

Digitale Medien gewinnen im Mathematikunterricht der Grundschule zunehmend an Bedeutung. Neben Übungsapps und digitalen Werkzeugen kommen dabei auch digitale Arbeitsmittel zum Einsatz. Diese zeichnen sich durch interaktiv manipulierbare, technologiegestützte visuelle Darstellungen mathematischer Objekte aus. Sie eröffnen Lernenden die Möglichkeit, mathematisches Wissen aktiv in der Interaktion mit den Darstellungen zu konstruieren.
Die in diesem Forschungsprojekt untersuchten digitalen Arbeitsmittel verfügen über synchron vernetzt programmierte Darstellungen. Das bedeutet, dass zwei oder mehr Darstellungen eines mathematischen Objekts miteinander verknüpft sind: Veränderungen in einer Darstellung wirken sich unmittelbar auf die anderen Darstellungsebenen aus und werden dort sichtbar.
Die grundsätzlich positive Wirkung digitaler Medien auf das Mathematiklernen wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen. Bislang ist jedoch nur wenig darüber bekannt, wie Lernprozesse mit digitalen Arbeitsmitteln in der Grundschule tatsächlich verlaufen und welche Lernmöglichkeiten sich in der Interaktion mit diesen eröffnen.
Vor diesem Hintergrund untersucht das Forschungsprojekt aus einer qualitativ-rekonstruktiven Perspektive, welche Lernmöglichkeiten durch die Interaktion mit digitalen Arbeitsmitteln entstehen. Im Mittelpunkt steht eine Hauptstudie mit Erstklässler*innen, die mit der App Rechenfeld (Urff, 2025) zu Zahl-, Term- und Aufgabenbeziehungen arbeiten. Ergänzend werden im Rahmen von Bachelor- und Masterarbeiten weitere Daten zur Interaktion mit anderen digitalen Arbeitsmitteln erhoben, die ebenfalls über synchron vernetzt programmierte Darstellungen verfügen und unterschiedliche mathematische Inhaltsbereiche adressieren.
Wenn Sie Interesse an einer Bachelor- oder Masterarbeit in diesem Themenfeld haben, freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme.