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IDM - ­ Institut für Didaktik der Mathematik

Campus der Universität Bielefeld
© Universität Bielefeld

Inklusiver Mathematikunterricht (AG 5)

Claudia Dietz

Telephone
+49 521 106-67550
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In der Arbeitsgruppe "Inklusiver Mathematikunterricht" erforschen wir den Mathematikunterricht mit besonderem Blick für die Vielfalt der Lernenden. Seit 2009 in der Bundesrepublik Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert wurde, soll Mathematikunterricht inklusiv gestaltet werden - auch in der Grundschule.
Aber wie kann das gelingen?

Wir interessieren uns bei der Umsetzung eines gemeinsamen Lernens im Mathematikunterricht der Grundschule insbesondere für die Sprache und fragen, wie sie sich entwickelt, wie sie im Alltag als Mittel zum Austausch genutzt wird und wie wir sie fördern können.

Mit allen Fragen, Anliegen und Interessen zu diesem Themenbereich sind Sie bei uns genau richtig.

Herzlich willkommen!


Team

Team

Leitung

Kerstin Tiedemann
 

MitarbeiterInnen

Lara Müller

Annika Hüser

Forschung und Projekte

Die Entwicklung der mathematischen Fachsprache bei Grundschulkindern in inklusiven Settings

Es ist inzwischen kaum noch umstritten, dass auch Mathematiklehrkräfte für die Sprachentwicklung ihrer Lernenden verantwortlich sind. Mit speziellem Blick für die Anforderungen ihres Faches sollen sie insbesondere in inklusiven Settings die Lernenden darin unterstützen, auf vielfältige Weisen über Mathematik zu sprechen und zu schreiben. Allerdings ist bisher weitgehend ungeklärt, wie sich die mathematikbezogene Sprache bei Lernenden überhaupt entwickelt. Daher ist es das Ziel dieses Projekts, die Entwicklung der mathematischen Fachsprache bei Grundschulkindern in inklusiven Settings zu rekonstruieren. Methodisch wird dafür ein qualitativ-interpretativer Zugang gewählt, der es ermöglicht, die fachsprachliche und die mathematische Entwicklung gemeinsam in den Blick zu nehmen.  

Objekte als Partner der Sprache

In diesem grundlagentheoretischen Kooperationsprojekt mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main wird untersucht, wie der Gebrauch fachbezogener Sprache vom "Mitwirken" fachdidaktischer Materialien und anderer Objekte profitieren kann. Erste Ergebnisse zeigen, dass Kinder in ihrem Sprachgebrauch durch Objekte entlastet werden können, dass sie von ihnen aber gleichzeitig zur Sprachentwicklung herausgefordert werden. Denn wer anderen präzise mitteilen möchte, was er in gegebenen Objekten sieht, der braucht eine genaue Sprache. Ziel des Projekts ist es aufzuzeigen, wie dieses doppelte Potenzial von Objekten für die Förderung fachbezogener Sprache genutzt werden kann.  

Fachliche Potenziale im inklusiven Mathematikunterricht

Es gilt in der pädagogischen Forschung als gut belegt, dass Heterogenität in Lerngruppen trotz aller Hoffnungen, die mit einem inklusiven Setting verbunden sind, nicht automatisch zu einer Verbesserung der Lernbedingungen führt. Vielmehr müssen die gegebenen Potenziale gezielt genutzt werden. Daher ist es das Ziel dieses Projekts, in einem ersten Schritt rekonstruktiv zu erforschen, wo sich in ganz alltäglichem Mathematikunterricht in der Grundschule solche fachlichen Potenziale zeigen: Wo profitieren die Kinder fachlich davon, dass sie in inklusiven Gruppen lernen? Die identifizierten Potenziale sollen dann in einem zweiten Projektschritt für die Entwicklung produktiver Lernumgebungen genutzt werden.


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