Männlichkeitsvorstellungen der beiden Weltkriege sowie ihre Abweichungen untersucht.

Engagement als Studi/Promovierende*r im AKHFG

Die Sektion für Studierende und Promovierende im AKHFG funktioniert als Austauschplattform für Geschlechtergeschichte-interessierte Studis und Doktorand*innen aus verschiedenen Städten und Regionen des deutschsprachigen Raums. Wir treMen uns monatlich online und organisieren einen Mailverteiler, Lesekreise und Workshops (wie diesen Juni in Magdeburg) zur epochenübergreifenden historischen
Geschlechterforschung. Falls ihr Fragen oder gute Ideen habt und euch schon vor dem Kongress überregional mit anderen Studis/Promovierenden vernetzen wollt, meldet euch gern unter studis@akhfg.de

Engagement in der Fachschaft Geschichte/BKG an der Uni Bielefeld

Du möchtest dich für deine Mitstudierenden und die Fakultät Geschichtswissenschaft an der Uni Bielefeld einsetzen? Dann bist du bei der Fachschaft genau richtig! Wir organisieren Events (z.B. die Ersti-Tage und Kneipenabende), vertreten die Studierenden in Gremien (z.B. der Fakultätskonferenz, Berufungskommissionen für neue Dozierende und die Gleichstellungskommission) und kümmern uns sonst um alles, was in der Fakultät anfällt. Falls du Interesse hast, schreib uns per Mail an die fachschaft-geschichte@uni-bielefeld.de oder folge uns auf Instagram.

Studierende von außerhalb, die am Kongress teilnehmen wollen und die noch eine Unterkunft suchen, wenden sich bitte an 
bettenboerse-gg2026@uni-bielefeld.de

Ebenso bitten wir alle Bielefelder*innen, die eine Übernachtungsmöglichkeit anbieten können, sich bei uns zu melden. 
 

Anreise

Die Veranstaltung findet im X-Gebäude der Universität Bielefeld statt. Dieses Gebäude befindet sich in unmittelbarer Nähe der Straßenbahn-Haltestelle "Universität". Öffentlich zugängliche Parkplätze befinden sich im Parkhaus unter dem Gebäude. 

Die Abendveranstaltung am 9. 9. 2026 findet im Universitätshauptgebäude statt, Hörsaal 4, wenige Gehminuten vom X-Gebäude entfernt. 

Am Abend des 10. 9. 2026 findet eine Party in den Räumen des Forum Bielefeld, Meller Straße 2, 33613 Bielefeld (in Bahnhofsnähe) statt. 

Nähere Informationen folgen. 
 


Unterkunft

Wir freuen uns über Ihr Interesse an der Veranstaltung. Leider können wir die Buchung einer Unterkunft nicht für Sie vornehmen. Die Kosten für die Übernachtung sind nicht in der Tagungsgebühr enthalten.

Wir haben bei folgenden Hotels bis zu dem jeweils angegebenen Stichtag Zimmer zu vergünstigten Konditionen gebucht.

Locals Stadthotel

Bahnhofstr. 32, 33602 Bielefeld
Telefon: +49 521 521980
E Mail: stay@localshotel.de
Web: www.localshotel.de

Single room Standard (incl. breakfast) € 85 per night (2 nights minimum stay)

Single room Business (incl. breakfast) € 95 per night (2 nights minimum stay)

Please mention “Kongress Geschlechtergeschichte” when making the booking.

The hotel is very close to Bielefeld Central Station and tram/underground “Hauptbahnhof” or “Jahnplatz”. The conference venue can be reached within 15 min. Parking can be arranged for an extra fee.

Niederwall 31-35, 33602 Bielefeld
Telefon: +49 (0) 521 - 52530
email: HB8G6@accor.com 
Web: https://all.accor.com/hotel/B8G6/index.en.shtml

Single room (incl. breakfast) € 109 per night (2 nights minimum stay)

Please mention BLOCK – ID-1287720 when making your booking via email addressed to HB8G6@accor.com.  

The hotel is situated in the city centre. The tram/underground station “Rathaus” is served by all tram lines. No. 4 will take you to the university. The conference venue can be reached within 15 min.

Morgenbreede 2-4
33615 Bielefeld
Telefon: +49 521 106 886 50 (Frau Fijalkowski, Frau Sonnenberg – Mo-Fr. 9 – 13 h
Email: boardinghouse-campus-bielefeld@stwbi.de
Website: www.boardinghouse-campus-bielefeld.de

The boarding house is situated on the south-eastern corner of the Campus, close to student accommodation and the Teuteburger Wald. Rooms can be used as single rooms or as double rooms. Each room has its own bathroom, two rooms share one kitchen.

The rooms are € 67 per night (€78 if used as a double room)

The conference venue can be reached by foot (about 900m)

There will be no breakfast available on-site.

Europaplatz 2 (GPS: Boulevard)
33613 Bielefeld
Telefon: +49 6146 815362-0
Email: bielefeld-city@hotelbb.com
Website: www.hotel-bb.com/de/hotel/bielefeld-city

Single room (excl. Breakfast): €95 per night (minimum stay 2 nights)

Breakfast: € 13,90, Parking: €10 per day

When making the booking, please mention “IZG Kongress 26”.

The hotel is located in close proximity to Bielefeld Central Station (use the exit in the direction Europaplatz/Ishara). The conference venue can be reached by tram/underground within 15 minutes.

Oberntorwall 22, 33602 Bielefeld, Deutschland
E-Mail: reservations@zzzpace.com
Website: https://my.zzzpace.com/search/

This hotel offers studios with kitchenette right in the centre of Bielefeld. The conference venue can be reached by tram/underground within 15 minutes.

Prices will vary, depending on room size and time of booking. Conference participants will be offered a reduced price (15% off) when making the booking. The code is: “UNIBI0926”

Otto-Brenner-Str. 135, 33607 Bielefeld
E-Mail: reception@brenner-hotel.de
Telefon: 0521/29990 - Fax: 0521/2999220 
Webseite: www.brenner-hotel.de http://www.brenner-hotel.de

Single room classic (excl. breakfast) € 78,50 per night (2 nights minimum stay)
Single room comfort (facing the courtyard) (excl. breakfast) € 89,75 (2 nights minimum stay)

Parking is included. A continental breakfast can be added for € 14,90 per day and per person.

Booking per email or phone. Please mention “UNI Kongress IZG” when making the booking. Please inquire after cancellation policy when making the booking.

The number of available rooms is limited and bookings will be made on a first come, first served basis. The offer will expire on 09.07.2026 at the very latest.

The hotel is situated in the eastern part of Bielefeld, about 7 km from Bielefeld University. However, the university can easily be reached by tram (no. 4).


Kinderbetreuung

Es besteht die Möglichkeit, während der Tagung eine Kinderbetreuung in Anspruch zu nehmen. Diese findet im gleichen Gebäude wie die Tagung statt. Die Organisation erfolgt über den Familienservice der Universität Bielefeld und ist für Konferenzteilnehmende kostenlos.

Wenn Sie die Kinderbetreuung stunden- oder tageweise in Anspruch nehmen wollen, schreiben Sie bitte an gg2026@uni-bielefeld.de und teilen Sie uns mit: 

  • Wie alt das Kind/die Kinder sind. 
  • Welche Sprache diese sprechen.
  • Für welche Zeit Sie die Kinderbetreuung benötigen (während der gesamten Tagung? Nur an einzelnen Tagen? Nur außerhalb der üblichen Betreuungszeiten?).

Damit der Familienservice der Universität Bielefeld die Kinderbetreuung organisieren kann, bitten wir um Anmeldung bis zum 20. Juli 2026 unter gg2026@uni-bielefeld.de. Bitte verwenden Sie "Kinderbetreuung" in der Betreffzeile. 


Über uns

Ortskommittee

Christina Benninghaus (Sprecherin)
Jana Hoffmann
Anna Horstmann
Martina Kessel
Katharina Seibert
Kerstin Wolff 

Programmkommittee/Organisationsteam

Sebastian Bischoff
Jessica Bock
Sonja Dolinsek 
Birte Förster
Otto Hannover
Miriam Hörsch
Julia Paulus
Lisa-Marie Oelmayer
Fynn Steiner


Kontakt

Bei Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an geschlechtergeschichte2026@uni-bielefeld.de


Call for papers

Wo steht die Frauengeschichte heute? Wie hat sie sich verändert und welchen Beitrag leistet sie weiterhin oder wieder zur Beantwortung drängender Fragen? Wo liegen die innovativen Potentiale der Geschlechtergeschichte? Was wurde bisher geleistet und wohin geht die Reise? Welche Forschungsthemen, welche methodischen und theoretischen Fragen brennen uns unter den Nägeln? Wo sehen wir Forschungsbedarfe? Wie können wir und wie wollen wir auf die gegenwärtigen (wissenschaftlichen, politischen, gesellschaftlichen und universitären) Herausforderungen reagieren? Wo bieten sich uns neue Kooperationsmöglichkeiten, neue Anknüpfungspunkte, neue Quellen der Inspiration? Wie verortet sich die deutschsprachige Frauen- und Geschlechtergeschichte international, epochal und interdisziplinär? Warum tut sich die sogenannte „allgemeine Geschichte“ weiterhin schwer mit der Rezeption der Ergebnisse der Frauen- und Geschlechtergeschichte? Und welche Inhalte und Narrative der Geschlechtergeschichte erreichen die Öffentlichkeit? Was bedeutet es für die Akteur*innen, Frauen- und Geschlechtergeschichte zu schreiben, sie zu lehren und zu studieren? Wer forscht wo und wie zu welchen Themen? Wer wird ausgeschlossen bzw. läuft Gefahr ausgeschlossen zu werden? Welche Auswirkungen haben Biographie und Herkunft, institutioneller Zusammenhang, politische Orientierung, geschlechtliche Identität, sexuelle Orientierung und generationelle Zugehörigkeit auf unsere Arbeit? Wie können wir uns in Zeiten von massiven Kürzungen im Universitätsbereich und der Einsparung ganzer Professuren für Frauen- und Geschlechtergeschichte behaupten und solidarisch zusammenarbeiten? Wie unterscheidet sich die Situation in Deutschland von der in anderen Ländern?

Wir freuen uns auf eine thematisch vielfältige, in methodischer und theoretischer Hinsicht inklusive, alle historischen Epochen umfassende Tagung, die die Frauen- und Geschlechtergeschichte in ihrer Vielfalt und Diversität abbildet. Wir wünschen uns Beiträge, die nicht nur neue empirische Forschungsergebnisse vorstellen, sondern diese selbstreflexiv im Feld der Frauen- und Geschlechtergeschichte verorten, methodische und theoretische Probleme benennen und/oder etablierte Ansätze und Begriffe hinterfragen, neue Theorieangebote zur Diskussion stellen und insgesamt zu einem kritischen Blick auf die Frauen- und Geschlechtergeschichte in ihrer disziplinären und interdisziplinären Verfasstheit und Verwobenheit einladen.

Call for papers in PDF

Wir bitten um Einreichung von Panelvorschlägen (3 Vorträge à 20 Minuten plus Einführung/Diskussionsleitung). Es können aber auch Einzelvorträge (20 min) und andere Formate, etwa Buchvorstellungen mit Diskussion oder Roundtable eingereicht werden. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.

Bei der Veranstaltung handelt es sich um einen Kongress für den Tagungsgebühren in Höhe von ca. 120 Euro anfallen werden.  Dies gilt außer in Ausnahmefällen auch für Vortragende. Wir bitten dies bei der Bewerbung auf ein Panel zu berücksichtigen. Studierende und Menschen, die auf ein Soliticket angewiesen sind, werden für einem sehr viel niedrigeren Tagungsbeitrag teilnehmen können. Hier bemühen wir uns derzeit um die Einwerbung der entsprechenden Mittel.

Nähere Informationen ab September / Oktober 2025 auf www.genderhistory2026.de.

Frist für die Einreichung von Panel- und anderen Vorschlägen: 10. November 2025.

Formular zur Paneleinreichung

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an geschlechtergeschichte2026@uni-bielefeld.de.

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