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    Straßenschild mit Schriftzug 'Bildungsgang'
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    © ZAB - Universität Bielefeld

Förderprogramm

Beantragung:

Ein formloser Antrag auf die Bereitstellung von Mitteln aus dem Förderprogramm zur Finanzierung einer 32,5% wiss. Mitarbeiter*innenstelle wird über den*die Dekan*in (digital) an das Personaldezernat gerichtet. Die Schwerbehindertenvertretung erhält eine (digitale) Kopie des Antrags zur Kenntnis.

  • ein Lebenslauf des*der Bewerber*in
  • ein Nachweis über die Schwerbehinderung / Gleichstellung (Kopie oder Scan des SB-Ausweises)
  • eine Darstellung des Forschungsvorhabens
  • ein Arbeitsplan, aus dem sich die Zielstellung, die notwendigen Vorarbeiten und eine realistische Zeitplanung ergeben
  • eine gutachterliche Stellungnahme des*der betreuenden Hochschullehrer*in: Die Stellungnahme soll insbesondere auch eine Einschätzung zu der voraussichtlichen Dauer des Promotionsvorhabens enthalten.
  • die Angabe, dass die zweite Hälfte der Stellenfinanzierung (32,5% E13-wiss. Mitarbeiter*innenstelle) für die Dauer der Förderung durch die jeweilige Fakultät / Einrichtung / … getragen werden kann und auch verbindlich getragen wird

 

Ansprechpersonen:

Förderprogramm zur Beschäftigung schwerbehinderter Nachwuchswissenschaftler*innen mit dem Ziel der Promotion an der Universität Bielefeld

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Die Universität Bielefeld setzt sich nachdrücklich dafür ein, dass schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte Menschen eingestellt werden. Dennoch erfüllt sie derzeit nicht den gesetzlich normierten Auftrag, auf 5% der vorhandenen Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Insbesondere im wissenschaftlichen Bereich liegt die Beschäftigungsquote deutlich unter 5%.

Vor diesem Hintergrund hat das Rektorat in seiner 1126. Sitzung am 08.02.2000 ein Förderprogramm zur Verbesserung der Beschäftigungsmöglichkeiten schwerbehinderter Menschen an der Universität Bielefeld beschlossen, insbesondere mit dem Ziel, die Beschäftigungsquote im wissenschaftlichen Bereich dauerhaft zu erhöhen. 

Seitens der Fakultäten und Einrichtungen kann im Rahmen des Programms eine anteilige Förderung für die Personalkosten von schwerbehinderten oder ihnen gleichgestellte Mitarbeiter*innen beantragt werden, die ein Promotionsziel verfolgen.

Die Fördermittel werden aus einem umlagefinanzierten Aufkommen erbracht, das sich an der Beschäftigungsquote der schwerbehinderten und ihnen gleichgestellten Menschen in den einzelnen Fakultäten orientiert.

Das Programm hat sich als sehr erfolgreiches Instrument bewiesen, das auch überregional positiv wahrgenommen wird und als best-practice-Beispiel der universitären Schwerbehindertenförderung im wissenschaftlichen Bereich gilt. 

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Förderprogramms in 2020 wurde dies nun überarbeitet und in seinem Umfang erweitert:

  • Im Sinne der guten Beschäftigungsbedingungen und orientiert an den Förderbedingungen der DFG ist es mittlerweile Praxis, dass Promotionsstellen im Umfang von 65% vergeben werden.
  • Das Förderprogramm sieht daher nun vor, dass bei Vergabe an schwerbehinderte Promovend*innen eine hälftige Förderung i.H.v. 32,5% einer E13-Stelle erfolgt.
  • Die Förderung kann dabei über einen Zeitraum von insgesamt bis zu vier Jahren erfolgen.
  • In Ausnahmefällen / besonderen Härtefällen ist ggf. auch eine Förderung in voller Höhe einer 65%-Stelle möglich, die dann entsprechend auf einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren begrenzt ist.
  • Insgesamt stehen jährlich sechs Fördermöglichkeiten à 32.5% einer E13-Stelle aus dem Förderprogramm zur Verfügung. Die Förderungen werden nach der Reihenfolge der eingegangen Anträge vergeben, bis alle Mittel für das jeweilige Jahr verplant sind.

Weiterführende Hinweise:

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Zusätzlich zu den Finanzierungsmöglichkeiten des Förderprogramms ist häufig auch eine Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit, ZAV Bonn (Zentrale Auslands- und Fachvermittlung, Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker) möglich, sofern es sich um eine Erstbeschäftigung an der Universität Bielefeld handelt.

Die ZAV Bonn kann zwischen 30% und 70% bis maximal fünf Jahre (als relativer Wert, d.h. z.B. bei einer 65%-Stelle mit durchschnittlich 30% Förderung 19,5% absolut) der durch das hiesige Förderprogramm unterstützten Stellen mittragen, die die dortigen Fördervoraussetzungen erfüllen. Die Förderhöhe und -dauer durch die ZAV Bonn ist abhängig von Art und Schwere der Behinderung des Antragstellers. Der Antrag muss vor Abschluss des Arbeitsvertrages gestellt werden.

Der Kontakt kann über die Schwerbehindertenvertretung hergestellt werden.

In der Vergangenheit war es über das Förderprogramm möglich, spezielle Arbeits- und Hilfsmittel für die Optimierung von Arbeitsplätzen der schwerbehinderten oder ihnen gleichgestellten Mitarbeitenden zu finanzieren. Dieser Bereich wurde bei der Überarbeitung aus dem Förderprogramm rausgenommen. Für die Finanzierung der genannten Arbeitsmittel bestehen nun andere Fördermöglichkeiten, die über die Schwerbehindertenvertretung beantragt werden können.