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Bielefeld School of Education - BiSEd

Bielefelder Lehrer*innenbildung

X und Hauptgebäude in der Sonne
© Universität Bielefeld

Exkursionsprogramm International Perspectives

Sie haben Lust innerhalb Ihres Studiums über den Tellerrand zu schauen und ein weiteres Bildungssystem in Europa kennenzulernen? Durch das Exkursionsprogramm International Perspectives haben Sie die Möglichkeit, zusammen mit 15 bis 20 Kommiliton*innen (fächer- und lehramtsübergreifend), innerhalb kürzester Zeit (einer Woche) in einem universitär organisierten Rahmen Einblicke in das Bildungssystem eines anderen Landes zu erhalten. 

Informationen

Das Exkursionsprogramm International Perspectives wird an der Universität Bielefeld seit 2016 innerhalb von BiProfessional im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung durchgeführt. Dabei werden je nach Exkursionsland unterschiedliche thematische Schwerpunkte, wie zum Beispiel der schulische Umgang mit Heterogenität und Inklusion, die Nutzung von digitalen Medien oder der Umsetzung von Schulautonomie gewählt. Hierfür werden vor Ort sowohl verschiedene Schulen und Schulformen als auch Universitäten besucht, die den teilnehmenden Studierenden Einblicke in die jeweilige Thematik auf struktureller sowie praktischer Ebene ermöglichen. 

Ziel

Der international vergleichende Zugang und das Kennenlernen eines anderen Bildungssystems soll es ermöglichen, das vertraute Bildungssystem aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Hierdurch sollen die eigenen Normalitätsvorstellungen von Schule und Gesellschaft hinterfragt und die kritische Reflexion der eigenen berufsbiographischen Professionalisierung angeregt werden. 

Ablauf der Exkursion

Genauere Informationen zur Exkursion, zum Bewerbungsverfahren und der Finanzierung werden circa sechs Monate vor Beginn der Reise in einer Infoveranstaltung bekannt gegeben. Informationen zur Infoveranstaltung werden auf dieser Seite veröffentlicht.  

Circa 2 bis 4 Wochen vor Abreise findet eine Vorbereitung in Form eines Blockseminars statt, um die Exkursionsreise möglichst informiert und kultursensibel anzutreten. So soll ein Bewusstsein für die eigenen Perspektiven und subjektiven Wahrnehmungen entwickelt werden, um diese während der Exkursion kontinuierlich zu reflektieren. Hierfür befassen sich die Studierenden bereits zuvor mit dem Bildungssystem des Ziellandes. Dabei werden erste theoretische Vergleiche zum nordrhein-westfälischen Bildungssystem angeregt. Darüber hinaus werden die thematischen Schwerpunkte der Reise sowie Themen der interkulturellen Kompetenzentwicklung und Antidiskriminierung erarbeitet. Zusätzlich erhalten die Studierenden Informationen über die bevorstehenden Hospitationsorte und lernen die hierfür benötigte Methode des wissenschaftlichen Beobachtens kennen. 

Während der einwöchigen Exkursionsreise werden verschiedene Schulen und die jeweilige Partneruniversität vor Ort besucht. In Kleingruppen werden einzelne Schulstunden oder ganze Schultage beobachtet und es findet ein Austausch mit Schulleitungen, Lehrkräften und Schüler*innen statt. Die Universitätsbesuche geben Einsicht in die jeweilige Lehrkräfteausbildung und auch hier findet ein Austausch mit Dozent*innen und Studierenden statt. 

Die Exkursionsreise gibt den Teilnehmenden verschiedene Reflexionsmöglichkeiten, z.B. in Form von täglichen Reflexionstreffen in der Gruppe oder auch einer individuellen Reflexion in einem Exkursionstagebuch, in dem Beobachtungen und Eindrücke festgehalten und Impulsfragen dazu anregen, diese kritisch zu reflektieren. Gleichzeitig ermöglicht das Exkursionstagebuch, den Lernprozess und die Sichtweisen vor, während und nach der Exkursionsreise festzuhalten. 

Eine Woche nach der Exkursion findet eine Reflexionssitzung statt, um sich abschließend über die gesammelten Erfahrungen auszutauschen. Dabei werden die Erwartungen an die Exkursion mit den Eindrücken aus der Exkursion verglichen. Indem auf die Sichtweisen - insbesondere im Hinblick auf das Schwerpunktthema - vor der Exkursion zurückgeblickt wird, soll ein möglicher Perspektivzuwachs herausgearbeitet und reflektiert werden. Zudem wird diskutiert, inwiefern die Exkursionsreise einen Beitrag zum eigenen Professionalisierungsprozess leisten konnte und ob die Einstellungen zu Auslandsaufenthalten im Lehramtsstudium positiv beeinflusst werden konnte. 

Das Nachtreffen findet circa ein halbes Jahr nach der Exkursionsreise statt. In einem informellen Rahmen sprechen die Teilnehmer*innen noch einmal darüber, inwiefern die Erfahrungen der Exkursion sie nachhaltig geprägt haben und ob diese eventuell sogar Einfluss auf ihren weiteren Studienverlauf nehmen konnten. 

Exkursionreisen

Zürich, Schweiz (2022)

Ziel der letzten Exkursionsreise war die Schweiz: Vom 04. bis 08. September 2022 besuchten wir die PH Zürich sowie Schulen in der Region.

Ende März 2019 wurde die dritte Exkursion nach Südtirol unternommen. Während der ersten beiden Tage besuchten die 15 Studierenden verschiedene deutschsprachige Grundschulen und Mittelschulen (Sek 1). Dort hospitierten sie in Kleingruppen in verschiedenen Schulstunden. Im Anschluss daran trafen sich die Studierenden mit einer Schulleitung mehrerer Schulen und Schulformen. Dies ist sehr typisch für Südtirol, sodass die Schulleitung viele übergreifende Fragen zum Bildungssystem und insbesondere zum Thema Inklusion in Südtirol beantworten konnte. Am dritten Tag hospitierten die Studierenden in Kleingruppen an verschiedenen Schulen in Brixen. Auch danach erhielten sie die Möglichkeit des Austausches mit einer Schulleitung. Am Nachmittag wurde der Standort Brixen der Freien Universität Bozen besucht, an dem zwei Dozierende Vorträge über die Lehrer*innenausbildung in Südtirol und das der Exkursion zugrunde liegende Schwerpunktthema Inklusion hielten. Am vierten Tag lernten die Studierenden italienischsprachige Schulen kennen. Hier nahmen sie ebenfalls an außerschulischen Aktivitäten teil und bekamen so die Chance mit Schüler*innen und Lehrkräften in Austausch zu treten. 

Reflexions-und-Erfahrungsposter-Sudtirol-A.pdf

Reflexions-und-Erfahrungsposter-Sudtirol-B.pdf

"Natürlich liegt der Fokus im Studium an der Universität Bielefeld auf dem deutschen bzw. nordrhein-westfälischen Bildungssystem. Allerdings lernt wird so oft nur eine einseitige Perspektive vermittelt. Mir haben die Auslandsaufenthalte geholfen, meinen Horizont zu erweitern, z.B. ganz unterrichtspraktisch mitzuerleben, wie eine inklusive Schule aussehen kann. Solche Erfahrungen kann man nicht über das Lesen theoretischer Texten sammeln!" - Lilith

Den gesamten Erfahrungsbericht finden Sie hier.

Das Ziel der zweiten Exkursionsreise im Oktober 2017 war Esbjerg in Dänemark mit dem Schwerpunktthema Heterogenität und Inklusion. Während der Exkursion besuchten die 20 Studierenden insgesamt fünf dänische Schulen, in denen sie hospitierten. Zusätzlich erhielten sie viel Gelegenheit, um mit Schulleitungen und Deutschlehrkräften vor Ort ins Gespräch zu kommen, sodass das Thema Heterogenität auch im Hinblick auf bilinguale Schüler*innen aufgegriffen werden konnte. Auch eine Lehrkraft, deren Spezialisierung auf Verhalten, Kontakt und Wohlbefinden (AKT Teacher) der Schüler*innen lag, konnte als Gesprächspartner*in gewonnen werden. Darüber hinaus besuchten die Studierenden das University College South Denmark. Dort hörten sie einige Vorträge von unterschiedlichen Dozierenden und tauschten sich mit dänischen sowie internationalen Studierenden aus. 

Reflexions-und-Erfahrungsposter-Danemark.pdf

"Nach der Rückkehr sieht man einige Aspekte in unserem deutschen Schulsystem mit anderen Augen und kann womöglich Handlungsoptionen von anderen Lehrer*innen in sein eigenes Handlungsrepertoire aufnehmen." - Kyra

"Ich werde mir definitiv die beschriebene herzliche und offene Umgangsweise zwischen den dänischen Lehrer*innen und ihren Schüler*innen „abgucken“. Gleiches gilt für den toleranten, selbstverständlichen Blick auf Inklusion im Schulsystem." - Kyra

"Ich finde es unfassbar wichtig, sich mit anderen Schulsystemen zu beschäftigen, weil erst diese Reflexion es einem häufig ermöglicht, kritisch distanziert auf das Schulsystem zu schauen, von dem man selbst Teil ist. Dadurch, dass die meisten (angehenden) Lehrkräfte im selben Schulsystem aufgewachsen und sozialisiert worden sind, in dem die später arbeiten werden, fällt diese distanziertere Betrachtung häufig schwer und Blicke in andere Schulsysteme können helfen, am eigenen System sowohl neue negative als auch neue positive Aspekte (wieder) zu entdecken." - Thea

Hier finden Sie die gesamten Erfahrungsberichte von Kyra und Thea.

Die erste Exkursionsreise des Programms International Perspectives führte 15 Studierende im November 2016 nach London. Den ersten Tag der Exkursion verbrachten die Lehramtsstudierenden am King’s College London. Dort nahmen sie an zwei Seminaren zum Thema Special Educational Needs and Inclusion und Equity teil. Darüber hinaus hatten sie die Möglichkeit, sich mit englischen Studierenden auszutauschen. Zusätzlich erhielten die Bielefelder Studierenden Informationen zur Lehrer*innenausbildung sowie zur Inklusion im englischen Bildungssystem. An den folgenden Tagen begleiteten die Bielefelder Student*innen einige britische Studierenden zu ihren Praktikumsschulen. Darüber hinaus besuchte die Exkursionsgruppe gemeinsam eine englische Grundschule. 

  Südtirol (2019) Dänemark (2017) Großbritannien (2016)
Teilnehmer*innen insgesamt: 15 20 15

Nach Lehramt:

 

 

 

Gymnasium/ Gesamtschule

6 7 7

Haupt-, Real-, Gesamtschule

davon mit ISP

0


/

3


2

0


/

Grundschule

davon mit ISP

9

7

10

8

8

6

Nach Studiengang:

Bachelor of Arts/ Science

Master of Education

 

8
 

7

 

10
 

10

 

9
 

6

BiProfessional wird im Rahmen der gemeinsamen Qualitätsoffensive Lehrerbildung von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert (Förderkennzeichen 01JA1908).


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